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	<title>Christliche Schatzkammer</title>
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	<description>Eine Sammlung christlicher Werke</description>
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		<title>Eine Weihnachtsgeschichte aus Brasilien</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 10:54:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Weihnachtsgeschichte aus Brasilien, ein christliches Anspiel zum Thema Weihnachten f&#252;r 5 Personen. Sprecher:  Die ersten Sonnenstrahlen spielen auf den grauen W&#228;nden der kleinen, &#228;rmlichen H&#252;tte. Laut Kr&#228;hen die H&#228;hne um die Wette. Ein neuer Tag beginnt. Pedro blinzelt m&#252;de. Doch pl&#246;tzlich ist er hellwach. Pedro:  Nur noch eine Woche bis Weihnachten! Sprecher:  Vorsichtig zieht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><code></code><em><strong>Eine Weihnachtsgeschichte aus Brasilien, ein christliches Anspiel zum Thema Weihnachten f&#252;r 5 Personen.</strong></em></p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Die ersten Sonnenstrahlen spielen auf den grauen W&#228;nden der kleinen, &#228;rmlichen H&#252;tte. Laut Kr&#228;hen die H&#228;hne um die Wette. Ein neuer Tag beginnt. Pedro blinzelt m&#252;de. Doch pl&#246;tzlich ist er hellwach.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Nur noch eine Woche bis Weihnachten!</p>
<p><strong>Sprecher: </strong> Vorsichtig zieht er einen abgegriffenen, alten Lederbeutel aus dem Versteck unter der Matratze hervor. Dann breitet er seinen ganzen Schatz auf seinem Lager aus.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  27.000 – 28.000 – 29.000 Cruzeiros… Jetzt fehlen mir nur noch 1.000. Das sollte reichen.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Seine Augen strahlten.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Zu Weihnachten will ich mir ein sch&#246;nes, buntes Hemd kaufen und eine neue Hose. Dann k&#246;nnen sie nicht mehr mit Fingern auf mich zeigen, auf meine viel zu kleine, geflickte Hose und das zerschlissene Hemd. Ausgelacht hatten sie mich, meine Klassenkameraden, und hinter meinem R&#252;cken getuschelt. Oh das tat weh!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Wutentbrannt hatte er die F&#228;uste geballt, um zuzuschlagen, aber dann innegehalten. Mit Tr&#228;nen in den Augen hatte er sich abgewandt. Pedro seufzt.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Ja, wir sind arm, sehr arm. Vater leidet schon viele Jahre an Tuberkulose. Und was die Mutter f&#252;r das W&#228;schewaschen bei reichen Leuten verdient, langt gerade zum Sattwerden.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Wenn Pedro abends auf seiner Matratze liegt, h&#246;rt er den Wind durch die W&#228;nde pfeifen. Leise tropft der Regen durch das morsche Dach. Aber Pedro f&#252;hlt sich geborgen. Seit er und Mutter Jesus geh&#246;ren, ist alle Not viel leichter zu ertragen. Sie beten gemeinsam. Alles, was sie traurig macht, sagen sie Jesus. Und nie hat er sie entt&#228;uscht. Pedro ist erst elf Jahre alt, aber er hilft schon mit, Geld zum Lebensunterhalt der Familie zu verdienen. Fr&#252;hmorgens, vor Schulbeginn, wenn andere Kinder noch gem&#252;tlich in ihren Betten schlafen, ist Pedro bereits unterwegs. Er arbeitet f&#252;r einen reichen Herrn, dessen dicker Bauch ahnen l&#228;sst, dass er immer genug zu essen hat. Sein vornehmes Haus steht hinter einer hohen Mauer, bewacht von zwei bissigen Hunden. Vor ihren scharfen Z&#228;hnen f&#252;rchtet sich Pedro sehr. Noch immer liegen die ausgebreiteten Geldst&#252;cke vor ihm. Sie funkeln in der Morgensonne. Er z&#228;hlt und z&#228;hlt wieder. Dann schlie&#223;t er die Augen. Er sieht sich in einer neuen Hose und einem bunten Hemd in den Klassenraum gehen. Die Kinder schauen ihn an, staunend, bewundernd. Keiner spottet mehr.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  Pedro! Beeil dich, gleich beginnt die Schule!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Es ist Mutters mahnende Stimme, die ihn j&#228;h aus den Gedanken rei&#223;t. Tats&#228;chlich, fast h&#228;tte er die Zeit verpasst! Schnell schiebt er seinen Schatz wieder unter die Matratze, schnappt sich die Schultasche, und los geht’s. An der T&#252;r dreht er sich noch einmal um. Wie traurig Mutter aussieht! Seine kleine Schwester hat eine schwere Augenentz&#252;ndung. Rot und geschwollen sind ihre Augen. Behutsam w&#228;scht Mutter ihr den Eiter aus den Augen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>- Musik -</strong></p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Am n&#228;chsten Morgen macht Pedro sich wie immer fr&#252;h auf zur Villa des reichen Herrn. Als er seine Arbeit beendet hat und seinen Lohn in Empfang nimmt, traut er seinen Augen nicht. 10.000 Cruzeiros extra legt der Mann ihm auf die Hand und zwinkert lustig mit den Augen.</p>
<p><strong>Herr:</strong>  Weil Weihnachten ist! …</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Pedro ist au&#223;er sich vor Freude, singt und springt nach Hause, gerade so, wie die jungen Ziegen neben ihm auf dem Weg.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Mutter, Mutter! Stell dir vor, ich habe …</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Poltert er in die T&#252;r herein. Doch er stockt. Mutter weint.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Warum weinst du, Mutter? Was ist passiert?</p>
<p><strong>Mutter:  </strong>Ach, Pedro, es steht schlimm mit Rosas Augen. Sie braucht dringend eine besondere Behandlung, sagte der Arzt heute Morgen. Aber, wei&#223;t du, die ist sehr teuer. Zu teuer. Soviel Geld haben wir nicht! Doch ohne diese Behandlung – wird Rosa erblinden.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Tieferschrocken f&#252;hlt Pedro alle Weihnachtsfreuden wie Seifenblasen platzen. Dann fasst er Mutters Hand.</p>
<p><strong>Pedro:  </strong>Mutter, lass uns mit Jesus reden. Er wei&#223; bestimmt einen Ausweg.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Heute f&#228;llt es ihm schwer, in der Schule aufzupassen. Hin und her schwirren seine Gedanken.</p>
<p><strong>Pedro:  </strong>Wenn ich … soll ich …? Nein ich kann nicht!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Er denkt an seine neue Hose und das bunte Hemd. Und er denkt an Mutters Worte.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  (mit Echo) Ohne diese Behandlung wird Rosa erblinden.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Was kann er nur tun?</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  So geht der Tag dahin ohne einen Ausweg, ohne Hilfe.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>- Musik -</strong></p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  L&#228;ngst schon wirft der Mond sein fahles Licht auf die D&#228;cher des kleinen Dorfes am Rand des Urwaldes. In Pedros H&#252;tte flackert schwach eine Kerze. Der Vater hustet, die kleine Schwester wimmert, und Mutter wischt ihr den Eiter aus den Augen.<br />
Pedro w&#228;lzt sich auf seinem Lager hin und her.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Lieber Herr Jesus, du siehst wie arm wir sind. Aber du bist reich. Dir geh&#246;ren alle Sch&#228;tze der Welt. Hast du nicht eine Idee, wie wir Rosa helfen k&#246;nnen?</p>
<p><strong>Stimme:</strong>  Ja, die habe ich, aber dazu brauche ich dich.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Scheint eine leise Stimme in seinem Herzen zu sagen.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Mich???</p>
<p><strong>Sprecher: </strong>   Ganz still liegt Pedro da – und denkt und denkt. Pl&#246;tzlich steht er von seinem Lager auf. Leise zieht er etwas unter seiner Matratze hervor und schleicht auf Zehenspitzen zur Mutter. Liebevoll legt er seine mageren &#196;rmchen um sie.</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Da, Mutter! Ob das wohl reicht?</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Unbeholfen landet der Geldbeutel auf ihrem Scho&#223;. Verwundert schaut sie ihren Sohn an.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  Reicht? – Wof&#252;r?</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Na, f&#252;r Rosas Augenbehandlung.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Mutter ist bewegt. Sie &#246;ffnet den kleinen Lederbeutel, und heraus fallen ein Cruzeiro nach dem anderen.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  Nein, mein Junge, das kann ich nicht annehmen. &#220;berleg mal, wie lange du daf&#252;r gespart und hart gearbeitet hast! Vergiss nicht, wie sie dich verspottet haben wegen deiner Hose!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Sie sieht Pedros entt&#228;uschtes Gesicht.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  Nun – willst du wirklich?</p>
<p><strong>Pedro:</strong>  Ja, Mutter ich will!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Fest dr&#252;ckt Mutter ihren tapferen Gro&#223;en an sich.</p>
<p><strong>Mutter:</strong>  Mein lieber Pedro.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong>  Mehr vermag sie nicht zu sagen. Gleich am n&#228;chsten Morgen nehmen sie den Bus in die gro&#223;e Stadt und suchen die Augenklinik auf.<br />
Und, tats&#228;chlich, das Geld reicht f&#252;r eine gute Behandlung.<br />
Schon nach wenigen Tagen stellt sich eine deutliche Besserung ein.<br />
Es ist Weihnachtstag. Die ganze Familie sitzt um den Tisch, auf dem Mutters selbstgebackene, wei&#223;e Brote k&#246;stlich duften.<br />
Pedro tr&#228;gt das alte, sch&#228;bige Hemd und die viel zu kleine Hose. Aber was macht das schon! Rosas Augenlicht war gerettet. Er durfte mithelfen, dass sie nicht erblindete. Er durfte Gottes Mitarbeiter sein – er, der kleine Pedro.<br />
Mutter stimmt ein Weihnachtslied an. Leise singt der Wind durch die br&#252;chigen W&#228;nde. Pedros Augen leuchten. Er glaubt, niemand in der ganzen weiten Welt sei so gl&#252;cklich wie er – und so reich!</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
  <tr>
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            <b>Klicks:</b> 493 <br />
          </td>
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		<item>
		<title>Nun f&#228;ngt die gro&#223;e Freude an!</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 11:48:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun f&#228;ngt die gro&#223;e Freude an: Das Licht der Ewigkeit erf&#252;llt mit seinem Strahlenglanz der Erde Dunkelheit. Aus Gottes Vaterherzen str&#246;mt der wunderbare Schein. Er gibt den Sohn, das Licht der Welt, in unsre Nacht hinein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun f&#228;ngt die gro&#223;e Freude an:<br />
Das Licht der Ewigkeit<br />
erf&#252;llt mit seinem Strahlenglanz<br />
der Erde Dunkelheit.</p>
<p>Aus Gottes Vaterherzen str&#246;mt<br />
der wunderbare Schein.<br />
Er gibt den Sohn, das Licht der Welt,<br />
in unsre Nacht hinein.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Mutter</title>
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		<pubDate>Sat, 22 May 2010 20:54:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Muttertag]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Mutter Da ging er nun, m&#252;de und zerlumpt am Stra&#223;enrand Der junge Mann, den so keiner mehr erkannt. Verzweifelt stie&#223; er nach einem Stein Ach, die Chance war doch relativ klein Dies alles jemals wieder in Ordnung zu bringen Was er getan – wie sollte ihm das gelingen? Jahre nun war er nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mutter</p>
<p>Da ging er nun, m&#252;de und zerlumpt am Stra&#223;enrand<br />
Der junge Mann, den so keiner mehr erkannt.<br />
Verzweifelt stie&#223; er nach einem Stein<br />
Ach, die Chance war doch relativ klein<br />
Dies alles jemals wieder in Ordnung zu bringen<br />
Was er getan – wie sollte ihm das gelingen?</p>
<p>Jahre nun war er nicht mehr zu Hause gewesen<br />
Ob die Mutter wohl seine Nachricht gelesen?<br />
Dass er auf dem Weg nach Hause jetzt war?<br />
Er wollte alles in Ordnung bringen sogar.</p>
<p>Und wenn sie ihn noch einmal wollte sehen<br />
Sollte aus seinem alten Zimmer ein wei&#223;es Taschentuch wehen.</p>
<p>Wie hatte er es nur soweit kommen lassen?<br />
Besch&#228;mt konnte er es selber nicht fassen<br />
Dass er seine Mutter so tief gekr&#228;nkt<br />
Die ihm stets soviel G&#252;te hatte geschenkt.</p>
<p>Im gem&#252;tlichen Zuhause, bescheiden und klein<br />
War er aufgewachsen, bei den liebenden Eltern sein<br />
Sie hatten sich stets bem&#252;ht, dass ihrem Sohn nichts fehlte<br />
In der Schule er zu den guten Sch&#252;lern z&#228;hlte<br />
Bis eines Tages die falschen Freunde sich fanden<br />
Und ihn mit schlechtem Einfluss an sich banden.</p>
<p>Pl&#246;tzlich die Eltern ihm nur noch langweilig schienen und fad<br />
Er hatte all ihre guten Ratschl&#228;ge und ihren Glauben satt<br />
Mit 17 beschloss er, von zu Hause wegzugehen<br />
Er wollte soviel von der Welt doch sehen.<br />
Er wusste ja, wo Papa das ganze Geld aufbewahrte<br />
F&#252;r die Fahrt ins Ausland er schnell kaufte die Karte.</p>
<p>Viel zu schnell war das Geld bald verprasst<br />
Er hatte auch keine Gelegenheit zum Spa&#223;haben verpasst.<br />
Dann nahm er einen niedrigen Job nach dem anderen an<br />
Und kam doch nie an gen&#252;gend zum Leben heran.</p>
<p>Wie oft hatte er an seine liebe Mutter gedacht<br />
Wie sie gekniet hatte und ihn im Gebet vor Gott gebracht.</p>
<p>Nun war er nicht mehr daheim gewesen seit einigen Jahren<br />
Der Vater bereits verstorben war – hatte er erfahren.<br />
