Archive for Oktober, 2008

Okt 31 2008

Nur ein Traum?

Geschrieben von Christ under Kindergeschichten

Nur ein Traum, eine christliche Kindergeschichte

In den Bergen lebte einst ein armer Bergmann mit Namen Caleb. Er hatte eine Frau und eine Menge kleiner Kinder zu versorgen. Der Bergmann war ein treuer Christ, der am Sonntag stets in den Gottesdienst ging. Er musste dazu immer einen langen Weg zu Fuß zurücklegen. Einmal fragte ihn der Prediger: „Wie geht es Ihnen, Caleb?“ – „Oh, sehr gut“, antwortete der Bergmann. „Ich hatte nicht nur das nötigste, sondern das köstlichste Essen, seit ich lebe.“ Er erzählte dem Prediger, wie eines Abends alle Lebensmittelvorräte verzehrt waren und er nicht wusste, was die Familie zum Frühstück essen sollte. Sie hätten aber zum himmlischen Vater gebetet, sich dann in aller Ruhe ins Bett gelegt und fest bis zum Morgen geschlafen, als sie durch lautes Klopfen an der Haustür geweckt wurden. Beim Öffnen der Tür sah er einen Mann mit einem beladenen Pferd vor dem Eingang stehen, der ihn fragte, ob er der Bergmann Caleb sei. Als er dies bejahte, bat ihn der Fremde hinauszukommen, um mit ihm eine Last vom Pferd abzuladen. Auf die Frage, woher diese guten Gaben seien, antwortete der Überbringer: „Ich glaube, der liebe Gott hat dies geschickt.“ Als die Familie die Pakete öffnete, kamen sie aus dem Staunen nicht heraus, alles was das Herz sich wünschen konnte, war darin: Brot, Mehl, Schokolade, Zucker, Rosinen, Haferflocken, Wurst, Käse, Eier, Fleisch, Butter und viele andere schöne Leckerbissen. Der Prediger war ganz gerührt von dem Bericht und fragte, wer denn der liebe Spender gewesen sei. Der Bergmann verriet es nicht.
Lange Zeit danach kam der Prediger mit dem Dorfarzt Dr. Talbot zusammen. Seine Frau war eine gottesfürchtige Christin, die täglich zum Herrn betete: „Errette doch auch meinen Mann!“
Eines Nachts, als der Arzt schon im Bett lag, meinte er plötzlich eine Stimme zu hören, die sagte: „Sende Lebensmittel zu meinem Jünger Caleb.“ Der Doktor war ganz erschrocken und dachte, es wäre nur ein Traum. Er versuchte einzuschlafen. Bald hörte er wieder die gleichen Worte. Sofort stand er auf, weckte seinen Knecht und befahl ihm, alle Nahrungsmittel aus der Speisekammer in Pakete zu packen und sie auf das Pferd zu laden. Ehe die Sonne aufging, ritt der Knecht zu dem armen Bergmann, um ihm die wunderbaren Gaben zu bringen. Deshalb antwortete dieser auch auf die Frage, wer denn der edle Spender sei: „Ich glaube, der liebe Gott hat es geschickt.“
Dr. Talbot wurde von der Zeit an auch ein treuer Jünger Jesu, denn Gott hatte so deutlich mit ihm gesprochen, und zwar im Traum. Dem Bergmann Caleb aber war aus der großen Hungersnot geholfen.

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Okt 31 2008

Das freche Gesicht

Geschrieben von Christ under Kindergeschichten

Das freche Gesicht, eine christliche Kindergeschichte

Ein Vater ging mit seinen Kindern zum Fotografen, um Passbilder für den Kinderpass machen zu lassen. Zunächst kamen die beiden Mädchen an die Reihe. Zweimal blitze es, und die Aufnahme war fertig. Nun kam ihr Bruder Georg an die Reihe. Der Fotograf sagte ihm, wo er sich hinstellen sollte, er zeigte ihm, wie er den Kopf drehen und wohin er blicken sollte und vor allem, dass er sich nicht bewegen dürfe. Gerade in diesem Augenblick fiel seine Mütze auf den Boden, schnell sprang seine kleine Schwester vor, um sie aufzuheben, als Georg ihr einen Stoß versetzte und ihr einen ganz wütenden Blick zuwarf. Da blitze es und dieser zornige Blick von Georg kam auf das Bild. Als die Bilder fertig waren, schickte sie der Fotograf ins Haus. „Ist das mein Georg?“ rief die Mutter ganz entsetzt, als sie die Bilder sah. „Grässlich sieht das Bild aus“, sagte der Vater. – „Was ist das für ein zorniges Gesicht?“ fragte Onkel Hans, als man ihm das Bild zeigte. –
„Wer ist der ungezogene Junge?“ wollte Tante Anna wissen, als sie die Fotografie sah.
Alle, denen man dieses Bild zeigte, schüttelten entsetzt den Kopf. Ihr könnt euch denken, wie sich Georg über dieses Bild ärgerte.
Die weite Welt ist Gottes große Malerwerkstatt, hier wird unser Bild durch Gottes Meisterhand gestaltet. Wenn Jesus uns nicht von unseren Sünden befreien kann, dann sehen wir so zornig, so lieblos und frech aus wie der Georg auf diesem Bild. Wenn Gott unser Bild aber zeichnet, dann nimmt er alles Böse von uns, und wir sehen später schön wie der Herr Jesus aus.

