Christliche Schatzkammer

Adventgedicht

Nun bist du wieder da,
du holde Wartezeit.
Du kommst jedes Jahr
und bringest uns viel Freud.

So sind wir heute hier versammelt,
dich zu feiern, dich zu begreifen.
Hilf Herr, all unser Denken
auf diese Wartezeit zu lenken.

Advent mit seinem Kerzenschein,
mit seiner wunderbaren Weihnachtsfreude,
bewegt das Herz von Groß und Klein.
So bewegts auch unsere Herzen heute.

Advent – wir denken an die Zeit,
als Jesus ungeboren war.
Wir denken an die Zeit,
eh Gottes Liebe durch Jesus wurde offenbar.

Wir denken an die Sündenlast,
die damals Leute schwerlich trugen,
damals als sie im Warten fast,
die schwere Römerlast nicht mehr ertrugen.

Advent – wir wissen um den Heilig‘ Abend.
Wir wissen um die frohe Botschaft,
die uns am Weihnachtsfeste ist so labend.
Sie schenkt uns wieder neue Kraft.

Advent – wir denken an den Leidensweg,
den Jesus für uns ging.
Wir denken an den schmalen Christensteg,
den der Herr als erster ging.

Advent – wir denken auch an Golgatha,
wie Jesus liebend für uns starb,
wie Jesus an das Kreuz genagelt war,
wie er dem Übeltäter Frieden gab.

Advent – wir denken an die Auferstehung,
an Jesu wunderbaren Sieg.
Wir denken an die Sündenvergebung,
an Jesu unerschöpflich Lieb.

Advent – wir denken schon an Jesu Wiederkunft,
an dass Gericht das scheiden wird.
Drum ereile uns heute die wichtigste Vernunft,
wohl dem der nach dem Tode leben wird.

Advent, du warnend Wartezeit,
bringst Leute auf Gedanken.
Weisest uns hin auf die Ewigkeit.
Gott wollen wir dafür danken.

Lasst uns, in dieser Wartezeit,
bewusst sein dieser ernsten Erntezeit,
in der sich heute so viel Unheil bräut.
Doch ist es Gnadenzeit noch heut.

Drum wer noch ist,
der sich des Advents nicht freut,
der nutze noch die Gnadenfrist,
solange Gott sie uns noch beut.

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