Wie weh hatte ihm diese Nachricht getan<br />
Damit war jede Chance auf ein Wiedersehen vertan.</p>
<p>Jetzt war er schon nahe beim alten Haus<br />
Die Stra&#223;e sah noch so wie fr&#252;her aus<br />
W&#252;rde die Mutter ihn &#252;berhaupt sehen wollen?<br />
Ach – er h&#228;tte es vielleicht sein lassen sollen…</p>
<p>M&#252;de hob er den Kopf und schaute um die Stra&#223;enecke<br />
Flatterte nicht dort vom Dach eine wei&#223;e Decke?<br />
Mit klopfendem Herzen ging er n&#228;her heran<br />
An jedem Fenster hingen wei&#223;e T&#252;cher dran!<br />
Ja, das ganze Haus schien in Wei&#223; geh&#252;llt<br />
Noch nie hatte der Sohn so eine Freude gef&#252;hlt!!<br />
Die Mutter hatte also ihm l&#228;ngst schon vergeben<br />
Auf einmal sp&#252;rte er wieder Hoffnung f&#252;r sein Leben!!<br />
Er lief schnell auf sein altes Zuhause zu<br />
In den Armen der Mutter fand er endlich Ruh!</p>
<p>Und wenn schon eine Mutter soviel Erbarmen f&#252;r ihren Sohn konnte finden<br />
Wie viel mehr unser Vater im Himmel, der uns immer wieder annimmt<br />
trotz all unsrer S&#252;nden!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer ist schuld am Tod Jesus?</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 22:14:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abendmahl-Karfreitag]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern - Auferstehungsfest]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer ist schuld am Tod Jesus, ein christliches Anspiel zum Thema Jesu Leiden / Karfreitag f&#252;r 22 Personen Moderator: (steht auf der B&#252;hne, spricht die Gemeinde direkt an) Vor ungef&#228;hr 2000 Jahren ist in Israel, in der Stadt Jerusalem, das Folgende geschehen: Jesus wurde von den Juden und R&#246;mern auf den H&#252;gel, der Golgatha genannt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Wer ist schuld am Tod Jesus, ein christliches Anspiel zum Thema Jesu Leiden / Karfreitag f&#252;r 22 Personen</em></strong></p>
<p><strong>Moderator:</strong> <em>(steht auf der B&#252;hne, spricht die Gemeinde direkt an)</em> Vor ungef&#228;hr 2000 Jahren ist in Israel, in der Stadt Jerusalem, das 			Folgende geschehen: Jesus wurde von den Juden und R&#246;mern auf den 		H&#252;gel, der Golgatha genannt wird, gebracht.  Dort hat man ihn am 			Kreuz sterben lassen. Warum musste das geschehen?  Wer hat Jesus umgebracht? Wer ist denn schuld daran, dass Gottes Sohn so sterben musste. Um eine Antwort auf diese Frage zu finden,  lasst uns gemeinsam 				ungef&#228;hr 2000 Jahre zur&#252;ckreisen und das Ganze aus n&#228;chster N&#228;he 				betrachten.</p>
<p><strong>Lied</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Szene 1</strong></p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Es ist Mittwochabend, der letzten Abend vor dem Passahfest. An zwei verschiedenen Orten versammeln sich die Menschen zu 					beiden Seiten des &#214;lbergs &#8211; in Jerusalem und in Bethanien -, und jedes 				Mal ist Jesus der Anlass. <em>(Judas, J&#252;nger, Maria und Martha auf eine Seite der B&#252;hne; Hohepriester und Priester auf andere Seite)</em> Die einen f&#252;hrt der Hass zusammen, die anderen aber kommen aus 				Liebe. In Jerusalem im Haus des Kaiphas, tagt der Hohe Rat.</p>
<p><strong>Priester</strong>:<em> (aufgebracht)</em> Das bringt alles nichts. Ich sage euch, wir brauchen 						einen Plan, wie wir ihn ohne viel Aufsehen t&#246;ten k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Hohepriester:</strong> Du hast Recht. Die Menschen sind so voll Begeisterung von ihm und 				das Letzte was wir brauchen ist, dass wir noch mehr Leute auf ihn 				aufmerksam machen.</p>
<p><strong>Priester:</strong> Lass uns einige Tage warten. Wenn das Fest vorbei ist und der gro&#223;e 				Strom der G&#228;ste abzieht, dann kehrt Ruhe in Jerusalem ein. Dann 					findet sich eine Gelegenheit ihn zu beseitigen.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Jesus aber sitzt w&#228;hrenddessen ganz ruhig im Haus seines 						Freundes Simon in Bethanien. Ihn hat Jesus vom Aussatz 						gereinigt und so hat er f&#252;r Jesus und seine J&#252;nger eine 						Mahlzeit vorbereitet. Auch andere Freunde von Jesus wie 						Lazarus oder Martha und Maria sind dabei.</p>
<p><strong>Martha:</strong><em> (r&#228;umt den Tisch ab, spricht vor sich hin)</em> Meine Schwester.<em> (seufzt)</em> Ich glaube sie liebt Jesus wirklich. Hat sie etwas verstanden, was wir 				noch nicht wissen? Warum nur hat sie Jesus gesalbt? Noch dazu mit 				dem kostbaren &#214;l?  Das waren ihre ganzen Ersparnisse.</p>
<p><strong>Judas:</strong><em> (ver&#228;rgert) </em>Das h&#228;tte Maria nicht tun sollen.Was soll die Verschwendung. Man h&#228;tte dieses &#214;l teuer verkaufen und 				das Geld an die Armen geben k&#246;nnen. 300 Silbergroschen h&#228;tten wir 				daf&#252;r bekommen.</p>
<p><strong>J&#252;nger:</strong> Stimmt. Wie viele Jahre m&#252;sste ich mich abplagen, um so einen Betrag 				anzusparen.</p>
<p><strong>Jesus:<em> </em></strong><em>(Stimme)</em> Lasst sie in Frieden. Warum macht ihr es ihr so schwer? Sie hat etwas 				Gutes an mir getan. Arme wird es immer bei euch geben und ihr k&#246;nnt 				Ihnen Gutes tun, so oft ihr wollt. Mich aber habt ihr nicht mehr lange 				bei euch. Sie hat mich im Voraus f&#252;r mein Begr&#228;bnis gesalbt.<em>(Judas springt auf und entfernt sich von dieser Runde)</em></p>
<p><strong>Judas:</strong> Begr&#228;bnis? Also ist es doch wahr, dass er sterben muss. Was soll ich 				dann noch bei ihm?</p>
<p><em>(Freund kommt hoch, begegnet Judas)</em></p>
<p><strong>Freund:</strong> Judas! Shalom! Dass ich dich mal wiedersehe. Seitdem du diesem 				Jesus nachfolgst, kriegt man dich ja gar nicht mehr zu Gesicht. Bist du 				hier in Jerusalem zum Passahfest?</p>
<p><strong>Judas:</strong> Ja, wozu denn sonst? Schon verr&#252;ckt, wir feiern die Befreiung aus der &#228;gyptischen Sklaverei, 				dabei sollten wir vielleicht eher was tun um uns aus der r&#246;mischen 				Unterdr&#252;ckung zu befreien.</p>
<p><strong>Freund:</strong> Was k&#246;nnen wir denn schon tun?</p>
<p><strong>Judas:</strong> Ich hatte ja gehofft, dass Jesus die Befreiung Israels bringt. Deshalb 				hab ich mich ihm &#252;berhaupt angeschlossen. Du h&#228;ttest sehen sollen, 				wie er das Volk am See Genezareth gespeist hat. Oder vor drei Tagen, 				als das Volk ihn bejubelt hat und zum K&#246;nig ernennen wollte. Aber er 				hat abgelehnt und meine Hoffnung zerst&#246;rt. Wie dem auch sei, ich 				muss los. Ich hab noch was zu erledigen.</p>
<p><strong>Freund:</strong> Alles klar, wir sehen uns.</p>
<p><em>(Freund geht, Judas guckt ihm hinterher und geht dann auf die andere Seite der B&#252;hne, zum Hohepriester und klopft)</em></p>
<p><strong>Hohepriester:</strong> Wer ist da?</p>
<p><strong>Judas:</strong> <em>(aufgeregt, stammeln)</em> Ich bin Judas. Ich komme wegen diesem Jesus. Ich wei&#223;, dass ihr ihn 				verhaften wollt. Ich kann euch dabei helfen.</p>
<p><strong>Hohepriester:</strong> <em>(spricht hinterlistig/niedertr&#228;chtig)</em> Komm herein und setz dich, mein Freund.</p>
<p><strong>Judas:</strong> Ich wei&#223; wo und mit wem Jesus sich aufh&#228;lt. Was gebt ihr mir, wenn 				ich ihn verrate?</p>
<p><strong>Priester:</strong> Ohne dass ein Aufruhr entsteht?</p>
<p><strong>Judas:</strong> Ohne dass jemand irgendetwas merkt. Ich warte einen g&#252;nstigen 					Augenblick  ab. Jesus zieht sich zwischendurch zur&#252;ck in die 					Einsamkeit. Ich werde euch zu ihm f&#252;hren, w&#228;hrend er ganz alleine an 				einem einsamen Ost ist.</p>
<p><strong>Hohepriester:</strong> Hervorragend! Dich schickt der Himmel. Du bekommst drei&#223;ig 					Silberst&#252;cke.</p>
<p><em>(w&#228;hrend Sprecher erz&#228;hlt, z&#228;hlt der Priester M&#252;nzen ab und  legt sie in einen Beutel)</em></p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Drei&#223;ig Silberst&#252;cke! Der Preis, den man in jener Zeit f&#252;r einen 					Sklaven zahlte. Der Preis, den bereits der Prophet Sacharja genannt hatte, aber daran 				dachte keiner von den weisen Schriftgelehrten. F&#252;r den Preis eines Sklaven, hat Judas den Sohn Gottes verraten.</p>
<p><em>(Moderator hoch)</em></p>
<p><strong>Moderator:</strong> Judas, hast du den Tod von Jesus verursacht? Du versprachst denen 				Hilfe, die Jesus t&#246;ten wollten und  als sie kamen, um ihn 						festzunehmen, verrietst du ihn, mit einem Kuss. Sp&#228;ter hat es dir leid getan, aber du konntest es nicht r&#252;ckg&#228;ngig 					machen. Ist Judas, der Verr&#228;ter, schuld am Tod  Jesu?</p>
<p><strong>Lied</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Szene 2</strong></p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Nach seiner Verhaftung wurde Jesus in das Haus des Hohenpriesters 				gebracht. Die Mitglieder des j&#252;dischen Gerichtshofs waren bereits versammelt, um Jesus den Prozess zu machen. <em>(Schriftgelehrter und Hohepriester stehen zusammen, daneben eine Gruppe von M&#228;nnern (3), die murmeln untereinander: Er hat gesagt… Nein, so war das nicht… Damals als er vom Tempel sprach…)</em></p>
<p><strong>Priester:</strong> So wird das nichts. Wir brauchen einen guten Grund um ihn zu 					verurteilen und die Zeugen sind nichts als ein Haufen von Narren. Die 				Zeugenaussagen widersprechen sich.</p>
<p><strong>Hohepriester:</strong> Das ist nicht unser einziges Problem. Die R&#246;mer erlauben uns nicht, 				jemanden hinzurichten. Wir m&#252;ssen die Sache so geschickt einf&#228;deln, dass der r&#246;mische 					Statthalter ihn zum Tode verurteilt.<em> (zu Jesus)</em> Willst du nicht auf diese Anklagen antworten? Was hast du zu deiner 				Verteidigung zu sagen?<em> (kurze Pause, dann zum Priester)</em> Er schweigt einfach.<em> (zu Jesus)</em> Ich beschw&#246;re dich bei dem lebendigen Gott, sag uns die Wahrheit! 				Bist du der Messias, der Sohn Gottes?</p>
<p><strong>Jesus:</strong> Ja, ich bin es. Und einst werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten 				der Kraft Gottes. Er wird wiederkommen auf Wolken aus dem 					Himmel.</p>
<p><strong>Hohepriester:</strong> <em>(zerrei&#223;t sein Obergewand, schreit)</em> Was brauchen wir noch Zeugen? Ihr habt es alle selbst geh&#246;rt, wie er Gott l&#228;stert. Was sagt ihr dazu?</p>
<p><strong>M&#228;nner:</strong><em> (sehr aufgebracht, sprechen gleichzeitig)</em> Er ist schuldig. Er verdient den Tod. Nieder mit ihm.</p>
<p><em>(Moderator kommt hoch)</em></p>
<p><strong>Moderator:</strong> Der Hohe Rat. Eine Versammlung von M&#228;nnern, die viele Gesetze f&#252;r 				die Juden aufstellt und jeden verurteilten, der diese nicht befolgt. Ihr behauptet von euch selbst, gerecht zu sein, aber habt ihr 					wirklich eine wei&#223;e Weste? Ihr wart entsetzt als er sagte, er sei Gottes Sohn. Das ist Gottesl&#228;sterung, er muss sterben, emp&#246;rtet ihr euch und zerrtet 				ihn vor den Statthalter. Ist der Hohe Rat schuld am Tod Jesus?</p>
<p><strong>Lied</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Szene 3</strong></p>
<p><em>(Frau sitzt besorgt oben, springt auf, als Pilatus kommt)</em></p>
<p><strong>Pilatus:</strong> Hallo Liebes.</p>
<p><strong>Frau:</strong> Da bist du ja endlich. Ich bin den ganzen Tag so beunruhigt. Hast du 				meine Nachricht rechtzeitig bekommen?</p>
<p><strong>Pilatus:</strong> Rechtzeitig ist so eine Sache.</p>
<p><strong>Frau:</strong> Erz&#228;hl mir alles.</p>
<p><strong>Pilatus: </strong>Der Tag begann eigentlich wie jeder andere Tag. Fr&#252;h am Morgen, du 				hast noch geschlafen, kam ich ins Pritorium, um meinen t&#228;glichen 				Pflichten als Statthalter nachzugehen, so wie immer. Gut, ich hatte schon ein bisschen Sorge, aber das ist ja normal, weil 				grade jetzt so viele Menschen zum Passahfest hier sind und ich einfach 				hoffte, dass keine Unruhen entstehen. Grade als ich den herrlich duftenden Seelachs, den du mir eingepackt 				hast, auf mein ger&#246;stetes Br&#246;tchen legen wollte, kommt der 					Leibw&#228;chter in mein Gemach.</p>
<p><em>(Frau runter, Leibw&#228;chter hoch, Hohepriester und Schriftgelehrte stellen sich auf die andere Seite der B&#252;hne + die drei M&#228;nner)</em></p>
<p><strong>Leibw&#228;chter:</strong> Herr, da sind einige j&#252;dische Priester im Hof. Sie haben einen 					besonderen Gefangenen gebracht, den du richten sollst. Sie wollen mit 				dir reden,  aber weigern sich hinein zu gehen, weil es kein j&#252;disches 				Haus ist.</p>
<p><strong>Pilatus:</strong> Ich komme.<em> (wischt sich den Mund mit einer Serviette, steht auf und geht zu den Priestern, im Gehen bemerkt er Jesus und murmelt)</em> Das muss der Gefangene sein. Scheint mir, als h&#228;tten sie ihn schon 				bestraft. Sieht &#252;bel zugerichtet aus.</p>
<p><strong>Hohepriester:</strong> Dieser Verbrecher lehrt die Leute, dem Kaiser keine Steuern zu zahlen. In unserem ganzen Land stiftet er Unruhe. Und das ist noch nicht alles.</p>
<p><strong>Pilatus:</strong><em> (gelangweilt, monoton)</em> Geht weg von mir und lasst mich in Ruhe. Richtet den Mann gef&#228;lligst 				nach euren eigenen Gesetzen.</p>
<p><strong>Priester:</strong> Aber es ist uns von den R&#246;mern verboten jemanden zu t&#246;ten. Und da er in unseren Augen den Tod verdient, musst du ihn verurteilen. Dieser 		Jesus behauptet von sich, ein K&#246;nig zu sein. Er muss sterben.</p>
<p><strong>Pilatus: </strong><em>(guckt zu Jesus, murmelt)</em> Seltsam. Sie beschuldigen ihn und er sagt nicht ein einziges Wort und 				schweigt.<em> (zu Jesus)</em> Willst du dich nicht vor ihnen verteidigen? H&#246;rst du nicht, was sie dir 				alles vorwerfen?<em> (nach einer Pause, zu seinem Leibw&#228;chter)</em> Bring ihn in meinen Gerichtssaal. Ich will mit ihm sprechen und zwar allein.</p>
