Archive for Juni, 2009

Jun 11 2009

Der Wächter den sie nicht zu töten vermochten

Geschrieben von under Glaube

Der Wächter den sie nicht zu töten vermochten, ein christliches Anspiel zum Thema Glaube für 6 Personen

Upton: Endlich sind wir da. Lasst uns gleich hier am See unsere Zelte aufschlagen.

Jim: Es ist ein schöner Platz. – Schaut mal, der See wimmelt von Krokodilen und Nilpferden.

James: Und dort, der grüne Urwald, der wie eine Mauer wirkt.

Sprecher:
Vor über 100 Jahren kamen der bekannte Missionar Upton Westcott und seine Freunde nach Zaire, um den Menschen die frohe Botschaft zu verkündigen. Die Dorfbewohner waren freundlich und einige hatten sich schon für Christus entschieden.

Upton: Ein Dorfbewohner erzählte mir, dass der Zauberdoktor sehr wütend auf sie ist, weil sie sich unserem Gott zugewandt haben. Nun warten alle gespannt, wie er sich rächen wird.

Sprecher: Es war kurz vor dem Abendessen. Die unterschiedlichsten Düfte zogen durch das Dorf. Überall brodelte und kochte es in den Kochtöpfen. Auch die Missionare waren dabei, ihr Essen zuzubereiten.

James: Seht mal, dort am Rand des Urwaldes steht ein Junge. Ich glaube, er will uns etwas sagen.

Jim: Lasst uns hingehen. – Willst du zu uns?

Junge: Ja, ich bin gekommen, um euch zu warnen.

James: Uns zu warnen?

Junge:
Ja. Ihr müsst unbedingt heute Nacht fliehen. Mein Vater wird euch helfen. Er hat schon ein Kanu bereit gemacht und ihr müsst unten am Bach sein, bevor der Mond aufgeht. Mein Vater sagt, dass das eure einzige Chance ist.

Upton: Aber warum sollten wir fliehen? Wer will uns denn etwas antun?

Junge: Der große Zauberdoktor. In dieser Nacht wird er seine Mörder losschicken. Sie werden euch mit Speeren angreifen. Ihr könnt ihnen nicht entkommen.

Sprecher:
Upton und seine Freunde berieten sich kurz. Sie hatten ein Gewehr, mit dem sie wilde Tiere erlegten. Sollten sie nun damit Menschen töten?

Jim: Wenn unser Zelt von Speerwerfern umzingelt ist, hilft uns das Gewehr sowieso nichts.

Upton: Außerdem haben wir den Dorfbewohnern gesagt, sie sollen sich auf Gottes Schutz verlassen. Da können wir doch nicht einfach davonlaufen.

(zum Jungen gewandt)

Wir lassen deinem Vater herzlich danken, aber sag ihm, dass unser Gott uns nicht geboten hat zu fliehen. Wir wollen auf seine Bewahrung vertrauen und abwarten, was passiert.

Sprecher: Der Junge rannte weg, und die drei Männer aßen wie gewöhnlich ihr Abendessen. Bald brach die tropische Nacht herein. Die Missionare beschlossen am Eingang ihres Zeltes sitzen zu bleiben, zu beten und zu warten.

- Musik –     (Missionare sitzen zu dritt am Tisch)

James: Nun sitzen wir schon drei Stunden lang hier und nichts ist passiert.

Jim: Stimmt. Aber ich will noch nicht zurück ins Zelt. Lieber sterbe ich im Freien, als im Zelt überfallen zu werden.

Sprecher: Sie warteten die ganze Nacht, doch niemand kam. Die müden Männer hatten nicht damit gerechnet, den Sonnenaufgang noch einmal zu erleben.
Monate vergingen. Die Dorfbewohner merkten, dass der Zauberdoktor den Männern nichts angetan hatte. So entschlossen sich noch viele zum wahren Glauben.

- Musik -

James: Seht mal, der Zauberdoktor kommt. Sicher wird er sich jetzt an uns rächen.

Zauberdoktor: (zögernd) Könnt ihr mir etwas mehr über euren Gott erzählen?

Upton: Ja, gern. Komm wir gehen ins Zelt. Dort können wir uns besser unterhalten.

Sprecher: Sie unterhielten sich lange. Upton sprach von Sünde und Buße. Der alte Mann begriff, dass so viel Sünde in seinem Leben war. Dann begann er zu erzählen:

Zauberdoktor: Es war in der Nacht zum Vollmond. Ich habe meine Männer mit Speeren losgeschickt und ihnen den Auftrag gegeben, euch zu töten. Doch sie kehrten so zurück, wie sie losgezogen waren.

Upton: Aber warum denn? Wir waren doch unbewaffnet. Niemand hätte sie aufhalten können.

Zauberdoktor: Weil ihr zu viert wart. Ich hatte meinen Kriegern befohlen 3 Männer zu töten. Sie konnten aber nicht erkennen, wer der vierte war. Sag mir, wer war es?

(3 Männer schauen sich erstaunt an)

James: (erstaunt) Vier Männer??

Sprecher: Die Frage des Zauberdoktors konnte Upton nicht beantworten. Hatte sich der Herr selbst zu ihnen gesetzt? Hatte er seinen Engel gesandt? Er wusste es nicht. Ihm genügte es, dass sie den nächsten Morgen erlebt hatten und dass der Zauberdoktor sich dem Licht Jesu Christi zuwandte.

