Archive for September, 2008

Sep 23 2008

Eine Rebe auf der Reise

Geschrieben von Christ under Erntedankfest, Nachfolge

Eine Rebe auf der Reise, ein christliches Anspiel zum Thema Nachfolge oder zum Erntedankfest für 6 Personen

Sprecher: Habt ihr etwas Phantasie? Gut! Dann stellt euch vor, ihr läget am Fuß eines Weinberges im Gras und belauschtet ein Gespräch. Es ist ein ungewöhnliches Gespräch, denn eine Weinrebe, ein Grashalm, eine Blume und ein Vogel sind daran beteiligt.
(Gras und Blume stehen vorn. Die Rebe kommt angestürmt. Der Vogel wartet bis zu seinem ersten Auftritt im Hintergrund. Zur Verdeutlichung können die Akteure Namensschilder tragen.)

Gras: Hallo! Was kommt denn da angestürmt? Pass auf! Fast hättest du mich umgeknickt!

Rebe: Entschuldigung, Grashalm! Der Wind hat mich hier einfach fallengelassen. Übrigens: Ich bin eine Rebe vom größten Weinstock dort oben.

Gras: Schon gut. Du kannst dich ruhig hier niederlassen.

Rebe: Danke. Aber lange möchte ich mich nicht hier aufhalten. Eigentlich wollte ich höher hinaus, aber der Wind kümmert sich scheinbar nicht um meine Wünsche. Hoffentlich nimmt er mich mit, wenn er wiederkommt, denn ich möchte etwas von der Welt sehen.

1. Blume: Darf ich dich einmal etwas fragen?

Rebe: Klar!

1. Blume: Tut es dir nicht leid, dass der Wind dich vom Weinstock abgerissen hat?

Rebe: Kein bisschen!

1. Blume: Das verstehe ich nicht! Du gehörst doch an den Weinstock. Da ist dein richtiger Platz.

Rebe: Wieso? Muss man denn immer am gleichen Ort hocken?

2. Blume: Aber vom Weinstock bekommst du doch deine Nahrung. Er gibt dir den Saft, damit du wachsen kannst.

Rebe: Ach, immer der gleiche Saft! Auf die Dauer ist das doch langweilig. Sieh mich an: Bin ich nicht frisch und grün? Ich fühle mich stark und gesund. Bald werden Trauben an mir wachsen. Ich habe alles, was ich brauche. Ich will meinen Platz im Leben selbst aussuchen und unabhängig sein.

Gras: Das klingt ja fast, als hättest du es bei deinem Weinstock sehr schlecht gehabt.

Rebe: Keineswegs! Mir fehlte nur die Unabhängigkeit, wie ich sie jetzt genieße. Herrlich, diese neu gewonnene Freiheit!

2. Blume: Irgend etwas stimmt aber an der Sache nicht. Für einen Vogel und Schmetterling ist es ja gut und richtig, umherzufliegen, aber für eine Weinrebe…

Rebe: Ihr versteht mich eben nicht, fest gewurzelt wie ihr seid.

Gras: Nein, viel verstehe ich davon nicht. Aber ich weiß, dass ein Grashalm verwelkt, wenn er abgeknickt wird.

Rebe: Na und? Bin ich etwa aus Gras? – Langsam geht ihr mir mit eurem ‚Wenn’ und ,Aber’ auf die Nerven! Ich werde schon etwas aus mir machen, und zwar ganz allein. Aus eigener Kraft. Die Welt werde ich mir ansehen.
(Vogel tritt hinzu)

Vogel: Hallo! Über was redet ihr denn so eifrig? – He, Rebe, dich kenne ich doch! Was machst du denn hier unten? Vorhin hingst du doch noch an dem Weinstock dort oben.

Rebe: Ja, vorhin! Aber jetzt bin ich nicht mehr von ihm abhängig! Endlich bin ich mein eigener Herr!

Vogel: Da hast du aber einen schlechten Tausch gemacht, Weinstock gegen Erde! Hier unten gibt’s für dich doch nichts zu holen. Oder interessierst du dich etwa auch für Regenwürmer, so wie ich?

Rebe: Ich will hier ja auch nicht bleiben, sondern möglichst viel herumkommen. Darum gefiel es mir nicht mehr am Weinstock.

Vogel: Aha. Ein Stückchen könnte ich dich vielleicht mitnehmen.

Rebe: Das wäre schön. Dafür darfst du dir dann von mir Weintrauben pflücken, wenn ich erst welche habe.

Vogel: Das ist ein Angebot! Wo soll’s denn hingehen?

Rebe: Auf die Spitze des Berges, bitte.

Vogel: Also los!

