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	<title>Christliche Schatzkammer</title>
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	<description>Eine Sammlung christlicher Werke</description>
	<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 20:10:02 +0000</pubDate>
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		<title>Eile mit Weile</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 22:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kindergeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Eile mit Weile, eine christliche Kindergeschichte
Ein Kaufmann hatte auf der Messe gute Gesch&#228;fte gemacht, alle Waren verkauft und seinen Geldbeutel mit Gold- und Silberst&#252;cken vollgestopft. Er wollte sich jetzt auf den Weg machen, um vor Einbruch der Nacht zu Haus zu sein. Er packte also den Mantelsack mit dem Geld auf sein Pferd und ritt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Eile mit Weile, eine christliche Kindergeschichte</span></p>
<p>Ein Kaufmann hatte auf der Messe gute Gesch&auml;fte gemacht, alle Waren verkauft und seinen Geldbeutel mit Gold- und Silberst&uuml;cken vollgestopft. Er wollte sich jetzt auf den Weg machen, um vor Einbruch der Nacht zu Haus zu sein. Er packte also den Mantelsack mit dem Geld auf sein Pferd und ritt fort. Zu Mittag rastete er in einem Gasthof in einer Stadt; als er weiterreisen wollte, f&uuml;hrte ihm der Hausknecht das Ross vor, sprach aber: &raquo;Herr, am linken Hinterfu&szlig; fehlt im Hufeisen ein Nagel.&laquo; - &raquo;Lass ihn fehlen!&laquo; erwiderte der Kaufmann, &raquo;die sechs Stunden, die ich noch zu reiten habe, wird das Eisen wohl festhalten. Ich bin in Eile.&laquo; Nachmittags, als er wieder abgestiegen war und dem Pferd Futter geben lie&szlig;, kam der Knecht in die Stube und sagte: &raquo;Herr, es fehlt am linken Hinterfu&szlig; das Hufeisen. Soll ich es zum Schmied f&uuml;hren?&laquo; - &raquo;Lass es fehlen!&laquo; antwortete der Herr, &raquo;die paar Stunden, die noch &uuml;brig sind, wird das Pferd wohl aushalten. Ich bin in Eile.&laquo; Er ritt fort, aber nicht lange, so fing das Pferd zu hinken an. Es hinkte nicht lange, so fing es an zu stolpern, und es stolperte nicht lange, so fiel es nieder und brach sich ein Bein. Der Kaufmann musste das Pferd liegenlassen, den Mantelsack anschnallen, ihn auf die Schultern nehmen und zu Fu&szlig; nach Hause gehen, wo er erst sp&auml;t in der Nacht ankam. &raquo;An allem Ungl&uuml;ck&laquo;, sprach er zu sich selbst, &raquo;ist der dumme Nagel schuld.&laquo; Eile mit Weile!- <br />Stimmt das, liebe Kinder, hat der Nagel an allem schuld? - Nein, nat&uuml;rlich nicht. Wie kann denn ein Nagel an dem Ungl&uuml;ck schuld sein? Der Kaufmann war schuld, weil er nicht zur rechten Zeit in Ordnung brachte, was kaputt gegangen war. So geht es uns auch, wenn wir irgendetwas getan haben, was nicht in Ordnung ist und es auf die lange Bank schieben. Nein, wir sollen gleich zu dem Herrn Jesus kommen und es von ihm wieder in Ordnung bringen lassen. Darum: Was du heute kannst besorgen, das verschieb nicht auf morgen.</p>
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		<title>Gott l&#228;sst sich nicht spotten</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 22:09:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kindergeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Gott l&#228;sst sich nicht spotten, eine christliche KindergeschichteDer Bauer Johannes fragte nicht viel nach Gott und auch nicht danach, was die Eltern und Gro&#223;eltern sagten. Eines Sonntags sah er im Westen gro&#223;e Regenwolken aufkommen. Deshalb rief er seine Knechte und M&#228;gde zusammen und sagte: &#8222;Rasch hinaus aufs Feld, es kommt Regen. Wenn wir uns beeilen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Gott l&auml;sst sich nicht spotten, eine christliche Kindergeschichte</span><br style="font-weight: bold; font-style: italic;" /><br />Der Bauer Johannes fragte nicht viel nach Gott und auch nicht danach, was die Eltern und Gro&szlig;eltern sagten. Eines Sonntags sah er im Westen gro&szlig;e Regenwolken aufkommen. Deshalb rief er seine Knechte und M&auml;gde zusammen und sagte: &bdquo;Rasch hinaus aufs Feld, es kommt Regen. Wenn wir uns beeilen, dann bekommen wir noch tausend Garben Korn trocken in die Scheune!&ldquo; <br />Das h&ouml;rte seine Gro&szlig;mutter, die schon achtzig Jahre alt war und sich nur m&uuml;hsam an Kr&uuml;cken fortbewegen konnte. &bdquo;Johannes, Johannes!&ldquo; rief sie ermahnend, &bdquo;solange ich denken kann, wurde in unserem Tal noch nie am Sonntag eine Garbe Korn vom Feld geholt. Es ist der Tag des Herrn, und wir sollen den Feiertag heiligen. Wenn es regnet, so wird der Herr auch wieder Sonnenschein geben, und sp&auml;ter kannst du das trockene Korn einfahren.&ldquo;<br />Bei diesen Worten der Gro&szlig;mutter standen die &auml;lteren Erntearbeiter ganz ernst da und nickten zustimmend mit dem Kopf. Aber die Jungen lachten und riefen &uuml;berm&uuml;tig: &bdquo;Altes Weibergeschw&auml;tz!&ldquo; Johannes sagte: &bdquo;Gro&szlig;mutter, sei nicht b&ouml;se. Die Zeiten haben sich ge&auml;ndert, und alles Neue muss zum ersten mal geschehen. Unser Herrgott wird uns deshalb nicht b&ouml;se sein. Ob wir nun heute schlafen oder am Montag, die Hauptsache ist doch, das Korn ist unter dem Dach. Was wir eingefahren haben, das ist wohlbehalten in der Scheune, deswegen brauchst du dir keinen unn&ouml;tigen Kummer zu machen.&ldquo;<br />&bdquo;Johannes&ldquo;, sagte die Gro&szlig;mutter, &bdquo;lass heute das Korn drau&szlig;en; sonst k&ouml;nnte es sein, dass wir das ganze Jahr kein Brot zu essen haben werden.&ldquo; <br />&bdquo;Aber mach dir doch nur keine Sorgen, Gro&szlig;mutter&ldquo;, lachte &uuml;berm&uuml;tig Johannes, &bdquo;wenn wir das Korn unter dem Dach haben, dann feiern wir lustig, und die Knechte k&ouml;nnen mit den M&auml;gden ein F&auml;sschen Wein trinken.&ldquo;<br />&bdquo;Johannes, mein Junge, denke daran&ldquo;, sagte die fromme Frau, &bdquo;die Gebote Gottes bleiben f&uuml;r alle Zeit die gleichen, Himmel und Erde werden vergehen, aber des Herrn Wort nicht. Wenn du das Korn unter dem Dach hast, was hilft es dir, wenn du dabei das Gebot Gottes &uuml;bertreten hast.&ldquo; &bdquo;Um meine Seele brauchst du dich nicht zu k&uuml;mmern!&ldquo; rief Johannes, &bdquo;Auf! Burschen und M&auml;gde, geht schnell aufs Feld, hurtig das Korn gebunden, was das Zeug h&auml;lt und dann alles hinein in die Scheune, der Regen wartet nicht, und unsere Arbeit muss schnell getan werden.&ldquo; - &bdquo;Johannes, Johannes&ldquo;, rief die Gro&szlig;mutter noch einmal, aber es n&uuml;tzte nichts. Sie weinte und betete f&uuml;r die Erntearbeiter und ihren Enkelsohn. <br />Die Gro&szlig;mutter hatte ihren Enkelsohn umsonst gewarnt. Die Knechte und M&auml;gde eilten auf das Feld, noch schien die Sonne am blauen Himmel, und die Tauben gurrten auf den Zweigen. Die Schnitter m&auml;hten das Korn mit der Sense, die M&auml;gde brachten K&ouml;rbe mit Brot und Wein auf das Feld und halfen den Knechten beim Binden der Garben, die auf den gro&szlig;en Erntewagen geladen wurden. Fuder um Fuder fuhren die Knechte in die Scheune. Alles schien gutzugehen, und ehe die ersten Tropfen vom Himmel fielen, war der letzte Wagen mit Korn in der Scheune. <br />Ein heftiger Regen begann, das Wasser prasselte auf die Stra&szlig;e und bildete kleine Sturzb&auml;che. &bdquo;Siehst du, Gro&szlig;mutter&ldquo;, triumphierte Johannes, als er mit seinen Arbeitern in die Stube trat, &bdquo;jetzt ist die Ernte unter Dach und Fach, jetzt mag es hageln und donnern wie es will, wir haben alles trocken in die Scheune eingebracht!