Christliche Schatzkammer

Wohin gehst du?

Wohin gehst du?

Wohin gehst du? So magst du fragen
wohl tausend Menschen in der Welt.
Kaum einer wird die Antwort sagen,
die deinem Herzen ganz gefällt.

Zu viele jagen nur nach Schätzen,
die nötig, doch vergänglich sind.
Für Güter, die nicht zu ersetzen,
sind die in ihrer Seele blind.

Bedenk‘ im Glauben, Hoffnung, Liebe,
es gibt zwei Pole: Stoff und Geist.
Sie sind die Achse im Getriebe,
um die das Erdenleben kreist.

Lässt du dich nur vom Stoffe treiben –
es ist ein Bruch des Gleichgewichts -,
wirst du im Reichtum Sklave bleiben,
dein Leben ist ein Weg ins Nichts.

Dein Gott ist Geist, auch für die Toren,
der ständig falsche Bahnen zieht
und Wahn – umfangen, ich – verloren,
im Grunde vor Damaskus flieht.

Denn Frieden wirst du erst gewinnen,
die Freiheit, Sicherheit und Glück,
suchst du den schmalen Pfad nach innen,
der führt ins Paradies zurück.

Die Außenwelt kann dich nicht retten,
erfülle, ordne deine Pflicht:
Wie durch ein Wunder fallen Ketten
der Selbstsucht ab, im ew’gen Licht.

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