Rebe: Auf Wiedersehen, ihr Seßhaften! Lasst es euch nicht sauer werden, dass ihr in der Erde eingewurzelt seid. Bekommt ihr auch nicht Lust zum Verreisen, wenn ihr mich hier fliegen seht?
(durcheinander)

1. Blume: Nein, danke!

2. Blume: Nein, danke!

Gras: Nein, danke!
(Vogel und Rebe treten in den Hintergrund)

Sprecher: Wochen seit diesem denkwürdigen Gespräch vergangen. Es ist Herbst geworden. Im Laub der Weinstöcke glänzt eine Fülle reifer, blauer Trauben. Gras und Blume haben längst ihre Samen mit dem Wind verstreut. Sie haben jetzt viel Zeit zum Nachdenken. Da erhalten sie unerwartet Besuch.
(Vogel tritt vor)

Gras: Ach, du bist’s Vogel! Dich hat man ja hier lange nicht mehr gesehen.

1. Blume: Du holst dir wohl deinen Nachtisch vom Weinberg?

Vogel: Ich versuche es jedenfalls. Das ist gar nicht so einfach. Die Menschen versuchen mit allen Mitteln, uns von den reifen Trauben fernzuhalten.

2. Blume: Warum holst du dir nicht die Weinbeeren, die dir die Rebe am Sommeranfang versprochen hat?

Vogel: Meinst du die Rebe, die ich zur Bergspitze getragen habe?

2. Blume: Genau die! – Wie hat es eigentlich damals mit dem Flug geklappt?

Gras: Ist sie dort zufrieden? Wie geht es ihr?
(Vogel unterbricht)

Vogel: Eins nach dem andern! Ich kann nicht zig Fragen gleichzeitig beantworten, wenn ich auch sonst nicht auf den Schnabel gefallen bin. Der Flug hat geklappt und die Rebe war begeistert von dem Platz, den sie sich ausgesucht hatte. Ich legte sie ab und verabschiedete mich…
(Gras fällt ihm ins Wort)

Gras: Bist du nicht noch mal dagewesen?

Vogel: Doch, einmal noch, kurz darauf.

1. Blume: Und?

Vogel: Da gibt’s nicht mehr viel zu erzählen. Sie sah kränklich aus.

Gras: War sie etwa abgeknickt?

Vogel: Nein, das nicht. Aber sie ließ alle Blätter hängen, sah gelb und welk aus und sagte: ,,Ich probiere es schon die ganze Zeit, und ich werde mich auch weiter bemühen, aber ich sehe kein Ergebnis. Außerdem fühle ich mich müde. Ob das am Wetter liegt?" – Ich fragte: „Was probierst du?“ – „Dass ich wachse und endlich Trauben bekomme“, antwortete sie. „Ich konzentriere mich, strenge mich an, denke nur noch an Weintrauben, aber es wächst keine einzige.“

Gras: Ja, wenn sie schon so verwelkt war, dann…

2. Blume: …dann ist sie bestimmt jetzt ganz vertrocknet. Wäre sie doch nur am Weinstock geblieben! Dort hätte es ihr niemals an Saft gefehlt.

Gras: Und auch nicht an Früchten.

Sprecher: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
Johannes 15, 5

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Sep 23 2008

Erntedank – das älteste Fest der Menschheit

Geschrieben von Christ under Erntedankfest

Erntedank – das älteste Fest der Menschheit, ein christliches Anspiel zum Erntedankfest für 3 Personen

Lektor 1: Welches ist das älteste Fest der Menschheit?

Lektor 2: Das Erntedankfest! Schon Kain und Abel feierten es. Da standen zwei Altäre: einer bedeckt mit den Früchten des Feldes – Lämmer und das Fett der Herde wurden auf dem andern geopfert. Die große Freude über den empfangenen Segen des Herrn lag über den beiden Männern, und die Opferfeuer rauchten; denn jene erste Erntefeier war ein echter Gottesdienst.

Lektor 3: „Es begab sich nach etlicher Zeit, dass Kain dem Herrn ein Opfer brachte von den Früchten seines Feldes. Und auch Abel brachte von den Erstlingen seiner Herde.“

Lektor 2: So steht es geschrieben. – Wie kam es dann, dass Kain neidisch und mit schiefem Blick auf seinen Bruder sah? Das ist das Geheimnis des Bösen, der Unkraut unter den Weizen sät.

Lektor 3: „Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick.“

Lektor 2: Und das Ende jenes ersten Erntedankfestes war Mord und Totschlag.

 

Lektor 1: Gott schenkt uns die Fülle seiner Gaben – was tun wir damit?

Lektor 2: Viele Erntedankfeste wurden seither gefeiert. Aber nur jenes in der Mitte der Zeiten, das im Heiligen Land gefeiert wurde, ist noch von Wichtigkeit:

Lektor 3: „Aber am letzten Tage des Festes, der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“

Lektor 2: Da wurde der Menschheit die größte Gabe geschenkt. Jetzt war letzte Erfüllung und Grund zu größter Freude gegeben.
Wenige Verse weiter steht geschrieben:

Lektor 3: „Es wollten aber einige ihn ergreifen.“

Lektor 2: Und auch dieses Fest endete kurz darauf mit Mord und Totschlag.