&ldquo; <br />&bdquo;Johannes, aber &uuml;ber deinem Dach ist Gottes Dach!&ldquo; sagte die Gro&szlig;mutter feierlich, dabei hob sie flehentlich ihre H&auml;nde empor. <br />Pl&ouml;tzlich leuchtete es hell auf! Ein m&auml;chtiger Blitzschlag ersch&uuml;tterte das Haus. Es krachte, als w&uuml;rden Millionen Splitter durch die Luft fliegen. <br />&bdquo;Gro&szlig;er Gott, es hat eingeschlagen!&ldquo; rief der erste, der reden konnte. Alles st&uuml;rzte zur T&uuml;r hinaus. <br />Das Haus stand in hellen Flammen, in der Scheune brannte das eingebrachte Korn lichterloh. Alles st&uuml;rzte in panischer Furcht aus dem Haus. Die alte Mutter rettete sich mit ihren Kr&uuml;cken in die Kirche und betete: &bdquo;Was h&uuml;lfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gew&ouml;nne und nehme doch Schaden an seiner Seele. Dein und nicht mein Wille geschehe, o gro&szlig;er Vater im Himmel.&ldquo; Das Haus und die Scheune brannten bis auf den Boden nieder, nichts konnte man retten. Der trotzige Bauer war ganz von Sinnen, er konnte nur noch vor sich hinlallen: &bdquo;Ich hab es unter meinem Dach gehabt. Aber &uuml;ber deinem Dach ist des Herrn Dach. Was ich vor dem Regen gerettet habe, das hat der Blitz mir erschlagen&ldquo;, und er weinte ganz bitterlich. <br />&bdquo;Ja&ldquo;, sagten die Leute im Dorf, &bdquo;es stimmt gewiss: Irret euch nicht! Gott l&auml;sst sich nicht spotten. Denn was der Mensch s&auml;t, das wird er ernten.&ldquo;</p>
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		<title>Gott sorgt</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 22:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kindergeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Gott sorgt, eine christliche KindergeschichteIn der N&#228;he der polnischen Hauptstadt Warschau lebte in einem Dorf ein deutscher Bauer mit Namen Dobry. Dieser Bauer hatte eine gro&#223;e Familie, und immer so viel zum Leben, wie er gerade brauchte. In seinem Hause herrschte ein wunderbarer Friede Gottes. T&#228;glich lasen der Bauer und die B&#228;uerin aus der Heiligen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Gott sorgt, eine christliche Kindergeschichte</span><br style="font-weight: bold; font-style: italic;" /><br />In der N&auml;he der polnischen Hauptstadt Warschau lebte in einem Dorf ein deutscher Bauer mit Namen Dobry. Dieser Bauer hatte eine gro&szlig;e Familie, und immer so viel zum Leben, wie er gerade brauchte. In seinem Hause herrschte ein wunderbarer Friede Gottes. T&auml;glich lasen der Bauer und die B&auml;uerin aus der Heiligen Schrift und beteten zum Sch&ouml;pfer aller Dinge. Obwohl der Bauer dem Gutsbesitzer sehr viele Steuern bezahlen musste, waren die Eltern und die Kinder immer zufrieden, denn sie hatten stets genug, um satt zu werden. <br />Wenn es Herbst wurde und bald der Winter kam, bekamen die Dobrys stets einen seltsamen Gast. Ein alter Rabe, den schon der Gro&szlig;vater aus einem Nest genommen und gez&auml;hmt hatte, kam j&auml;hrlich &uuml;ber die Winterszeit, wenn auf den Feldern wenig zu finden war in Dobrys Haus, um dort sein Winterquartier zu beziehen. Er spazierte dann sehr ernst und besonnen auf Tischen und B&auml;nken umher und setzte sich manchmal auf die Schultern des Bauern oder seiner Kinder. Der Rabe war ein angenehmer Gast und bereitete der Familie viel Freude. <br />W&auml;hrend eines Sommers, zu der Zeit, da das Korn gut stand, zerst&ouml;rte ein f&uuml;rchterlicher Hagelschlag den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Ernte. Der Bauer konnte kaum den vierten Teil des Getreides abliefern. Deshalb verkaufte er seine beste Kuh und sp&auml;ter einen guten Acker, um die n&ouml;tigsten Ausgaben bestreiten zu k&ouml;nnen. Aber das Geld reichte nicht, deshalb borgte sich Dobry von einem reichen Mann noch Geld. <br />Dieser Mann war ein ekelhafter Geizhals und ein geldgieriger Halsabschneider. Er forderte hohe Zinsen und lieh dem Bauern nur deshalb das Geld, um sich sp&auml;ter den gesamten Besitz der Dobrys anzueignen. <br />Auch im n&auml;chsten Jahr gab es keine gute Ernte, und als es Winter wurde, bestand der Geizhals darauf, sein Geld zu bekommen. Der Bauer bat den hartherzigen Mann, doch noch bis zum Fr&uuml;hjahr zu warten, damit er seinen Bauernhof g&uuml;nstig verkaufen k&ouml;nne, um sp&auml;ter nach Russland auszuwandern. - Doch der Geizhals lie&szlig; nicht mit sich reden. Er holte die Gerichtsdiener und nahm den Dobrys die letzte Kuh und die Wohnungseinrichtung samt den Betten fort. Er drohte ihnen sogar, er w&uuml;rde sie ins Gef&auml;ngnis werfen lassen, wenn nicht bis zu einer bestimmten Zeit alle Schulden bezahlt w&auml;ren. <br />Der Bauer Dobry kam sich ganz von Gott verlassen vor. Es l&auml;sst sich kaum beschreiben, welch ein gro&szlig;er Jammer in die friedliche H&uuml;tte der frommen Leute eingekehrt war. Dobry hatte kein Geld, um Brot f&uuml;r die Familie zu kaufen. Bald w&uuml;rde der Winter seinen Einzug halten, und woher sollte der Vater Holz und Kohlen zum Heizen nehmen? Wenn er aber nun auch noch bei strengem Frost mit Frau und Kindern sein kleines Haus verlassen m&uuml;sste, wohin sollte er gehen? Man hatte schon alle St&uuml;hle und B&auml;nke im Herd verbrannt, um die letzten Kartoffeln kochen zu k&ouml;nnen. Da erinnerten sich die Kinder des alten Raben, ob er in diesem Winter wiederkommen w&uuml;rde? Eines Morgens sprangen die Kinder von ihrem armseligen Strohlager auf und eilten an das Fenster. Sie hatten das Kr&auml;chzen des Raben geh&ouml;rt. Da sa&szlig; das treue Tier in den &Auml;sten des alten Nussbaumes und flog gleich in das Fenster hinein, das ihm die Kinder &ouml;ffneten. Nach langer Zeit h&ouml;rte man wieder in der H&uuml;tte des armen Bauern ein riesiges Freudengeschrei. Auch der Bauer freute sich von ganzem Herzen: &bdquo;Komm nur herein&ldquo;, sagte er, &bdquo;du findest zwar alles sehr ver&auml;ndert, aber wir haben dich genauso lieb wie eh und je. Falls noch ein St&uuml;ckchen Brot zu finden ist, sollst du es haben&ldquo;, dabei streichelte er den schwarzen Vogel. &bdquo;Es wird das letzte Mal sein, wo du uns noch lebend antriffst, aber du erinnerst uns an bessere Tage, die wohl nicht wiederkommen werden. Wenn der alte Geizhals einst das Haus besitzen wird, kannst du hier keine Unterkunft mehr bekommen.&ldquo; Bei diesen traurigen Worten fingen die Mutter und ihre Kinder an zu weinen, auch dem alten Dobry standen die Tr&auml;nen in den Augen. <br />Der Rabe schien etwas von der notvollen Situation zu sp&uuml;ren, mit gro&szlig;er Verwunderung sah er sich das ausger&auml;umte Haus des Bauern an. Er blickte ganz erstaunt auf die weinenden Kinder und Eltern und sprang von einem Balken zum anderen. Von dem k&auml;rglichen Brot, das ihm die Kinder reichten, fra&szlig; er nichts. Er sprang auf das Fensterbrett und hackte mit dem Schnabel an die Scheibe. Als die Kinder ihm &ouml;ffneten, flog er eilig davon, man sah in tagelang nicht mehr. <br />Die Kinder sagten: &bdquo;Es hat ihm bei uns bestimmt nicht mehr gefallen!&ldquo; - &bdquo;Er hat auch kaum etwas gefressen!&ldquo; - &bdquo;Ob er &uuml;berhaupt noch einmal wiederkommt?&ldquo;<br />Der hartherzige Geizhals hatte einen bestimmten Tag festgesetzt, an dem der Bauer Dobry das Geld zur&uuml;ckgezahlt haben sollte. Der Winter wurde immer h&auml;rter, meterhoch lag der Schnee auf den Feldern und Stra&szlig;en, das Brot wurde immer teurer, und die Dorfbewohner wollten dem Bauer Dobry nicht helfen. Sie lachten vor Schadenfreude &uuml;ber das Ungl&uuml;ck des armen Mannes und tuschelten untereinander: &bdquo;Wo ist denn nun sein Vater im Himmel? Gott hilft ihm auch nicht. Wahrscheinlich gibt es gar keinen Gott im Himmel.