Archive for November, 2008

Nov 29 2008

Die drei weisen Alten

Die drei weisen Alten

Es war eines Tages im Frühling, als eine Frau vor ihrem Haus drei alte Männer stehen sah. Sie hatten lange weiße Bärte und sahen aus, als wären sie schon weit herumgekommen.

Obwohl sie die Männer nicht kannte, folgte sie ihrem Impuls, sie zu fragen, ob sie vielleicht hungrig seien und mit hinein kommen wollten.

Da antwortete er eine von ihnen: “Sie sind sehr freundlich, aber es kann nur einer von uns mit Ihnen gehen. Sein Name ist Reichtum” und deutete dabei auf den Alten, der rechts von ihm stand. Dann wies er auf den, der links von ihm stand und sagte: “Sein Name ist Erfolg. Und mein Name ist Liebe. Ihr müsst euch überlegen, wen von uns ihr ins Haus bitten wollt.”

Die Frau ging ins Haus zurück und erzählte ihrem Mann, was sie gerade draußen erlebt hatte. Ihr Mann war hoch erfreut und sagte: “Toll, lass uns doch Reichtum einladen”.

Seine Frau aber widersprach: “Nein, ich denke wir sollten lieber Erfolg einladen.”

Die Tochter aber sagte: “Wäre es nicht schöner, wir würden Liebe einladen?”

“Sie hat Recht”, sagte der Mann. “Geh raus und lade Liebe als unseren Gast ein”. Und auch die Frau nickte und ging zu den Männern.

Draußen sprach sie: “Wer von euch ist Liebe? Bitte kommen Sie rein und seien Sie unser Gast”.

Liebe machte sich auf und ihm folgten die beiden anderen.

Überrascht fragte die Frau Reichtum und Erfolg: “Ich habe nur Liebe eingeladen. Warum wollt Ihr nun auch mitkommen?”

Die alten Männer antworteten im Chor: “Wenn Sie Reichtum oder Erfolg eingeladen hätten, wären die beiden anderen draußen geblieben. Da Sie aber Liebe eingeladen haben, gehen die anderen dorthin, wohin die Liebe geht.”

PDF Download    Sende Artikel als PDF   

No responses yet

Nov 27 2008

Gottes Führung

Geschrieben von under Gottes Führung

Gottes Führung, ein christliches Anspiel für 5 Personen

Autor: Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Psalm 8,5.

„Wie die Zeit doch langsam rumgeht“, seufzte der Pförtner, der in dem großen Krankenhaus Nachtwache hielt. Es war gegen zwei Uhr morgens, und eben wollte er ein Buch nehmen, um sich die Zeit zu vertreiben, als es heftig klingelte. Mehrere Polizisten brachten auf einer Tragbahre einen Kollegen, der sich bei einem Brand, zu dessen Bekämpfung auch eine Polizeiabteilung herbeigerufen worden war, schwere Brandwunden zugezogen hatte. Vorsichtig trugen sie ihn in einen Operationssaal. Der Arzt war bald zur Stelle, und mit Umsicht wurden die Brandwunden behandelt. Dann legte man den Unglücklichen in ein freies Bett in einem großen Saal.
In demselben Raum lagen auch Kinder, da das Krankenhaus überfüllt war. Unmittelbar neben dem Bett, in das man den Verunglückten schlief ein Junge von etwa sieben Jahren. Als er aufwachte, bemerkte er, dass das Bett neben ihm besetzt war. Flüsternd Fragte er die Krankenschwester, die gerade zum Fiebermessen kam:

Paul: Wer ist das?

Schwester: Wer das ist? Ein Polizist – sorg deshalb nur dafür, dass du immer recht brav bist, sonst …

Autor: Als der kleine Junge hörte dass sein Bettnachbar Polizist sei, erschrak er doch ein wenig. Scheu blickte er zu dem gefürchteten Mann hinüber und fragte.

Paul: Ist es ein richtiger Polizist?

Schwester: Ja, gewiss, ein ganz richtiger; aber er ist sehr, sehr krank. Darum musst du schön still und ruhig bleiben, nicht wahr?

