Okt 29 2008
Danni
Danni, eine christliche Kindergeschichte
In einem Jägerhaus, das mitten in einem dichten Wald stand, wohnten Leute mit einem sehr gescheiten und gutmütigen Affen. Dieser Affe hieß Danni und hatte des Jägers Töchterchen sehr lieb. Das Töchterchen hieß Betty. Diese beiden spielten immer sehr nett miteinander. An einem Sommerabend ging der Jäger mit seiner Frau spazieren. Betty schlief in ihrem Bettchen, und Danny bewachte die Kleine. Das Dienstmädchen war auch fortgegangen, um auf dem Feld zu arbeiten. Die Eltern kamen zu einem kleinen Hügel und konnten von dort die ganze Umgebung überblicken. Plötzlich bemerkten sie ein großes Feuer, das aus ihrem Jägerhaus emporstieg. Sie eilten so schnell sie konnten zurück, aber als sie ankamen war das Holzhaus schon halb niedergebrannt. –
Sie riefen laut: „Betty! Danni!“ – aber sie bekamen keine Antwort. Wo war das Kind? Wo war der Affe geblieben? – Die Magd jammerte und weinte, denn sie hatte im Haus nichts mehr retten können, weder Betty noch Danni. Wahrscheinlich waren beide im großen Feuer verbrannt. Man fand aber beim Aufräumen des Hauses keine Spur von den beiden.
Einige Tage später durchstreifte der Jäger den Wald. Als er eben an einer Höhle vorüberging, sah er seine kleine Betty auf weichem Moos sitzen, sie war gesund und munter. Danni hatte ihr gerade eine Handvoll Waldbeeren zum Essen gebracht. Als Betty den Vater sah, schrie sie laut auf vor Freude, und Danni sprang fröhlich auf den Rücken seines Herrn. So hatte der Affe die kleine Betty gerettet: Er sprang mit Betty im Arm aus dem Fenster auf einen Baum und flüchtete mit ihr in den Wald. Wie dankten Vater und Mutter Gott, als sie ihr Kind gesund in ihre Arme schließen konnten.
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