<p><em>(Leibw&#228;chter runter, Pilatus auf die andere Seite der B&#252;hne, setzt sich auf einen Stuhl und guckt Jesus erstmal nur an)</em></p>
<p><strong>Pilatus: </strong>Bist du der K&#246;nig der Juden?</p>
<p><strong>Jesus:</strong> Redest du das von dir aus, oder haben andere es dir gesagt?</p>
<p><strong>Pilatus:</strong> <em>(&#228;rgerlich)</em> Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die obersten Priester haben dich 				mir ausgeliefert! Was hast du getan?<em> (jedes Wort betonen)</em></p>
<p><strong>Jesus:</strong> Mein Reich ist nicht von dieser Welt. W&#228;re mein Reich von dieser 				Welt, so h&#228;tten meine Diener gek&#228;mpft, damit ich den Juden nicht 				ausgeliefert werden w&#252;rde. Nun aber ist mein Reich nicht von hier.</p>
<p><strong>Pilatus:</strong> So bist du also ein K&#246;nig?</p>
<p><strong>Jesus:</strong> Ja, ich bin ein K&#246;nig.</p>
<p><strong>Pilatus:</strong> <em>(steht auf, Leibw&#228;chter kommt)</em> Bring ihn zur&#252;ck.</p>
<p><em>(Leibw&#228;chter geht)</em></p>
<p><strong>Pilatus:</strong> Er kann kein Verbrecher sein. Diese Ruhe die er ausstrahlt, hab ich 				noch bei keinem Angeklagten versp&#252;rt. Irgendwie macht er mir Angst.<em> (geht zu den Priestern)</em> Ich denke nicht, dass dieser Mann den Tod verdient hat.</p>
<p><strong>Priester: </strong>Aber er macht Unruhe, &#252;berall wohin er geht. Nach unserem Gesetz 				muss er sterben.</p>
<p><strong>Pilatus:</strong> <em>(zum Leibw&#228;chter)</em> Woher sagtest du kommt er? Aus Galil&#228;a?<em> (Leibw&#228;chter nickt) (zu den Priestern)</em> Bringt ihn zu Herodes. Er soll ihn richten</p>
<p><em>(Pilatus geht zur&#252;ck zu seinem Platz, Hohepriester, Priester und M&#228;nner gehen mit dem Leibw&#228;chter runter)</em></p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Herodes hat schon viel &#252;ber Jesus geh&#246;rt. Er freut sich, Jesus nun mit 				eigenen Augen zu sehen. Gerne will er sehen, wie Jesus ein Wunder 				tut.  Doch als Herodes Jesus befragt, sagt dieser nicht ein Wort. Schlie&#223;lich l&#228;sst Herodes Jesus als K&#246;nig verkleiden und verspotten. 				Doch Jesus richten, will er auch nicht und schickt ihn zur&#252;ck, &#8211; zu 				Pilatus.<em> (Priester, Hohepriester, M&#228;nner, Pilatus geht zu ihnen)</em> Wieder stehen die Priester und die w&#252;tende Volksmenge vor Pilatus.</p>
<p><strong>Pilatus:</strong> H&#246;rt mir zu. Weder ich, noch Herodes haben diesen Mann f&#252;r schuldig befunden. 				Wenn ihr wollt, lasse ich diesen Mann auspeitschen, aber dann war es 				das.</p>
<p><strong>Tonband / Menge Geschrei:</strong><em> (Hohepriester, Priester + M&#228;nner)</em> Nein. Das gen&#252;gt nicht. Er muss sterben. Er hat den Tod verdient.</p>
<p><strong>Hohepriester:</strong> Wir haben ein Gesetz und nach diesem Gesetz muss er sterben, weil er 				behauptet, Gottes Sohn zu sein.</p>
<p><strong>Pilatus:</strong><em> (erstaunt, zu sich)</em> Gottes Sohn? Was bedeutet das? Wo ist er geboren und aus welchem 				K&#246;nigshaus kommt er?<em> (zu Jesus)</em> Woher bist du eigentlich? <em>(Pause, dann w&#252;tend)</em> Redest du nicht mit mir? Wei&#223;t du nicht, dass es in meiner Macht 					steht, dich freizulassen, aber dass ich auch die Macht habe dich 					kreuzigen zu lassen?</p>
<p><strong>Jesus:</strong> Du h&#228;ttest keine Macht, wenn sie dir nicht von oben gegeben w&#228;re.</p>
<p><strong>Leibw&#228;chter:</strong> <em>(kommt hoch, &#252;bergibt Pilatus einen Zettel)</em> Herr, eine Nachricht von Ihrer Frau. Sie sagt es ist dringend.</p>
<p><em>(Pilatus dreht sich weg von der Menge, faltet das Blatt auseinander)</em></p>
<p><strong>Frau:</strong> <em>(Stimme)</em> Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten. Er ist unschuldig. 				Ich habe heute Nacht  im Traum viel um seinetwillen gelitten.</p>
<p><strong>Pilatus:</strong> Ihr kennt die Sitte, dass ich euch am Passahfest einen eurer 					Gefangenen frei lasse.</p>
<p><strong>Tonband / Menge:</strong> Nicht Jesus! Lass Barabbas frei! Kreuzige Jesus! Genau, weg mit ihm! Kreuzige ihn!</p>
<p><strong>Pilatus:</strong><em> (halb verzweifelt)</em> Warum soll er sterben? Was hat er Schlimmes getan?</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Aber die Leute schrien nur noch lauter. Und so befahl Pilatus den Soldaten, Jesus zur Gei&#223;elung abzuf&#252;hren.</p>
<p><em>(alle runter au&#223;er Pilatus, Frau hoch, Pilatus sitzt am Tisch mit seiner Frau)</em></p>
<p><strong>Pilatus:</strong> Trotz dieser gro&#223;en Schmerzen, die ihm die kampferprobtesten 					Soldaten zuf&#252;gten, konnte ich keinen Hass in seinen Augen erkennen. Liebes, das kann kein normaler Mensch sein.</p>
<p><strong>Frau:</strong> <em>(schockiert)</em> Du hast ihn doch freigelassen, nach der Gei&#223;elung.<em> (Pilatus guckt sie schuldbewusst an und sch&#252;ttelt den Kopf)</em> Wie konntest du? Du bist doch &#252;berzeugt von seiner Unschuld. Wie 				konntest du das nur tun?</p>
<p><strong>Pilatus:</strong> Ja, ich bin von seiner Unschuld &#252;berzeugt, aber sie haben mich in eine 				Sackgasse getrieben. Sie haben mir gedroht, mich beim Kaiser zu verklagen, dass ich gegen ihn bin. Meine Stellung stand auf dem Spiel. So eine schwere Beschuldigung konnte ich doch nicht auf mir sitzen 				lassen.</p>
<p><strong>Frau:</strong> Und er? Dieser Jesus. Welche Beschuldigungen hat er auf sich sitzen 				lassen?</p>
<p><em>(bleiben oben sitzen, Moderator kommt hoch, guckt zu Pilatus)</em></p>
<p><strong>Moderator:</strong> Ja, Pilatus, du warst &#252;berzeugt von Jesus Unschuld. Demonstrativ hast 				du dir die H&#228;nde gewaschen, um zu zeigen, dass du unschuldig bist am 				Tod Jesu. Aber warst du wirklich unschuldig? Kannst du dich so leicht 					herausreden? H&#228;ttest du sie nicht abhalten m&#252;ssen, Jesus zu t&#246;ten? Du hast es Ihnen erlaubt. Die fehlte der wahre Mut, eines ehrlichen 				Mannes. War Pilatus schuld am Tod Jesu?</p>
<p><strong>Lied</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Szene 4</strong></p>
<p><em>(Soldaten 1 und 2 hoch)</em></p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Die r&#246;mischen Soldaten f&#252;hrten Jesus zum H&#252;gel Golgatha. Sie zogen 				ihm die Kleider vom K&#246;rper, nur ein Lendentuch lie&#223;en sie ihm. Die Soldaten legten Jesus  auf den Kreuzbalken und schlugen gro&#223;e 				N&#228;gel durch seine Handgelenke in das Holz. Die H&#228;nde, die nur Segen 				gespendet hatten, hingen nun am Kreuz. Dann befestigten die Soldaten den Kreuzbalken am senkrechten Pfahl 				und schlugen einen langen Nagel durch beide Fersenknochen hindurch 				ins Holz.</p>
<p><strong>Soldat 1:</strong> Ha, der K&#246;nig der Juden, aber helfen kann er sich nicht. Was ist los, Kleiner? Siehst ein bisschen blass um die Nase aus. War zu hart f&#252;r dich, was B&#252;bchen?</p>
<p><strong>Soldat 2:</strong> So ein Quatsch, ich bin &#252;berhaupt nicht blass. Aber du musst jawohl zugeben, dass du so etwas noch nie erlebt hast.</p>
<p><strong>Soldat 1:</strong> Was meinst du? Ich war schon bei zig Kreuzigungen dabei. Auch eine Gei&#223;elung f&#252;hr ich durch ohne mit der Wimper zu zucken. Was soll ich nicht erlebt haben?</p>
<p><strong>Soldat 2:</strong> Tu nicht so. Ich war auch bei zig Kreuzigungen dabei und ich bin es 				gewohnt, dass man mich verflucht. Dass ich angeschrien werde oder 				angefleht. Aber hier, &#8211; nichts.</p>
<p><strong>Soldat 1:</strong> Er war einfach kaputt. Ist ja auch verst&#228;ndlich, nach der Gei&#223;elung. 				Oder spuckst du noch gro&#223;e T&#246;ne, nachdem dich zwei Soldaten 					abwechselnd mit einer Peitsche bearbeiten, in die Bleist&#252;cke und 					Knochen eingeflochten sind.</p>
<p><strong>Soldat 2:</strong> Na ja, es war ja nicht so, dass er nichts gesagt hat. Er hat schon geredet, 				aber eben nicht das Typische.</p>
<p><strong>Jesus:</strong> Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.</p>
<p><strong>Soldat 1:</strong> Ja, ich muss zugeben, diesmal war es anders.  Auch die Finsternis, die 				pl&#246;tzlich &#252;ber das Land kam. Irgendwie unheimlich.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> In dieser Finsternis hing Jesus und k&#228;mpfte seinen letzen Kampf. Einen 				Kampf wie in Gethsemane, schwer und voller Angst. In dem Garten, gab es noch Licht, dort waren noch gute Freunde in der 				N&#228;he, dort konnte er sich noch hinknien und die H&#228;nde ringen und sich 				vor Gott neigen. Dort kam noch ein Engel vom Himmel um ihn zu tr&#246;sten und zu 					st&#228;rken. Hier aber hing er zwischen Himmel und Erde, wie ein Verfluchter. Er 				wollte die H&#228;nde ausstrecken zum Himmel, doch er konnte nicht. Er, 				der das Licht ist, verlangte nach Licht, doch es war dunkel um ihn. Da schrie seine Seele zum Vater, aber der war nicht da. Gott hatte sich 				von ihm abgewandt. In unaussprechlicher Einsamkeit trug Jesus die Last von Gottes Zorn 				&#252;ber die S&#252;nde der Welt.</p>
<p><em>(Soldat 3 kommt nach oben)</em></p>
<p><strong>Soldat 3: </strong>Es ist vorbei, sie sind tot.</p>
<p><strong>Soldat 1:</strong> Was? Schon?</p>
<p><strong>Soldat 3:</strong> Ja, der Sabbat des Passahfestes beginnt und die Hohepriester wollten 				nicht, dass an diesem besonderen Fest drau&#223;en noch sterbende 					Verbrecher am Kreuz h&#228;ngen blieben. Darum gingen sie zu Pilatus und 				baten ihn, dass den Gekreuzigten die Beine gebrochen werden. Bei zweien hab ich diesen Befehl ja auch ausgef&#252;hrt, aber der Dritte, 				dieser Jesus, der war schon tot.</p>
<p><strong>Soldat 2:</strong> Hast du dich abgesichert?</p>
<p><strong>Soldat 3: </strong>Nat&#252;rlich. Ich hab meinen Speer  in seine Seite geschoben und da floss 				Blut und Wasser heraus. Das Beine-Brechen war somit &#252;berfl&#252;ssig. 				Jesus ist tot.</p>
<p><em>(Moderator kommt hoch)</em></p>
<p><strong>Moderator:</strong> Harte Kerle, das seid Ihr. Ausgebildet, um Menschen zu t&#246;ten und zu 				foltern. Die grausame Kunst, einen Menschen so weit zu 							foltern, dass er fast tot ist, aber eben doch noch nicht sterben kann, die 				beherrscht ihr. Ihr habt wirklich das Blut von Jesus an euren H&#228;nden. Sind die Soldaten schuld am Tod Jesu?</p>
<p><strong>Lied</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Szene 5</strong></p>
<p><em>(Maler geht hoch, steht mit Pinsel und Farben vor einer Staffelei mit Bild und malt)</em></p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Der ber&#252;hmte holl&#228;ndische Maler Rembrandt, malt die letzten 					Pinselstriche auf sein Bild.</p>
<p><em>(Klopfen, Freund 2 kommt hoch)</em></p>
<p><strong>Freund 2:</strong> Na, Rembrandt, das war ja klar. Immer einen Pinsel in der Hand, nie 				machst du eine Pause. Was malst du schon wieder?</p>
<p><strong>Maler:</strong> Hallo. Ich denke,… ich bin fertig. Du darfst ruhig gucken. Es ist die 					Kreuzigung Jesu.</p>
<p><strong>Freund 2:</strong> <em>(guckt bewundernd, Pause)</em> Perfekt. Ich kann nur stauen &#252;ber dein Talent.<em> (Pause, stutzt, guckt noch mal genauer)</em> Aber warte mal, da passt was nicht. Ein Soldat tr&#228;gt nicht die Tracht 				der r&#246;mischen Soldaten damals, sondern den Anzug eines 						holl&#228;ndischen B&#252;rgers. Rembrandt, ich erkenne es genau. Das bist du.</p>
<p><strong>Maler:</strong> Gut erkannt.</p>
<p><strong>Freund 2:</strong> Was soll denn das? Warum hast du dich als Helfer bei der Kreuzigung 				gemalt? Auch noch als einen tatkr&#228;ftigen Soldaten. Du hast doch 					damals nicht gelebt.</p>
<p><strong>Maler:</strong> Verstehst du denn nicht? Ich habe mitgeholfen Jesus zu kreuzigen. Mit meinem Ungehorsam gegen Gottes Gebote.</p>
<p><em>(nach einer Pause)</em></p>
<p><strong>Freund 2:</strong> Einen hast du noch vergessen auf dem Bild. Mich Rembrandt, mich 				hast du vergessen.</p>
<p><em>(Moderator kommt hoch)</em></p>
<p><strong>Moderator:</strong> Wenn das so ist, dann hat er vielleicht auch mich auf dem Bild 					vergessen. Oder dich. Wenn wir uns in Gottes Licht betrachten, finden wir Schuld in unserem 				Leben. Und Jesus musste sterben, um uns von den S&#252;nden zu reinigen. Sind wir schuld am Tod Jesu?</p>
<p><strong>Lied / Musikst&#252;ck</strong></p>
<p><strong>Moderator:</strong> Judas hat Jesus verraten. Der Hohe Rat hat ihn beschuldigt er m&#252;sse sterben und Pilatus hat ihn verurteilt. Die Soldaten haben ihn ans Kreuz genagelt, aber er starb wegen unserer S&#252;nden. Wer ist nun schuld am Tod Jesu? Die Antwort finden wir in Gottes Wort. Jesus hat sich selbst dazu 					ge&#228;u&#223;ert.</p>
<p><strong>Jesus:</strong> Darum liebt mich mein Vater, weil ich mein Leben lasse, dass ich’s 				wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich selber lasse es. Ich habe Macht es zu lassen und habe Macht, es wieder zu nehmen.</p>
<p><strong>Moderator: </strong>Wir sind also nicht schuld daran, dass Jesus gestorben ist, genauso 			wenig wie Judas, Pilatus usw. Schlie&#223;lich ist Jesus das Leben und der 			Tod hat keine Macht &#252;ber ihn. Aber wir sind der Grund.  Wegen unserer Schuld, hat er sein Leben geopfert. Die Strafe f&#252;r S&#252;nde ist der Tod und den hat Jesus freiwillig und 	stellvertretend f&#252;r uns auf sich genommen, damit wir leben k&#246;nnen.</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn dir dein Zion Palmen streut</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 10:25:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Palmsonntag]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn dir dein Zion Palmen streut, als K&#246;nig dich zu gr&#252;&#223;en, so fall&#8217; auch ich, o Heiland, heut dem&#252;tig dir zu F&#252;&#223;en und stimm&#8217; ins Hosianna ein: Gegr&#252;&#223;t soll mir mein K&#246;nig sein! Mein K&#246;nig in der Knechtsgestalt, sanftm&#252;tig und voll Milde, schon seh&#8217; ich dich in Feindsgewalt, seh&#8217; dich im Marterbilde; nach Hosiannas Jubelton [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn dir dein Zion Palmen streut,<br />
