Archive for März 10th, 2009

Mrz 10 2009

Lamm Gottes

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Lamm Gottes, ein christliches Gedicht zum Thema Abendmahl/ Karfreitag

Uns rührt deine himmlische Liebe,
Du Schöpfer der Enden der Welt.
Wie hast Du aus göttlichem Triebe
Dich unter die Sünder gestellt.

Es herrschte noch nächtliche Stille.
Dein Mund sprach nach Kämpfen und Not:
„Nun, Vater, geschehe Dein Wille,
ich gehe ans Kreuz, in den Tod!“

Die Hände sie schmählich Dir banden
die helfend nur Gutes getan.
Verhöhnend und spottend sie standen,
sie schauten und spieen Dich an.

Dein Rücken trug blutige Striemen,
und Speichel vom Angesicht rann.
Pilatus sprach fragend zu ihnen:
„Was hat Er denn Böses getan?“

Die Krone aus Dornen sie hatten
Und drückten sie Dir auf das Haupt.
O Heiland, Du musstest erstatten,
was niemals, was nie Du geraubt.

Dann gingst Du, gefolgt von den Massen
und trugest das Kreuze so schwer.
Mit höhnischen Augen, mit Hassen,
so liefen sie neben Dir her.

Man hat Dich ans Fluchholz geschlagen.
Die Sonne verlor ihren Schein.
Dort hast Du die Sünden getragen,
verlassen, verworfen, allein.

Lamm Gottes, das hast Du erduldet,
Lamm Gottes, das tatst Du für mich.
Denn alles, was ich hab verschuldet,
Du nahmst es freiwillig auf Dich.

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Mrz 10 2009

“Herr, komm bald wieder!”

Geschrieben von under Wiederkunft Jesu

„Herr, komm bald wieder!“, ein christliches Gedicht zum Thema Wiederkunft Jesu

Wir haben es uns gut hier eingerichtet,
der Tisch, das Bett, die Stühle steh’n.
“Der Schrank mit guten Dingen voll geschichtet,
wir sitzen, alles zu besehn.
Dann legen wir uns ruhig nieder,
und löschen müd’ vom Tag das Licht,
und beten laut: „Herr, komm doch wieder!“,
und denken leise: „Jetzt noch nicht!“.

Es musste manches lange Jahr verfließen,
bis alles stand und hing und lag.
Es ist nicht viel, doch wollen wir’s genießen,
freu’n uns auf jeden neuen Tag.
Das Glück hält unsere Sorgen nieder,
und webt die Stunden, dicht an dicht.
Wir sind gewiss, der Herr kommt wieder,
und denken still: „Doch jetzt noch nicht!“.

Ist uns der Himmel fremd geworden,
kann uns nur noch die Erde freu’n?
Soll unser Süden, unser Norden
die Grenze unseres Lebens sein?
Vom Himmel singen unsere Lieder,
doch nie vom irdischen Verzicht.
Wir singen laut: „Herr, komm doch wieder!“,
und denken leise: „Jetzt noch nicht!“.

Mag sein, wir sahen nur die vielen Gaben,
und sahen darin den Geber nicht,
von dem wir doch erst alle Freude haben
und der uns noch viel mehr verspricht.
Wir wollen neu das Sehen üben,
und auch das Danken nicht zuletzt.
Dann sagen es bald nicht nur unsere Lippen:
„Herr, komm doch wieder! Herr, komm jetzt!“

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Mrz 10 2009

Vor langer Zeit

Geschrieben von under Allgemein

1. Vor langer Zeit, da lebte ein Mann,
der kämpfte gegen das Unrecht an.
Er wurde groß, sein Geist wurde klar,
er wusste, was gut und böse war.
Er sprach zu den Menschen
und war deutlich zu versteh’n.
und viele kamen zu ihm,
um zu hören und zu seh’n.

2. Es mochte ihn nicht jeder
und das hatte seinen Grund,
denn er nahm, wenn er sprach
kein Blatt vor den Mund.
Die Lehre der Liebe war unerhört,
es gibt daran so vieles, was die Masse stört.
Die Worte von damals sind noch heute ein Skandal.
Der Mann, der sie sagte
ist uns viel zu radikal.