&ldquo; Viele l&auml;sterliche Reden hielten die Menschen im Dorf. <br />Der Bauer Dobry und seine Familie vertrauten aber trotzdem auf Gottes Hilfe, t&auml;glich las der Bauer einen Abschnitt aus der Bibel. Danach knieten alle nieder und beteten zum himmlischen Vater. Eines Abends wanderte die ganze Familie Dobry zu dem geizigen Mann. Der Bauer dachte: Wenn der reiche Geizhals meine kleinen Kinder sieht, wird er sicher nachgeben und mir die Schulden weiterhin stunden. <br />So kamen sie in des Reichen Haus und baten den hartherzigen Geldgeber um etwas Geduld, sie w&uuml;rden so schnell wie m&ouml;glich das Geld im Fr&uuml;hjahr zur&uuml;ckzahlen. <br />Aber der reiche Mann sagte hart: &bdquo;Nein, ich bin kein Armenpfleger, wenn das Geld nicht in sieben Tagen zur&uuml;ckgezahlt ist, werfe ich euch aus dem Haus heraus! Jetzt verschwindet hier aus meiner Wohnung, damit ich meine Ruhe habe.&ldquo; <br />Als der Bauer mit seiner Familie wieder daheim war, sagte er zu seiner Frau: &bdquo;Maria, es war alles umsonst, in acht Tagen wirft uns dieser b&ouml;se Mensch gewiss aus der Wohnung. Vielleicht muss ich noch ins Gef&auml;ngnis, und ihr werdet von T&uuml;r zu T&uuml;r gehen, um euch das t&auml;gliche Brot zu erbetteln. Mach dir und den Kindern Brots&auml;cke, die ihr umh&auml;ngen k&ouml;nnt und schnitzt euch einen Bettelstab. Ich kann euch nicht mehr helfen.&ldquo; <br />Alle begannen zu weinen, als gerade vom Kirchturm das feierliche L&auml;uten zum Abendgebet rief. Die Eltern und die Kinder fielen wieder auf ihre Knie und beteten das wunderbare Lied: &raquo;Befiehl du deine Wege!&laquo; <br />W&auml;hrend sie noch sangen, pochte es an das Fenster. &bdquo;Unser Rabe, unser Rabe!&ldquo; schrien die Kinder. Schnell &ouml;ffneten sie das vereiste Fenster. &bdquo;Vati, schau mal, was hat denn der Rabe da im Schnabel?&ldquo; riefen die Kleinen, &bdquo;das glitzert ja so pr&auml;chtig.&ldquo; <br />Der Rabe aber flatterte gerade auf Dobry zu und legte ihm das gl&auml;nzende Ding in die Hand, kr&auml;chzte ganz munter und wetzte seinen Schnabel auf Dobrys Knie, so, als wolle er sagen: &bdquo;Hab ich das nicht gut gemacht?&ldquo; Der Bauer sah nun in seiner Hand einen Ring mit Edelsteinen liegen. Alles dr&auml;ngte sich an den Vater, um den wertvollen Ring zu bewundern. Niemand von ihnen konnte ahnen, wie viel dieser kostbare Ring wert war. <br />Voller Freude umarmte Dobry seine Frau und rief: &bdquo;Gott ist ein treuer Helfer in der Not. Er verl&auml;sst den Armen nicht, der zu ihm ruft bei Tag und in der Nacht.&ldquo; Der Bauer sch&auml;tzte, dass der Ring vielleicht einige hundert Taler wert sei. Die Kinder standen jubelnd bei den Eltern und streichelten den Raben ganz liebevoll. <br />&bdquo;Mutter, schenk dem Raben das Beste, was wir noch haben!&ldquo;, rief eines der Kinder. &bdquo;Ja, das wollen wir tun!&ldquo; Gleich holte die Mutter das letzte Brot und ein wenig K&auml;se dazu. Der Rabe, der sehr abgemagert aussah, lie&szlig; sich das Abendessen gut schmecken. <br />&bdquo;Aber h&ouml;r einmal, alter Freund&ldquo;, sagte der Vater nach einiger Zeit zu dem Raben, der stolz auf dem Tisch herumspazierte, &bdquo;wem hast du denn diesen Ring gestohlen? Du hast ihn gewiss irgendwo heimlich weggenommen und bringst uns da etwas, das wir nicht mit gutem Gewissen behalten k&ouml;nnen.&ldquo; Der Rabe stolzierte &uuml;berm&uuml;tig auf dem Tisch herum und lie&szlig; nur hin und wieder sein: &bdquo;Kr&auml;h! Kr&auml;h!&ldquo; erschallen. <br />&bdquo;Maria&ldquo;, sagte der Bauer zu seiner Frau, &bdquo;den Ring m&uuml;ssen wir wieder zur&uuml;ckgeben, mag er geh&ouml;ren, wem er will. Auf unrechtem Wege soll uns nicht geholfen werden. Schickt uns Gott durch den Raben Gl&uuml;ck, so wird es uns nur guttun, wenn wir ehrlich sind. Schickt uns aber der Teufel eine Versuchung, so darf es ihm nicht gelingen!&ldquo; Die Frau nickte still und ergeben. Dann beteten die Eheleute wieder zu Gott. <br />Der Bauer Dobry wollte unter allen Umst&auml;nden das B&ouml;se meiden, doch glaubte er, dass der Eigent&uuml;mer ihm f&uuml;r den kostbaren Ring gewiss eine sch&ouml;ne Belohnung geben w&uuml;rde. Deshalb sagte er: &bdquo;Wenn Gott uns durch den Raben mit diesem Ring die erbetene Hilfe gesandt hat, dann wollen wir dem Vater im Himmel noch mehr dienen als bisher.&ldquo; Den Raben lie&szlig; man am Abend zum Fenster hinaus, die Kinder legten sich zur Ruh, aber Dobry konnte nicht einschlafen. Kaum war der Tag angebrochen, da eilte er schnell zum Pfarrer und erz&auml;hlte ihm die seltsame Geschichte. <br />&bdquo;Ich m&ouml;chte den Ring dem Eigent&uuml;mer zur&uuml;ckgeben, aber ich wei&szlig; nicht, wie ich ihn finden soll&ldquo;, erkl&auml;rte Dobry. Der Pfarrer war erstaunt &uuml;ber diese geheimnisvolle Geschichte, er betrachtete den Ring und war sehr &uuml;berrascht, auf dem Ring die Krone und den Namenszug des K&ouml;nigs Stanislaus zu erblicken. Der Pfarrer erstattete bei der Beh&ouml;rde einen Bericht &uuml;ber die seltsamen Vorg&auml;nge in seiner Gemeinde. <br />Schon am folgenden Tag rollte ein k&ouml;niglicher Wagen in das Dorf, um den Pfarrer und Dobry in das k&ouml;nigliche Schloss zu holen. Das war eine Freude bei den Kindern, als der Vater mit dem Pfarrer in die sch&ouml;ne Kutsche stieg. Die Mutter klatschte vor Freude in die H&auml;nde. Der Kammerherr, der im Wagen sa&szlig;, erz&auml;hlte den beiden, wie sich der K&ouml;nig &uuml;ber diese Geschichte gefreut habe. <br />Als sie in das Schloss kamen, empfing sie der K&ouml;nig h&ouml;chst pers&ouml;nlich. Dobry erz&auml;hlte dem K&ouml;nig mit aller Gewissenhaftigkeit, wie alles gekommen war. Einige Hofleute erinnerten sich jetzt, wie der Rabe an mehreren Tagen vor den Fenstern des Schlosses umhergeflogen sei. Der K&ouml;nig beschenkte Dobry mit sehr vielen Goldst&uuml;cken und lobte seine Treue und Ehrlichkeit. <br />Ein Jahr, nachdem diese seltsame Geschichte geschehen war, stand an der Stelle der armseligen H&uuml;tte ein neues, sch&ouml;nes Haus. &Auml;cker und Wiesen hatte Dobry von der Belohnung des K&ouml;nigs gekauft, und er besa&szlig; den besten Viehbestand des Dorfes. Er selber geh&ouml;rte nun zu den wohlhabendsten Bauern der ganzen Gegend. Aber das Gl&uuml;ck verblendete ihn nicht, er blieb in Gottes Gnade treu und dem&uuml;tig. Er f&uuml;hrte ein gottseliges Leben und half den Armen, wo er nur konnte. Auch mit seinen Kindern durfte er viel Freude bis ins hohe Alter erleben.</p>
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		<title>Missbrauche nicht den Namen des Herrn, deines Gottes…</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 22:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kindergeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Missbrauche nicht den Namen des Herrn, deines Gottes, eine christliche Kindergeschichte
Pfarrer Oberlin aus dem Steintal hatte eine Schwiegermutter, die wohl eine Christin war, aber doch eine scheu&#223;liche Angewohnheit hatte, n&#228;mlich bei jeder Gelegenheit zu rufen: &#187;Ach, Herr Je-&#171; oder &#187;Gro&#223;er Gott!&#171; Oberlin h&#246;rte das und sprach in aller Liebe mit der Mutter seiner Frau und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Missbrauche nicht den Namen des Herrn, deines Gottes, eine christliche Kindergeschichte</span></p>