als K&#246;nig dich zu gr&#252;&#223;en,<br />
so fall&#8217; auch ich, o Heiland, heut<br />
dem&#252;tig dir zu F&#252;&#223;en<br />
und stimm&#8217; ins Hosianna ein:<br />
Gegr&#252;&#223;t soll mir mein K&#246;nig sein!</p>
<p>Mein K&#246;nig in der Knechtsgestalt,<br />
sanftm&#252;tig und voll Milde,<br />
schon seh&#8217; ich dich in Feindsgewalt,<br />
seh&#8217; dich im Marterbilde;<br />
nach Hosiannas Jubelton<br />
vernehm&#8217; ich auch das &#8220;Kreuz&#8217;ge!&#8221; schon.</p>
<p>Du hast dich selbst dem Tod geweiht,<br />
uns S&#252;ndern Heil zu bringen,<br />
drum soll dir deine Christenheit<br />
laut Hosianna singen.<br />
Denn trugst du auch des Kreuzes Joch,<br />
der K&#246;nig bist und bleibst du doch.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zur&#252;ck zur ersten Liebe</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 13:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aquila</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur&#252;ck zur ersten Liebe, ein christliches Anspiel zum Thema Nachfolge f&#252;r 7 Personen Julius: Hallo, Rufus! Komm jetzt, lass deine Arbeit liegen. Die &#196;ltesten haben eine au&#223;erordentliche Gemeindestunde einberufen. Es geht um einen wichtigen Brief, der an uns als Gemeinde adressiert ist. Rufus: So, so. Das muss ja ein ganz wichtiger Brief sein! Wie kann man denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Zur&#252;ck zur ersten Liebe, ein christliches Anspiel zum Thema Nachfolge f&#252;r 7 Personen</em></strong></p>
<p><strong>Julius:</strong> Hallo, Rufus! Komm jetzt, lass deine Arbeit liegen. Die &#196;ltesten haben eine au&#223;erordentliche Gemeindestunde einberufen. Es geht um einen wichtigen Brief, der an uns als Gemeinde adressiert ist.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> So, so. Das muss ja ein ganz wichtiger Brief sein! Wie kann man denn so kurzfristig eine Versammlung einberufen, wo wir doch alle H&#228;nde voll zu tun haben?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Ja, mir geht es ganz &#228;hnlich. Aber zeige mir einen in unserer Gemeinde, dem es nicht so geht. Wir sind alle voll ausgelastet, die einen in der Gemeindearbeit, die anderen in der Missionsunterstützung, und wieder andere in der Stadtmission. Unseren &#196;ltesten geht es da auch nicht anders und darum glaube ich erst recht, dass das ein ganz besonders wichtiger Brief sein muss, um den es heute geht.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Rufus erhebt sich von seiner Arbeit und begibt sich mit seinem Freund Julius auf den Weg zu Versammlungsst&#228;tte. Unterwegs setzen sie das Gespr&#228;ch fort.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Von wem kommt denn der Brief?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Von unserem Herrn Jesus selbst.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Ach wirklich? Ob das nicht etwas Irref&#252;hrendes ist? Hat nicht der Herr Jesus selbst davor gewarnt, dass sich nach seiner Himmelfahrt viele f&#252;r Christus ausgeben werden? Es w&#228;re ja nicht das erste Mal, dass jemand versuchen w&#252;rde uns zu verf&#252;hren.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Nein, ich glaube du hast mich nicht verstanden. Johannes, der Apostel, hatte auf der Insel Patmos eine Offenbarung. Der Herr selbst ist ihm erschienen, und hat ihm vieles im Blick auf die Zukunft offenbart. Und von ihm kommt dieser Brief.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Ach so ist das, na dann bin ich aber mal gespannt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Herr Jesus f&#252;r uns nur Lob &#252;brig hat.</p>
<p><strong>Julius:</strong> W&#252;rde ich jetzt auch denken. Aber unser Gemeindeleiter sah etwas bedr&#252;ckt aus. Ob das wohl am Inhalt des Briefes liegt?</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Naja, vielleicht enth&#228;lt der Brief ja eine Warnung, oder einen neuen Auftrag.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Ich bin auch schon gespannt.</p>
<p>(alle m&#228;nnlichen Darsteller auf die B&#252;hne)</p>
<p><strong>Autor:</strong> Endlich sind die beiden Freunde an der Versammlungsst&#228;tte angekommen. Als alle beisammen sind, er&#246;ffnet der &#196;lteste die Versammlung.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Br&#252;der, wir haben einen sehr ernsten Brief von unserem Herrn Jesus erhalten, der von dem Apostel Johannes verfasst wurde. Es ist erfreuliches darin enthalten, aber der Tadel, den der Herr an uns richtet, l&#228;sst alles Erfreuliche verblassen. Stehen wir auf um die Worte unseres Herrn zu h&#246;ren.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Die ganze Versammlung steht auf und alle h&#246;ren auf die Stimme des &#196;ltesten, der den Brief vorliest.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> <em>„Das sagt, der da h&#228;lt die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den sieben golden Leuchtern: Ich kenne deine Werke und deine M&#252;hsal und deine Geduld und wei&#223;, dass du die B&#246;sen nicht ertragen kannst; und du hast die gepr&#252;ft, die sagen, sie seien Apostel, und sind es nicht, und hast sie als L&#252;gner befunden, und hast Geduld, und hast um meines Namens Willen die Last getragen und bist nicht m&#252;de geworden&#8230;“</em></p>
<p><strong>Autor:</strong> Zustimmendes Nicken begleitet die verlesenen Worte. Wie angenehm und warm ist es doch zu h&#246;ren, dass der Herr Jesus ihre M&#252;he, ihre Arbeit, ihre Ausdauer und ihre Treue sch&#228;tzt. Doch was dann folgt, l&#228;sst so manch einen erblassen:</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> <em>„Aber ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verl&#228;sst. Gedenke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Bu&#223;e und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich &#252;ber dich kommen und deinen Leuchter wegsto&#223;en von seiner St&#228;tte – wenn du nicht Bu&#223;e tust. Aber das hast du f&#252;r dich, dass du die Werke der Nikolaiten hassest, die ich auch hasse. Wer Ohren hat, der h&#246;re, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer &#252;berwindet, dem will ich zu essen geben, der im Paradies Gottes ist. “</em></p>
<p><strong>Autor:</strong> Die Anwesenden setzen sich wieder und es folgt eine fast unheimliche Stille, die von einem der Anwesenden vorsichtig unterbrochen wird:</p>
<p><strong>Julius:</strong> Ich habe den Brief nicht ganz verstanden. Welchen „Leuchter“ wird der Herr von seiner St&#228;tte wegsto&#223;en, wenn wir nicht Bu&#223;e tun?</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Der Leuchter ist ein Bild f&#252;r die Gemeinde, der die einzelnen Christen als Lichter in der Welt zusammen h&#228;lt.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Bedeutet das also, dass Jesus das Licht unserer Ortsgemeinde ausl&#246;schen wird,</p>
<p>wenn wir nicht Bu&#223;e tun und zur „ersten Liebe“ umkehren?</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Ja, liebe Br&#252;der, von unserer Reaktion auf diesen Brief h&#228;ngt es ab, wie lange unsere Gemeinde noch weiter in ihrer Leuchtkraft bestehen wird. Ich hoffe, dass sp&#228;testens jetzt alle den Ernst der Lage begriffen haben.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Besorgt schauen sich die Gl&#228;ubigen an. Doch so richtig verstanden was los ist, haben sie immer noch nicht. Eine gewisse Unruhe f&#252;llt den Raum und schlie&#223;lich steht ein Bruder auf und stellt eine Frage, die wohl so ziemlich alle zu bewegen scheint.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Gajus:</strong> Um ehrlich zu sein, verstehe ich nicht so ganz, um was es hier geht. Wird die Liebe nicht erst in der Tat und in der Wahrheit sichtbar? Haben wir nicht mehr getan als alle Anderen? Sind wir nicht f&#252;r die Wahrheit eingetreten? Wir haben f&#252;r unseren Herrn gelitten, wir haben vieles um seinetwillen ertragen, wir haben L&#252;gner entlarvt. Und nun hei&#223;t es, wir h&#228;tten die Liebe verlassen?</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> „Die erste Liebe verlassen“, so hei&#223;t es hier ausdr&#252;cklich. Nicht einfach nur Liebe, sondern die „erste Liebe“ ist es, die der Herr bei uns vermisst.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Autor:</strong> Es werden noch einige Bemerkungen von den Anwesenden gemacht und so manch einer ist verwundert und erstaunt &#252;ber den Inhalt dieses Briefes. Doch eines steht fest: Der Herr Jesus selbst hatte ein wichtiges Wort an die Christen zu Ephesus gerichtet und er w&#252;rde ganz sicher dazu stehen. Um der Unruhe ein Ende zu bereiten meldet sich der Gemeindeleiter wieder zu Wort:</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Mir scheint, wir verstehen noch nicht so recht, was wir falsch machen, deshalb sollten wir den Befehl unseres Herrn Schritt f&#252;r Schritt befolgen. Der Herr Jesus befiehlt uns hier, drei Schritte zu tun. Der erste Schritt ist, daran zu denken wovon wir abgefallen sind. Ich schlage nun vor, wir schlie&#223;en f&#252;r heute die Versammlung, gehen nach Hause und tun den ersten Schritt: Lasst uns versuchen uns zu erinnern, wovon wir abgefallen sind. Und lasst uns daran denken, wie es am Anfang unseres Lebens mit dem Herrn Jesus war. Wenn wir dann das n&#228;chste Mal zusammenkommen, wird einiges vielleicht einfacher zu verstehen sein. Hoffentlich werden wir dann begriffen haben, was unser Heiland meint.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Auf dem Weg nach Hause muss der Gemeindeleiter noch &#252;ber so manches nachdenken. Als er zu Hause ankommt, wird er von seiner Frau empfangen.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Ach, da bist du ja endlich. Ich habe schon die ganze Zeit auf dich gewartet.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> (nachdenklich) Ja&#8230;, es ist heute ziemlich sp&#228;t geworden. Es ist auch eine ganz au&#223;ergew&#246;hnliche Versammlung gewesen. Wir hatten&#8230;</p>
<p><strong>Autor:</strong> &#8230;Doch seine Frau scheint irgendwie kein gro&#223;es Interesse zu zeigen.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Lass uns mal bei Gelegenheit dar&#252;ber sprechen. Ich bin von dem heutigen Tag schon ziemlich m&#252;de. Ich werd noch gerade nach den Kindern schauen und leg mich dann hin. &#8230; Ach ja, in der K&#252;che steht noch dein Abendessen und das Geschirr kannst du stehen lassen. Ich sp&#252;le es gleich morgen fr&#252;h.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Verwirrt und auch etwas entt&#228;uscht &#252;ber die Reaktion seiner Frau begibt sich der m&#252;de Mann in die K&#252;che. Langsam und nachdenklich nimmt er sein Abendessen zu sich, doch eigentlich h&#228;tte er jetzt viel lieber mit seiner Frau gesprochen. Aber er hat Verst&#228;ndnis f&#252;r ihre M&#252;digkeit und so dauert es nicht lange, bis seine Gedanken wieder ganz beim Brief des Apostel Johannes sind.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> <em>„Ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verl&#228;sst.“ </em>– was meint der Herr blo&#223; damit? Wir tun doch so viel f&#252;r ihn und um seines Namens willen&#8230; Liebe zeigt sich doch durch die Tat, ich h&#228;tte nie erwartet, dass der Herr uns ausgerechnet das vorwerfen w&#252;rde&#8230; Doch jetzt muss ich das tun, was der Herr von uns allen erwartet: <em>„denke nun daran, wovon du abgefallen bist“ </em>&#8230; Wovon sind wir denn abgefallen, wovon bin ich abgefallen? Wie hat sich meine Liebe zum Herrn damals gleich nach meiner Bekehrung gezeigt?</p>
<p><strong>Autor:</strong> Krampfhaft versucht er die Erinnerungen an die Zeit nach seiner Bekehrung hervorzukramen. Von der M&#252;digkeit &#252;berw&#228;ltigt schl&#228;ft er schlie&#223;lich am K&#252;chentisch ein.</p>
<p>Lied/Musik</p>
<p><strong>Autor:</strong> Noch vor dem Morgengrauen wacht der ungewollt eingeschlafene Mann auf. Es ist nur noch ein Gedanke, der immer wieder durch seinen Kopf geht. Er muss st&#228;ndig an die Worte des Herrn Jesus denken:</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> (nachdenklich) <em>„ &#8230; Denke nun daran, wovon du abgefallen bist &#8230;“ </em>– Wovon bin ich abgefallen?</p>
<p><strong>Autor:</strong> Er verbringt den Rest der Nacht damit, &#252;ber sein ganzes bisheriges Leben nachzudenken, um zu begreifen, was an ihm fr&#252;her besser gewesen ist als jetzt. Doch zu einer klaren Antwort kommt er nicht. Als dann schlie&#223;lich seine Frau wach wird und sie zur Morgenandacht zusammenkommen weiht er sie in das Vorhaben der Gemeinde ein.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Du wei&#223;t, dass unsere Gemeinde einen Brief von unserem Herrn Jesus empfangen hat. Er tadelt uns darin, dass wir die erste Liebe verlassen haben. Gestern haben wir mit den Br&#252;dern lange dar&#252;ber nachgedacht was das bedeuten k&#246;nnte und wie wir weiter vorgehen sollten. Naja &#8230;, es war halt die Aufforderung, zun&#228;chst daran zu denken, wovon wir abgefallen sind, dar&#252;ber Bu&#223;e tun, und dann wieder mit den ersten Werken beginnen. Schlie&#223;lich haben wir uns entschlossen den Befehl Jesu einfach Schritt f&#252;r Schritt auszuf&#252;hren. Also wollen wir in n&#228;chster Zeit vorrangig versuchen uns zu erinnern wie es kurz nach unserer Bekehrung war und wovon wir abgefallen sind. Ich denke es w&#228;re nicht schlecht wenn du ebenfalls dar&#252;ber nachdenkst. Ich glaube, dass du mir dabei eine gro&#223;e Hilfe sein kannst. Die Fehler des N&#228;chsten stechen ja gew&#246;hnlich immer viel deutlicher und eher ins Auge als die Eigenen.</p>
