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Nov 19 2008

Gib es weiter

Geschrieben von under Kindergeschichten

Gib es weiter ist eine sehr schöne christliche Weihnachtsgeschichte für Kinder und Erwachsene. Wenn Sie möchten können Sie die Geschichte auch herunterladen. Den Link dazu finden Sie unter der Geschichte.

Es war drei Wochen vor Weihnachten. Die kleine Anne stand vor dem Schaufenster mit den Spielsachen und drückte sich das Naschen platt. Hinter der Scheibe lag die Schachtel mit dem Püppchen, das Anne schon beim ersten Anblick liebgewonnen hatte. Ihr gefiel gerade dies eine Püppchen am allerbesten.

“Nun, du machst ja so sehnsüchtige Augen”, sagte plötzlich eine Stimme neben ihr. “Was gefällt dir denn so gut im Schaufenster?” Anne schaute auf. Es war eine ältere Dame, die neben ihr stand und sie lächelnd beobachtete.

“Ach, diese Puppe da!” seufzte Anne, “die gefällt mir sehr gut. Man könnte ihr wunderschöne Kleidchen nähen und ich würde sie ‘Annegret’ nennen.”

“Wünsch’ sie dir doch zu Weihnachten!” schlug die Dame vor. Anne erwiderte traurig: “Bis Weihnachten ist es noch lange, und überhaupt gibt es zu Weihnachten immer etwas zum Anziehen: Mütze, Handschuhe und andere Sachen. Und in diesem Jahr brauche ich unbedingt einen neuen Mantel. Ich wachse so schnell aus allem heraus, sagt Mutti.”

“Was würdest du nun sagen, wenn ich mit dir in den Laden ginge und die Puppe kaufte?” fragte die Dame weiter. “Oh, das gibt es doch gar nicht”, sagte das Kind. “Das macht doch kein Mensch, dass er einem fremden Kind etwas schenkt für nichts und wieder nichts, und wenn man zudem nicht einmal Geburtstag hat.” “Doch, das gibt’s”, sagte die Dame. “Weißt du, was mir einmal geschah? In der schlechten Zeit – nach dem Krieg – du weißt es doch, damals, als wir alle nichts zu essen hatten – da war ich einmal ganz verzweifelt. Und dann geschah plötzlich ein Wunder. Der Briefträger stand vor mir und brachte mir ein Paket aus Amerika. Es war an mich gerichtet. Groß und breit stand mein Name darauf, aber ich sagte zu dem Postboten: ‘Das kann gar nicht stimmen, ich habe keinen Menschen in Amerika, der mir ein Paket schicken könnte.’ -’Nehmen Sie es nur!’ sagte der Postbote. ‘Ihr Name steht ja darauf, da muss es wohl auch für Sie sein.’

Ich nahm es verwundert und erstaunt, ja ungläubig. Aber als ich es öffnete, siegte doch die Freude, denn was kamen da für herrliche Dinge zum Vorschein! Dinge, die es seit Jahren nicht mehr bei uns gab: Mehl, Reis und Kakao und Fett und Eipulver und Trocken-milch! Du kannst dir vorstellen, was das für mich bedeutete. Dabei war ich noch ganz fassungslos, denn ich konnte mir nicht erklären, wie jemand in Amerika meine Adresse ausfindig gemacht hatte. In dem Paket aber lag ein Brief:

Liebe Frau Schneider!
Durch einen Bekannten habe ich Ihre Adresse erhalten. Er schrieb mir, dass es Ihnen schlecht geht, und dass Sie sehr nötig etwas zu essen brauchen. Deshalb schicke ich Ihnen hier etwas Lebensmittel. Lassen Sie sich alles gut schmecken! Und wenn Sie sich darüber freuen und mir dankbar sind, dann machen sie dafür einem anderen Menschen eine Freude, sobald es Ihnen möglich ist. Ich warte also nicht auf Ihren Dank, sondern rufe Ihnen zu: „Gib’s weiter!“ Das heißt: Geben Sie die Freude, die sie empfangen haben, weiter an andere!
Viele Grüße Ihre Nelly Smith aus Chicago