 

Lektor 1: Gott schenkt uns seinen Sohn, die Gabe aller Gaben – und was tun wir damit?

Lektor 2: Das letzte Erntefest wird nicht auf Erden, sondern an himmlischen Orten gefeiert werden. Da wird erfüllt werden, was in der Offenbarung geschrieben steht:

Lektor 3: „Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke. Und auf der Wolke saß einer, der gleich war einem Menschensohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel. Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke saß, mit großer Stimme zu: Setze deine Sichel an und ernte; denn die Zeit zu ernten ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist reif geworden! Und der auf der Wolke saß, setzte seine Sichel an die Erde, und die Erde ward geerntet.“

Lektor 2: Was wird dann sein?

Lektor 1: Gewogen wird, was unserem Leben Gewicht gibt!

Lektor 2: Was wiegt, was hat Bestand?

Lektor 1: Gewicht hat die Liebe! Das Maß unserer Liebe wird gewogen!

 

Lektor 3: Wir sind verantwortlich für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun.

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Sep 23 2008

PSALMENLESUNG ZU ERNTEDANKFEST

Geschrieben von Christ under Erntedankfest

Psalmlesung zu Erntedankfest für 5 Personen

Sprecher 1: Wenn ich sehe die Himmel, deiner Hände Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast, was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst? (Psalm 8,4)

Sprecher 2: Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen! (Psalm 8,10)

Sprecher 3: Du suchst das Land heim und bewässerst es und machst es sehr reich. (Psalm 65,10)

Sprecher 4: Lobet, ihr Völker, unsern Gott, lasst seinen Ruhm weit erschallen. (Psalm 66,8)

Sprecher 5: Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder. (Psalm 9,2)

Sprecher 1: Jauchzet dem Herrn alle Welt! (Psalm 100,1)

Sprecher 2: Die Anger sind voller Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, dass man jauchzet und singet. (Psalm 65,14)

Sprecher 3: Gehet hin zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen! Denn der Herr ist freundlich, und seine Güte währet ewig und seine Wahrheit für und für. (Psalm 100,4-5)

Sprecher 4: Das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist; es sollen jauchzen alle Bäume im Walde. (Psalm 96,12)

Sprecher 5: Danket dem Herrn; denn er ist freundlich und sine Güte währet ewiglich. (Psalm 136,1)

Sprecher 1: Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. (Psalm 126,5)

Sprecher 2: Ich will dich erheben, mein Gott, du mein König, und deinen Namen loben immer und ewiglich. (Psalm 145,1)

Sprecher 3: Aller Auge wartet auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen. (Psalm 145,15-16)

Sprecher 4: Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! (Psalm 150,6)

alle: Gelobt sei der Name des Herrn von nun an bis in Ewigkeit! (Psalm 113,2)

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Sep 23 2008

DIE EINLADUNG

Geschrieben von Christ under Erntedankfest

DIE EINLADUNG, ein christliches Anspiel zum Thema Frucht bringen / Erntedankfest für 2 Personen

1. Kamerad: Hey, warte mal! Was hast du eigentlich in Französisch für `ne Note?

2. Kamerad: Glück gehabt! Grad´ noch ´ne 3-.

1. Kamerad: Kommst du heute Abend zur Jungschar?

2. Kamerad: Ja. Wieso?

1. Kamerad: Ich hab‘ gerade gedacht, dass wir Christian mal mit zur Jungschar nehmen könnten.

2. Kamerad: Ich weiß nicht…

1. Kamerad: Wieso?

2. Kamerad: Ja, dann wird er in der Klasse erzählen, dass wir fromm sind, nicht fernsehen dürfen, immer zur Kirche
gehen usw.

1. Kamerad: Na und, du weißt doch, was für einen Vers wir in der Jungschar aufhatten: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

2. Kamerad: Na ja, (Pause) hm. Ich glaub‘, du hast recht. Wir sollen für unseren Herrn Jesus ein kleines Opfer bringen, denn er hat für uns noch viel mehr getan.

1. Kamerad: Ja, und damit, dass wir Christian mit zur Jungschar nehmen, bringen wir Frucht.

2. Kamerad: Stimmt. Also laden wir ihn ein.

1. Kamerad: Alles klar!
(zum Publikum) Jesus fordert uns dazu auf, in ihm zu bleiben, damit wir viel Frucht bringen. Jemanden zur Jungschar einzuladen ist nur ein Beispiel dafür, es gibt noch viel mehr Möglichkeiten. Sollte nicht jeder von uns eine Möglichkeit wahrnehmen?

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