Autor: Noch einmal richtete sich der Kleine auf und schaute zu dem Verunglückten hinüber, dann legte er sich still hin. Es war ihm doch nicht ganz geheuer neben einem Polizisten, und am liebsten hätte er in einem anderen Bett liegen wollen.
In diesem Augenblick trat der Arzt in den Saal, ging sofort auf das Bett des Verunglückten zu und fühlte seinen Puls. Durch diese Berührung geweckt, schlug der Mann zum erstenmal die Augen auf und blickte verwirrt um sich her. Erst allmählich kehrte die Erinnerung an das Vorgefallene zurück.

Polizist: Wie lange werde ich hier bleiben müssen, Herr Doktor?

Doktor: Das kommt ganz darauf an; einen Monat werden Sie schon rechnen müssen, aber seien Sie dankbar, dass Sie mit dem Leben davongekommen sind.

Autor: Bitterkeit und Unmut stiegen in dem Herzen des Mannes auf bei dem Gedanken, so lange im Krankenhaus liegen zu müssen. Ärgerlich sagte er:

Polizist: Dankbar, für was soll ich den dankbar sein?

Autor: Unwillig drehte er den Kopf zur Seite und – blickte in ein Paar halb neugierige, halb ängstliche Augen. Es waren blaue, unschuldige Kinderaugen, deren treuer Blick ihm zu Herzen ging. Und jetzt vernahm er sogar eine zarte Kinderstimme, die im Flüsterton fragte:

Paul: Geht es Ihnen besser, Herr Polizist?

Polizist: Besser? Davon kann noch keine Rede sein. Aber wer bist du denn? Wie heißt du?

Paul: Ich heiße Paul und bin schon lange hier. Ich kann nicht mehr gehen. Meine Füße sind gelähmt und schmerzen mich sehr; aber ich will ganz ruhig sein, denn die Schwester hat mir gesagt, dass Sie Polizist sind.

Autor: Trotz seiner Schmerzen konnte der Mann ein Lächeln nicht unterdrücken. Das ermutigte den Kleinen, denn ein Polizist, der lachen konnte, war sicher kein so böser Mann. Freimütig begann er nun mit dem Nachbarn zu plaudern, bis die Schwester kam und der Unterhaltung ein Ende bereitete.

Gegen Abend hörte er wieder die Stimme des kleinen Jungen. Er unterhielt sich leise mit der Schwester, aber der Polizist konnte trotzdem alles verstehen.

Paul: Ich habe nach ihm gesehen, Schwester, aber ich glaube nicht, dass er betet. Ich denke, er hat zu große Schmerzen, um beten zu können. Wenn meine Füße mir so weh tun, dann kann ich auch nicht beten; ich muss dann oft weinen. Vielleicht ist das bei ihm auch so, aber ein Polizist weint doch nicht, Schwester, oder?

Schwester: Ich glaube auch, Paul, dass der arme Mann arge Schmerzen hat und sehr leidet. Er hat viele große Brandwunden.

Paul: Wissen Sie was, Schwester? Ich will von jetzt an, so wie ich für mich bete, auch für den Polizisten beten, bis er selber so gesund ist, dass er für sich beten kann. Das wird sicher dem Herrn Jesus recht sein, denn Er weiß ja, wie krank der Mann ist, nicht wahr, Schwester?

Schwester: Ich glaube es auch, Paul, und…

Autor: Weiter kam sie nicht, denn ein anderer Patient rief nach ihr. Noch einmal schaute er zu seinem neuen Freund hinüber, dann schloss er die Augen, faltete die Hände und betete leise, aber doch laut genug, dass der Polizist es verstehen konnte:

Paul: Lieber Heiland, heute muss ich zweimal beten. Einmal für den Poli-zisten, und einmal für mich. Lieber, treuer Heiland, willst Du bitte sein Schaf in dieser Nacht bewahren und bis zum Morgen darüber wachen? Sei Du bei Ihm!  Amen.