Nun, da musste das Paket ja doch für mich bestimmt sein! Ich war ganz überwältigt darüber, dass ein fremder Mensch so liebevoll meiner gedacht und mich auf solche Weise erfreut hatte. Das kannst du dir denken. Ich schrieb der Mrs. Smith doch einen Dankesbrief und versprach ihr, die Liebe, die sie mir erwiesen hatte, an andere weiterzugeben. Seitdem sinne ich immer wieder darauf, wie ich jemandem einmal eine große Freude bereiten könnte. Nicht so eine kleine, wie ich sie denen machte, die ich damals mit ein wenig Kakao bedachte – sondern eine ganz große, schöne, wunderbare Freude! Als ich dich nun hier vor dem Laden stehen sah mit deinen sehnsüchtigen Augen, da wusste ich plötzlich: Da ist der Mensch, dem du eine Freude machen kannst, und weil ich gerade heute eine Rentennachzahlung erhalten habe, möchte ich Dir diese Puppe kaufen. Wollen wir hineingehen?”

Anne war ganz benommen. Dass es so etwas gab! Sie konnte nur nicken. Dann trat sie mit der Dame in den Laden. “Wir hätten gern das entzückende blonde Püppchen im Karton aus dem Schaufenster”, sagte Frau Schneider drinnen zur Verkäuferin. Dann zwinkerte sie Anne vergnügt mit den Augen zu. “Das ist eine besonders haltbare Puppe aus unzerbrechlichem Material”, sagte die Verkäuferin. Sie nannte den Preis.

“O weh, was konnte man für dieses Geld alles kaufen!” dachte Anne. “Nun wird die Dame gewiss sagen: ‘Nein, das ist mir zu teuer, so viel Geld möchte ich nicht ausgeben.’ ”

Aber Frau Schneider sagte das nicht, sondern antwortete: “Ja, geben Sie nur her, die ist gerade richtig.” Anne wusste noch immer nichts zu sagen. Erst als sie wieder draußen stand und tatsächlich den Karton mit der Puppe in der Hand hielt, konnte sie wieder aufatmen und stammelte: “Vielen Dank, vielen ganz schönen wunderbaren herrlichen Dank!”

Es war ihr zumute wie an Weihnachten und Geburtstag zusammengenommen. –

Frau Schneider antwortete aber: “Nichts zu danken! Ich habe nur die Freundlichkeit, die mir widerfahren ist, an einen anderen Menschen weitergegeben. Deshalb sage ich nun auch zu dir: Gib’s weiter! Gib empfangene Liebe weiter an andere Menschen! Und nun auf Wiedersehen.” – “Auf Wiedersehen”, sagte auch Anne. Sie war noch immer fassungslos. Sie presste die Schachtel an sich… Sie hatte ja ein Wunder erlebt.

Als sie nach Hause kam, staunte die Mutter nicht wenig, dass ihr Kind ein so großes Paket unter dem Arm trug. “Was hast du denn da?” fragte sie. “Etwas Wunderbares! Du wirst staunen! Eine Dame hat es mir geschenkt.” “Eine Dame, eine fremde Dame?” – “Ja, eine ganz fremde Dame, die ich vorher noch nie gesehen habe, und sie hat es mir geschenkt, weil ihr auch jemand etwas geschenkt hat. Weißt du, damals in der schlechten Zeit, als alle kaum etwas zu essen hatten, da bekam sie plötzlich ein Paket mit Lebensmitteln aus Amerika. Und außerdem war ein Brief drin, darin stand, dass sie nicht danke sagen sollte, sondern: “Gib’s weiter!”- “Gib’s weiter, solle sie sagen?” fragte die Mutter. “Nein, nicht sagen soll sie es, sondern tun!” Anne seufzte. “Sie soll nicht das Paket mit den guten Sachen weggeben, aber die Freude, die sie erlebt, an einen anderen Menschen weitergeben”, erklärte Anne der Mutter.

