Christliche Schatzkammer

Begreifen kann ich’s nicht!

Begreifen kann ich's nicht!

Begreifen kann ich’s nicht, Herr Jesus Christ,
dass Du für mich vom Himmel kommen bist.
Begreifen kann ich nicht das heiße Lieben,
das Dich für mich in Angst und Not getrieben,
begreifen nicht, dass Du dies sünd’ge Herz
Dir hast erkauft durch bitt’ren Todesschmerz.

Ergreifen darf ich es, Herr Jesus Christ,
was zu begreifen mir unmöglich ist.
Ergreifen Dich, o Herr, aus allen Kräften,
der sich für mich ans bitt’re Kreuz ließ heften.
Dort floss für mich, für meine Schuld Dein Blut
es wusch mich rein, macht‘ allen Schaden gut.

Gepriesen seist Du stets, Herr Jesus Christ!
Was all mein Denken nimmermehr ermisst,
Vernunft und Sinne nur von ferne streifen,
das kann ja auch der Glaube nur ergreifen,
seitdem ich ganz, mit Leib und Seel‘ und Sinn,
von Dir, Herr Jesus Christ, ergriffen bin.

Allezeit für alles danken

Allezeit für alles danken

Danken, danken, immer danken, das sei meines Herzens Lust.
Die da danken ohne Wanken, denen wird es erst bewusst:
Gott hat alles schon getan, dass ich immer danken kann.

Unermesslich ist Dein Lieben, o Du treuer Vatergott!
Wo ist Menschendank geblieben? Ach es gab viel Hohn und Spott,
Als der Sohn ans Fluchholz ging, und da unsern Lohn empfing.

Unerschöpflich ist der Segen, der aus Jesu Wunden quillt:
Denn Du willst uns allerwegen umgestalten in Dein Bild.
Statt zu danken für das Leid, murrten wir so manche Zeit.

Dankbar lass mich immer tragen, was Dein Ratschluss zugedacht;
Und es schwinden meine Klagen, wenn Du tröstest in der Nacht;
Allen Schmerz und alles Leid, wandelst Du in Herrlichkeit.

Allezeit für alles danken, kann nur, wer voll Geistes ist!
Dir Herr, danken auch die Kranken, wenn Du ihnen alles bist!
Dank kann nur im Herrn allein, hier schon überströmend sein.

Allezeit für alles danken, will ich lernen auf der Erd‘.
Dass ich künftig ohne Schranken, Dir getreulich danken werd‘,
Dazu fülle Herz und Mund, bis zur allerletzten Stund.

                        W. J. Pasedag