3. Für ihn steckt niemand zu tief im Dreck,
denn er liebt uns alle und schickt niemanden weg.
Er bietet uns an, seine Freunde zu sein
und uns von allen Zweifeln und Furcht zu befrei’n.
Die Wahl ist nicht leicht, er verlangt ziemlich viel.
Es steht für deine Zukunft
eine Menge auf dem Spiel.

4. Wenn er mit dir spricht, gilt das dir ganz allein.
Darum lass alle anderen zuerst einmal sein.
Und wenn du dich sehnst nach Liebe und Glück,
nach sprudelndem Leben, dann bleib nicht zurück.
Dann mach den Versuch, geh das Risiko ein,
denn erst wenn du ihn kennst,
wird dein Leben glücklich sein.

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Mrz 10 2009

Befiehl du deine Wege

Geschrieben von under Gottes Fürsorge und Führung

Befiehl du deine Wege
Und was dein Herze kränkt
Der allertreusten Pflege
Des, der den Himmel lenkt:
Der Wolken, Luft und Winden
Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden,
Da dein Fuß gehen kann.

Dem Herren mußt du trauen,
Wenn dirs soll wohlergehn,
Auf sein Werk mußt du schauen,
Wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen
Und mit selbsteigner Pein
Läßt Gott ihm gar nichts nehmen,
Es muß erbeten sein.

Dein ewge Treu und Gnade,
O Vater, weiß und sieht,
Was gut sei oder schade
Dem sterblichen Geblüt:
Und was du dann erlesen,
Das treibst du, starker Held,
Und bringst zum Stand und Wesen,
Was deinem Rat gefällt.

Weg hast du allerwegen,
An Mitteln fehlt dirs nicht,
Dein Tun ist lauter Segen,
Dein Gang ist lauter Licht.
Dein Werk kann niemand hindern,
Dein Arbeit darf nicht ruhn,
Wenn du, was deinen Kindern
Ersprießlich ist, willst tun.

Und ob gleich alle Teufel
Hier wollten widerstehn,
So wird doch ohne Zweifel               
Gott nicht zurücke gehn:
Was er sich vorgenommen
Und was er haben will,
Das muß doch endlich kommen
Zu seinem Zweck und Ziel.

Hoff, o du arme Seele,
Hoff und sei unverzagt,
Gott wird dich aus der Höhle.
Da dich der Kummer plagt,
Mit großen Gnaden rücken;
Erwarte nur der Zeit,
So wirst du schon erblicken
Die Sonn der schönsten Freud.

Auf, auf, gib deinem Schmerze
Und Sorgen gute Nacht!
Laß fahren, was dein Herze
Betrübt und traurig macht!
Bist du doch nicht Regente,
Der alles führen soll;
Gott sitzt im Regimente
Und führet alles wohl.

Ihn, ihn laß tun und walten,
Er ist ein weiser Fürst
Und wird sich so verhalten,
Daß du dich wundern wirst,
Wenn er, wie ihm gebühret,
Mit wunderbarem Rat
Das Werk hinausgeführet,
Das dich bekümmert hat.

Er wird zwar eine Weile
Mit seinem Trost verziehn
Und tun an seinem Teile,
Als hätt in seinem Sinn
Er deiner sich begeben,
Und solltst du für und für
In Angst und Nöten schweben,
Als frag er nichts nach dir.

Wirds aber sich befinden,
Daß du ihm treu verbleibst,
So wird er dich entbinden,
da dus am wen’gsten gläubst;
Er wird dein Herze lösen
Von der so schweren Last,
Die du zu keinem Bösen
Bisher getragen hast.

Wohl dir, du Kind der Treue,
Du hast und trägst davon
Mit Ruhm und Dankgeschreie
Den Sieg und Ehrenkron.
Gott gibt dir selbst die Palmen
In deine rechte Hand,
Und du singst Freudenpsalmen
Dem, der dein Leid gewandt.

Mach End, o Herr, mach Ende
An aller unsrer Not!
Stärk unsre Füß und Hände
Und laß bis in den Tod
Uns allzeit deiner Pflege
Und Treu empfohlen sein,
So gehen unsre Wege
Gewiß zum Himmel ein.

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