“Aha, jetzt verstehe ich. Weil sie eine so große Freude empfangen hat, sollte sie dafür einem anderen Menschen eine Freude machen.” – “Ja, so ist es richtig!” sagte Anne. Sie war ganz erleichtert, dass die Mutter jetzt alles begriffen hatte. Die Frau schüttelte noch immer den Kopf: “Das so etwas überhaupt möglich ist!” Dann öffnete die Mutter die Schachtel, und als sie die Puppe sah, musste auch sie lächeln. “Das ist ja entzückend. Da hat dir die fremde Frau aber wirklich eine große Freude gemacht, nicht wahr? Hat sie sonst noch etwas gesagt, deine wunderbare Dame?” – “Nein, nur dies eine: Gib’s weiter!” – “Dann hat ja wohl alles seine Richtigkeit, und hoffentlich vergisst du dies nicht!” sagte die Mutter.

“Du, Mutti, ich habe aber doch gar kein Geld, einem anderen Menschen eine Freude zu machen”, sagte das Kind nachdenklich. “O doch, auch du kannst anderen Menschen schon Freude bereiten. Dazu braucht man nicht immer Geld.” – “Meinst du?” Anne blickte die Mutter zweifelnd an. Sie sann nach, und plötzlich stieg ihr ein Gedanke auf: “Ob ich das Schöne, das ich bekommen habe, nun weitergeben kann, indem ich meine Puppe weglege und dir ein wenig helfe? Du bist gewiss müde von der Arbeit?”

Die Mutter blickte ihr Kind erstaunt an. Noch niemals zuvor hatte sich Anne freiwillig zum Helfen angeboten. Man hatte sie immer erst bitten und oft mahnen müssen. “Gewiss Anne, ich sage dir doch, dass nicht immer Geld dazu gehört, um anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Man muss nur aufmerksame Augen haben, wo’s fehlt.”

Anne hatte die Kartoffel-Tasche schon in der Hand. Im Nu war sie draußen. Als sie vom Keller wiederkam, fragte sie: “Und nun? Soll ich einkaufen gehen?” – “Ja, das kannst du”, sagte die Mutter erfreut. Als auch dies erledigt war, fragte sie von neuem: “Und was soll ich jetzt für dich tun?” – “Du bist ja heute großartig”, lobte die Mutter. “Wenn du mir versprichst, genau auf das zu achten, was ich dir sage, könnte ich jetzt mal zu Tante Lena gehen. Du weißt, wie krank sie geworden ist, und dass sie niemanden hat, der ihr ein wenig hilft. Wenn du willst, kannst du ganz gut das Abendessen für den Vater fertigmachen. Die Kartoffeln sind schon geschält, da müsstest du sie um sechs Uhr auf die Kochplatte tun.” – “Ja, das kann ich gut besorgen, Mutti”, versicherte Anne und zählte noch einmal alles auf, was Mutter ihr aufgetragen hatte. Die Mutter nickte Anne zu und sagte: “Siehst du, jetzt gebe ich deine Freundlichkeit schon weiter, indem ich zu Tante Lena gehe. Nun hast du dich überwunden und dich freiwillig angeboten, mir zu helfen. Das macht die Hilfe erst richtig wertvoll. Und ich gebe deine Liebe nun weiter an Tante Lena.” -”Denk nur, Tante Lena, was unsere Anne heute erlebt hat,” sagte die Mutter, als sie oben bei der Wohnung zu der Kranken kam. Und dann erzählte sie von der Dame mit dem Paket, die dafür der Anne eine besondere Freude machte, und wie Anne sich wiederum anerboten hatte, der Mutter zu helfen, so dass diese noch Zeit fand, heraufzukommen, um ein wenig zu helfen. Du hast es also nicht mir zu verdanken, dass ich hier bin”, sagte die Mutter zum Schluss, “sondern jener fremden Dame in Amerika, die damals den Anstoß gegeben hat mit ihrem: Gib’s weiter!”