<p><strong>Autor:</strong> Sie wechseln noch einige Worte miteinander und jeder begibt sich an seine Arbeit. Der &#196;lteste muss in der Stadt noch einiges erledigen und macht sich auf den Weg. W&#228;hrenddessen k&#252;mmert sich seine Frau um den Garten und stattet anschlie&#223;end der Nachbarin einen Besuch ab. Der Brief an die Gemeinde ist auch hier Thema Nummer Eins.</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Und &#252;berhaupt! Das ist doch alles viel zu viel verlangt. Schau doch mal wie es in unseren Ehen l&#228;uft. Jede Liebe erkaltet mit der Zeit. Und wenn schon die Liebe zu dem Ehemann, den man doch sieht, mit der Zeit nachl&#228;sst, wie soll denn da die Liebe zum Herrn nicht nachlassen, den wir nicht sehen?</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Aber ist das denn nicht gerade das besondere an der Beziehung zu Gott? Erinnerst du dich vielleicht an den Brief, den der Apostel Paulus uns damals schrieb? Dort sagte er: „Die M&#228;nner sollen ihre Frauen wie sich selbst lieben.“ Aber der Herr Jesus erwartet, dass unsere Liebe zu Ihm noch gr&#246;&#223;er und inniger sein soll, als die Liebe zu uns selbst oder zu dem N&#228;chsten.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Das mag wohl sein. Aber dass der Herr von uns erwartet, das wir die „erste Liebe“ nicht verlassen sollen, scheint mir doch zu viel verlangt. Oder erwartest du von deinem Mann, dass er genauso in dich verliebt ist wie am Anfang?</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Wei&#223;t du, in letzter Zeit merke ich so eine K&#228;lte ihm gegen&#252;ber. Ich koche, wasche, putze, alles l&#228;uft wie es sein soll aber es ist alles nur Routine. Ich tue das alles auch nicht unbedingt aus dem Grund, weil ich ihm etwas Gutes tun will, oder ihm einen Gefallen tun m&#246;chte. Es geh&#246;rt einfach dazu und ist mir zur Gewohnheit geworden.</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Na siehst du! Da bist du nicht die Einzige. Das ist v&#246;llig normal, damit muss man halt leben.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Ich glaube nicht, dass wir damit leben m&#252;ssen! Man kann es, man muss aber nicht. Aber schwer ist es schon zur ersten Liebe zur&#252;ck zukommen. Das kostet viel &#220;berwindung, und irgendwie kann ich sie noch nicht aufbringen.</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Wie denn soll es m&#246;glich sein, zur ersten Liebe zur&#252;ckzufinden?</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Ich denke, dass das &#228;hnlich gehen muss, wie es in dem Brief an unsere Gemeinde hei&#223;t. Wenn ich mich recht entsinne, dann hat mein Mann die Worte zitiert: <em>„ &#8230;denke nun daran, wovon du abgefallen bist, und tue Bu&#223;e und tue die</em> <em>ersten Werke!“ </em>Ich muss mich erinnern, wie es am Anfang war und dann Bu&#223;e tun&#8230;</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> (fragend, leise) „Bu&#223;e tun“ &#8230; das h&#246;rt sich ja nach ganz schlimmer S&#252;nde an.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Wei&#223;t du nicht, dass „Bu&#223;e“ eigentlich „Sinnes&#228;nderung“ bedeutet? Bu&#223;e tun bedeutet „den Sinn &#228;ndern“. Es bedeutet umkehren oder auch umdenken. Und wenn man dann den Sinn neu ausgerichtet hat, dann soll man von vorn beginnen.</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Womit von vorn beginnen? Du wirst doch nur wieder dasselbe tun: kochen, waschen, putzen&#8230;</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Das mag sein, aber die ersten Werke habe ich damals aus Liebe zu meinen Mann getan. Ich wollte es f&#252;r ihn tun. Und in diesem Sinn sollten wir wieder alle die ersten Werke tun. Ich glaube, dass der Herr Jesus etwas &#196;hnliches von uns erwartet. So wie es meinen Mann kr&#228;nkt, wenn ich f&#252;r ihn sorge, aber mich nicht wirklich um ihn k&#252;mmere. Genauso muss es auch Christus verletzen, wenn wir zwar alles M&#246;gliche f&#252;r ihn tun, aber uns nicht wirklich um Ihn k&#252;mmern.</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Ach schau mal an, Claudia! Dann sind wir f&#252;r unsere M&#228;nner doch ein Beispiel! Sie sollen uns ansehen, und dann wissen sie wie es Jesus geht, wenn seine Gemeinde die erste Liebe verl&#228;sst!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Da die Nachbarin sich mit diesem Gedanken, sich zu &#228;ndern, offensichtlich nicht anfreunden kann, erkl&#228;rt sie weiter:</p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> &#220;berleg doch mal, unsere M&#228;nner zerbrechen sich die K&#246;pfe &#252;ber die erste Liebe. Sie sollen uns anschauen, vielleicht werden sie es dann besser verstehen was es hei&#223;t, wenn die erste Liebe fehlt! Ich glaube darum, wir sollten uns lieber nicht &#228;ndern, damit sie immer wieder daran erinnert werden!</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Aber &#8230; w&#228;re es nicht viel besser, wenn wir unseren M&#228;nnern zeigen w&#252;rden, wie es m&#246;glich ist, sich selbst nach jahrelanger Ehe genau so – oder noch mehr- zu lieben, wie am Anfang? &#8230; K&#246;nnten wir ihnen dadurch nicht Mut machen, ihre Liebe zum Herrn immer wieder zu erneuern? So wie wir jetzt leben, entmutigen wir sie nur, weil sie an unserem Leben nur ihren eigenen Zustand sehen. Ich glaube, wir k&#246;nnten sie motivieren, unseren Herrn mit der ,,ersten Liebe&#8221; zu lieben, in dem wir ihnen an unserem Leben zeigen, wie diese ,,erste Liebe&#8221; auch nach zwanzig Jahren gemeinsamen Lebens aussehen kann. Oder glaubst du nicht, dass das anstecken w&#252;rde?</p>
<p>Lied/Musik</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Na Julius, wie weit bist du?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Was meinst du?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Rufus:</strong> Ist dir schon was eingefallen?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Du meinst, im Bezug auf den Brief?</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Ja, ich meine im Bezug auf die erste Liebe. Ist dir schon etwas eingefallen, wovon du abgefallen bist?</p>
<p><strong>Julius:</strong> (kurze Pause) Naja&#8230;Wie soll ich das sagen&#8230; Ich habe mich einfach daran erinnert, was ich nach meiner Bekehrung damals alles getan habe. Und es ist heute wirklich etwas anders geworden&#8230;</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Und was?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Damals war ich wie verliebt in den Herrn Jesus. Ich habe seine Worte auswendig gelernt. Heute meine ich alle seine Worte zu kennen, und irgendwie sagen sie mir trotzdem weniger als damals.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Mir geht es da &#228;hnlich. Fr&#252;her wollte ich jedes Schriftst&#252;ck seiner Worte am liebsten selber lesen und auswendig lernen, und heute gen&#252;gt es mir, sie nur in der Predigt zu h&#246;ren, und selbst da h&#246;re ich nicht richtig hin. Als ob der Herr mir nichts Neues mehr sagen k&#246;nnte.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Was mir fast noch schlimmer scheint, ist meine Einstellung zu seinen Worten. Damals wollte ich sie lesen und h&#246;ren, um sie zu tun. Ich wollte ganz bewusst gehorchen. Heute sind viele Verhaltensweisen schon zur Gewohnheit geworden und mir scheint es so als h&#228;tte ich Angst jetzt noch etwas zu erkennen worauf ich dann mein Leben &#228;ndern m&#252;sste.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> (Denkpause) Und wie sieht dein Gebetsleben aus?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Auch das ist nicht mehr so wie fr&#252;her. Damals habe ich jeden Tag mit Gebet angefangen, weil ich ohne den Herrn Jesus nicht leben konnte. Heute fange ich zwar auch jeden Tag mit Gebet an, aber manchmal frage ich mich, ob ich dabei wirklich noch mit dem Herrn rede, oder ob ich einfach nur wie gewohnt Etwas dahin sage.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Bei mir muss ich feststellen, dass mein Gebet sich nur noch um mich selber dreht. Dabei hat uns der Herr Jesus gelehrt, dass die Dinge Gottes an erster Stelle stehen sollen – es hei&#223;t ja ,,dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe&#8221;.</p>
<p><strong>Julius: </strong>Auch der Inhalt meiner Gebete hat sich enorm ge&#228;ndert. Fr&#252;her habe ich um die verlorenen Seelen gefleht als ginge es um meine eigene Seele. Heute sind mir die Kleinigkeiten meines Lebens offensichtlich wichtiger, als das ewige Schicksal meiner Verwandten, Kollegen und Mitb&#252;rger.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Wo du gerade von den Verlorenen sprichst&#8230; Wie habe ich damals geeifert, jemanden f&#252;r Christus zu gewinnen. Wie frei konnte ich dar&#252;ber reden, was der Herr f&#252;r mich und f&#252;r alle Menschen getan hat. Es war mir eine Freude von Ihm zu sprechen und sogar f&#252;r Ihn verspottet zu werden.</p>
<p>(nachdenklich) Ja &#8230;. wenn man dar&#252;ber so nachdenkt hat sich schon Einiges ge&#228;ndert.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Es stimmt also doch, dass wir die erste Liebe verlassen haben. Auch wenn wir noch so sehr aktiv sind, der Herr Jesus hat nicht mehr den geb&#252;hrenden Platz in unserem Leben.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Aber ich w&#252;sste nicht wie man aus diesem Zustand herauskommen kann.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Bu&#223;e tun!</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Das sagst du so leicht. Und wenn es einem nicht einmal so richtig leid tut?</p>
<p><strong>Julius:</strong> „Bu&#223;e tun“ ist mehr als nur „leid tun“! Bu&#223;e ist eine Sinnes&#228;nderung, eine Umkehr vom alten Denken. Eine Umkehr von der Gleichg&#252;ltigkeit hin zum bewussten „Gehorchen wollen“, „Lieben wollen“.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Aber wie dringe ich zu dieser Sinnes&#228;nderung durch? Wie kann ich wieder Lieben so wie am Anfang?</p>
<p><strong>Julius:</strong> Indem dir jeden Tag neu bewusst wird, was unser Herr Jesus f&#252;r dich getan hat und du immer wieder &#252;ber Ihn nachdenkst.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> Ja aber ich mache doch schon jeden Morgen und jeden Abend meine stille Zeit.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Meinst du, dass es ausreicht? Stell dir vor, deine Frau w&#252;rde jeden Tag das beste Essen kochen, W&#228;sche waschen, das Haus w&#252;rde immer aufger&#228;umt sein, aber sie w&#252;rde nur das Notwendigste mit dir reden, oder mit dir besprechen.</p>
<p><strong>Rufus:</strong> (Nachdenklich) Na ja, &#8230; aber ich kann doch nicht den ganzen Tag &#252;ber an Jesus denken.</p>
<p><strong>Julius:</strong> Doch ich denke schon, dass es geht. Ich habe vor kurzem von einer alten, frommen Frau geh&#246;rt. Die Menschen in ihrer N&#228;he bemerkten sofort wie sie von der Liebe zum Herrn Jesus sprudelte. Eines Tages fragte man sie, worin ihr Geheimnis bestand. Sie antwortete ganz verwundert: „Ich habe gar kein Geheimnis! Ich wei&#223; gar nicht, was ihr wollt! Wenn ich mich am Morgen wasche dann sage ich: Herr Jesus, so wie ich mich jetzt mit Wasser wasche, so wasche mich mit deinem Blute, dass ich gereinigt und bewahrt durch dein Blut in diesen Tag gehen kann! Und wenn ich mich anziehe, dann sage ich: Herr Jesus, so wie ich jetzt die Kleider anziehe, so ziehe mich an mit dem Rock deiner Gerechtigkeit! Und wenn ich die Stube ausfege, dann sage ich: Herr Jesus, so wie ich jetzt die Stube ausfege, so fege du den Sauerteig des alten Wesens aus meinem Herzen aus! Und wenn ich das Feuer anmache, dann sage ich: Herr Jesus, so wie ich jetzt das Feuer anz&#252;nde, so z&#252;nde auch das Feuer deines Heiligen Geistes in mir an! So mache ich es mit allem. Ich habe gar kein Geheimnis.</p>
<p>Siehst du, wenn man auch im Alltag stets an Jesus denkt w&#228;chst unsere Liebe zu ihm. Es entsteht eine richtige Liebesbeziehung. So wie es am Anfang war.</p>
<p>Musik/Lied</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Du Claudia, … langsam fange ich an das alles zu verstehen, ich habe mir in den letzten Tagen sehr viele Gedanken gemacht, &#8230; &#252;ber den Brief, &#8230; und allgemein &#252;ber diese ganze Situation in unserer Gemeinde. Ich denke ich habe verstanden was unser Herr Jesus mit dem Brief sagen will.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Ich habe auch viel dar&#252;ber nachdenken m&#252;ssen, und habe mich auch mit unserer Nachbarin dar&#252;ber unterhalten. In so einigen Dingen musste ich wirklich feststellen, dass ich die erste Liebe verlassen habe. Aber der ganze Zusammenhang mit der Gemeinde ist mir noch nicht so deutlich geworden.</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Ja schau mal Claudia es ist ja auch gar nicht so einfach das alles zu verstehen. Wenn man sich mal das Bild unserer Gemeinde vor Augen f&#252;hrt, dass doch wirklich</p>
<p>ordentlich und gut aussieht, dann kann einem so eine Nachricht ganz sch&#246;n &#252;berraschen. Doch muss ich ganz ehrlich sagen, dass die Ermahnung im Brief tats&#228;chlich zutrifft.</p>
