Christliche Schatzkammer

Wie oft

Wie oft wär‘ ich vergangen,
von Elend ganz umfangen,
wenn nicht Dein teures Wort
an meiner Kummerstätte
mich so getröstet hätte,
wie nichts sonst tröstet, Herr, mein Hort!

Wie tröstlich mir im Dunkeln
Verheißungssterne funkeln
am Himmel Deiner Treu‘;
wie mahnt ihr stilles Prangen:
bald ist die Nacht vergangen,
und seine Sonne scheint mir neu!

Drum zieh‘ getrost ich weiter.
Dein Wort ist mir Begleiter,
weist mir den rechten Pfad,
wie jene lichte Wolke
dem auserwählten Volke
als Führer einst gedienet hat.

Ach ja, wen Dein Betrüben
hinein ins Wort getrieben
mit Forschen und Gebet,
der wird auch unter Schmerzen
erfahren es im Herzen
welch Trostesduft Dein Wort durchweht!

Meine Bibel und ich

Wir reisen zusammen, meine Bibel und ich.
Ob blau ward der Himmel, ob Schönheit verblich.
In Freuden und Leiden, in Stille und Schmerz,
Die Bibel zum Freunde, ward ruhig mein Herz.

Wir reisten zusammen, meine Bibel und ich.
Das Leben wurde ernster, der Tod mich umschlich.
Doch auch in der Wüste, auf steinigem Pfad,
Fand immer dort Trost ich, Erbarmen und Rat.

Wer mag uns denn scheiden, meine Bibel und mich?
Mag menschliche Weisheit auch vordrängen sich.
Soll Truglicht für Wahrheit, für Brot nur ein Stein?
Kann Sterben für Leben Ersatz mir verleih’n?

O nein! meine Bibel im ewigen Licht
Voll Geist und voll Wahrheit macht Irrtum zunicht.
Es gilt bis zum ewigen Schauen für mich,
Wir reisen zusammen – meine Bibel und ich!

Mein Bibelbuch

Kann nimmermehr dich lassen,
mein teures Bibelbuch,
Ich fand darin den Heiland,
der meine Sünden trug.

In Trübsal und Verfolgung,
in Kummer, Leid und Schmerz
quillt nur aus meiner Bibel,
mir Trost ins wunde Herz.

Zielt mit dem gift’gen Pfeilen
auf mich der Seelenfeind,
greif ich zu meiner Bibel,
und Kreuzeslicht mir scheint.

Drum kann ich dich nicht lassen,
geliebtes Bibelbuch,
dein Reichtum schenkt mir alles,
was immer ich auch such!

Gottes Wort

Gottes Wort kann nie veralten,
nie verlieren seinen Wert
mag der Mensch es schlecht verwalten
und willkürlich umgestalten
Gottes Wort bleibt Gottes Schwert.

In den letzten bösen Tagen
glaubt der Mensch in seinem Wahne
würd‘ die Technik überragen
und die Wissenschaft zerschlagen
Gottes Wort, und greift es an!

Dennoch bleibt: »Es steht geschrieben!«
Für die Seinen allezeit
die den Herrn von Herzen lieben,
Seinem Willen treu geblieben,
hat Sein Wort stets Gültigkeit.

Mag der Modegeist vollbringen
was dem Wort zuwider ist.
Gottes Kind, lass dich nicht zwingen
und verlocken von den Dingen
die erfunden Satans List.

Hast, o Seele du vergessen,
wen für dich ans Kreuz man schlug?
Kannst du fühlen und ermessen
all die Not und Leiden dessen
der für dich die Sünden trug?

Möge die Liebe dich bewegen
deinem Heiland treu zu sein!
Lass dir nicht dem Wort entgegen
Schmuck und Tand der Welt anlegen,
meide auch den bösen Schein!

Gottes Wort kann nie veralten,
nie verlieren seinen Wert!
Lasst uns fest dies Kleinod halten,
trotz der feindlichen Gewalten:
Gottes Wort bleibt Gottes Schwert.