Tante Lena schwieg eine ganze Weile. Sie war eigentlich ein bisschen ärgerlich, dass sie hier so allein liegen musste und niemanden hatte, der ihr zur Seite stand; ärgerlich auf Gott, der dies zuließ; ärgerlich auf ihre Nichten, die sich nicht freimachen konnten, ihr zu helfen. “Nun, was sagst du dazu, Tante Lena?” fragte Annes Mutter. “Da kann ich nur sagen, dass ich mich eigentlich etwas schäme, denn wenn ich jetzt auch hier liege, so habe ich doch noch nicht Not gelitten. Ich habe meine gute Rente, von der ich bequem leben kann. Und ich war immer gesund und munter und konnte tun und lassen, was ich wollte. Nur diesmal kam ich mir verlassen vor. Dabei habe ich wirklich keinen Grund zur Unzufriedenheit. Jetzt fällt mir auch ein, dass ich für alle Freundlichkeiten Gottes noch kaum richtig gedankt, geschweige denn sie weitergegeben habe. Dabei weiß ich, dass es andere viel schwerer haben als ich, zum Beispiel meine jüngste Schwester mit ihren fünf Kindern. Seitdem sie ihren Mann verloren hat, ist alles recht knapp bei ihnen. Aber ich habe mich seit Jahr und Tag nicht mehr um sie gekümmert. Nun fällt mir aufs Herz, dass man das kleine Wörtchen ‘Gib’s weiter!’ viel mehr beherzigen sollte im Leben. Deshalb werde ich, sobald ich wieder auf den Beinen bin, ein Paket, ein großes schönes Weihnachtspaket an meine Schwester und ihre fünf Kinder senden”, sagte Tante Lena. “Das ist recht von dir”, sagte die Mutter und freute sich innerlich, dass die Tante, die sie immer ein wenig selbstsüchtig und ichbezogen nannte, sich nun selber überwunden hatte, um ihrer Schwester zu helfen. -

Als die Mutter wieder heimkam, strahlten ihre Augen. “Dein Wörtchen ‘Gib’s weiter’ zieht schon weite Kreise”, sagte sie zu Anne. “Ich habe Tante Lena dein Erlebnis erzählt, und da fiel ihr ein, wie viel Gutes sie schon in ihrem Leben empfangen hat. Nun will sie ihrer Schwester, bei der es recht knapp zugeht, ein Paket schicken. Das hätte sie nie getan, wenn nicht dieser Anstoß ‘Gib’s weiter!’ gewesen wäre.” Das Kind hörte gespannt zu und freute sich mit, besonders, als es erfuhr, dass fünf Kindern dafür eine Freude bereitet werden sollte. –

Einige Tage später war die Tante wieder gesund und machte das Paket fertig. Sie war recht froh dabei, es war, als sei in ihrem Herzen, das manchmal etwas verbittert war, plötzlich ein Freudenquell aufgebrochen. Sie vergaß auch nicht im Brief, den sie dem Paket beilegte, ganz genau von dem Lebensmittel-Paket der Mrs. Smith zu berichten und von der Dame, die Anne eine Puppe gekauft hatte, und wie das Kind ihre Freude weitergab und ihrer Mutter half, dass diese Zeit zu einem Besuch bei ihr fand. Im Brief schrieb sie ihrer Schwester dann noch, sie werde nun verstehen, warum sie auch ihr das Wort zurufe: Gib’s weiter! Nach dem Weihnachtsfest erhielt Tante Lena dann einen Brief von ihrer Schwester:

Liebe Lena!
Du schriebst, ich solle Dir für das schöne Paket nicht danken, das gerade am Weihnachtstag ankam, und das uns alle sehr freute. Aber das kann ich ja gar nicht, Dir nicht zu danken! Ich muss Dir danken, liebe Lena! Du hättest all die leuchtenden Gesichter meiner Kinder sehen sollen, als alle Gaben zum Vorschein kamen. Deshalb wollte ich aber doch nicht das kleine Wörtchen vergessen, das Du mir als Mahnung mitschicktest: Gib’s weiter!

