Christliche Schatzkammer

Himmelslicht

Wie mag der blinde Bettler wohl gejubelt haben,
als ihm der Herr die köstlichste der Gaben,
das Augenlicht, mit gnäd’ger Hand geschenkt!
Nun war die Nacht, die lähmend sich gesenkt
auf all sein Tun, im Strom des Lichts entschwunden.
Nun hatte er im Licht das Leben erst gefunden.

Auch wir gehn alle, alle blind durchs Leben
und sehen nicht, was Gottes Hand gegeben:
Den ew’gen Reichtum, all Sein heil’ges Lieben,
das einst den Sohn zur Erde hat getrieben
und das nur segnen will durch Lust und Leid.
Blind sind wir alle für die Ewigkeit.

Erst wenn des Heilands Hände uns berühren,
wir Himmelslicht in unsrer Seele spüren.

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