Archive for Oktober 21st, 2008

Okt 21 2008

Habt den gleichen Maßstab!

Geschrieben von under Hochzeit

Habt den gleichen Maßstab, ein christliches Anspiel zur Hochzeit für 3 Personen

Lehrling: Wie lange soll ich als Lehrling diskriminiert werden? Immer muss ich die niedrigste und unliebsamste Arbeit verrichten. Ziegelsteine aufstapeln, Werkzeuge putzen. Wie lange soll ich noch Handlanger und Helfer sein, ich kann es längst so gut wie der Meister! Wozu hat er es mir dann schließlich beigebracht? Wenn man nicht so entrechtet wäre würde ich mich schon durchsetzen, aber so… Alles gefallen lassen kann man sich aber auch nicht! Ich weiß schon was ich mache! Ich säge am Zollstock des Meisters zwei Zentimeter ab. Die ersten Zahlen sind sowieso schon ganz schön abgerieben, so wird es gar nicht auffallen, dass er zwei Zentimeter kürzer geworden ist. Nur zwei kleine Zentimeter. Na, der soll sich noch wundern.

Meister: Ist das heute ein schöner Tag! Dann lasst uns mal gleich mit frischer Kraft an die Arbeit gehen. Zuerst die Zeichnung studieren, damit ja auch nichts schief geht. Das Fenster habe ich doch schon bestellt. Jetzt heißt es: "Genau arbeiten", damit auch alles zusammenpasst. So, dass hätten wir. Noch einmal nachmessen – passt haargenau. Nun kann der Tischler kommen!

Tischler: Hallo Meister! Hier bringe ich Dir das bestellte Fenster, zur abgemachter Zeit und genau nach Zeichnung gefertigt. Na, dann lasst uns mal gleich einbauen. Hey, was ist denn das, passt mal wieder nix, Dein Fensterloch ist ja viel zu klein.

Meister: Kann gar nicht sein, ich hab genau nach Zeichnung gemauert.

Tischler: Mit Maurerspezifischen Toleranzen, versteht sich.

Meister: Soll das eine Beleidigung sein? Hier, schau Dir die Zeichnung an, (hält den Zollstock ans Fensterloch) passt wie’ne eins. Da haben wir’s mal wieder, dieses alte Vorurteil, immer dem Maurer die Ungenauigkeit nachzureden.

Tischler: (Holt verblüfft schauend seine Zeichnung aus der Tasche und misst nach) Mein Fenster passt, bis auf den halben Millimeter! Hätte mich auch sehr gewundert, ich pfusche nie!

Meister: Dass es an mir nicht liegen kann, hast Du ja mit eigenen Augen gesehen, Du hast wohl die Zeichnung verwechselt, mein Lieber. Zeig mal her. (es wird verglichen)

Tischler: Diese Kopie habe ich von Dir, die Masse stimmen überein und hier ist auch Deine Unterschrift – na, überzeugt!

Meister: Das verstehe ich nicht. Wir können ja noch mal nachmessen, aber das Ergebnis ist mir schon jetzt klar. (Beide messen nach) Na bitte, ich wusste ja das es passt.

Tischler: Hier geht’s wohl nicht mit rechten Dingen zu. (Sie messen gegenseitig nach) Da haben wir es doch schon. Ganze zwei Komma zwei Zentimeter zu klein. Wie hätte es auch anders sein können, es ist doch immer dasselbe!

Meister: Was muss ich denn da sehen, Tischlers Fenster ist ganze zwei Zentimeter zu groß. Typisch!

Tischler: Langsam dämmert mir was. Zeig mal Deinen Zollstock her (Sie vergleichen). Da hat Dir jemand einen bösen Streich gespielt. Dein Zollstock ist ganze zwei Zentimeter zu kurz. Dieser hier ist vom ersten Millimeter an in Ordnung, hier siehst Du es an der Metallbegrenzung. So kommen wir freilich nie auf einen Nenner.

Anwendung: Symbolisch werden dem Brautpaar je ein Maßstab überreicht, mit dem Hinweis, sich vom Feind nicht den Maßstab verrücken zu lassen und ihn immer an Gottes Wort zu eichen.

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Okt 21 2008

An ihren Früchten

Geschrieben von under Hochzeit

An ihren Früchten, ein christliches Anspiel zur Hochzeit für 4 Personen

Sprecher: ”Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Darum: an ihren Früchten sollt ihr die erkennen. Matth. 7,18+20
David und Susanne wohnen schon einige Jahre in Paraguay. In dieser Zeit haben sie Jose und seine Familie als nette Leute kennengelernt. Aber Jose und seine Frau kennen den Heiland nicht.