Und nun will ich Dir erzählen, wie ich die Freude, die ich empfang-gen habe, auch an andere weitergab. Ich hatte da schon lange ein Paar gute Schuhe stehen, die meinem Jüngsten zu klein geworden sind. Immer hatte ich sie verkaufen oder vertauschen wollen gegen etwas Essbares. Ich wäre sie sicher losgeworden, denn es sind wirklich noch gute Schuhe. Plötzlich fiel mir der kleine Junge in unserem Haus ein, der immer nur mit Hausschuhen herumläuft, aus denen schon gar die Zehen herausgucken. Er besitzt keine anderen Schuhe. Oft geht er damit auch einkaufen, der kleine Kerl, selbst wenn es regnet. Als es diese Tage einmal recht kalt war, da setzte er sich in den Hauseingang und nahm seine kleinen Zehen in den Mund, damit sie wieder warm werden, abwechselnd, bald die eine bald die andere. Was willst du denn anfangen, wenn es einmal schneit? habe ich ihn gefragt. Da hat er nur mit den Achseln gezuckt. Er ist auch noch zu klein, um sich Gedanken zu machen, woher er Schuhe bekommen sollte. Als ich eine kleine Weile darüber nachdachte, da wusste ich, was ich zu tun hatte, um Dein kleines Wörtchen ‘Gib’s weiter!’ zu beherzigen. Nicht andere sollen die guten Schuhe meines Jungen haben, sondern der arme kleine Kerl, der so tapfer durch den Regen stapft mit seinen schlechten Pantoffeln, aus denen die Zehen herausgucken! Ich ging selber am Heiligabend hinunter: Die Leute hatten kein Bäumchen, kein Festessen, nichts! Dann kam ich und brachte etwas Süßigkeiten und die Schuhe und sagte: ‘Fröhliche Weihnachten’ und gab ihm alles. O wie hat er sich gefreut, der Junge! Das hättest Du sehen sollen! Er küsste die Schuhe und drückte sie an sein Herz. Seine Mutter erzählte mir am anderen Tag, dass er sie sogar nachts ins Bett nahm vor lauter Freude und Glück. Ich glaube, er wird in seinem ganzen Leben die Freude nicht vergessen, die ihm diese Schuhe bereitet haben.”

Als Tante Lena diesen Brief von ihrer Schwester gelesen hatte, konnte sie ihn nicht für sich behalten. Sie lief gleich zu Anne und der Mutter hinunter und las ihnen alles vor. “Seht nur, was das kleine Wörtchen ‘Gib’s weiter’ für Kreise zieht. Nun hat auch dieser arme Junge mit den Schuhen eine ganz große Freude empfangen”, sagte sie. Anne saß mit ihrer Puppe am Weihnachtsbaum. Nun sah sie mit erstaunten Augen die Tante an. Sie musste an Mrs. Smith in Amerika denken, die mit dem Freudebereiten begonnen hatte und zuerst das kleine Wörtchen ausgesprochen hatte. Dann war es wie ein goldener Faden weiter und weiter gereicht worden. Viele Menschen waren dabei glücklich geworden. Und nun saß da irgendwo ein kleiner Junge und freute sich über seine schönen Schuhe. “Ich glaube, dass der kleine Junge nie vergisst, was er für Freude daran hatte. Ich vergesse ja auch nicht, wie es war, als die fremde Dame mir meine Annegret schenkte. Nein, nie im Leben vergesse ich das! Und ich will immer mehr lernen, anderen Freude zu machen!” dachte Anne. Und wir? Sollten wir nicht auch immer daran denken, dass alle guten Gaben und alle Freuden von unserem Vater im Himmel stammen, der uns mit seinem lieben Sohn die allergrößte Gabe geschenkt hat? Und sollten wir diesen Rat nicht auch beherzigen: “Gib’s weiter”?

Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu and’rer Glück
Denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eig’ne Herz zurück.

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