Autor: Einen Augenblick später lag der Kopf mit den blonden Locken tief in den Kissen; der Kleine war eingeschlafen.
Der Polizist, der alles gehört hatte, konnte jedoch den Schlaf nicht finden. Die Schmerzen hinderten ihn daran. Aber mehr noch beschäftigte ihn das kurze Gebet, das der kleine Junge für ihn an den guten Hirten gerichtet hatte. Sollte wohl dieses Gebet Erhörung finden? Würde Jesus ihm in dieser Nacht wirklich nahe sein? Unmöglich! Für ihn befand sich Gott in weiter, weiter Ferne. Doch das Kind hatte gebetet: Sei Du bei ihm! Sollte das noch möglich sein?
Er war ein Irrtum. Er war kein Schaf des Herrn Jesus. Was lernte er doch vor vielen Jahren in der Sonntagsschule?

Polizist: Heißt es nicht irgendwo in der Bibel: Meine Schafe hören mein Stimme, und sie folgen mir? Aber ich habe nicht auf die Stimme gehört! Ich habe ihr auch nie gefolgt.

Autor: Ein Polizist weint nicht, hatte der kleine Junge gemeint. Wie erstaunt wurde er aber gewesen sein, wenn er jetzt zu seinem Nachbarn hinüber geschaut hätte. Große Tränen rollten dem starken Mann über die Wangen. Anton Hagebuch, weinte zum erstenmal über sein Gott – Fernsein und sein verlorenes Leben. Die Tränen brachten ihm etwas Erleichterung. Der gute Hirte schien ihm in diesem Augenblick nicht mehr ganz so ferne zu sein. Mit den Worten „Herr Jesus! Sei Du bei mir!“ schlief er endlich ein.

-Musik-

Einige Tage später, als er sich etwas besser fühlte, erbat er sich eine Bibel. Er begann eifrig darin zu lesen, aber sie brachte ihm keinen Trost. Im Gegenteil! Seine Sündenlast drückte ihn immer mehr, und in seinem Innern wurde es dunkler und dunkler.
(unter Musikbegleitung)  Das einzige, was ihn manchmal aufmunterte, waren die wenigen Augenblicke, wenn Paul mit ihm plauderte.
Eines Nachmittags las Hagebuch eifrig in der Bibel. Auf einmal kam er zu den Worten: „Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns ein jeder auf seinen Weg; und der Herr hat ihn treffen lassen unser aller Ungerechtigkeit“ Jesaja 53.6
Lange blieb er bei diesem Vers stehen. Dann flüsterte er vor sich hin.

Polizist: Ja zu diesen Schafen gehöre ich auch. Ich bin auch ein Schaf das seinen eigenen Weg gegangen ist.

Autor: Weiter kam er mit seinen Gedanken nicht, aber wie viel ist schon erreicht, wenn ein Mensch einsieht, dass er zu den verlorenen, irregehenden Schafe gehört!
Als Paul am Abend seinem Nachbarn wie gewöhnlich eine gute Nacht wünschte, bat der Polizist:

Polizist: Paul, mein lieber, kleiner Freund, bete vor allem heute Abend für mich!

Autor: Paul faltete die Hände, wie er es immer tat, und betete mit leiser und schwacher Stimme: (Musik ende)

Paul: Herr Jesus, willst Du Dein Schaf in dieser Nacht bewahren und bis zum Morgen darüber wachen? Sei Du bei ihm! Amen.
Gute Nacht, Herr Polizist, ich bin so arg müde.

Autor: Es wurde mit jedem Tag klarer, dass die Tage des kleinen Paul gezählt waren. Er wurde zusehends schwächer. Meistens lag er im Halbschlummer. Polizist Hagebuch hingegen durfte bereits etwas aufstehen und machte gute Fortschritte. Doch mehr wert als sein körperliches Wohlbefinden, das war der Umstand, dass es nach Tagen voller Kämpfe und Zweifel in seiner Seele plötzlich hell wurde.
Eines Abends stand der Polizist in einiger Entfernung in ernstem Gespräch mit der Schwester.

