Christliche Schatzkammer

Tage des Dankens

      Tage des Dankens

      Tage des Dankes sind Meilensteine,
      lehren uns Wanderer stillzustehen,
      alles im Leben, das Große und Kleine,
      in dem Lichte der Gnade zu sehn.

      Tage des Dankes sind lichte Höhen,
      über dem Alltag voll Mühe und Pflicht,
      wo uns die Winde der Heimat umwehen,
      und Gottes Liebe so laut zu uns spricht.

      Tage des Dankes schauen weit in die Runde,
      sind voll Vertrauen und ohne „ Warum?“,
      wissen: das Leben ist Gnadenstunde,
      führen zu Gott uns ins Heiligtum.

So viel du dankst

So viel du dankst

Soviel du dankst, so glücklich bist du,
Soviel du deinen Heiland preist,
soviel strömt Freude in die Seele,
wirst du erfüllt mit Seinem Geist!

Soviel du dankst, gehn dir die Augen
für Gottes Wundergüte auf,
Soviel du dankst, lernst du verstehen,
was Gnade wirkt in deinem Lauf.

Soviel du dankst in Kreuz und Leiden,
Soviel du dankst bei deiner Last,
so viel hast du von Jesu Liebe,
von seiner Herrlichkeit erfasst.

Soviel du dankst, so viel erfährst du,
wie aus dem Schmerz der Stachel geht,
wie Seine Arme treu dich tragen,
und wie sein Friede dich umweht.

                  H. v. R.

Ich singe Dir

Ich singe Dir

Ich singe Dir mit Herz und Mund,
Herr, meines Herzens Lust;
ich sing‘ und mach‘ auf Erden kund,
was mir von Dir bewusst.

Ich weiß, dass Du der Brunn der Gnad‘
und ew’ge Quelle bist,
daraus uns allen früh und spät
viel Heil und Gutes fließt.

Was sind wir doch? Was haben wir
auf dieser ganzen Erd‘,
das uns, O Vater, nicht von Dir
allein gegeben werd‘?

Du füllst des Lebens Mangel aus
mit dem, was ewig steht,
und führst uns in des Himmels Haus,
wenn uns die Erd‘ entgeht.

Wohlauf, mein Herze, sing und spring
und habe guten Mut!
Dein Gott, der Ursprung aller Ding‘,
ist selbst und bleibt dein Gut.

Er hat noch niemals was versehn
in Seinem Regiment;
nein, was Er tut und lässt geschehn,
das nimmt ein gutes End‘.

Ei nun, so lass Ihn ferner tun
und red Ihm nicht darein;
so wirst du hier im Frieden ruhn
und ewig fröhlich sein.

Hast du dem Herrn gedankt?

Hast du dem Herrn gedankt für seine Treu
Für alles, was er liebend dir geschenkt?
Das jeden Sommer, jedes Jahr aufs neue
In seiner Gnad und lieb er dein gedenkt?

Ein ganzes Jahr hat er dich Treu geleitet
Durch Freud und Leid, durch Sonnenschein
Ein ganzes Jahr dir deinen Tisch bereitet
Hast du Ihm deinen Dank dafür gebracht.

Nach Winters Nacht sandt’ er des Sommers Segen
Er ließ den Landmann seinen Samen streun
Schickt warmen Sonnenschein und kühlen Regen
Er ließ die gold’nen Saaten ihm gedeihn.

Danksagungstag! O stehe Heute stille
Und denk der Gnade die dich segnend hielt
Damit von deinem Dank und deiner Fülle
Doch auch dein armer Bruder etwas fühlt.

O denke heute derer, die da harren
Im dunklen Tal, deren Auge weinet
O lass dein Brot auch übers Wasser fahren
Damit ihr Dank mit deinem sich vereint.

Hab Dank

Hab Dank

Hab‘ dank Herr, für die Freude,
die du schenkst.
Hab dank, dass du
so wunderbar mich lenkst.

Hab‘ dank dass du für mich auch wolltest sterben,
und ich durch deinen Tod, die Seeligkeit kann erben.
Hab‘ dank für all dein Leiden,
hilf mir das Böse stets zu meiden.

Hab‘ dank für alle Glaubensvorbilder,
nach denen man sich richtet.
Hab‘ dank auch für die Bibel,
die des Teufels Pfeile vernichtet.