<p><strong>Claudia:</strong> Wie bist du zu diesem Entschluss gekommen?</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Wei&#223;t du, ich habe in der letzten Nacht einen Traum gehabt. Ich versuche, ihn dir mal zu erz&#228;hlen. Ich sah einen dunklen Raum in dem sich sehr viele kleine Kerzen befanden. Doch nur ein kleiner Teil der Kerzen brannte und gab ein angenehmes Licht von sich. Diese wenigen Kerzen die brannten, befanden sich an einer Stelle auf einem Leuchter. Unzertrennlich nah befand sich auch ein gro&#223;es sch&#246;nes Bild. Ja es war wirklich wundersch&#246;n und herrlich, und es strahlte so eine sanfte Liebe und tiefen Frieden aus. Durch diese wenigen, leuchtenden Kerzen die aber zusammen ein helles Licht auf das Bild warfen, war dieses mit seinen Eigenschaften deutlich zu erkennen. Durch die Klarheit des Bildes n&#228;herten sich immer wieder nicht brennende Kerzen dem Bild, bis sie so nahe waren, dass sie auch anfingen zu leuchten und einen Platz auf dem Leuchter bekamen. Somit wurde das Licht und der Leuchter immer gr&#246;&#223;er und st&#228;rker, und das Bild immer deutlicher und klarer. Doch dann geschah etwas Seltsames. Das Bild verlor langsam an Klarheit. Ich fragte mich warum. Bis ich auf die brennenden Kerzen schaute. Diese gaben zwar kein schw&#228;cheres Licht von sich, aber sie beleuchteten vielmehr ihren eigenen Leuchter als das Bild.</p>
<p>Als ich aufwachte wurde mir so einiges klar, wor&#252;ber ich mir so viele Gedanken gemacht habe und ich musste einfach feststellen wie der Brief so zutreffend den Stand unserer Gemeinde beschreibt. Ist es nicht auch bei uns so, dass wir in die falsche Richtung leuchten wie die brennenden Kerzen?! Tun wir nicht viele Dingen die uns selbst, und unsere Ortsgemeinde, in ein gutes Licht darstellen, anstatt nur Jesus und sein Werk gro&#223; zu machen?!</p>
<p><strong>Autor:</strong> Nun denkt auch Claudia an die Worte aus dem Sendschreiben: „<em>Aber ich habe</em> <em>gegen dich, dass du die erste Liebe verl&#228;sst. Gedenke nun daran, wovon du</em><em> abgefallen bist, und tue Bu&#223;e und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde</em> <em>ich &#252;ber dich kommen und deinen Leuchter wegsto&#223;en von seiner St&#228;tte – wenn</em> <em>du nicht Bu&#223;e tust.“</em></p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Wenn wir uns nicht korrigieren lassen und nicht Bu&#223;e tun, wird es uns genauso ergehen, wie dem Leuchter in dem Brief. Wenn unser Licht nicht auf den Herrn Jesus f&#228;llt, wird er selbst es ganz ausl&#246;schen und den Leuchter umsto&#223;en. Was soll er mit einem Leuchter, der nur sich selbst beleuchtet? Was n&#252;tzt ihm eine Gemeinde, die nur sich selbst darstellt?</p>
<p>Lied/Musik</p>
<p>(Alle Darsteller auf die B&#252;hne)</p>
<p><strong>Autor:</strong> Dann kommt der Sonntag. Die ganze Gemeinde versammelt sich. Alle sind gespannt, wie die heutige Versammlung ablaufen wird. Werden viele den Mut haben, zu bekennen wovon die abgefallen sind? Zur Einleitung liest der &#196;lteste erneut die Worte des Sendschreibens. Die ganze Gemeinde erhebt sich ehrf&#252;rchtig, um auf das Wort zu h&#246;ren. Nachdem sich alle wieder hingesetzt haben, f&#228;ngt der &#196;lteste an zu sprechen:</p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Liebe Geschwister, die Worte unseres Herrn sind wahr. Ich habe in dieser Woche viel &#252;ber mein eigenes Leben nachgedacht und musste feststellen, dass ich tats&#228;chlich die erste Liebe verlassen habe. Die Beziehung zu ihm ist f&#252;r mich in letzter Zeit nicht so wichtig gewesen wie der Dienst f&#252;r ihn. Dadurch ist mir die Arbeit zum Selbstzweck geworden zu einer Art Karriere aber in der Gemeinde und nicht in der Welt. Nun m&#246;chte ich meinen Dienst aus Liebe zum Herrn tun. Und ich will die Beziehung zu ihm an die erste Stelle setzen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Autor:</strong> Das aufrichtige und offene Bekenntnis des &#196;ltesten hilft auch anderen, auf diese Weise ihre Nachl&#228;ssigkeiten in der Liebe zum Herrn zu bekennen. Einer nach dem anderen steht auf und bekennt vor der Gemeinde, wo er in seinem eigenen Leben entdeckt hat, die erste Liebe verlassen zu haben.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Julius:</strong> Ich habe fr&#252;her sehr darum geeifert, die Verlorenen zu retten und ihnen das Evangelium zu sagen. Ich habe darin den Auftrag Gottes f&#252;r mich gesehen und auch seine Gabe, die er mir gegeben hat. Heute sind mir die Ungl&#228;ubigen so gleichg&#252;ltig geworden, dass ich nicht einmal mehr f&#252;r sie bete. Im Grunde genommen lebe ich damit im Ungehorsam und kann nicht behaupten, dass ich den Herrn liebe, denn wer ihn liebt, der h&#228;lt seine Gebote. Ich werde mich jetzt wieder ganz besonders um die ungl&#228;ubigen Menschen k&#252;mmern. Das ist der Platz, an dem Christus mich haben will und aus Liebe zu ihm will ich ihn einnehmen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Rufus:</strong> Fr&#252;her habe ich das Wort Gottes geliebt, weil es sein Wort an mich war. Heute liebe ich sein Wort nur noch als Stoff zur Diskussion. Dadurch habe ich den Blick f&#252;r die Autorit&#228;t seiner Worte verloren. Ich muss zur&#252;ck zum Anfang und sein Wort mit neuen Augen sehen. Gottes Wort soll mein Leben regieren. Ich will es nicht nur kennen, sondern ihm auch gehorchen. Ich will es t&#228;glich forschen um meinem Herrn besser zu gehorchen, nicht um besser diskutieren zu k&#246;nnen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Nachbarin:</strong> Mein Hausfraudasein ist f&#252;r mich zu einer l&#228;stigen Pflicht geworden. Fr&#252;her hatte ich so klar vor Augen, welchen wunderbaren Plan Gott mit M&#252;ttern und Ehefrauen hat, dass ich mir keine sch&#246;nere Berufung vorstellen konnte, als Kinder f&#252;r Gott aufzuziehen und den Mann f&#252;r den Dienst freizustellen. Heute h&#228;tte ich lieber eine andere Karriere eingeschlagen. Ich bin so unzufrieden geworden, und im Gehorsam lebe ich auch nicht mehr. Ich habe die erste Liebe verlassen, sowohl zum Herrn als auch zu meinem Mann. Ich werde nun mit Freude f&#252;r meinen Mann sorgen, den Haushalt f&#252;hren, f&#252;r die Kinder sorgen und dar&#252;ber hinaus in der Gemeinde mithelfen, soviel ich kann. Ich will an dem Platz stehen, an dem Gott mich haben will, und will es mit Freude f&#252;r Ihn tun.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Autor:</strong> Noch viele andere Br&#252;der und Schwestern stehen auf und bezeugen den Ungehorsam ihres Lebens. Keiner bleibt unber&#252;hrt, denn jeder erkennt sich selbst im Leben anderer. Die sonst so perfekt scheinende Gemeinde erkennt ihre tiefe Not und wird zutiefst traurig &#252;ber ihren eigenen Zustand.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>&#196;ltester:</strong> Nun liegt es an uns, unsere Bu&#223;e als echt zu erweisen. Bu&#223;e hei&#223;t n&#228;mlich nicht nur „um Vergebung bitten“, sonder auch „den Sinn &#228;ndern“. Wenn unser Sinn sich ge&#228;ndert hat, werden wir wieder die ersten Werke mit der ersten Liebe tun.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Autor:</strong> Viele der Anwesenden bringen ihre Schuld selbst vor Gott und bitten Ihn um Vergebung und um einen neuen Anfang. Die meisten wollen eigentlich gar nichts anderes tun, wie bisher, aber alle mit einem ganz neuen Motiv. Doch wie steht es heute mit uns, die wir soviel sp&#228;ter leben? Wovon sind wir abgefallen? Ist es auch bei uns so, dass wir in die falsche Richtung leuchten? Tun wir nicht viele Dinge die uns selbst und unserer Gemeinde hier in ein gutes Licht darstellen? Sind wir bereit Bu&#223;e zu tun, sind wir zum Umdenken bereit? Wenn ja, was werden unsere – deine und meine – ersten Werke sein? Wozu treibt uns die erst Liebe?</p>
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		<title>Frohe Weihnachten</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Dec 2009 07:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Christenload Team w&#252;nscht allen Besuchern und Partnern frohe und gesegnete Weihnachten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Christenload Team w&#252;nscht allen Besuchern und Partnern frohe und gesegnete Weihnachten.</p>
<p style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><img class="alignnone" title="Weihnachten" src="http://www.christenload.com/wp-content/uploads/ecardweihnachten2.jpg" alt="" width="400" height="267" /></p>
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		<title>Aufopferungswillige Liebe</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 22:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufopferungswillige Liebe, ein christliches Anspiel zum Thema Liebe f&#252;r 8 Personen Sprecher: In Italien lebten zwei Freunde. Der eine hie&#223; Niros. Er war der Bruder des gro&#223;en Dionysios. Sie waren in allen Situationen ihres Lebens einfach unzertrennlich. Den tiefen Sinn des Wortes ,,Freundschaft” hatten sie beide begriffen. Eines Tages h&#246;rte der Herrscher Dionysios, dass das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Aufopferungswillige Liebe, ein christliches Anspiel zum Thema Liebe f&#252;r 8 Personen</strong></em></p>
<p><strong>Sprecher:</strong> In Italien lebten zwei Freunde. Der eine hie&#223; Niros. Er war der Bruder des gro&#223;en Dionysios. Sie waren in allen Situationen ihres Lebens einfach unzertrennlich. Den tiefen Sinn des Wortes ,,Freundschaft” hatten sie beide begriffen.<br />
Eines Tages h&#246;rte der Herrscher Dionysios, dass das Volk behauptete, er sei ein grausamer und f&#252;rchterlicher Gebieter, w&#228;hrend sein Bruder, Niros, immer freundlich zu jedem sei. Dieser sei immer so barmherzig und sanftm&#252;tig. Er sei zwar nicht reich wie Dionysios, doch h&#228;tte er viele bereichern k&#246;nnen. Dionysios wurde zornig. Er hatte sich bis jetzt f&#252;r keinen einzigen Menschen richtig erw&#228;rmen k&#246;nnen. Viele schickte er in die Verbannung und in Gef&#228;ngnisse. Dies wollte er auch mit seinem Bruder tun.</p>
<p><strong>Dionysios:</strong> So eine Frechheit! Das soll er mir b&#252;&#223;en. Er soll noch sehen, wer der St&#228;rkere ist. (zu Giovanni) Giovanni, teile meinem Bruder umgehend mit, dass er sofort bei mir zu erscheinen hat.</p>
<p><strong>Giovanni:</strong> Zu ihren Diensten, Majest&#228;t (geht zu Niros) Ich sollte ihnen von meinem Herrn, dem Herrscher Dionysios, ausrichten, dass er sie sofort sprechen m&#246;chte. Sie sollen sofort kommen.</p>
<p><strong>Niros:</strong> Was hat er nur? Er verlangt mich doch sonst nicht. Es wird ihm doch hoffentlich nichts passiert sein! (geht zu Dionysios) Hier bin ich. Was wolltest du von mir?</p>
<p><strong>Dionysios:</strong> Du zerst&#246;rst meine Macht. Du sollst sterben.</p>
<p><strong>Niros:</strong> Ich zerst&#246;re deine Macht nicht. Du bist in der letzten Zeit einfach unm&#246;glich. Mit deiner Grobheit und deiner Herzlosigkeit schaffst du dir selbst deine Feinde unter dem Volk. Nein, ich habe den Menschen nie etwas &#252;ber deine grausame Methode berichtet. Sie selbst haben Verstand genug, das Licht von der Dunkelheit zu unterscheiden und verurteilen deine Handlungsweisen.<br />
Aber nun, Dionysios, muss ich dir noch etwas sagen: Denk an Mutter. Sie ist arm, alt und verlassen. Wenn ich mich nicht immer um sie k&#252;mmern w&#252;rde, w&#228;re sie schon vor Hunger gestorben. Siehst du, die eigene Mutter interessiert dich nicht.</p>
<p><strong>Dionysios:</strong> Du sollst sterben!</p>
<p><strong>Niros:</strong> Ich bin bereit. Nur einen Wunsch h&#228;tte ich vorher noch, den erf&#252;lle mir bitte: Gib mir drei Tage Zeit, damit ich mich von meiner Mutter und meinem Freund verabschieden kann.</p>
<p><strong>Dionysios:</strong> Wie kann ich sicher gehen, dass du in drei Tage wiederkommst, wenn ich dich jetzt freilasse? Du sollst dem nicht entrinnen, was du verdient hast!</p>
<p><strong>Niros: </strong> Ich werde kommen. Ich habe mein Leben in Gottes Hand gelegt, da kann ich nicht anders als mein Versprechen einl&#246;sen. Mich soll kein Wetter, weder Sturm noch Schnee oder sonst etwas anderes davon abhalten, zur&#252;ckkommen.</p>
<p><strong>Dionysios: </strong> Dies reicht mir nicht. Du musst mir irgendein wertvolles Pfand, einen B&#252;rgen, geben, damit ich dir glauben kann.</p>
<p><strong>Niros:</strong> Also gut, ich lasse dir ein teures Pfand, meinen teuren Freund.</p>
<p><strong>Dionysios:</strong> Gut, damit bin ich einverstanden. Nun geh! Bist du nicht rechtzeitig da, so wird dein Freund deine Strafe erhalten.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Dionysios wusste, dass die Beiden unzertrennlich waren und dass sie selbst schwierige Situationen mit einem fr&#246;hlichen Gesicht bew&#228;ltigt hatten.<br />
Also wurde Niros Freund in das Gef&#228;ngnis des Palastes eingeschlossen. Niros aber begab sich auf den Weg zu seiner Mutter. Endlich, nach vielen Anstrengungen, die ihm die italischen Steppen, Kan&#228;le und W&#228;lder bereiteten, erreichte er das Dorf. Die Mutter war hoch erfreut, ihren geliebten Sohn wiederzusehen. Doch die Stunden eilten nur so dahin, und bald musste der Sohn an den Abschied denken.</p>
<p><strong>Niros:</strong> Ich muss jetzt gehen, Mutter. Lebe wohl, vielleicht haben wir uns heute das letzte Mal auf der Erde gesehen.</p>
<p><strong>Mutter: </strong> Junge, wie redest du? Was ist mit dir?</p>
<p><strong>Niros: </strong> Mir ist nur noch ein halber Tag geblieben. Ich muss mich beeilen, ich darf nicht zu sp&#228;t kommen, sonst werden sie meinen Freund erbarmungslos hinrichten, denn Dionysios hat mich zum Tode verurteilt.</p>