Polizist: Ist es wirklich so, dass mein Liebling höchstens noch zwei Tage leben soll?

Autor: Da hörte der Polizist, dass Paul seinen Namen rief. Er eilte auf dessen Bett zu, beugte sich über den Kleinen und fragte freundlich.

Polizist: Ich bin hier. Was wünschst du von mir?

Paul: Oh, ich möchte so gern, dass Sie sich zu mir setzen und meine Hand halten, bis der Herr Jesus kommt und mich heimholt.

Autor: Hagebuch fühlte, wie seine Kehle sich bei diesen Worten zuschnürte. Er verdankte Paul ja so viel, darum konnte er vorerst kein Wort erwidern.

Paul: Ach, meine Füße tun mir so schrecklich weh; aber in der Sonntagsschule sangen wir.
Denn nach diesen schönen Tagen
Werd‘ ich endlich heimgetragen
In des Hirten Arm und Schoß.
Amen, ja, mein Glück ist groß!
(Musikbegleitung)   Die Schwester hat mir gesagt, dass der Heiland bald kommen wird, um mich heimzuholen.

Autor: Polizist Hagebuch konnte seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Dann sprach Paul weiter.

Paul: Warum weinen Sie denn, Herr Polizist, tut es Ihnen leid, dass ich weggehe? Möchten Sie auch gern mitgehen? Dann will ich es dem Herrn Jesus sagen, wenn ich Ihn sehe.

Polizist: Ja, Paul, sag es Ihm jetzt, dass ich auch gern kommen möchte.

Autor: Der kleine Junge faltete die Hände und flüsterte:

Paul: Herr Jesus, der Herr Polizist will auch zu Dir kommen.

Autor: Dann sank das Lockenköpfchen müde in das Kissen zurück. Sein Atem ging schwer. Plötzlich öffnete er noch einmal die Augen, sah seinen Freund an und stammelte:

Paul: Treuer Hirte – dein Lämmlein kommt – zu Dir – aber auch das Schaf – der Polizist – will auch – bei Dir sein -  (Musikende)

Autor: Ein letzer Seufzer, und die Seele Pauls war dort, wo es keine Leiden, keine Schmerzen und keine Tränen mehr gibt, wo alles herrlich und voll Freude ist. Der gute Hirte hatte Sein Lämmlein zu sich genommen; aber vorher hatte er es benutzt, einem verlorenen Sünder den Weg des Heils zu zeigen. Große tränen perlten über die Wangen des starken Mannes. Er schämte sich nicht darüber. Sein kleiner Liebling, der von ihm gegangen war, hatte ihm den Weg zum Himmel gewiesen.

Liebe Zuhörer, lasst uns heute auf Gottes Wort hören, und wandeln im Lichte, solange es Tag ist, es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.

http://www.christenload.com/wp-content/plugins/downloads-manager/img/icons/doc.gif Name: Gottes Führung (38KB)
Klicks: 558