Hab‘ dank für deinen Trost,
Hab‘ dank dass du mich besser kennst als ich,
Hab‘ dank dass man bei dir sich fühlen kann getrost.
Herr was brauche ich noch mehr als dich.

Hab‘ dank auch für das irdische,
und lass uns damit üben.
Damit wir dich so recht von Herzen,
mehr noch könnte lieben.

Hab‘ dank auch für den Heiligen Geist,
durch den du in uns Gaben wirkst.
Hab‘ dank dass du eines jeden Zustand weist,
und dich vor Sündern nicht verbirgst.

Oh, Herr hab‘ dank für den Gewissensbund,
den du geschaffen für die ganze Christenheit.
Schaffe und bewahre mein Gewissen rein und gesund,
auf dass auch ich komm‘ in die Seeligkeit.

Doch wandle ich ja noch auf Erden,
und weiß manchmal nicht ein noch aus.
Wie soll dies und jenes werden,
jedoch hilfst du mir wieder raus.
Amen

D.S.

Für jeden Tag

Für jeden Tag

Für jeden Tag, den Du, mein Gott, mir gibst,
an dem ich schmecken darf wie Du mich liebst –
für jedes Licht, das mir den Weg erhellt,
für jeden Sonnenstrahl in dunkler Welt –
für jeden Trost, wenn ich in Ängsten bin,
nimm, Herr, das Loblied meines Herzens hin!

Wenn ich oft bange denk an künft’ge Zeit,
hast Du für mich ein Hoffen schon bereit.
Und wenn mich heut ein Kömlein Elend drückt,
vielleicht ist’s morgen schon hinweggerückt –
wo ich auch geh, Dein Arm ist über mir,
Du lässt mich nie allein – wie dank ich Dir!

Für jedes Lied, das mir ein Vöglein singt,
für jede Not, die mich Dir näher bringt –
für jedes Frohsein, jedes Tröpflein Glück,
für jeden friedevollen Augenblick,
für jede Wolke, die vorüberzieht –
für alles Dir ein einzig Jubellied.

Für jeden Freundesgruß, der mich erfreut,
für jede Hand, die mir ein Blümlein streut –
für jedes Herz, das mir entgegenschlägt,
das mit mir liebt und glaubt und kämpft und trägt,
für all die Seligkeit, Herr, dort und hier,
in alle Ewigkeit – ich danke Dir

Luise Haisch-Rolf

Dankt!

Dankt, dankt dem Herrn, jauchzt volle Chöre,
denn Er ist freundlich allezeit!
Singt laut, dass seine Güte währet,
von Ewigkeit zu Ewigkeit!

Jauchze Israel! und bring Ihm Ehre,
Er zeigte dir es jederzeit
Frohlock, dass seine Gnade wäre
von Ewigkeit zu Ewigkeit

Der Herr ist meine Hilf‘ und Stärke,
mein Psalm singt seine Treu‘ und Macht
Mein Heiland hat durch große Werke
Sieg und Erlösung uns gebracht.

Nun jauchzen meines Gottes Knechte,
dass ihre Hütt‘ davon ertönt
Gelobt sei unsers Gottes Rechte,
Die uns mit Sieg und Frieden krönt.

Die Rechte Gottes ist erhöhet,
Die Rechte unsers Gottes siegt.
Der Fromme, der nun sicher stehet,
frohlocket, dass der Feind erliegt.

Ich sterbe nicht, ich werde leben,
durch den, der mich erlöset hat.
Ich will die Werke froh erheben,
die der Erbarmer für mich tat.

Dies sind die Tore zu dem Throne,
der allerhöchsten Majestät
Wodurch beim frohen Jubeltone,
zu seinem Gott der Fromme geht.

Da will ich vor Dir niederfallen,
Du hörtest mich in meiner Not
Dir soll mein frohes Lied erschallen,
Du gibst mir Leben aus dem Tod.

Dies ist der schönste aller Tage,
den Gott uns schenkt, weil Er uns liebt.
dass jeder nun der Furcht entsage,
sich freue, weil Gott Freude gibt.

Schenk heut Erbarmer, Heil und Segen,
Es ist Dein Tag der Herrlichkeit.
Gib das wir all‘ erfahren mögen,
wie hoch Herr Deine Gnad‘ erfreut!

Gesegnet sei des Herrn Gemeinde,
die hier in Seinem Namen kniet
Sie sei dem Herrn geweiht alleine,
Der huldreich auf sie niedersieht.