<p>Pfarrer Oberlin aus dem Steintal hatte eine Schwiegermutter, die wohl eine Christin war, aber doch eine scheu&szlig;liche Angewohnheit hatte, n&auml;mlich bei jeder Gelegenheit zu rufen: &raquo;Ach, Herr Je-&laquo; oder &raquo;Gro&szlig;er Gott!&laquo; <br />Oberlin h&ouml;rte das und sprach in aller Liebe mit der Mutter seiner Frau und erkl&auml;rte ihr, dass sie das dritte Gebot Gottes dabei &uuml;bertreten w&uuml;rde, wenn sie den Namen des Herrn so leichtfertig gebrauche. Sie entschuldigte sich aber damit, dass sie sich dabei nichts B&ouml;ses denke und es eben nur eine Angewohnheit sei. <br />Pfarrer Oberlin versuchte ihr diese Untugend abzugew&ouml;hnen, aber alles war vergeblich. Dem Mann Gottes war es sehr unangenehm, weil ja auch seine eigenen Kinder und die Besucher des Hauses immer aufs neue diese Worte h&ouml;rten. Da kam der Pfarrer auf eine seltsame Idee. Hinter dem Haus stand eine Gartenlaube, es war der Lieblingsplatz der Schwiegermutter, hier sa&szlig; sie sehr oft und n&auml;hte und stopfte flei&szlig;ig. <br />Pfarrer Oberlin hatte Gr&uuml;nkohl im Garten, der von Raupen oft zerfressen wurde. Eines Tages rief er: &raquo;Schwiegermutter, ich habe eine Raupe gefangen!&laquo; Die Mutter antwortete: &raquo;Dann t&ouml;te sie.&laquo; Bald rief er: &raquo;Schwiegermutter, schon wieder eine Raupe!&laquo; - &raquo;Dann weg mit ihr&laquo;, war ihre Antwort. <br />Bei jeder Raupe rief der Pfarrer: &raquo;Schwiegermutter, schon wieder eine Raupe.&laquo; <br />Bald wurde die Schwiegermutter recht ungehalten, als Oberlin wieder rief: &raquo;Schwiegermutter, ich habe schon wieder eine Raupe!&laquo; Ganz erregt antwortete sie: &raquo;Mein lieber Oberlin, t&ouml;te die Raupen, aber lass mich in Frieden und rufe mich doch nicht wegen jeder Raupe!&laquo; Oberlin sagte ganz freundlich: &raquo;Liebe Mutter, ich denke mir nichts B&ouml;ses dabei; du wei&szlig;t doch, dass ich dich lieb habe. Schwiegermutter, jetzt habe ich schon wieder eine Raupe, eine ganz dicke, fette gr&uuml;ne Raupe!&laquo; Jetzt erhob sich die Schwiegermutter, nahm ihre Fu&szlig;bank und ging ganz beleidigt und zornig in das Haus. Oberlin folgte ihr und fragte sie ganz freundlich was ihr fehle und weshalb sie so verstimmt und missvergn&uuml;gt sei. - &raquo;Sch&auml;m dich&laquo;, sagte ganz erregt die Frau, &raquo;als Pastor sich solche Scherze mit alten Leuten zu erlauben.&laquo; - <br />&raquo;Aber Mutter, ich habe dich doch nicht kr&auml;nken wollen, sieh, wenn wir als arme kleine S&uuml;nder es nicht einmal ertragen k&ouml;nnen, dass unser Name gedankenlos gerufen wird, wie mag es wohl dem K&ouml;nig des Himmels, unserem Gott oder dem Herrn Jesus Christus ergehen, wenn wir Tag f&uuml;r Tag und Jahr um Jahr unz&auml;hlige Male ihn anrufen, ohne ihn wirklich zu meinen.&laquo; Diese Lektion hat die Schwiegermutter gut verstanden und gebrauchte den Namen Gottes von jener Stunde an nur noch in gro&szlig;er Ehrfurcht.</p>
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		<title>Treue wird belohnt</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 22:03:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kindergeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Treue wird belohnt, eine christliche Kindergeschichte
&#8222;Dieser Stein, den ich zu einem Denkstein gesetzt habe, soll ein Gotteshaus werden. Ich will auch von allem, was du mir schenken wirst, dir zu Ehren gern den Zehnten geben. 1. Mose 28, 22
Dagmar und Bernd gingen immer gern in die Sonntagsschule. Dort h&#246;rten sie die Geschichte von Jakob, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Treue wird belohnt, eine christliche Kindergeschichte</span></p>
<p style="font-style: italic;">&bdquo;Dieser Stein, den ich zu einem Denkstein gesetzt habe, soll ein Gotteshaus werden. Ich will auch von allem, was du mir schenken wirst, dir zu Ehren gern den Zehnten geben. 1. Mose 28, 22</p>
<p>Dagmar und Bernd gingen immer gern in die Sonntagsschule. Dort h&ouml;rten sie die Geschichte von Jakob, wie er sich nachts auf dem Feld niederlegte und von der Himmelsleiter tr&auml;umte, die mit ihrer Spitze den Himmel ber&uuml;hrte, und wie die Engel Gottes auf ihr hinauf- und hinunterstiegen. Wie dann Gott, der Herr, oben an der Leiter stand und dem Jakob alles Gute f&uuml;r sein Leben verhie&szlig;. Jakob stand am Morgen auf und sagte die Worte, die wir eben im Bibelwort gelesen haben. <br />Deshalb brachte Dagmar ganz treu den Zehnten von allem, was sie an Geld geschenkt bekam, in die Sonntagsschulklasse. Eines Tages machte die Sonntagsschulklasse einen Ausflug zu einem wundersch&ouml;nen Kinderspielplatz. Weil Dagmar das ganze Jahr &uuml;ber als einzige bei keinem Kindergottesdienst gefehlt hatte, brauchte sie an der Pforte des Kinderspielplatzes kein Eintrittsgeld zu zahlen, die Sonntagsschullehrerin spendierte es f&uuml;r sie. Auf dem Spielplatz gab es viel zu sehen, bunt geschm&uuml;ckte Verkaufsst&auml;nde warteten mit den allersch&ouml;nsten Naschereien und Spielsachen auf die kleinen K&auml;ufer. Da Dagmar umsonst in den Kinderspielgarten hineingekommen war, konnte sie sich eine besonders sch&ouml;ne Tafel Schokolade kaufen. Als sie aber das Geld nachz&auml;hlte, das sie herausbekommen, bemerkte sie, dass ihr die Verk&auml;uferin zu viel Geld gegeben hatte. Sie hielt jetzt mehr Geld in der Hand, als sie der Verk&auml;uferin gegeben hatte. Am liebsten h&auml;tte sie dieses viele Geld behalten, aber da fiel ihr ein, dass das Betrug oder sogar Diebstahl war. Also ging sie geschwind zur&uuml;ck und sagte: &bdquo;Sie haben mir ja zu viel Geld herausgegeben, ich habe nun doppelt so viel, wie ich ihnen &uuml;berreicht habe.&ldquo; <br />&bdquo;Das ist aber lieb von dir, meine Kleine&ldquo;, sagte die Verk&auml;uferin, &bdquo;und weil du so ehrlich gewesen bist, darfst du das Geld ruhig behalten, ich schenke es dir.&ldquo; <br />Ach, wie h&uuml;pfte jetzt Dagmar vor Freude zu den anderen Kindern, die an einer alten Holzpumpe standen und auf einen Mann schauten, der einen Zylinderhut trug und vor einem Puppentheater stand. Da bemerkte Dagmar, dass ihr Br&uuml;derchen weinte. <br />&bdquo;Warum weinst du denn?&ldquo; fragte sie ihn. &bdquo;Ich habe mein letztes Geld verloren, und nun kann ich nicht das sch&ouml;ne Puppenspiel sehen. Warum habe ich blo&szlig; so viel Ungl&uuml;ck heute?&ldquo; &ndash; &bdquo;Ach, das ist gar nicht so schlimm, ich habe eben Geld geschenkt bekommen, und daf&uuml;r kaufe ich dir eine Eintrittskarte&ldquo;, sagte sie voller Freude. Ja, weil Dagmar so treu war und immer den zehnten Teil ihres Taschengeldes in die Opferb&uuml;chse steckte und auch stets zum Gottesdienst kam, aber auch ehrlicherweise das Geld zur&uuml;ckgeben wollte, das ihr die Verk&auml;uferin zu viel herausgegeben hatte, wurde sie von Gott immer wieder belohnt, und sie konnte damit wieder anderen helfen, wenn sie traurig waren. Sp&auml;ter wurde Dagmar selber eine gute Sonntagsschullehrerin und konnte den Kindern oft die besten Geschichten erz&auml;hlen, weil sie mit Gott so viel erlebt hatte. Wenn wir ganz treu sind, dann wird das Leben mit Gott wundersch&ouml;n.</p>
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		<title>Nachrichten aus Wei&#223;russland</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 20:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;rsprecherdienst des IGB d. ECHB (Internationalen Gemeindenbundes der Evangeliums-Christen Baptisten) 
Mitteilung 
Nr. 32, 15. Juni 2008
