Christliche Schatzkammer

Weiß steht das Feld zur Ernte!

Weiß steht das Feld zur Ernte!
Tief neigen sich die reifen Ähren.
Lange genug das Reifen währte.
Nun sollen voll die Scheunen werden.

Hörst Du denn nicht den Wind,
wie er leise spricht:
Wo sind die Schnitter?
Es reicht der Arbeiter noch nicht!

Siehst Du das Feld,
wie ein Meer, im Wind bewegt,
wie es sich legt, wieder erhebt?
Sag ob Dir’s nicht durchs Herze geht!

Kannst Du denn länger widerstehen?
Kannst Du denn Menschen sterben sehen?
Oh lass doch alles, alles stehen!
Gott will Dich bei der Arbeit sehen!

Du sprichst von keiner Zeit.
Du sprichst von später.
Gott ruft!, drum sei bereit!
Sei doch des Wortes Täter!

Hörst Du den Ruf, in dieser Zeit?
„Greift zur Sichel, denn die Ernte ist reif!“
Kannst Du noch länger müßig stehen?
Wann wird Gott endlich Taten sehen?

Schon rauscht der Sichel leiser Ernteklang.
Schon werden Garben hier und dort gebunden.
Es klingt der Schnitter fröhlicher Gesang.
Oh kommt! Es sind noch wenig Stunden.

Mit jedem Sichelschnitt,
hörst Du den mahnend Ruf:
Oh bringet Arbeiter doch mit!
Es sind der Schnitter nicht genug.

Die Sonne sinkt im Abendrot.
Das Feld ist noch nicht leer.
Oh komm, denn Dich ruft Gott!
Oh zögre Du nicht mehr!

Es ist schon Nacht!,
doch tönt der Sichelklang.
Oh komme, eh‘ es tagt,
denn dann ist Erntedank.

Hilf doch zu holen heim die Garben!
Siehst Du die Not denn nicht?!
Siehst Du wie viele Menschen darben?!
Du aber helfest nicht!

Du denkst noch an Dein eigen Leben!
Du willst lieber nehmen als zu geben!
Umsonst ist all Dein Streben!,
wenn Du nicht willst für Jesus leben!

Ein wenig Zeit nur noch,
bald schlägt es Mitternacht!
Oh Bruder, Schwester höre doch!
Tu was viele selig macht!

Willst Du noch weiter stehen,
auf Deine eigenen Wege sehen?
Lass alles liegen, alles stehen!
Für Sünder fange an zu flehen!

Nimmst Du die Sichel nicht zur Hand,
und fängst nicht an zu schneiden,
so bleibt das Sünderblut an Deiner Hand!
Dann wirst Du bitter weinen!

Du bist dann der schlechte Knecht,
der seine Pfunde einst vergraben.
Darum bedenke einmal recht!
Fang an zu ernten,
und Du wirst Frieden haben.

Hör‘ doch den Ruf in dieser Zeit:
Es reicht der Arbeiter noch nicht.
Von Herzen antworte noch heut:
Ich bin bereit, Herr sende mich!

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