<p><strong>Mutter:</strong> Nein! Wie kann er nur so etwas tun? Sage mir, dass es nicht wahr ist!</p>
<p><strong>Niros:</strong> Es ist wahr!</p>
<p><strong>Mutter:</strong> Den eigenen Bruder will er umbringen. O Niros, was soll ich nur tun?</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Schnell waren die Nachbarn anwesend, denn diese Nachricht verbreitete sich in Windeseile. Niros musste sich gewaltsam der Umarmungen entrei&#223;en, immer wieder an seinen Freund denkend.<br />
Und dann brach auch noch pl&#246;tzlich ein Gewitter aus. Schnell wurden kleine B&#228;che zu rei&#223;enden Str&#246;men. Doch Niros konnte dies nicht zur&#252;ckhalten. Er war bereit, seinen Freund aus der Todesstunde herauszuretten. Immer wieder schrie er zu Gott.</p>
<p><strong>Niros: </strong> Bitte hilf, dass ich rechtzeitig ankomme. Mein Freund soll nicht sterben, der mir zum B&#252;rge blieb. Bitte hilf du mir, gegen den Sturm anzuk&#228;mpfen.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Und nun stand er vor einem rei&#223;enden Fluss, der vor wenigen Stunden noch keinerlei Gefahr geborgen hatte.</p>
<p><strong>Niros:</strong> Lieber komme ich in diesen Wellen um, als hier zu warten. Ich muss meinen Freund retten.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Die Str&#246;mung trieb ihn noch weiter von seinem Ziele fort, doch gelang es Niros mit gro&#223;er M&#252;he, ans Ufer zu kommen. Kaum noch Kr&#228;fte besitzend, setze er zu einem Lauf an, als erneut aufgehalten wurde. Einige M&#228;nner &#252;berfielen ihn.</p>
<p><strong>Hauptmann:</strong> Du sollst sterben!</p>
<p><strong>Niros:</strong> Ich bin bereit zu sterben, aber nicht hier und jetzt. Ich muss jetzt schnell zum Palast. Dort werde ich noch vor Sonnenaufgang hingerichtet. Lasst mir mein Leben, damit ich meinen Freund retten kann, der f&#252;r mich in Gewahrsam genommen wurde. Mehr besitze ich nicht, kein einziges Geldst&#252;ck habe ich in meiner Tasche. (flehend) So lasst mich doch frei, sonst komme ich zu sp&#228;t und sie richten ihn hin!</p>
<p><strong>Hauptmann:</strong> Wenn das wirklich stimmt, was du sagtest, dann verstehe ich dich nicht.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Die Schatten werden immer l&#228;nger und l&#228;nger. Es wird immer sp&#228;ter und Niros ist im-mer noch nicht am Palast. Seine Gedanken &#252;berschlagen sich.</p>
<p><strong>Niros:</strong> Nein, jetzt werden sie ihn hinrichten. Wer kann sich das vorstellen!? Das erste mal in meinem Leben habe ich ihn betrogen! Er kann ja nicht wissen, welche Hindernisse mich immer wieder aufhielten. Vielleicht denkt er, ich habe Angst vor dem Tod und habe ihn deshalb dagelassen, damit er stirbt.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Er raffte alle Kr&#228;fte zusammen, um durch das Hoftor des Palastes zu laufen. Da, ein Kreuz, und sein Freund war bereits daran befestigt worden. Nur noch ein Augenblick, dann ist die Hinrichtung vollendet. Mit letzter Energie und v&#246;llig au&#223;er Atem h&#246;rt man Niros.</p>
<p><strong>Niros:</strong> Stop! H&#246;rt auf! Ich bin doch jetzt da. Der Sturm hielt mich auf.  So h&#246;rt doch auf. Ich sollte doch sterben!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Dionysios hatte sich immer gefreut, dass es auf der Erde keine Wahrheit, keine Freundschaft und keine Liebe gab und hatte deshalb viele t&#246;ten lassen. Noch immer war er davon &#252;berzeugt gewesen, dass auf der Erde nichts heiliges existierte. Dort steht sein Bruder, verwundet, m&#252;de und schiebt alle Leute zur Seite, um nur n&#228;her an die Hinrichtungsstelle zu kommen. Dionysios ist ersch&#252;ttert. Das erste Mal in seinem Leben erf&#228;hrt er, dass es auf Erden Liebe und Treue gibt.</p>
<p><strong>Dionysios:</strong> Und ich als Herrscher der Stadt wusste dies nicht? Ich habe hunderte umgebracht und h&#228;tte meine Einstellung auch weiterhin nicht ge&#228;ndert! Wenn ich diese beiden Freunde nicht gesehen h&#228;tte, w&#228;re ich ohne das Wissen der Existenz des Aufopferungswillens eines Menschen f&#252;r den anderen gestorben.</p>
<p><strong>Giovanni:</strong> (steht etwas weiter von Dionysios entfernt an der Hinrichtungsstelle) Ich glaube, ich sehe nicht richtig. Ich erkenne unseren Herrn nicht wieder.</p>
<p><strong>Diener:</strong> Das gleiche musste ich gerade auch denken. Er ist so ruhig. Hinrichtungen machen ihn doch sonst immer so viel Spa&#223;. Schau doch mal was will er?</p>
<p><strong>Giovanni:</strong> Er zeigt, dass wir den Verurteilten vom Kreuz nehmen sollen.</p>
<p><strong>Diener:</strong> Das kann ich einfach nicht verstehen. Es ist kaum zu glauben&#8230;</p>
<p><strong>Sprecher: </strong> Schnell wurde der treue Freund befreit.</p>
<p><strong>Dionysios:</strong> Ihr beide, sagt mir bitte, ist es wirklich wahr, dass ihr f&#252;r den anderen sterben wolltet?</p>
<p><strong>Freund: </strong> Ja!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Dass auch Niros Freund bereit zum Sterben war, konnte die Dienerschaft best&#228;tigen. Dieser hatte immer nur eines gebeten.</p>
<p><strong>Freund:</strong> So macht doch schneller. Beeilt euch mit der Hinrichtung. sonst kommt er gleich. Ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass Niros sterben soll. Hoffentlich wird er durch irgendetwas aufgehalten. Z&#246;gert nicht so! Macht doch endlich schneller.</p>
<p><strong>Dionysios:</strong> (zu den beiden Freunden) Kommt mit mir ins Palast. Ihr seid frei! Ich muss Gott f&#252;r seine Liebe danken, die er mir &#8211; du hast recht Niros &#8211; einem grausamen Gebieter, zukommen lie&#223;. Beinahe h&#228;tte ich meinen eigenen Bruder get&#246;tet. Aber durch euer Handeln hat Gott mir gezeigt, dass sogar echte Wahrheit und Liebe auf Erden existieren. Jetzt werde ich mein Leben nicht mehr schonen. Ich bin bereit, mein Hab und Gut mit den Armen zu teilen. Endlich kann ich mich meinem Volk widmen und auf ihre Schwierigkeiten eingehen. Ich werde an den Gott der Liebe glauben.</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
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		<title>Das gl&#228;ubige M&#252;tterlein</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 21:47:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christ</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Das gl&#228;ubige M&#252;tterlein, ein christliches Anspiel zum Thema Liebe f&#252;r 5 Personen Sprecher: Angenehme W&#228;rme verbreitete der kleine Kachelofen in dem dunklen Raum. Von ihrem Bett aus konnte sie durch das Fenster in das Tal sehen. Leise fiel der Schnee und deckte die letzten &#196;ste. Zur gleichen Zeit stapfte die Frau des Pastors auf das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><em><strong>Das gl&#228;ubige M&#252;tterlein, ein christliches Anspiel zum Thema Liebe f&#252;r 5 Personen</strong></em></p>
<p><strong>Sprecher: </strong>Angenehme W&#228;rme verbreitete der kleine Kachelofen in dem dunklen Raum. Von ihrem Bett aus konnte sie durch das Fenster in das Tal sehen. Leise fiel der Schnee und deckte die letzten &#196;ste.</p>
<p>Zur gleichen Zeit stapfte die Frau des Pastors auf das kleine Haus zu. Da unser M&#252;tterlein niemanden mehr hatte, der es versorgen konnte, wurde sie liebend von ihr gepflegt.</p>
<p><strong>Marie: </strong>Guten Abend, M&#252;tterlein, du siehst so zufrieden aus, woran denkst du?</p>
<p><strong>M&#252;tterlein:</strong> Oh, du bist es, Marie! Ja, ich dachte gerade an die sch&#246;ne Zeit zur&#252;ck, als mein Mann mich so oft auf die See mitgenommen hatte. Wir standen dann oft an der Reling des Schiffes, schauten uns den Himmel an, und er erkl&#228;rte mir, wie man das kommende Wetter an den Wolken erkennen kann.</p>
<p>(kurzes Schweigen)</p>
<p>Aber wie geht es dir Marie? Du wirkst so bedr&#252;ckt.</p>
<p><strong>Marie:</strong> Ach es ist nur&#8230;. Mein Mann kam heute so traurig vom Gottesdienst nach Hause. Er sagte, nur wenige seien heute zur Andacht gekommen. Aus der Stadt im Tale sind sehr viele Leute aufs Eis gekommen. Der ganze See ist voller Leute, die mit ihren Kindern Schlittschuh laufen. Sie haben Zelte aufgebaut, fahren mit den Kindern Schlitten, essen, trinken und sind lustig. Da sind auch die Leute aus unserem D&#246;rfchen lieber aufs Eis gegangen, als zur Andacht. Schon von morgens an,- und jetzt wird es schon dunkel. Die Menschen vers&#252;ndigen sich damit!</p>
<p><strong>M&#252;tterlein:</strong> Mache dir nur keine Gedanken, Marie. Gott findet jeden Menschen. Wir wollen lieber f&#252;r das Volk drau&#223;en beten.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Getr&#246;stet ging ihre Freundin nach Hause. Die alte Frau sa&#223; noch lange am Fenster und sah dem Treiben auf dem Eis zu. Sie betete. Da sah sie weit drau&#223;en am dunklen Himmel eine kleine wei&#223;e Wolke aufsteigen. Diese stieg h&#246;her, wurde gr&#246;&#223;er und st&#228;rker.</p>
<p><strong>M&#252;tterlein:</strong> Das ist eine Sturmwolke! Oh, m&#246;ge Gott im Himmel den Menschen helfen!</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Doch da war ihr, als h&#246;rte sie eine Stimme, die zu ihr sprach: &#8220;Warum hilfst du ihnen nicht?&#8221; (mit Hall)</p>
<p><strong>M&#252;tterlein:</strong> Ja, aber wie? (verzweifelt)</p>
<p><em>(Musik) traurig</em></p>
<p><strong>1. Junge:</strong> (aufgeregt) Jakob, schau dort! Das Haus vom alten M&#252;tterlein brennt! Hol schnell Hilfe, vielleicht k&#246;nnen wir sie noch retten!</p>
<p><strong>Sprecher: </strong>Vom Schrecken und Neugier getrieben lief die ganze Menschenmenge dem Ufer zu. Auch die Pfarrersleute und einige mehr kamen aus dem Dorf zum brennenden H&#228;uschen, ohne gro&#223;e Hoffnung das M&#252;tterlein noch lebend zu sehen. Doch sie fanden das M&#252;tterlein betend im Schnee liegen.</p>
<p><strong>1. Junge:</strong> Kommt, fasst mit an, wir m&#252;ssen ins Dorf. Es wird immer st&#252;rmischer.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Die ganze Menge lief schnell in&#8217;s Dorf, um sich vor dem Sturm in Sicherheit zu bringen. Das M&#252;tterlein wurde in&#8217;s Pfarrhaus gebracht. Als alle in Sicherheit waren, sagte die Pfarrersfrau unter Tr&#228;nen.</p>
<p><strong>Marie:</strong> Es ist wohl meine Schuld, dass das Haus verbrannte. Sicher habe ich beim Ofen nicht aufgepasst, und so hat es angefangen zu brennen.</p>
<p><strong>Sprecher:</strong> Das M&#252;tterlein jedoch, als sie sich gefasst hatte, fragte nur:</p>
<p><strong>M&#252;tterlein:</strong> Sind sie alle vom Eis runtergegangen? Der Sturm!</p>
<p><strong>1. Junge:</strong> Ja, alle sind in Sicherheit, nicht ein einziger ist auf dem See gewesen als der Sturm losbrach. Jetzt ist das ganze Eis in gro&#223;e St&#252;cke zerbrochen, das Wasser geht an einigen Stellen sogar &#252;bers Land.</p>
<p><strong>2. Junge:</strong> Gott hat uns vor einer gro&#223;en Katastrophe bewahrt. Aber M&#252;tterlein, woher wussten sie nur, dass ein Sturm kommt?</p>
<p><strong>M&#252;tterlein:</strong> Mein Mann hat mich gelehrt, den Himmel und die Wettergeschehen zu  beobachten. &#8211; Ich wollte die Leute warnen, aber sie h&#246;rten mein Schreien nicht. Da bat ich Gott, mir zu helfen die Leute zu retten. Der Herr sagte: Bis zum Ofen kannst du kriechen, z&#252;nde dein H&#228;uschen mit deiner Habe an, dann rettest du sie alle! Aber wenn dir das Haus und Habe wichtiger sind als die Menschen, die Kinder, hast du keinen Glauben. Da bat ich: Herr gib mir Kraft!</p>
<p>So kroch ich vom Bett, zog mich an, r&#252;ttelte das Stroh im Bett auf, kroch bis zum Ofen, nahm die Schippe, suchte gl&#252;hende Kohlen, kroch wieder bis zum Bett und legte die Kohlen ins Stroh. Dann begab ich mich zur T&#252;r, stie&#223; sie auf und, weil das Fenster offen stand, fing das Stroh an zu brennen. Die Flamme erfasste auch das Strohdach, so brannte das ganze Haus. Ich kroch dann nach drau&#223;en.</p>
<p><strong>S</strong><strong>precher: </strong> Die Leute aus dem Dorf und der Stadt brachten aus Dankbarkeit alles, was die Frau zum Leben n&#246;tig hatte. Viele bekehrten sich und dankten Gott und dem alten, kranken M&#252;tterlein f&#252;r die wunderbare Rettung.</p>
<p>Diese wahre Begebenheit zeigt uns, wie wichtig es ist, Gottes Willen gehorsam zu sein, selbst wenn wir ihn nicht verstehen. Was geschehen w&#228;re, wenn das treue M&#252;tterlein dies nicht getan h&#228;tte, k&#246;nnen wir uns ausmalen.</p>
<p><table style="border: 0px solid #CCC;" cellpadding="3" width="100%">
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      <b>Name:</b> <a href="http://www.christenload.com/?file_id=293">Das gläubige Mütterlein</a> <small>(28.5KB)</small><br />
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          </td>
  </tr>
</table></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Als Jesus in mein Haus kam…</title>
		<link>http://www.christenload.com/christliche_anspiele/ehrlichkeit/als-jesus-in-mein-haus-kam-1236.html</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 21:40:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aquila</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ehrlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>

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		<description><![CDATA[Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; pr&#252;fet euch selbst! 2. Kor. 13,5 Ich erinnere mich daran, was Grant einmal sagte: ,,Es gibt keinen besseren Test f&#252;r irgendetwas, als den, wie es in Gottes Gegenwart aussieht.“ Ich begann mir vorzustellen, dass ich den Herrn Jesus in mein Haus nahm, es war der Meister selbst. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; pr&#252;fet euch selbst! 2. Kor. 13,5</em></p>