Liebe Br&#252;der und Schwestern! Am 18. Mai 2008 kamen ins Bethaus mit der Anschrift Stadt Osipovitschi, Stra&#223;e Garmaschewa 40 (Wei&#223;russische Republik), Vertreter der Regierungsgewalt: die Leiterin der Abteilung f&#252;r ideologische Arbeit A. N. Semljanuchina, Hauptspezialistin &#8211; L. G. Novizkaja, Bezirksinspektor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center" style="margin: 0in 0in 0.0001pt;"><font size="4"><strong><span style="font-size: 16pt;"><font size="3">F&uuml;rsprecherdienst des IGB d.</font> <font size="3">ECHB</font></span></strong></font><br /> (Internationalen Gemeindenbundes der Evangeliums-Christen Baptisten) <font size="3"><strong><span style="font-size: 18pt;"></span></strong></font></p>
<p align="center" style="margin: 0in 0in 0.0001pt;"><font size="3"><strong><span style="font-size: 18pt;"></span></strong></font><font size="4">Mitteilung</font> </p>
<div style="text-align: right;">Nr. 32, 15. Juni 2008</div>
<p>Liebe Br&uuml;der und Schwestern! Am 18. Mai 2008 kamen ins Bethaus mit der Anschrift Stadt Osipovitschi, Stra&szlig;e Garmaschewa 40 (Wei&szlig;russische Republik), Vertreter der Regierungsgewalt: die Leiterin der Abteilung f&uuml;r ideologische Arbeit A. N. Semljanuchina, Hauptspezialistin &ndash; L. G. Novizkaja, Bezirksinspektor A. W. Sinovenko und Mitarbeiter der Miliz A. W. Fedorow und A. W. Koslow. Nach dem Gottesdienst schrieben sie ein Protokoll &uuml;ber den Gemeinde-Diakon, Bruder Michail Lasarewitsch Sotnitschenko, und beschuldigten ihn darin, dass er ohne der Registrierung Gottesdienste in seinem Privathaus durchf&uuml;hrt und die religi&ouml;se Gemeinde der IGB der EChB leitet.</p>
<p> Am 30. Mai befand das Kreisamtsgericht Osipowitschesk unter dem Vorsitz des Richters, Ja. N. Gerasimowitsch, den Bruder f&uuml;r schuldig eine Ordnungswidrigkeit nach &sect; 9.9, Abs. 1, KoAP WR(Ordnungswidrigkeitsgesetz der Wei&szlig;russischen Republik), begangen zu haben und verurteilte ihn zur Zahlung einer Geldbu&szlig;e in H&ouml;he von 140.000 Wei&szlig;russische Rubbeln (70$ USA).</p>
<p> Am 7. Juni legte der Bruder Berufung gegen das Urteil ein, in dem er schrieb, dass &bdquo;die Entscheidung des Gerichts der Konstitution (Verfassung) der Wei&szlig;russischen Republik (&sect;21, 31, 33), der allgemeinen Deklaration f&uuml;r Menschenrechte (&sect;1.18, 20), dem Internationalen Pakt &uuml;ber b&uuml;rgerliche und politische Rechte (&sect;18) und der Deklaration &uuml;ber die Beseitigung jeder Form der Intoleranz und Diskriminierung auf Grund der Religion oder &Uuml;berzeugung widerspricht&ldquo;. Ebenso erkl&auml;rte er, dass &bdquo;die Ortsgemeinde der EChB, die durch den Dienst des Internationalen Bundes der Gemeinden vereint ist, keine Organisation darstellt, die einen juristischen Status ben&ouml;tigt. Sie ist eine Versammlung von Gleichgesinnten, die freiwillig nach der Lehre des Evangeliums Gott dient. Das Glaubensbekenntnis der EChB ist nach dem Gesetz nicht verboten. Die Versammlungen haben einen friedlichen Charakter, verletzen nicht die Allgemeinordnung, bringen keinen Schaden der allgemeinen Sicherheit und der Gesundheit der B&uuml;rger und schr&auml;nken ihre Freiheit nicht ein.&ldquo;</p>
<p> F&uuml;r die Verhandlung der Streitsache wurde der 19. Juni 2008 als Termin im Gericht der Berufungsinstanz des Gebietsgerichtes Mogilevsk festgelegt.</p>
<p> Die Gemeinde der Stadt Osipovitschi bittet alle Kinder Gottes daf&uuml;r zu beten und Bittgesuche zu Schreiben (nach M&ouml;glichkeit per Telegramm), damit das ungerecht gef&auml;llte Gerichtsurteil aufgehoben und die Durchf&uuml;hrung der Gottesdienste nicht behindert werden.</p>
<p> <b>Adressen f&uuml;r die Bittschreiben:</b></p>
<p> An den Pr&auml;sidenten der Wei&szlig;russischen Republik<br /> Президенту Республики Беларусь<br /> Александру Григорьевичу ЛУКАШЕНКО<br /> ул. К. Маркса, 38, г. Минск, 220016, РБ<br /> тел./факс: (375-172) 26-06-10</p>
<p> An den Vorsitzenden der Gebietsverwaltung von Mogilevsk<br /> Председателю Могилевского облисполкома<br /> Борису Васильевичу БАТУРА<br /> ул. Первомайская, 71, г. Могилев, 212030, РБ</p>
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		<item>
		<title>Wer mit dem Munde bekennt, wird gerettet.</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 06:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kindergeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer mit dem Munde bekennt, wird gerettet, eine christliche Kindergeschichte
Zwischen Halle und Naumburg wohnte ein reicher Jude, der hatte einen Kutscher mit Namen Christian. Der reiche Kaufmann sa&#223; meistens hinten auf den Fellen, die auf den Wagen geladen waren. Christian war ein treuer Christ, der immer in seiner Bibel las. Da das Pferd oft seinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Wer mit dem Munde bekennt, wird gerettet, eine christliche Kindergeschichte</span></p>
<p>Zwischen Halle und Naumburg wohnte ein reicher Jude, der hatte einen Kutscher mit Namen Christian. Der reiche Kaufmann sa&szlig; meistens hinten auf den Fellen, die auf den Wagen geladen waren. Christian war ein treuer Christ, der immer in seiner Bibel las. Da das Pferd oft seinen Weg allein fand, holte er seine Bibel hervor und las laut vor sich hin. Der j&uuml;dische Kaufmann musste zuh&ouml;ren, ob er wollte oder nicht. Eines Tages rief er: &raquo;Christian, lass das Lesen sein!&laquo; -&raquo; Das kann ich nicht&laquo;, gab jener zur&uuml;ck. &raquo;Dann lies bitte leise!&laquo; - &raquo;Das kann ich auch nicht; wenn ich lese, muss ich laut lesen, sonst verstehe ich es nicht!&laquo; Da sagte der Kaufmann: &raquo;Geh deines Weges! Ich kann dich in meinem Gesch&auml;ft nicht mehr gebrauchen!&laquo; - <br />Christian nahm seine Bibel unter den Arm und ging davon, denn Gottes Wort wollte er nicht lassen. <br />Der j&uuml;dische Kaufmann stellte einen neuen Knecht ein. Der las weder laut noch leise seine Bibel, er war ein gottloser Mann, der j&auml;mmerlich fluchen konnte. <br />Der Kaufmann bemerkte aber, dass sein Gesch&auml;ft seit jener Zeit nicht mehr so gut ging. Eines Tages starb ihm noch sein bestes Pferd. <br />Beim Pferdeh&auml;ndler traf er Christian. Sogleich fragte er ihn, ob er nicht wieder bei ihm arbeiten m&ouml;chte. <br />&raquo;Warum nicht; aber darf ich meine Bibel lesen?&laquo; - &raquo;Meinetwegen ja!&laquo; Nun fuhr Christian wieder seinen j&uuml;dischen Kaufmann und las jahrein, jahraus die Bibel. Eines Tages wurde der Kaufmann sehr krank, man sah, es geht mit ihm zu Ende. Seine Freunde standen traurig um sein Bett herum. Ihm selbst ward angst und bange. Immer wieder seufzte er: &raquo;Meine S&uuml;nden, gerechter Gott, meine S&uuml;nden!&laquo; - <br />Pl&ouml;tzlich rief er nach seinem Kutscher, der kam sogleich: &raquo;Christian bete!&laquo; hauchte der Sterbende. Da kniete der treue Knecht am Bett seines Herrn nieder und betete laut und inbr&uuml;nstig: &raquo;Herr Jesus, du hast dem Sch&auml;cher am Kreuz auch Gnade geschenkt. Du hast ihm in seiner letzten Stunde gesagt: &gt;Heute wirst du mit mir ins Paradies eingehen. Bitte hilf meinem Herrn auch und rette seine Seele!&laquo;&lt; - <br />Der Alte auf seinem Sterbelager wurde immer stiller. Pl&ouml;tzlich dr&uuml;ckte er seinem Kutscher die Hand und rief mit letzter Kraft: &raquo;0 Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!&laquo; Die j&uuml;dischen Freunde, die dabeistanden, h&ouml;rten dieses Gebet mit gro&szlig;er Verwunderung. <br />Der alte Christian dr&uuml;ckte seinem Herrn die Augen zu und ging mit stillem Frieden aus dem Zimmer. Er hatte seinen Herrn nicht nur zu Lebzeiten gefahren, er hat ihn auch mit dem Wort Gottes ins Himmelreich begleitet. Deshalb sollen wir &uuml;berall von der Liebe des Herrn Jesus sprechen, ob wir im Kindergarten sind oder in der Schule oder bei der Arbeit. <br />&raquo;Wer mit dem Munde bekennt, wird gerettet.&laquo;</p>