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Jun 11 2009

Die Oase

Geschrieben von under Glaube

Die Oase, ein christliches Anspiel zum Thema Glaube für 3 Personen

1. Beduine: Guck mal da vorne, was ist das?

2. Beduine: Da liegt ja ein Mann. Seltsam, die Datteln, wachsen ihm ja fast in den Mund, außerdem liegt er direkt an der Quelle und ist trotzdem verhungert und verdurstet.

1. Beduine: Das verstehe ich auch nicht. Wie kann ein Mensch mitten in der schönsten Oase verdursten? – Na ja, ich muss gehen. Die Tiere werden unruhig und außerdem wartet meine Frau auf mich.

2. Beduine: Ja, ich muss auch gehen. Dann sehen wir uns morgen wieder. Aufwiedersehen.

(Szenenwechsel)

Frau: Da bist du ja endlich. Ich habe schon gewartet.

1. Beduine: Weißt du, was mir heute passiert ist? Als Abdulla und ich heute Abend noch zur Quelle gingen um die Tiere zu tränken, lag dort ein Mann. Er war wohl verdurstet. Kannst du dir das vorstellen?

Frau: Wie, mitten in der Oase? Wenn es in der Wüste wäre, könnte ich es noch verstehen, aber so. Wie kommt er überhaupt hierher?

1. Beduine: Er wird wohl aus der modernen Welt kommen und sich dann in der Wüste verirrt haben.

Frau: Ja, und dann hat er unsre schöne Oase gesehen und sein hochgebildeter Verstand sagte ihm, dass es nur eine Fata Morgana ist.

1. Beduine: Ja, aber er hätte doch nur die Hand auszustrecken brauchen und hätte gefühlt, dass es wahr ist, was er sieht!

Frau: Weißt du, was mir gerade einfällt? Eigentlich geht es uns ja oft ähnlich wie diesem armen Mann. Wenn Schwierigkeiten auf uns zukommen und uns tut sich dann ein Ausweg auf, wollen wir es nicht glauben.

1. Beduine: Da hast du recht. Nicht nur die hochgebildeten Menschen. Auch wir armes Beduinenvolk glauben nicht an das Gute im Leben. Noch schlimmer ist, dass wir als Christen, manchmal selbst an das Gute glauben wollen. Schon an Kleinigkeiten scheitert unser Glaube, obwohl wir im Vertrauen auf Gott, nach seinen Verheißungen greifen können.

Frau: Ja, und so erfahren wir, dass Gott auch wirklich zu seinen Verheißungen steht, und müssen nicht, im geistlichen Leben verhungern und verdursten, wie der Mann, der die Schönheit unserer Oase sah, sie aber nicht für sich in Anspruch nahm.

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Jun 11 2009

Wissen Sie, wie dicht der Nebel ist?

Geschrieben von under Glaube

Wissen Sie, wie dicht der Nebel ist, ein christliches Anspiel zum Thema Glaube für 3 Personen

Kapitän: Schon seit 22 Stunden stehe ich jetzt auf der Kommandobrücke und kann sie nicht verlassen. So einen dichten Nebel hatten wir schon lange nicht mehr. Ich weiß nicht wie lange er noch anhalten wird!

(Georg Müller kommt dazu)

G. Müller: Kapitän, ich komme, Ihnen zu sagen, dass ich Sonntagnachmittag in Quebec sein muss.

Kapitän: Das ist nicht möglich!

G. Müller: Nun, Ihr Schiff kann es nicht, aber Gott kann Mittel und Wege finden, um mich hinzubringen. Ich habe in den 57 Jahren noch nie eine Verabredung gebrochen.

Kapitän: Ich würde Ihnen gerne helfen, aber ich kann es nicht. Ich bin machtlos!

G. Müller: Aber Gott hat Macht. Lassen Sie uns in die Kajüte hinuntergehen und beten.

Kapitän: Also, so einen Mann habe ich noch nie getroffen. Was er braucht ist sicher eine psychiatrische Behandlung (zu sich) – (zu G. Müller) Herr Müller, wissen Sie, wie dicht der Nebel ist?

G. Müller: Nein, mein Auge ist nicht an die Dichte des Nebels gewöhnt, wohl aber an den lebendigen Gott, der alle Umstände meines Lebens leitet.

Sprecher: Mit diesen Worten ging Georg Müller in die Kajüte, fiel auf seine Knie und brachte Gott in schlichter Weise sein Anliegen vor.

G. Müller: Kapitän, beten Sie aber nicht, denn erstens glauben Sie nicht daran, und zweitens hat mich der Herr schon erhört.

Kapitän: Herr Müller, ich weiß nicht…

G. Müller: Kapitän, ich kenne meinen Herrn schon 57 Jahre. Es ist noch kein einziger Tag gewesen, wo ich nicht bei meinem König vorgelassen wurde. Kommen Sie, öffnen Sie die Tür, und Sie werden sehen, dass der Nebel fort ist.

Sprecher: Als sie aus der Kajüte traten, war der Nebel verschwunden und Georg Müller war rechtzeitig am Sonntagnachmittag in Quebec.

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