Archive for Juni 10th, 2008

Jun 10 2008

Pass auf, kleine Zunge, was du sprichst

Geschrieben von under Kindergeschichten

Pass auf, kleine Zunge, was du sprichst, eine christliche Kindergeschichte

In Indien lebte ein Missionar, der Gottes Wort so gut predigte, dass das Gotteshaus immer bis auf den letzten Platz gefüllt war. Sonntag für Sonntag kamen die Leute aus der weiten Umgebung. – Doch eines Tages war die Kapelle fast leer und von diesem Tage an kamen immer weniger Besucher in das Gotteshaus. Der Prediger wusste nicht, weshalb das so war, die wenigen, die kamen, sahen ihn recht zweifelhaft an und schwiegen. Endlich sagte ihm einer die Wahrheit: „Herr Pastor, Sie predigen den Menschen von der Liebe, der Sanftmut und der Barmherzigkeit. Und daheim laufen Sie Ihrer Frau mit einem dicken Knüppel hinterher, dass sie kreischend vor Ihnen flieht.“
Der Prediger lachte hell auf, er ließ seine Frau kommen, um die Geschichte klarzustellen.
„Ja“, sagte die Frau, „mein Mann kam mir mit einem dicken Knüppel hinterhergelaufen, und ich rannte schreiend davon, aber nicht vor meinem Mann, sondern vor einer Ratte, die bei uns im Hause war. Die Ratte hatte der Mann, der die Geschichte im Dorf herumerzählte, nicht gesehen.“
Durch diese Verleumdung kamen die Menschen nicht mehr in den Gottesdienst, und der Teufel hatte an dieser Unwahrheit seine helle Freude.
„Pass auf, kleine Zunge, was du sprichst, denn der Vater in dem Himmel schaut herab auf dich, pass auf, kleine Zunge, was du sprichst.“

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Jun 10 2008

Der Vater

Geschrieben von under Kindergeschichten

Der Vater, eine christliche Kindergeschichte

In Amerika gibt es große Wasserfälle. Die sind breiter als zwanzig Häuser, sie heißen: „Niagarafälle“. Dort spannte einmal ein Seilkünstler von der einen zur anderen Seite ein Seil. Dann ließ er in einer Zeitung ankündigen, dass er diese breiten Wasserfälle auf einem Stahlseil mit einer Schubkarre voll Steinen überqueren werde. Das war eine Sensation, es kamen über tausend Menschen, um diese gefährliche Sache mitzuerleben. Der Mann fuhr einmal hinüber und kam wieder zurück – insgesamt überquerte er die gefährlichen Wasserfälle dreimal. Dann rief er in die Menge der Zuschauer: „Haben Sie den Eindruck, dass ich sicher über das Seil fahre?“ – „Ja“ brüllten die Menschen. „Gut“, sagte der Seilkünstler, „ich lade jetzt die Steine aus und möchte jemanden von Ihnen bitten, in die Karre einzusteigen, um mit mir über die Wasserfälle zu fahren.“ Alle wurden still – keiner meldete sich. Sie hatten alle große Angst. Jetzt kletterte ein kleiner Junge das Gerüst empor. Er ließ sich dreimal in der Karre über die Wasserfälle fahren.
„Hurra! Hurra!“schrien die Menschen und klatschten in die Hände. Die Zeitungsreporter kamen und fragten den Jungen, ob er denn keine Angst gehabt hätte.
„Wieso?“ sagte der Junge, „dieser Mann ist mein Vater. Wir haben diese Seilfahrt schon hundertmal geübt. Bei meinem Vater bin ich ganz sicher, er lässt mich niemals fallen.“ –
So ist es auch bei unserem himmlischen Vater, liebe Kinder. Er hält uns in seiner starken Hand und lässt uns niemals fallen.

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Jun 10 2008

Der Spaßmacher

Geschrieben von under Kindergeschichten

Der Spaßmacher, eine christliche Kindergeschichte

Im Wartezimmer eines Arztes sitzen viele kranke Menschen, sie stöhnen manchmal vor Schmerzen, andere haben ein verkrümmtes Rückgrat und müssen immer ganz nieder¬gebeugt durch die Straßen gehen. Manche haben Bauchschmerzen oder Halsweh. Sehr schlimm sind die Schmerzen am Kopf, wenn man Ohrenschmerzen oder Zahnschmerzen hat.
Es gibt aber auch Menschen, die spüren keine Schmerzen, trotzdem sind sie ganz, ganz traurig. Sie haben viele trübselige Gedanken und sehen alles nur grau in grau. Ward ihr auch schon einmal so traurig?
Solch ein trauriger Mann saß einmal beim Arzt. »Herr Doktor, ich bin immer furchtbar traurig, ich möchte gar nicht mehr leben.«
»Haben Sie denn irgendwelche Schmerzen?« fragte der Arzt.
»Nein, ich bin gesund, aber ich könnte immerzu weinen.«
»Vielleicht haben Sie Geldsorgen?«
»Nein, Herr Doktor, ich verdiene sehr gut, aber ich kann mich trotzdem über nichts richtig freuen.«
»Ärgern Sie sich vielleicht über die bösen Menschen?«
»Nein, Herr Doktor, die Menschen, denen ich begegne, sind alle sehr freundlich und lieb zu mir.«
»Ja, haben Sie denn keine Wohnung?«
»O doch, Herr Doktor, ich besitze sogar eine Prachtvilla mit schönen Möbeln, Gemälden, Teppichen und werde von Dienern täglich versorgt.«
Der Arzt schaute den traurigen Mann ganz verlegen an.
Plötzlich kam er auf eine gute Idee: »Hören Sie, gehen Sie doch einmal auf den Marktplatz, dort steht täglich auf einem Podest ein Spaßmacher. Der macht vor den Leuten so viel Spaß, dass alle zu lachen beginnen, es ist ein weltbekannter Komiker. Meine Patienten haben mir von ihm erzählt, wer ihn hört, der kommt aus dem Lachen nicht mehr heraus, dieser Clown kann die Menschen recht fröhlich machen. Gehen Sie zu ihm, und Ihre Traurigkeit wird verschwinden«, riet der Arzt. Der arme Mann schüttelte traurig seinen Kopf: »Nein, nein, das kann mir auch nicht helfen. Der große Spaßmacher, der bin ich selber, Herr Doktor.«
Ja, so etwas gibt es – Menschen, die viel Spaß machen und viele Witze erzählen, sind manchmal selber ganz, ganz traurig. – Nur der Herr Jesus Christus kann uns wirkliche Freude bringen. Er hat zu seinen Jüngern gesagt: »Ich liebe euch so, wie der Vater mich liebt. Bleibt in dieser Liebe! – Ich habe euch dies gesagt, damit meine Freude euch erfüllt und an eurer Freude nichts mehr fehlt.«
Dieser Spaßmacher hat scheinbar alles, um glücklich zu sein, aber trotzdem ist er maßlos traurig, weil der Heiland nicht in seinem Herzen wohnt.

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