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		<title>Gerettet!</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 06:46:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kindergeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerettet, eine christliche KindergeschichteAm Rande eines Waldes, oben auf einer Anh&#246;he lagerten zwei wildaussehende M&#228;nner. Der eine blickte finster auf das friedliche D&#246;rfchen in der Ferne. Die beiden waren Str&#228;flinge, die erst seit einigen Tagen aus dem Gef&#228;ngnis entlassen waren. Der finster dreinblickende war in diesem Dorf als Waisenkind aufgewachsen. Niemand hatte sich recht um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Gerettet, eine christliche Kindergeschichte</span><br style="font-weight: bold; font-style: italic;" /><br />Am Rande eines Waldes, oben auf einer Anh&ouml;he lagerten zwei wildaussehende M&auml;nner. Der eine blickte finster auf das friedliche D&ouml;rfchen in der Ferne. Die beiden waren Str&auml;flinge, die erst seit einigen Tagen aus dem Gef&auml;ngnis entlassen waren. Der finster dreinblickende war in diesem Dorf als Waisenkind aufgewachsen. Niemand hatte sich recht um ihn gek&uuml;mmert, &uuml;berall wurde er misshandelt oder rumgesto&szlig;en. Keiner half ihm in seiner Not. Eines Tages ver&uuml;bte er einen Diebstahl, wurde bald erwischt, er musste f&uuml;r Jahre ins Gef&auml;ngnis wandern. <br />Nun war er entlassen und nach langer Abwesenheit zur&uuml;ckgekehrt. Drohend ballte er seine Faust gegen das Dorf und fluchte b&ouml;se auf die Bewohner des Ortes: &raquo;Die sollen mir&#8217;s b&uuml;&szlig;en, diese j&auml;mmerlichen Spie&szlig;b&uuml;rger. Heute Nacht werde ich das ganze Dorf anstecken, an vier Stellen will ich Feuer legen. Rache ist s&uuml;&szlig;, die sollen mich kennenlernen!&laquo; <br />&raquo;Hat dir denn damals keiner geholfen, als du noch ein Kind warst?&laquo; wollte sein Saufkumpan wissen. <br />&raquo;Nein, alle sind elende Strauchdiebe! Die ganze Bande will ich ausr&auml;uchern!&laquo; <br />&raquo;Ich kann gar nicht verstehen, dass alle Leute zu dir b&ouml;se waren, kennst du wirklich keinen, der dir einmal ein gutes&#8217; Wort gesagt hat?&laquo; <br />&raquo;Pl&ouml;tzlich wurde der b&ouml;se Mann ganz still - Tr&auml;nen traten ihm in die Augen, und er begann zu schluchzen: &raquo;Doch - ja, das, Hannerle!&laquo; - &raquo;Wer war das Hannerle?&laquo; wollte der andere wissen. &raquo;Das Hannerle war meine Sonntagsschultante. Die hatte einen Buckel und sah recht h&auml;sslich aus. Aber sie liebte mich. Manchmal strich sie mir &uuml;bers Haar und sagte: &gt;Konrad, der liebe Gott vergisst dich nicht. Wenn keiner an dich denkt, Gott liebt dich immer!&lt; - Aber sie ist wahrscheinlich l&auml;ngst tot, das Hannerle war damals schon krank und schwach.&laquo; So lauerten die beiden in ihrem Versteck, bis die Sonne hinter dem Wald verschwand und sich dunkle Schatten &uuml;ber das Tal legten. Die beiden schlichen in das Dorf. <br />&raquo;Hier hab ich gewohnt&laquo;, fl&uuml;sterte Konrad, &raquo;da dr&uuml;ben wohnt der Lehrer, der hat mich immer gr&uuml;n und blau geschlagen. Gleich daneben ist das Haus des Dorfschulzen, der warf mich oft in den dunklen Keller als Strafe, weil ich ihn nicht gleich gesehen und gegr&uuml;&szlig;t hatte.&laquo; <br />Pl&ouml;tzlich begannen alle Dorfglocken zu l&auml;uten. Die Bauern gingen zum Erntedankgottesdienst. Die beiden schlichen an den hell erleuchteten Raum. Da sp&uuml;rte Konrad, wie ihn eine Hand ber&uuml;hrte: &raquo;So allein, meine Herren, wollen Sie nicht zur Andacht kommen?&laquo; Konrad erblickte das alte, welke Gesicht einer kleinen, buckligen Frau, die ihn freundlich ansah. <br />&raquo;Hannerle!&laquo; schrie er laut auf, &raquo;das Hannerle!&laquo; schluchzte er unaufh&ouml;rlich. - Die alte Frau hatte den b&auml;rtigen Mann zun&auml;chst nicht erkannt. Sp&auml;ter nahm sie die beiden in ihrer Wohnung auf und bewirtete sie gut. <br />&raquo;Welch eine wunderbare F&uuml;hrung Gottes, dass ich dich noch einmal wiedersehen konnte&laquo;, sagte die alte Frau. <br />Hannerle beschenkte die beiden mit allem, was sie hatte und sorgte f&uuml;r ihre Unterkunft. Durch diesen Liebesdienst wurde ein ganzes Dorf vor einer entsetzlichen Brandkatastrophe gerettet. &raquo;Eine sanfte Antwort stillt den Zorn!&laquo;</p>
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		<title>Nur eine kleine Nachtigall</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 06:44:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kindergeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur eine kleine Nachtigall, eine christliche Kindergeschichte
In einer armseligen Bauernh&#252;tte wohnte eine Witwe, die sich als W&#228;scherin zu der kleinen Rente noch etwas dazuverdiente, um ihrem klugen T&#246;chterlein eine gute Schulbildung zu erm&#246;glichen. In der h&#246;heren T&#246;chterschule lernte Magdalene flei&#223;ig, sie bekam immer sehr gute Zensuren. Wenn das Kind seine Hausaufgaben fertig hatte, half es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Nur eine kleine Nachtigall, eine christliche Kindergeschichte</span></p>
<div style="text-align: left;">In einer armseligen Bauernh&uuml;tte wohnte eine Witwe, die sich als W&auml;scherin zu der kleinen Rente noch etwas dazuverdiente, um ihrem klugen T&ouml;chterlein eine gute Schulbildung zu erm&ouml;glichen. In der h&ouml;heren T&ouml;chterschule lernte Magdalene flei&szlig;ig, sie bekam immer sehr gute Zensuren. Wenn das Kind seine Hausaufgaben fertig hatte, half es der Mutter die W&auml;sche b&uuml;geln und austragen. An einem sch&ouml;nen Sommertag wollte die Klassenlehrerin mit den M&auml;dchen der h&ouml;heren T&ouml;chterschule einen Ausflug machen. Ihr Wanderziel war ein sch&ouml;nes Schloss. Die Besitzerin dieses sch&ouml;nen Schlosses hatte die M&auml;dchen zu einem Gartenfest eingeladen, weil ihre eigene Tochter dieselbe Klasse besuchte, in welcher auch Magdalene Sch&uuml;lerin war. Alle M&auml;dchen freuten sich auf dieses Gartenfest, nur Magdalene nicht. Ihr Tagewerk sah immer echt eint&ouml;nig aus, denn in allen freien Stunden musste sie der Mutter helfen und die W&auml;sche austragen. Eines Tages kam Magdalene ganz</div>