Der Herr ist Gott zu dem wir wallen,
bald macht Er uns sich offenbar,
Ein jeder such Ihm zu gefallen,
und bring sich selbst zum Opfer dar.

Dank

Dank

Herr, der Du mir das Leben
bis diesen Tag gegeben,
Dich bet‘ ich kindlich an.
Ich bin viel zu geringe
der Treu, die ich besinge
und die Du heut an mir getan.

Mit dankendem Gemüte
freu‘ ich mich Deiner Güte;
ich freue mich in Dir.
Du gibst mir Kraft und Stärke,
Gedeihn zu meznem Werke
und schaffst ein reines Herz in mir.

Ich weiß, an wen ich glaube,
und nahe mich im Staube
zu Dir, o Gott, mein Heil!
lch bin der Schuld entladen
und bin bei Dir in Gnaden,
und in dem Himmel ist mein Teil.

Christian Fürchtegott Gellert

Dank nach Psalm 95,1-2

Kommt herzu, lasst uns dem Herrn frohlocken
Und jauchzen Ihm, der unser Hort und Heil!
Schwört treu zu seiner Fahne unerschrocken
Mit Psalmen singet Ihm, der unser Gut und Teil.

Vor Gottes Angesicht lasst heute uns erscheinen
Dem großen Herrn und König aller Welt
Zählt Er doch gnädig uns auch zu den Seinen
Der Berg und Meere schuf und der auch uns erhält.

Er ist es auch, der uns dies Haus gegeben,
Der segnend sich drin uns auch offenbart
Froh lasst uns heut Ihn loben und erheben
Der unsre Kraft und Trost und Hilfe ward.

Wir schaun zurück auf zehn verfloss’ne Jahre
Gedenkend all der Arbeit, all der Müh‘!
Gedenkend derer, die dann mit uns waren
Die von uns schieden – wir begrüßen sie.

Wir schaun zurück auf das, was wir erfahren
Und auf den Weg – den uns der Herr geführt
Auf all‘ die Segnungen in den zehn Jahren
Wie Er, der Menschenherzen lenket und regiert.

Wir baten: „Herr! Sieh gnädig auf die deinen
die obdachlos – sie suchen da und dort
Wo ungestört sie zum Gebete sich vereinen
Und stille lauschen, deiner Predigt Wort.

Worum wir baten – hast Du uns bescheret
Wir wurden als Gemeinde registriert
Und auch des Hauses Bau ward uns gewähret
Und freudig ward der Bau auch ausgeführt.

Oft hat sein Volk, vereint in stillen Stunden
Zur Andacht, Bibelstunde und Gebet
Es tief, als selge Wahrheit auch empfunden,
Dass Gottes Gegenwart und Gnade mit uns geht.

Durch Buße und Bekehrung wurden jährlich
Fasst … Seelen der Gemeinde zugetan.
Zwar war der Weg oft rauh und auch beschwerlich,
Doch führt er aufwärts uns – dann himmelan.

Wir danken Herr, für all‘ die Segensfülle
Die gnädig Du auf uns herabgesandt
Lass uns erkennen stets, was Herr Dein Wille
Und folgen Dir, – geführt von Deiner Hand.

Begreifen kann ich’s nicht!

Begreifen kann ich's nicht!

Begreifen kann ich’s nicht, Herr Jesus Christ,
dass Du für mich vom Himmel kommen bist.
Begreifen kann ich nicht das heiße Lieben,
das Dich für mich in Angst und Not getrieben,
begreifen nicht, dass Du dies sünd’ge Herz
Dir hast erkauft durch bitt’ren Todesschmerz.

Ergreifen darf ich es, Herr Jesus Christ,
was zu begreifen mir unmöglich ist.
Ergreifen Dich, o Herr, aus allen Kräften,
der sich für mich ans bitt’re Kreuz ließ heften.
Dort floss für mich, für meine Schuld Dein Blut
es wusch mich rein, macht‘ allen Schaden gut.

Gepriesen seist Du stets, Herr Jesus Christ!
Was all mein Denken nimmermehr ermisst,
Vernunft und Sinne nur von ferne streifen,
das kann ja auch der Glaube nur ergreifen,
seitdem ich ganz, mit Leib und Seel‘ und Sinn,
von Dir, Herr Jesus Christ, ergriffen bin.