Archive for Juni 11th, 2009

Jun 11 2009

Die Oase

Geschrieben von under Glaube

Die Oase, ein christliches Anspiel zum Thema Glaube für 3 Personen

1. Beduine: Guck mal da vorne, was ist das?

2. Beduine: Da liegt ja ein Mann. Seltsam, die Datteln, wachsen ihm ja fast in den Mund, außerdem liegt er direkt an der Quelle und ist trotzdem verhungert und verdurstet.

1. Beduine: Das verstehe ich auch nicht. Wie kann ein Mensch mitten in der schönsten Oase verdursten? – Na ja, ich muss gehen. Die Tiere werden unruhig und außerdem wartet meine Frau auf mich.

2. Beduine: Ja, ich muss auch gehen. Dann sehen wir uns morgen wieder. Aufwiedersehen.

(Szenenwechsel)

Frau: Da bist du ja endlich. Ich habe schon gewartet.

1. Beduine: Weißt du, was mir heute passiert ist? Als Abdulla und ich heute Abend noch zur Quelle gingen um die Tiere zu tränken, lag dort ein Mann. Er war wohl verdurstet. Kannst du dir das vorstellen?

Frau: Wie, mitten in der Oase? Wenn es in der Wüste wäre, könnte ich es noch verstehen, aber so. Wie kommt er überhaupt hierher?

1. Beduine: Er wird wohl aus der modernen Welt kommen und sich dann in der Wüste verirrt haben.

Frau: Ja, und dann hat er unsre schöne Oase gesehen und sein hochgebildeter Verstand sagte ihm, dass es nur eine Fata Morgana ist.

1. Beduine: Ja, aber er hätte doch nur die Hand auszustrecken brauchen und hätte gefühlt, dass es wahr ist, was er sieht!

Frau: Weißt du, was mir gerade einfällt? Eigentlich geht es uns ja oft ähnlich wie diesem armen Mann. Wenn Schwierigkeiten auf uns zukommen und uns tut sich dann ein Ausweg auf, wollen wir es nicht glauben.

1. Beduine: Da hast du recht. Nicht nur die hochgebildeten Menschen. Auch wir armes Beduinenvolk glauben nicht an das Gute im Leben. Noch schlimmer ist, dass wir als Christen, manchmal selbst an das Gute glauben wollen. Schon an Kleinigkeiten scheitert unser Glaube, obwohl wir im Vertrauen auf Gott, nach seinen Verheißungen greifen können.

Frau: Ja, und so erfahren wir, dass Gott auch wirklich zu seinen Verheißungen steht, und müssen nicht, im geistlichen Leben verhungern und verdursten, wie der Mann, der die Schönheit unserer Oase sah, sie aber nicht für sich in Anspruch nahm.

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Jun 11 2009

Wissen Sie, wie dicht der Nebel ist?

Geschrieben von under Glaube

Wissen Sie, wie dicht der Nebel ist, ein christliches Anspiel zum Thema Glaube für 3 Personen

Kapitän: Schon seit 22 Stunden stehe ich jetzt auf der Kommandobrücke und kann sie nicht verlassen. So einen dichten Nebel hatten wir schon lange nicht mehr. Ich weiß nicht wie lange er noch anhalten wird!

(Georg Müller kommt dazu)

G. Müller: Kapitän, ich komme, Ihnen zu sagen, dass ich Sonntagnachmittag in Quebec sein muss.

Kapitän: Das ist nicht möglich!

G. Müller: Nun, Ihr Schiff kann es nicht, aber Gott kann Mittel und Wege finden, um mich hinzubringen. Ich habe in den 57 Jahren noch nie eine Verabredung gebrochen.

Kapitän: Ich würde Ihnen gerne helfen, aber ich kann es nicht. Ich bin machtlos!

G. Müller: Aber Gott hat Macht. Lassen Sie uns in die Kajüte hinuntergehen und beten.

Kapitän: Also, so einen Mann habe ich noch nie getroffen. Was er braucht ist sicher eine psychiatrische Behandlung (zu sich) – (zu G. Müller) Herr Müller, wissen Sie, wie dicht der Nebel ist?

G. Müller: Nein, mein Auge ist nicht an die Dichte des Nebels gewöhnt, wohl aber an den lebendigen Gott, der alle Umstände meines Lebens leitet.

Sprecher: Mit diesen Worten ging Georg Müller in die Kajüte, fiel auf seine Knie und brachte Gott in schlichter Weise sein Anliegen vor.

G. Müller: Kapitän, beten Sie aber nicht, denn erstens glauben Sie nicht daran, und zweitens hat mich der Herr schon erhört.

Kapitän: Herr Müller, ich weiß nicht…

G. Müller: Kapitän, ich kenne meinen Herrn schon 57 Jahre. Es ist noch kein einziger Tag gewesen, wo ich nicht bei meinem König vorgelassen wurde. Kommen Sie, öffnen Sie die Tür, und Sie werden sehen, dass der Nebel fort ist.

Sprecher: Als sie aus der Kajüte traten, war der Nebel verschwunden und Georg Müller war rechtzeitig am Sonntagnachmittag in Quebec.

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