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Okt 31 2008

Gott belohnt zur rechten Zeit

Geschrieben von Christ under Kindergeschichten

Gott belohnt zur rechten Zeit, eine christliche Kindergeschichte

Ein Prediger ging am Samstagabend noch durch die Dorfstraße. Die Glocken läuteten gerade den Sonntag ein. Als er nun an einem der letzten Häuser zum Fenster hineinschaute, sieht er ein kleines Mädchen, das einen Silbertaler in einer Schüssel mit Wasser, Sand und Seife reinscheuert.
„Was machst du denn da?“ fragte der Prediger.
„Ach, Herr Pastor, in der Sonntagsschule soll doch morgen eine Kollekte für die Mission gesammelt werden, und da will ich das Geld recht blankputzen, weil das Geld, das in so vielen unreinen Händen gewesen ist, nicht für die Sache des heiligen Gottes gegeben werden kann. Deshalb reinige ich es jetzt.“ Der Prediger strich dem kleinen Mädchen sanft über den Kopf: „Recht so, mein Kleines, alles, was für Gott getan wird, soll mit reinem Herzen getan werden!“
Später, als dieses Mädchen schon eine Mutter geworden war, musste sie ein hartes Schicksal erleiden. Sie wurde durch eine Krankheit blind. Ihr Mann hatte lange Zeit keine Arbeit, und damals gab es noch keine Arbeitslosenunterstützung. Der Mann war nach Amerika gereist, um sich dort nach Arbeit umzusehen. Nun lebte die blinde Frau mit ihren vier Kindern lange Zeit allein. Eines Sonntagsmorgens saß sie in der Küche und wusste nicht, woher sie das Geld für die fällige Miete nehmen sollte. Der Hauswirt wollte die Wohnung kündigen, denn er wusste, dass der Mann keine Arbeit hatte und nicht im Lande war. Die Frau schrie zu Gott: „Allmächtiger Vater im Himmel, du kennst unsere Not, hilf uns, damit wir in unserer Wohnung bleiben können!“ Es war ein kurzer Hilfeschrei zum Himmel, aber Gott der Herr hatte Mittel und Wege.
Als die blinde Mutter das Mittagsmahl zuzubereiten begann und in der Speisekammer zwischen den Mehlbeuteln und Griessäcken herum suchte, spürte sie plötzlich einen kleinen harten, runden Gegenstand in ihrer Hand. Es war ein Silbertaler, wie sie ihn in ihrer Jugendzeit immer hübsch blankgeputzt hatte.
„Dem Himmel sei Dank!“ rief die Mutter hocherfreut.
„Gott, der Allmächtige, hat mich erhört und uns aus aller Not geholfen.“ Ihr war es, als sei das Geld direkt vom Himmel herniedergekommen. Sie rief ihren ältesten Sohn und sagte: „Von jetzt an wollen wir Gott noch viel mehr vertrauen, denn er prüft unseren Glauben. Er gibt uns seine Hilfe, wo nichts mehr zu hoffen ist.“

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Okt 31 2008

Ein Tag ohne Arbeit

Geschrieben von Christ under Kindergeschichten

Ein Tag ohne Arbeit, eine christliche Kindergeschichte

Beate war ein kleines fröhliches Mädchen. Eines Morgens rief sie: „Ach, wenn ich nur einmal den ganzen Tag, von früh bis spät spielen könnte, ohne arbeiten zu müssen, dann würde ich ganz glücklich sein!“
„Gut“, sagte die Mutter. „Heute hast du frei. Spiele den ganzen Tag, ich will dir keine Arbeit geben, selbst wenn du darum bitten solltest.“
Beate lachte über den gelungenen Streich, sie legte ihre Schulbücher und das Strickzeug beiseite und sprang hinaus ins Freie, um zu spielen. Doch bald wurde es ihr zu langweilig. Als sie gerade am Pflaumenbaum angelangt war, dachte sie, ich will der Mutter schnell einen Korb voll süßer Pflaumen pflücken, damit sie einen schönen Pflaumenkuchen backen kann. Als sie das Körbchen holen wollte, rief ihr die Mutter zu: „Beate, das ist kein Spielzeug, das ist ja Arbeit. Als ich dich gestern bat, Pflaumen zu pflücken, da hast du geweint. Trag bitte schnell das Körbchen wieder in die Laube!“
Beate wurde ganz traurig, denn es fiel ihr schon jetzt schwer, den ganzen Tag zu faulenzen. Bald darauf hörte sie ihr kleines Schwesterlein in der Wiege schreien. Schnell sprang sie dort hin, um das Baby hin und her zu schaukeln. Aber die Mutter hielt sie zurück mit den Worten: „Heute wird nicht gearbeitet, mein Kind! Du wolltest doch den ganzen Tag über spielen.“
Beate durfte den ganzen Tag nichts tun. Ganz missmutig nahm sie ihre Puppe und spielte eine Weile damit; doch bald war die Lust vergangen, sie ging in den Garten und lehnte sich über den Zaun, um den Enten und Gänsen zuzusehen. Aber auch das wurde ihr sehr langweilig. Sie durfte nicht in der Küche helfen, sie durfte nicht zum Kaufmann gehen, alles wurde ihr verboten.
Endlich fragte Beate: „Mutti, wie kommt es denn, dass man beim Spielen so müde werden kann?“ Die Mutter erklärte ihr: „Weil Gott nicht gewollt hat, dass wir nichts tun sollen, sondern sein Gebot heißt: Sechs Tage sollst du arbeiten, und der siebte Tag ist ein Ruhetag von aller Arbeit.“
„Morgen will ich dann wieder fleißig sein und dir viel helfen, Mutti“, versicherte Beate und gab der Mutti schnell viele Küsschen.

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