Free PDF    Sende Artikel als PDF   

No responses yet

Nov 21 2008

Der Weihnachtsbrauch unter der Lupe

Geschrieben von under Wissenswertes

Lieber Leser, jedes Jahr feiert die Christenheit Weihnachten um damit an die Geburt seines Retters zu denken. Als Christen sind wir von einer Freude erfüllt, das Gott uns seinen Sohn gab, den verheißenen Messias, der für unsere Sünden starb und uns das Heil erwarb. Die ganzen Feierlichkeiten werden von der Welt jedoch anders genutzt. Man kauft ein, stellt den Weihnachtsbaum auf und macht den Kindern Geschenke. Die Wirtschaft denkt sich jedes Jahr neue Aktionen und Produkte zu Weihnachten aus und freut sich schon auf die satten Gewinne. Für einen Retter ist da kein Platz. Auch uns Christen droht die Gefahr sich zu sehr mit den irdischen Vorbereitungen zu verstricken, all die Vorschriften für ein gelungenes Weihnachtsfest einzuhalten, damit ja auch alle glücklich sind. Doch liegt das Glück im Kerzenschein und dem Weihnachtsbraten? Ich hoffe nicht!
Ich habe mir daher die Mühe gemacht, die Entwicklung des Weihnachtsbrauchs kurz zu beleuchten.
Widmen wir uns zuerst dem Datum. Wurde Jesus tatsächlich in der Nacht vom 24.12. auf den 25.12. geboren? Sicher nicht, in der Bibel steht nichts davon. Doch warum hat man dann dieses Datum gewählt? Schon früher hatten heidnische Völker einen Sonnengott den sie anbeteten, das änderte sich auch nicht, als das römische Imperium in der Antike zahlreiche Staaten eroberte und sie in sein Imperium integrierte. Zahlreiche Sonnengottkulte, insbesondere der griechische und syrische, verschmolzen zu einem einflussreichen Kult, so dass römische Kaiser diesen Kult zur Reichsreligion erhoben. Ende des Jahres 274 n. Chr. weihte Kaiser Aurelian diesem Gott einen neuen Tempel und setzte den 25. Dezember zum staatlichen Festtag des Sonnengottes ein. Diesem Gott zu Ehre wurden riesige Feiern veranstaltet. Zahlreiche Kaiser ließen in ihren Legislaturperioden auch Münzen mit dem Sonnengott prägen. Als das Christentum seinen Siegeszug antrat und schließlich 380 zur römischen Staatsreligion wurde, musste etwas gegen den bestehenden Sonnenkult getan werden. Da die Bevölkerung gewohnt war am 25.12. frei zu haben und zu feiern, hat man sich entschlossen, dieses populäre Fest zu verdrängen oder auch anders gesagt zu „christianisieren“ in dem man die Geburt Jesu auf diesen Tag festsetzte.
Kommen wir nun zu dem Weihnachtsbaum. Auch hiervon ist in der Bibel nichts erwähnt. Die Entwicklung des Christbaumes hat keinen eindeutigen Anfang, sondern setzt sich aus Bräuchen verschiedener Kulturen zusammen. In immergrünen Pflanzen steckt Lebenskraft und darum glaubte man, Gesundheit ins Haus zu holen, wenn man sein Zuhause mit Grünem schmückte. Bereits die Römer bekränzten zum Jahreswechsel ihre Häuser mit Lorbeerzweigen. Einen ganzen Baum zur Wintersonnenwende aufzustellen und zu schmücken, also am 25.12., ehrte auch den Sonnengott und war Teil des Sonnengott-Kultes. Auch in nördlichen Gegenden wurden im Winter schon früh Tannenzweige ins Haus gehängt, um bösen Geistern das Eindringen und Einnisten zu erschweren und das Grün gab Hoffnung auf die Wiederkehr des Frühlings. Ab etwa 1521 gibt es schriftliche Quellen, die belegen, dass in vereinzelten Städten reiche Bürger einen Weihnachtsbaum mit Weihnachtsschmuck in ihren Häusern aufstellten. Seit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann dann die richtige Massenaufstellung der Weihnachtsbäume, denn immer mehr Leute konnten sich einen Weihnachtsbaum und Weihnachtsschmuck leisten. Achtung, jetzt kommt ein Zitat: „Die Kirche, der große Waldgebiete gehörten, schritt gegen das Plündern des Waldes zur Weihnachtszeit ein und billigte diesen „heidnischen“ Brauch nicht. Mit der Zeit aber gab sie den Widerstand gegen den Brauch langsam auf.“ Das heißt, die katholische Kirche hielt zu Beginn das Aufstellen des Weihnachtsbaumes für einen heidnischen Brauch und war dagegen. Woher kam die Wende, dass es später gebilligt wurde? Dazu später mehr. Das Aufstellen des Weihnachtsbaumes, war historisch betrachtet eine deutsche „Erfindung“. Es ist nachgewiesen, das dieser Brauch zunächst nach ganz Europa exportiert wurde und später auch auf die anderen Kontinente überschwappte.