<p>niedergeschlagen aus der Schule nach Hause. Die Mutter bemerkte den geheimen Kummer ihres Kindes. <br />&raquo;Was fehlt dir, Magdalene, du siehst so traurig aus?&laquo; - &raquo;Ach, Mutti, ich will an dem Klassenausflug gar nicht teilnehmen&laquo;, sagte sie. &raquo;Und warum willst du an dem Ausflug nicht teilnehmen?&laquo; forschte die Mutter. <br />&raquo;Weil alle anderen M&auml;dchen h&uuml;bsche, wei&szlig;e Kleider anziehen und nur ich mein altes graues Kleid tragen muss.&laquo; <br />&raquo;Aber mein liebes Kind, du wei&szlig;t doch, dass ich nicht in der Lage bin, dir ein wei&szlig;es Festkleid zu kaufen. Unser Geld reicht doch gerade f&uuml;r den Unterhalt und das Schulgeld.&laquo; - &raquo;Ja, ja&laquo;, sagte Magdalene traurig und setzte sich ganz missmutig an ihre Hausaufgaben. Am Abend kamen die beiden an einem gro&szlig;en Bauernhof vorbei. Da sahen sie im Garten einen wundersch&ouml;nen blauen Pfau mit seinen herrlichen Schwanzfedern stolz umherspazieren. Magdalene bewunderte das gl&auml;nzende Gefieder, erschrak aber m&auml;chtig, als pl&ouml;tzlich dieser Pfauhahn mit gr&auml;sslichem Geschrei seine Stimme erhob. Als sie sp&auml;ter noch an einem Geb&uuml;sch in der N&auml;he des Teiches vor&uuml;bergingen, h&ouml;rten beide den lieblichen Gesang einer Nachtigall. Zum gro&szlig;en Erstaunen des M&auml;dchens sa&szlig; dort in den Zweigen des Busches nur ein kleiner, unscheinbarer Vogel mit grauem Gefieder. Diese Nachtigall sah im Vergleich zu dem sch&ouml;nen, gl&auml;nzenden Pfauhahn direkt h&auml;sslich aus. &raquo;Welcher Vogel gef&auml;llt dir nun besser?&laquo; fragte die Mutter, &raquo;der Pfauhahn oder die Nachtigall? - &raquo;Die Nachtigall&laquo;, erwiderte das M&auml;dchen. &raquo;Sie kann so herrlich singen, dass einem das Herz fr&ouml;hlich werden muss.&laquo;- <br />&raquo;So sei du bei eurem Klassenausflug die muntere Nachtigall. Ich will dir dein graues Kleid sch&ouml;n ausb&uuml;geln und es mit einer sch&ouml;nen Blume schm&uuml;cken, so dass du dich gut darin sehen lassen kannst&laquo;, erwiderte die Mutter.<br />Magdalene ging also fr&ouml;hlich zum Klassenausflug der h&ouml;heren T&ouml;chterschule. Sie wanderten durch Wald und Feld, die Lerchen jubilierten in der Luft, und die Sonne schien ganz herrlich warm. Es war ein wundersch&ouml;ner Sommertag. Die Lehrerin erkl&auml;rte den Kindern viel von der Sch&ouml;nheit der Natur. Als sie sich im Wald zu einer Rast niedergesetzt hatten, sagte sie: &raquo;Schaut einmal, M&auml;dels, wie viele Reiche Gott geschaffen hat. Wenn ihr vor euch auf die Erde schaut, dann seht ihr die kleine Welt der Insekten. Wie viele Ameisen laufen kreuz und quer durch die Gr&auml;ser. F&uuml;r sie sind die Grashalme so gro&szlig; wie Baumst&auml;mme. Seht ihr die flinken K&auml;fer, die Heuschrecken, die Regenw&uuml;rmer - jedes Tierlein hat seine Welt. Wenn ihr nach oben schaut, dann k&ouml;nnt ihr Millionen Insekten in der Luft sehen: die M&uuml;cken, die Falter und die herrlichen Schmetterlinge, die Libellen, die Bienen, die Hummeln, alles summt und surrt durch die Luft.&laquo; <br />&raquo;Auf der Wiese l&auml;uft ein H&auml;slein!&laquo; riefen die M&auml;dchen. &raquo;O ja, und schaut einmal dort die Rebh&uuml;hner am Waldesrand, jedes Tier hat seinen Bereich und sein Revier.&laquo; <br />&raquo;Was fliegt dort hinten am Wasser f&uuml;r ein blauer Vogel?&laquo; wollte Magdalene wissen. &raquo;Das ist ein Eisvogel&laquo;, sagte die Lehrerin. <br />&raquo;Der kann aber bestimmt sehr sch&ouml;n singen, weil er ein so vornehmes Kleid anhat&laquo;, rief ein anderes M&auml;dchen. <br />&raquo;O nein, das ist nicht gesagt, die Nachtigall sieht ganz h&auml;sslich und grau aus und singt doch so herrlich, der Pfauhahn dagegen hat ein sehr sch&ouml;nes Kleid, aber er kann nur schrecklich schreien&laquo;, erkl&auml;rte Magdalene der Klasse. <br />&raquo;Ja, sie hat ganz recht&laquo;, best&auml;tigte die Lehrerin. <br />&raquo;Das sagt sie blo&szlig;, weil sie selber so ein h&auml;ssliches, graues Kleid anhat&laquo;, tuschelte ein anderes M&auml;dchen seiner Nachbarin zu. <br />Als die Kinder im Garten fr&ouml;hlich um ein Blumenbeet sprangen, rief die Besitzerin des Schlosses die kleine Magdalene zu sich. <br />&raquo;Sag einmal, mein Kind, ich glaube du kannst uns etwas vorsingen.&laquo; Ganz fr&ouml;hlich stellte sich Magdalene neben die Schlossherrin und sang mit einer engelreinen Stimme: <br />&raquo;V&ouml;glein im hohen Baum, klein ist&#8217;s, ihr seht es kaum, singt doch so sch&ouml;n, dass wohl von nah und fern alle die Leute gern horchen und stehn.&laquo; <br />Magdalene sang von dem Bl&uuml;mlein im Wiesengrund, von den B&auml;chen und Fl&uuml;ssen und: &raquo;Habt ihr es auch bedacht, wer hat so sch&ouml;n gemacht, alle die Drei? Gott der Herr machte sie, dass sich nun sp&auml;t und fr&uuml;h, jedes dran freu&#8217;.&laquo; <br />Alle M&auml;dchen, die Klassenlehrerin und auch die Besitzerin des Schlosses klatschten laut Beifall: &raquo;Du singst ja wie eine Nachtigall&laquo;, sagte die Gr&auml;fin. &raquo;Als Andenken an diesen sch&ouml;nen Tag schenke ich dir diese h&uuml;bsche Brosche.&laquo; <br />Als Magdalene nach Haus kam, war sie vergn&uuml;gt und fr&ouml;hlich. &raquo;Die Gr&auml;fin hat gesagt: ich singe wie eine Nachtigall.&laquo; <br />&raquo;Siehst du, mein Kind, es kommt nicht so sehr darauf an, was man f&uuml;r Kleider anhat, sondern wie es im Herzen aussieht&laquo;, sagte die Mutter.</p>
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		<title>Die zerbrochene Vase</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 06:40:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kindergeschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die zerbrochene Vase, eine christliche Kindergeschichte
An einem Samstagnachmittag wollte das Ehepaar Markow jemandem einen Besuch abstatten. Ihre Kinder blieben alleine zu Hause. Deshalb sagte die Mutter vor dem Weggehen:&#8222;Seid artig, Kinder, und tobt nicht so wild herum!&#8220;, dabei zeigte sie auf die gro&#223;e sch&#246;ne Vase, die auf dem Tisch stand, und f&#252;gte noch hinzu:&#8222;Achtet besonders [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; font-style: italic;">Die zerbrochene Vase, eine christliche Kindergeschichte</span></p>
<p>An einem Samstagnachmittag wollte das Ehepaar Markow jemandem einen Besuch abstatten. Ihre Kinder blieben alleine zu Hause. Deshalb sagte die Mutter vor dem Weggehen:<br />&bdquo;Seid artig, Kinder, und tobt nicht so wild herum!&ldquo;, dabei zeigte sie auf die gro&szlig;e sch&ouml;ne Vase, die auf dem Tisch stand, und f&uuml;gte noch hinzu:<br />&bdquo;Achtet besonders auf die Vase und zerschlagt sie nicht. Michael, du stellst sie am besten auf den Schrank. Ihr k&ouml;nntet sie aus Versehen von Tisch sto&szlig;en und dann&hellip;&ldquo;<br />&bdquo;Mutti, lass die Vase hier stehen&ldquo;, bat Waldemar, &bdquo;so sieht es viel sch&ouml;ner aus.&ldquo;<br />&bdquo;Wir passen schon auf, dass nichts passiert&ldquo;, versicherte Michael.<br />Die Eltern gingen aus dem Haus. Michael schloss die T&uuml;r ab und wollte etwas sagen, doch Vera kam ihm zuvor:<br />&bdquo;Wollen wir &lt;Gottesdienst&gt; spielen?&ldquo;<br />Die Jungen waren einverstanden.<br />&bdquo;Setzt euch!&ldquo; befahl Michael.<br />&bdquo;Du, Viktor, wirst der Chordirigent sein und ich bin jetzt der Prediger.&ldquo;<br />&bdquo;Waldemar und ich, wir sind der Chor&ldquo;, sagte Vera eifrig und stellte die Hocker zurecht.<br />&bdquo;Wir werden alle zusammen den Chor bilden&ldquo;, verbesserte Michael. &bdquo;Auch ein Prediger kann im Chor mitsingen.&ldquo;<br />Sie spielten den Gottesdienst nach, den sie immer mit ihren Eltern besuchten. Zuerst beteten sie, dann sangen sie das Lied: &bdquo;Gott liebt die kleinen Kinder.&ldquo;<br />Danach stellte sich Michael in die Mitte des Zimmers.<br />&bdquo;Ich lese jetzt den 16. Vers aus dem 3. Kapitel des Johannesevangeliums&ldquo;, sprach er. &bdquo;Also hat Gott die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.&ldquo; Michael machte die Bibel zu und legte sie vorsichtig auf den Tisch.<br />&bdquo;Gott liebt alle Menschen, obwohl sie oft s&uuml;ndigen&ldquo;, er sprach wie ein richtiger Prediger. &bdquo;Damit wir nicht verloren gehen, sandte Gott Seinen Sohn Jesus Christus in unsere Welt. Obwohl Er selbst keinerlei Schuld hatte, lie&szlig; er sich trotzdem f&uuml;r uns und unsere S&uuml;nden kreuzigen. So tilgte Jesus unsere Schuld&hellip;&ldquo;, dann stockte Michael einen Augenblick, denn er wusste nicht mehr, was er weiter sagen sollte. So schloss er mit einem &bdquo;Amen&ldquo; ab.