<p>Ich erinnere mich daran, was Grant einmal sagte: ,,Es gibt keinen besseren Test f&#252;r irgendetwas, als den, wie es in Gottes Gegenwart aussieht.“</p>
<p>Ich begann mir vorzustellen, dass ich den Herrn Jesus in mein Haus nahm, es war der Meister selbst. Heute war Er nicht nur mein Hirte und mein Erretter, sondern auch der, der mich durchforscht. In seiner Gegenwart w&#252;rde ich die Dinge sehen, wie ich sie vorher nie gesehen hatte.</p>
<p><strong>Das Arbeitszimmer</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Die Haust&#252;r war offen und wir traten in das ger&#228;umige Arbeitszimmer. Direkt vor uns stand mein geliebter Schreibtisch. Auf ihm lagen meine Sparb&#252;cher, Aktien, Wertpapiere und Versicherungsunterlagen. Heute Morgen hatte ich sie aus dem Wandsafe herausgenommen, um sie durchzusehen. In dieser Welt der Unsicherheit und Unbest&#228;ndigkeit gab es mir ein Gef&#252;hl der Sicherheit, sie durch meine H&#228;nde gleiten zu lassen, wie jeder verstehen wird. Als ich pl&#246;tzlich das Haus verlassen musste, hatte ich sie offen auf dem Schreibtisch liegen lassen.</span></strong></p>
<p>Nun lagen sie zu meinem gro&#223;en &#196;rger, immer noch da, als Jesus langsam auf den  Schreibtisch zuging. Noch etwas stand auf dem Schreibtisch – ein Weltglobus. Und daneben stand Lieblings Spruchkalender. Es war ein seltsamer Zufall, dass die Verse an diesem Tag gerade Matth&#228;us 6. 19 – 21 waren: “Sammelt euch nicht Sch&#228;tze auf Erden, wo Motten und Rost zerst&#246;rt, und wo Diebe durchgraben und stehlen, sammelt euch aber Sch&#228;tze im Himmel, wo weder Motten noch Rost zerst&#246;rt und wo Diebe nicht durchgraben und stehlen, denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“</p>
<p>Irgendwie war mir die unbeabsichtigte Zurschaustellung meines Reichtums sehr peinlich. Deshalb raffte ich  schnell meine Sch&#228;tze zusammen und legte mein Herz in den Safe zur&#252;ck. Als ich zur&#252;ck zum Schreibtisch kam, stand der Herr Jesus immer noch da und schaute auf den Globus, wobei Er gedankenvoll die verschiedenen Kontinente und L&#228;nder betrachtete. Er blickte auf und sagte: „Lebst du im Glauben?&#8221;</p>
<p>&#220;ber dem Schreibtisch hingen meine Zeugnisse. Ich hatte hart f&#252;r sie und die Diplome, die daneben hingen, gearbeitet. Wie stolz war ich, auf so vielen Gebieten Hervorragendes geleistet zu haben. Das hei&#223;t, ich war so lange stolz, bis Er leise zu mir sagte: ,,Warum hast du nach all diesen Ehren gestrebt?&#8221; Das war alles, was Er sagte.</p>
<p><span>In diesem Augenblick erinnerte ich mich daran, was Kipling einmal zu seiner Abschlussklasse an der Universit&#228;t gesagt hatte: ,,Wenn ihr durchs Leben geht, strebt nicht nach Ruhm oder Geld oder Macht; denn eines Tages werdet ihr einem Mann gegen&#252;berstehen, f&#252;r den alle diese Dinge nichts wert sind, und dann werdet ihr pl&#246;tzlich erkennen wie arm ihr seid. In diesem Augenblick merkte ich, dass ich diesen Mann getroffen hatte und ich erkannte wie bettelarm ich war.</span></p>
<p><span><strong>Das Esszimmer</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Wir gingen ins Esszimmer und gl&#252;cklicherweise gab es nichts besonders Peinliches dort &#8211; nichts au&#223;er dem Silberservice auf der Anrichte. Auf dem Tisch war nat&#252;rlich kein Essen, nichts als das Zierdeckchen. Und doch konnte ich nicht umhin, an viele Festm&#228;hler zu denken, als wir an diesem Tisch sa&#223;en und uns mit Essen f&#252;llten &#8211; und a&#223;en, bis uns unwohl wurde. Dann schleppten wir uns zum n&#228;chsten Sessel, um uns von der gewaltigen Anstrengung zu erholen &#8211; und auf das Abendessen zu warten.</span></strong></span></p>
<p><span>Pl&#246;tzlich dachte ich an die 7.000 Menschen, die t&#228;glich vor Hunger sterben, in L&#228;ndern, wo kalorienbewusstes Essen unbekannt ist und Abmagerungsdi&#228;ten absurd sind.</span></p>
<p>Als der Herr Jesus so dastand, erinnerte ich mich, dass Er oft vom Fasten gesprochen hatte, aber ich hatte diese Verse immer in ein heilsgeschichtliches Schubfach abgelegt; sie waren nicht auf uns heute anzuwenden. Aber jetzt war ich mir nicht mehr so sicher. Vielleicht meinte Er tats&#228;chlich, was Er sagte.</p>
<p><span><strong>Das Badezimmer</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Als wir den Flur entlang gingen, warf ich einen Blick ins Badezimmer und sah all die Toilettenartikel, die Fl&#228;schchen und D&#246;schen und Gl&#228;schen. All die kleinen Apparate und sonstige Dinge. Meine elektrische Zahnb&#252;rste liegt neben dem Medizinschrank. Sie war f&#252;r mich immer selbstverst&#228;ndlich gewesen. Aber jetzt wunderte ich mich &#252;ber mich selbst. Eine normale  handbetriebene Zahnb&#252;rste w&#252;rde ihren Zweck genauso erf&#252;llen. Und mit dem Preisunterschied k&#246;nnte jemand im fernen Malaysia das Evangelium h&#246;ren. Das  w&#228;re mir nie zuvor in den Sinn gekommen. Ich war wie erschlagen von der Erkenntnis meiner Nichtsw&#252;rdigkeit. Ich w&#252;nschte, gleich Johannes, wie tot zu Seinen F&#252;&#223;en fallen zu k&#246;nnen. Dieses ganze Erleben war einfach niederschmetternd.</span></strong></span></p>
<p><span><strong>Das Schlafzimmer</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Es war unvorsichtig von mir gewesen, die T&#252;r des Kleiderschrankes offen zu lassen. Es schaute wie ein Kleidergesch&#228;ft im Kleinen aus. Von Wand zu Wand Anz&#252;ge und M&#228;ntel und Hemden. Ich brauchte sie wirklich nicht alle, aber irgendwie schmeichelten sie meinem Ego. Und es war immer ein angenehmes Gef&#252;hl, wenn Leute positive Bemerkungen &#252;ber sie machten. Der Herr Jesus sagte nichts zu mir. Es war nicht n&#246;tig. Seine Gegenwart allein gen&#252;gte.</span></strong></span></p>
<p>Oben im Schrank lagen zahlreiche Schmuckst&#252;cke und verschiedene Nippsachen; habe ich doch im Laufe meiner Erziehung und Ausbildung Qualit&#228;t sch&#228;tzen gelernt. Jetzt fragte ich mich wer diese Dinge bekommen w&#252;rde, wenn ich diese Nacht abscheiden sollte? Niemals war mir der Gedanke gekommen sie f&#252;r das Werk des Herrn einzusetzen.</p>
<p><span>W&#228;hrend mich diese Gedanken besch&#228;ftigten bemerkte ich einen Bibelspruch an der Wand den ich bei einem Wettbewerb im Auswendiglernen in der Sonntagsschule gewonnen hatte: „Du sollst deinen N&#228;chsten lieben wie dich selbst.” Ich dachte an all die Kleider, all den Schmuck, all die selbsts&#252;chtige Geldverschwendung. Und dann &#8211; ,,Du sollst deinen N&#228;chsten  lieben wie dich selbst.&#8221;</span></p>
<p><em>Musik</em></p>
<p><span><strong>Das Wohnzimmer</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Als n&#228;chstes gingen wir ins Wohnzimmer. In der Ecke stand meine Golfausr&#252;stung. Der Herr bemerkte: ,,Du spielst gern Golf?&#8221; Diese Frage gen&#252;gte mir, um einen begeisterten Vortrag &#252;ber die feineren Details des Spiels zu beginnen. Ich war selbst &#252;berrascht, wie genau und umfassend ich &#252;ber Golf Bescheid wusste. Aber als ich ausgeredet hatte und Jesus gar nichts sagte, begann ich anders dar&#252;ber zu denken. Ich fragte mich, warum ich nicht ebenso begeistert und eifrig war, anderen das Evangelium mitzuteilen. Und ich fragte mich, ob ich &#252;berhaupt das Recht hatte, soviel Zeit und Geld zu verbrauchen nur um einen kleinen, wei&#223;en Ball durch die Landschaft zu jagen.</span></strong></span></p>
<p>Auf dem Tisch lag ein Tagebuch &#8211; das Tagebuch meines Athenaufenthaltes. Es war eine herrliche Urlaubsreise gewesen und nat&#252;rlich konnte ich sie rechtfertigen &#8211; wegen der Bez&#252;ge auf Athen in der Bibel. Die Besuche der Akropolis, des Areopags und des Parthenon waren unvergessliche Erlebnisse.</p>
<p>Etwas Seltsames war mir passiert, als ich nach Hause kam. Ein Freund fragte mich: ,,Hattest du in Griechenland irgendwelche Frucht? Ich erz&#228;hlte ihm alles &#252;ber die Orangen, die Grapefruits und die k&#246;stlichen Trauben. Aber das war es gar nicht, was er gemeint hatte. Er meinte Frucht im Evangelium. Hatte ich irgendwelche Seelen f&#252;r Christus gewonnen?</p>
<p>Jetzt machte ich mir Vorw&#252;rfe, dass ich als Urlauber und nicht als Seelengewinner gereist war. Ich empfand Abscheu vor mir selbst. Ich dachte daran, dass Paulus auch Athen besucht hatte. Als er die Menschen betrachtete, die tief in G&#246;tzendienst versunken waren, wurde sein Geist erregt. Er war auf Seelen aus. Wie ganz anders war ich dort gewesen!</p>
<p>Im Wohnzimmer war auch eine alte Standuhr. Als Jesus so dastand, schien mir das Tick &#8211; Tack lauter als je zuvor. Ich wurde mir des Ablaufs der Zeit seltsam intensiv bewusst. Und ich dachte auch an einige der Zusammenk&#252;nfte, die in diesem Wohnzimmer stattgefunden hatten &#8211; an den Klatsch, das leere Geschw&#228;tz, die vergeudete Abende &#8211; so viel Gerede, aber nichts von ewigem Wert.</p>
<p>Mein Herz schlug, als Jesus zum Fernseher ging. Ich hatte Angst vor dem, was er sagen w&#252;rde. Die Stunden, die f&#252;r Unsinn in bewegliche Farben vergeudet waren. Die zweideutigen Witze, die so peinlich waren. Kein Zweifel, das Fernsehen hatte die Welt in mein Haus gebracht. Jesus sagte nichts. Er sagte nicht, dass es falsch war. Er sagte nicht, dass es S&#252;nde war. Er sagte &#252;berhaupt nichts und das machte mich elender als zuvor.</p>
<p>W&#228;hrend ich dort mit dem Herrn stand, sah ich Dinge, wie ich sie nie zuvor gesehen hatte. Die Gardinen – wie k&#246;nnte ich je das kleine Verm&#246;gen vergessen, das in ihnen steckt! Ich hatte alle Einkaufszentren in der Umgebung abgesucht, um welche zu bekommen, die genau zu den M&#246;beln und Teppichen passten. Das Klavier – und die sch&#246;nen Liederabende, die wir mit ihm hatten. Eines Abends sangen die jungen Geschwister und fragten, ob jemand einen Liederwunsch h&#228;tte. Ich w&#252;nschte mir die sch&#246;ne alte Hymne “Bin nur ein Pilger hier, der wohnt in einem Zelt.” Und glatt h&#246;rte ich einen ziemlich frisch bekehrten jungen Bruder hinter vorgehaltener Hand sagen: “Und was f&#252;r ein Zelt!”</p>
<p>Meine Gedanken wurden unterbrochen, als mein l&#228;stiger Pommerscher Dachshund in das Zimmer gesprungen kam. Er w&#228;re besser nicht gekommen. Ich &#228;rgerte mich immer noch &#252;ber die Rechnung, die ich dem Tierarzt f&#252;r die Impfung bezahlen musste. Ich hatte immer gedacht, es w&#228;re nicht teuer, einen Hund zu halten aber dieser hier war problematisch &#8211; er fra&#223; nur Hackfleisch und eine der teuren Hundefuttermarken. Ich war sicher, dass in manchen Teilen der Erde Menschen von dem leben k&#246;nnten, was es mich kostete dieses Vieh zu halten. Mein Gast, der Durchforscher, registrierte alles &#8211; und sagte nichts.</p>
<p>Dr&#252;ben in der Ecke konnte ich meine Briefmarkensammlung sehen &#8211; s&#228;mtliche Briefmarken, die Israel je herausgebracht hatte. Ich dachte: ,,Jesus wird sich dar&#252;ber freuen, dass ich an Israel und seiner prophetischen Bedeutung interessiert bin.&#8221;</p>
<p><span>Aber pl&#246;tzlich dachte ich, was f&#252;r Ihn erreicht werden k&#246;nnte, wenn die Briefmarken verkauft und die Einnahmen in evangelistische Literatur investiert w&#252;rden. Bis jetzt hatte ich diese Briefmarkensammlung wirklich wie einen Schatz geh&#252;tet; nun aber h&#246;rte ich pl&#246;tzlich auf, ihn zu lieben.</span></p>
<p>Wie zu erwarten war ging der Herr hin&#252;ber, um sich meine B&#252;chersammlung anzusehen. Ich war sehr stolz auf Darbys gesammelte Schriften. 34 B&#228;nde in Leder gebunden. Um ehrlich zu sein, ich hatte kaum darin gelesen, aber sie verlieh mir den Anschein von Gelehrsamkeit und Geistlichkeit. Da standen andere B&#252;cher, die ich nie gelesen hatte und wahrscheinlich nie lesen w&#252;rde. Und andere, die ich gelesen hatte, aber nicht wieder lesen w&#252;rde. Als der Herr diese B&#252;cher betrachtete, dachte ich dass ich wirklich einige davon verkaufen sollte, um das Geld zur Unterst&#252;tzung des Werkes des Herrn zu verwenden.</p>
<p><span><strong>Die Garage</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Ich wollte wir h&#228;tten nicht in die Garage gehen m&#252;ssen. Aber der Herr war schon an der T&#252;r. Und er h&#228;tte meinen inneren Widerstand sicher bemerkt, wenn ich Ihn aufgehalten h&#228;tte. Ich glaube ich brauche nicht erst zu erz&#228;hlen was Er alles sah &#8211; den neuen Wagen, das Segelboot, die Sportausr&#252;stung &#8211; mir wurde &#252;bel bei dem Gedanken an all das teure Sportger&#228;t das dort lagerte.</span></strong></span></p>
<p><span><strong>Das Ende des Rundgangs</strong></span></p>
<p><span><strong><span style="font-weight: normal;">Als wir in den Innenhof hinaustraten, sagte der Herr &#8211; ziemlich sanft, wie mir schien: ,,Bist du gl&#252;cklich, William?&#8221; </span></strong></span></p>
<p>„Nein, ich bin nicht gl&#252;cklich, Herr. Ich wei&#223;, dass materielle Dinge nicht gl&#252;cklich machen k&#246;nnen. Sie k&#246;nnen nie mein Herz befriedigen. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum ich nicht gl&#252;cklich bin. Meinem Leben fehlt die Kraft. Etwas scheint den Flu&#223; Deiner Kraft durch mich zu bremsen. Dann sagte ich &#8211; ziemlich heldenhaft, wie es mir vorkam: ,,Herr, Du kannst Dir nehmen, was immer Du willst. Du sollst von mir haben, was immer Du Dir w&#252;nschst.“</p>
<p><span><strong>Stimme</strong></span></p>
<p><span>William, ich nehme nicht Dinge weg. Du musst die Initiative ergreifen. Du bist derjenige, der sie auf den Opferaltar legen muss.&#8221;</span></p>
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