Vor dem Weihnachtsbaum war es schon etablierter Brauch zu Weihnachten Krippen aufzustellen. Da es damals keine Bilder, Fotos, Computer und Fernsehen gab, hat man so versucht den Menschen die Geschichte von der Geburt Jesu näher zu bringen. Doch auch dieser Brauch wurde nach und nach stark kommerzialisiert, es kamen immer mehr Figuren hinzu und die Reichen trachteten danach sich gegenseitig zu überbieten, wer die größte und beste Krippe hatte. Ab 1517 begann in Deutschland die Frühphase der Reformation. Die Reformatoren brachen mit dem Brauch des Krippenaufstellens, so dass dieser Brauch zunächst hauptsächlich nur in der katholischen familiären Weihnachtsfeier übrig blieb. Ab da war es auch der evangelische Norden Deutschlands, der als erster mit der Aufstellung des Weihnachtsbaums begann. Dieser Brauch wurde nach und nach so stark, dass die katholische Kirche ihren Widerstand dagegen aufgab und auch den eigenen Kirchenmitgliedern erlaubte Weihnachtsbäume aufzustellen, um sie nicht als Kirchenmitglieder zu verlieren. Der Grund warum sich der Weihnachtsbaum bei den Evangelischen verbreitet hatte war folgender:
Seit dem 6. Jahrhundert verehrt die Russisch-Orthodoxe Kirche, Nikolaus von Myra, einen Bischof, der im 4. Jahrhundert lebte und wirkte, als ihren größten Heiligen. In vielen anderen Ländern ist Nikolaus auch unter folgenden Namen bekannt: Sint Nicolaas oder Sinterklaas (Niederlande und Flandern), Saint Nicholas (England und Irland), Santa Claus (Nordamerika), Святой Николай / Sviatoi Nikolai (Russland).
Nikolaus von Myra starb am 6. Dezember, das wurde nachher auch sein Namenstag. Die katholische Kirche übernahm die Verehrung dieses Heiligen und die mit der Verehrung verbundenen Bräuche ungefähr ab dem 10. Jahrhundert. Diese begannen dann sich auch in Deutschland zu etablieren. Ein Teil des Brauchs war die Gabenverteilung am 6. Dezember an Arme und Bedürftige. Daraus entwickelte sich die Bescherung der eigenen Kinder in einer Familienfeier. So traurig es für die Kinder auch klingen mag, aber vor dem 15. Jahrhundert gab es überhaupt keine Geschenke an Weihnachten, höchstens ab dem 10. Jahrhundert am 6. Dezember, wo sich der Brauch bereits etabliert hatte. Folgendes ist davon auch heute als Brauch bekannt:
Der Einlegebrauch, das heißt das nächtliche Füllen der Schuhe, die die Kinder vor die Tür stellen sollen und der Wunschzettelbrauch, das heißt die Kinder werden angehalten, ihre Geschenkwünsche auf einem Wunschzettel festzuhalten.
Da die reformierte Kirche keine Heiligen Verehrung praktiziert und auch deren Namenstage nicht feiert, verlegte Luther höchst persönlich die Bescherung auf Heiligabend. Da der evangelische Gabenbringer auch nicht mehr St. Nikolaus heißen konnte, änderte Luther den Namen in „ der Heilige Christ“, später entstand daraus die Bezeichnung Christkind. Nach 1800 wurde aus Knecht Ruprecht, ursprünglich der strafende Begleiter von Nikolaus und Christkind, allmählich der Weihnachtsmann. Ursprünglich hat man nur die Kinder beschert, erst in jüngerer Zeit beschenken sich auch Erwachsene.
Da die Bescherung im evangelische Norden nun auf die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember verlegt wurde, machte es Sinn, die Geschenke wie im katholischen Brauch irgendwo zu verstecken, um dem Brauch eine feierliche und spannungsvolle Note zu geben. Und da kaum der alte Brauch von einem geschmückten Tannenbaum eben recht und wurde ebenfalls „christianisiert“. Da diese Art des Feierns gut ankam, übernahmen auch Katholiken das Aufstellen des Weihnachtsbaums und die Bescherung am 24.
In unserer heutigen Zeit gibt es keine Rivalität mehr zwischen Katholisch oder Evangelisch. Sondern beide Bräuche haben sich vermischt. Je nach Möglichkeit stellt man eine Krippe und einen Weihnachtsbaum auf, je nach Möglichkeit beschenkt man die Kinder am 6. 12. und auch am 24. 12. Doch lasst uns nun diese historisch, politisch, religiöse Entwicklung des Weihnachtsfestes bei Seite tun und uns nochmal auf das wesentliche Geschenk besinnen, was uns Gott gemacht hat. Er gab uns seinen Sohn aus Liebe, damit wir ewiges Leben haben können. Hast du, lieber Leser, dieses Geschenk schon angenommen? Wenn ja, nutzt du es oder hast du es schon vergessen und verloren wie man manchmal irdische Geschenke verliert?