<br />&bdquo;Amen&ldquo;, wiederholte gemeinsam die kleine Versammlung.<br />&bdquo;Lasst uns nun das Lied: ,Herr, ich bin ein kleines Kind` singen&ldquo;, bat Vera.<br />&bdquo;Aus Liebe zu mir verlorenen Menschen, wurdest Du ein Kind. Und hast mich mit Deinem Blut erkauft&hellip;&ldquo;, sangen die Kinder vereint. Dann beteten sie zum Abschluss.<br />Die &bdquo;Versammelten&ldquo; waren noch nicht auseinander gegangen, als Waldemar ausrief:<br />&bdquo;Und jetzt spielen wir Blinde Kuh!&ldquo;<br />Alle freuten sich.<br />Als sie Michael die Augen zugebunden hatten, verteilten sie sich im Zimmer.<br />&bdquo;Aber nicht in ein anderes Zimmer gehen!&ldquo; forderte Michael sie auf. Er breitete seine Arme aus und ging langsam in die Richtung des Zimmers, aus der leise Ger&auml;usche kamen. Dort hatte sich Vera ganz klein gemacht und sa&szlig; zusammengekauert auf dem Boden. Sie hoffte, dass Michael sie so nicht finden und ber&uuml;hren w&uuml;rde. Aber er tastete die Wand bei ihr sorgf&auml;ltig ab und lie&szlig; pl&ouml;tzlich seine H&auml;nde schnell fallen, gerade auf ihren Kopf. Doch Vera raffte sich sofort zusammen und schl&uuml;pfte unter den Tisch. Michael folgte eilig ihren Ger&auml;uschen. Als Vera an der anderen Seite unter dem Tisch hervorkroch, stie&szlig; sie in der Hast an ein Tischbein&hellip; - Die Vase kippte durch diese Ersch&uuml;tterung um, und bevor die Kinder zur Besinnung kamen, fiel sie auf den Fu&szlig;boden und zerbrach mit einem harten Knall beim Aufschlag in viele Scherben.<br />Vera stie&szlig; einen grellen Schrei aus und presste sich vor Schreck die H&auml;nde auf den Mund.<br />&bdquo;Wer hat das gemacht?&ldquo; schrie Michael best&uuml;rzt und riss sich die Binde von den Augen.<br />&bdquo;Sie!&ldquo; zeigte Viktor sofort auf Vera.<br />&bdquo;Du kriegst aber heute was von Papa&hellip;&ldquo;<br />&bdquo;Warum bist du nur unter den Tisch gekrochen?&ldquo; sagte auch Waldemar vorwurfsvoll.<br />Vera weinte laut los. Es tat ihr nicht nur um die Vase sehr leid, sie hatte sich auch heftig erschreckt. Sie wusste, dass auch am heutigen Abend, wie auch sonst immer, der Vater die versammelten Kinder fragen w&uuml;rde, was im Laufe des Tages alles vorgefallen sei und dann w&uuml;rde die zerbrochene Vase besonders zur Sprache kommen.<br />Viktor sammelte vorsichtig die Scherben auf.<br />&bdquo;Michael, du bist auch schuld&ldquo;, bemerkte er.<br />&bdquo;H&auml;ttest du die Vase auf den Schrank gestellt, wie Mama es gesagt hat, dann w&auml;re dieses nicht passiert.&ldquo;<br />Die Freude am Spiel war den Kindern v&ouml;llig vergangen. Jeder zog sich mit einer Besch&auml;ftigung an irgendein Pl&auml;tzchen zur&uuml;ck. Im Haus war es m&auml;uschenstill geworden. Man h&ouml;rte nur das regelm&auml;&szlig;ige Ticken der Uhr.<br />&bdquo;Wer ist nun eigentlich schuld?&ldquo; fragte sich Michael selbst erneut.<br />&bdquo;Wahrscheinlich Vera, weil sie ja den Tisch angesto&szlig;en hat und der Vater wird sie deshalb bestrafen&hellip;&ldquo;<br />Er atmete tief auf. Ihm tat die Schwester leid.<br />&bdquo;Wie ist es, wenn ich die Schuld auf mich nehme&hellip;?&ldquo;, dachte er.<br />Zwei entgegengesetzte Stimmen k&auml;mpften in Michaels Herz: &bdquo;Wenn ich die Schuld auf mich nehme, werde ich bestraft. Und wof&uuml;r? Ich habe die Vase doch nicht kaputtgemacht!&ldquo; Er wollte sich schon mit dem letzten Gedanken ganz beruhigen, als ihm die Worte, die er vor kurzem w&auml;hrend ihrer Versammlung gesagt hatte, wieder einfielen.<br />&bdquo;Jesus hat die fremde Schuld auf sich genommen&hellip;&ldquo; Da hob er entschlossen den Kopf und sagte: &bdquo;Weine nicht mehr, Vera! Papa wird dich nicht bestrafen. Ich nehme deine Schuld auf mich.&ldquo;<br />Die Kinder schauten sich erstaunt an. So etwas hatte es bei ihnen noch nie gegeben.<br />&bdquo;Wieso &ndash; eine fremde Schuld auf sich nehmen? Geht denn das &uuml;berhaupt?&ldquo; schluchzte Vera und wischte sich die Tr&auml;nen ab. &bdquo;Ich bin doch eigentlich schuld und du bist unschuldig.&ldquo;<br />&bdquo;Na und! Jesus hatte ja auch keine Schuld und ist f&uuml;r uns ans Kreuz gegangen.&ldquo;<br />&bdquo;Warum willst du allein Veras Schuld auf dich nehmen?&ldquo; warf Viktor &uuml;berraschend ein. &bdquo;Ich will es vielleicht auch.&ldquo;<br />&bdquo;Nicht du, ich war es, der nicht auf Mama geh&ouml;rt hat&ldquo;, antwortete Michael bestimmt.<br />Doch Viktor wollte auch gern seinem Schwesterchen helfen und so verteidigte er sich weiter: &bdquo;Jesus hatte auch nicht B&ouml;ses getan. Er nahm einfach die S&uuml;nden aller Menschen auf sich. So war es.<br />Vera, ich m&ouml;chte auch deine Schuld mittragen.&ldquo;<br />&bdquo;Ja willst du denn l&uuml;gen?!&ldquo; Michael wurde unruhig.<br />&bdquo;Papa wird fragen, ,Wer hat die Vase zerschlagen?` , und was wirst du antworten?&ldquo;<br />Daran hatte Viktor gar nicht gedacht. Es schien, dass es doch nicht so einfach war, die Schuld eines anderen auf sich zu nehmen.<br />&bdquo;Und was wirst du sagen?&ldquo; wiederholte er fragend.<br />&bdquo;Ich sage, dass ich schuld bin. Ich habe ja tats&auml;chlich nicht auf Mama geh&ouml;rt. Und Vera soll dann einfach schweigen&ldquo;, meinte Michael.<br />Vera h&ouml;rte dem Gespr&auml;ch aufmerksam zu und weinte nicht mehr. In ihrem Herzen gab es einen schweren Kampf. Alles bekennen &ndash; davor hatte sie Angst, aber schweigen &ndash; das gleicht einer L&uuml;ge.<br />&bdquo;Nein, ich erz&auml;hle alles so wie es war&ldquo;, entschloss sie sich. &bdquo;Ich habe den Tisch angesto&szlig;en, dass die Vase herunterfiel und&hellip;&ldquo;<br />In diesem Moment klopfen die Eltern an die Haust&uuml;r. Michael &ouml;ffnete und ging zur&uuml;ck ins Wohnzimmer, wo Viktor, Waldemar und Vera verwirrt sa&szlig;en.<br />Papa und Mama wunderten sich &uuml;ber die ungew&ouml;hnliche Stille im Haus. Sie folgten Michael.<br />&bdquo;Warum seid ihr alle so bedr&uuml;ckt?&ldquo; l&auml;chelte der Vater.<br />Die Kinder schwiegen.<br />&bdquo;Ist etwas passiert?&ldquo; fragte die Mutter beunruhigt.<br />&bdquo;Wir haben die Vase zerschlagen&hellip;&ldquo;, gab Michael zu, &bdquo;ich bin schuld, weil&hellip;&ldquo;<br />&bdquo;Nein, Papa, ich bin schuld!&ldquo; unterbrach Vera ihn.<br />&bdquo;Michael, erkl&auml;re bitte, wie es dazu kam und wer tats&auml;chlich Schuld hat&ldquo;, forderte der Vater ihn auf.<br />Michael musste nun alles erz&auml;hlen, wie sie &bdquo;Blinde Kuh&ldquo; gespielt hatten und wie die Vase dabei entzwei ging.<br />&bdquo;Verzeih mir, Mama, dass ich nicht auf dich geh&ouml;rt habe&hellip;&ldquo;, sagte er.<br />Der Vater stand auf und ging eine Weile im Zimmer hin und her. Fragend schwiegen die Kinder, denn sie sahen beim Vater einen g&uuml;tigen Gesichtsausdruck. Mit einem mal war ihnen klar, dass heute keiner bestraft w&uuml;rde.<br />Der Vater konnte seine Kinder einfach nicht wieder erkennen. Gew&ouml;hnlich, wenn etwas passiert war, versuchte einer dem anderen die Schuld zuzuschieben, und es war meist schwer herauszufinden, wer tats&auml;chlich der Schuldige war. Aber heute war es ganz anders. Eine langersehnte Ver&auml;nderung war bei den Kindern eingetreten.<br />&bdquo;Nat&uuml;rlich ist es sehr schade um die sch&ouml;ne Vase&ldquo;, sagte der Vater, jedes Wort w&auml;hlend, &bdquo;aber f&uuml;r Mama und mich ist es noch wichtiger, dass ihr nicht l&uuml;gt und die Schuld dem anderen in die Schuhe schiebt. Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn ihr immer so handeln w&uuml;rdet.&ldquo;</p>
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