Jose: Ich bin nicht so schlecht. Ich töte und stehle nicht. Gib mir etwas Zeit; dann werde ich sehen, ob du das bist, was du zu sein behauptest.

MUSIK

David: Susanne, ich hab heute wieder mit Jose gesprochen über den Glauben. Doch er scheint völlig verschlossen für die Botschaft des Evangeliums.

Susanne: Wir müssen unser Licht im täglichen Leben scheinen lassen, denn Christus sagte: ”An ihren Früchten werdet ihr die erkennen!”

David: Danke Susanne. Du machst mir wieder Mut. Ich will mir Mühe geben, dass mein Glaube in meinem Tun zu sehen ist.

Sprecher: Die warme paraguayische Sonne brannte auf Davids Rücken, während er fleißig das Unkraut entfernte. Man hörte nur das Geräusch seines Buschmessers, als eine Unkrautpflanze nach der anderen zu Boden fiel. Während er arbeitete, dachte er an das Gespräch, das er mit Jose hatte. Plötzlich wird David durch das Geräusch von Füßen im Sand in seinem Gedankengang unterbrochen.

David: Guten Tag, Jose. Was gibt es Neues?

Jose: Ich dachte, du könntest mir vielleicht dabei helfen, meinen Traktor in Gang zu bringen, und dir auch mein krankes Schwein ansehen.

David: Gewiss, ich komme mit dir mit. (lächelnd zu sich) Sie scheinen zu denken, dass ich alles tun kann. (zu Jose) Wir wollen die Abkürzung durch den Bananenhain nehmen. Dort ist es kühler. Und ich möchte Susanne sagen, dass ich ein Weilchen weg sein werde.

Sprecher: David kam nach wenigen Minuten zurück. Jose erhob sich von dem Baumstumpf, auf dem er gesessen hatte. Sie traten gemeinsam in den kühlen Schatten und folgten dem Pfad, der zwischen den Bäumen verlief, die mit Orangen beladen waren. Dann bogen die beiden Männer zur Seite um einem Loch auszuweichen. Plötzlich stolperte David über etwas, und hielt an um nachzusehen.

David: Was ist das?

Sprecher: In einem schnell ausgehobenen Loch lagen mehrere große Bündel reifer Bananen, die mit Blättern bedeckt worden waren. Es wurde David sofort klar, was passiert war. Die drei Männer, die er angestellt hatte, benutzten diesen Pfad jeden Morgen und Nachmittag. Sie mussten geplant haben, nach Einbruch der Dunkelgeit die Bananen zu holen, die sie für sich abgeschnitten hatten.
Ohne ein Wort zu sagen, hieb David noch einige Bündel Bananen mit seinem Buschmesser ab und legte die zu dem anderen, wodurch der Haufen doppelt so groß wurde. Dann bedeckte er die Früchte wieder.
Jose verstand auch was geschehen war.

Jose: Warum hast du das getan? Du weißt, dass Bananen dieses Jahr knapp sind, und doch hast du ihnen noch mehr gegeben, nachdem sie dich bestohlen haben. Schau was dir noch geblieben ist. Es ist nur noch wenig.

David: (nach kurzer Pause) Die Bibel sagt, wir müssen Böses mit Gutem vergelten. Ich möchte meine Helfer wissen lassen, dass ich ihnen dieses nicht verüble.

Sprecher: Es vergingen mehrere Monate und David hatte den Vorfall vergessen, bis David und Jose an einem Sonntagnachmittag auf dem Hof saßen und über die Ereignisse der letzten Woche sprachen.
Dann herrschte einige Augenblicke Stille bis Jose sie unterbrach.

Jose: David, erinnerst du dich daran, wie du vor mehreren Monaten deinen Helfern Bananen geschenkt hattest, nachdem sie dich bestohlen hatten?

David: Ja, ich erinnere mich wieder daran.

Jose: Das war es, was mir dabei geholfen hat, die Entscheidung zu treffen, die mein Leben völlig verändert hat. An jener Frucht erkannte ich, dass du etwas hattest, das sich zu kennen lohnte.

Sprecher: David floss das Herz über im Lobpreis zu Gott. Ihre Arbeit hier war nicht vergeblich gewesen.

Liebe ……………. und …………….. !
Auch eure Mitmenschen werden die Frucht eures Glaubens bei euch suchen. Wir wünschen euch, dass euer Leben ein klares Zeugnis vom Herrn ist. Denn Jesus sagt: ”An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.”

-ENDE-

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