http://www.christenload.com/wp-content/plugins/downloads-manager/img/icons/doc.gif Name: Der Weihnachtsbrauch... (37KB)
Klicks: 6761

PDF Creator    Sende Artikel als PDF   

No responses yet

Nov 21 2008

Vergiss nicht zu danken

Geschrieben von under Kindergeschichten

Vergiss nicht zu danken, eine christliche Geschichte für Kinder

Ein gottesfürchtiger König mit Namen Alphons bemerkte mit Missfallen die zunehmende Gottlosigkeit bei den zahlreichen Edelknaben, die an seinem Hofe dienten. Er stellte fest, dass keiner mehr von ihnen bei Tisch die Hände faltete, um zu beten. Er lud die gottlose Gesellschaft deshalb einmal an eine große Festtafel. Als nun auf seinen Wink die Speisen aufgetragen wurden, begannen alle, ohne das Haupt zu neigen und die Hände zu falten, gierig die köstlichen Speisen zu verzehren. – Da kam es zu einem Zwischenfall. Ein schmutziger, ganz zerlumpter Mann trat in den Speisesaal und setzte sich, ohne zu fragen oder zu bitten, mitten unter die Edelleute und begann laut schmatzend von den Speisen zu essen. Die Höflinge waren schockiert, zornig blickten sie auf den ungehobelten Gast. Dann schauten sie erwartungsvoll zum König und meinten, er würde veranlassen, den unverschämten Fremden hinauszuwerfen.
Der König hatte diesen Mann selbst ins Schloss gebeten und ihm vorher dieses Verhalten genau einstudiert. Deshalb verhielt sich der König vollkommen ruhig und ließ den zerlumpten Bettler weiterschmatzen. Nachdem der Fremde sich recht unanständig mit der Hand den Mund abgewischt
und den Teller abgeleckt hatte, verschwand er wieder mit geräuschvollem Gestampfe, ohne sich vor dem König zu verneigen oder irgendjemand zu grüßen.
»Das war ein unverschämter, frecher Bursche!« riefen jetzt die Edelknaben, »man sollte ihn bestrafen!«
»So?« sprach der König, »hat euch dieser Bettler nicht gefallen? Nun, dieser Mann hat genau dasselbe getan wie ihr. Er hatte vor dem König keine Ehrfurcht und keine königlichen Tischmanieren. Als das Essen begann, habe ich keinen von euch gesehen, der zu Tisch gebetet hätte. Ihr habt dem himmlischen König keine Ehre erwiesen und ihm nicht für alle guten Gaben gedankt. Nein, gierig habt ihr zugegriffen und Gott, den Geber aller Gaben, völlig vergessen. Schämt euch, ihr gottloses Gesindel – faltet gefälligst eure Hände, ehe ihr zu essen beginnt!« rief der König. Das war ein Königswort, welches mehr wert gewesen als Gold und Perlen.

http://www.christenload.com/wp-content/plugins/downloads-manager/img/icons/doc.gif Name: Vergiss nicht zu danken (27.5KB)
Klicks: 916

PDF Drucker    Sende Artikel als PDF   

No responses yet

« Prev - Next »

eXTReMe Tracker Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de