Archive for Juni 10th, 2008

Jun 10 2008

Die Engel behüten uns…

Geschrieben von under Kindergeschichten

Die Engel behüten uns…, eine christliche Kindergeschichte

Zwei Kinder waren auf dem Feld, um bei der Ernte zu helfen. Sehr schnell zog ein furchtbares Gewitter auf. Am Himmel wurde es so dunkel, dass man Angst bekommen konnte. Die Pferde scheuten und gingen dem Bauern durch. Alles rannte panikartig vom Feld, nur Johanna und der kleine Stephan konnten nicht so schnell fliehen. Donner und Blitz wechselten ununterbrochen ab. Die Kinder fürchteten sich sehr. Stephan fragte die Johanna: »Was sollen wir nur tun? Wir werden ganz nass, und wenn ein Blitz einschlägt, dann sind wir tot.«
»Hab nur keine Angst, kleiner Stephan!« sagte Johanna, »der Heiland hat seinen Engeln befohlen, dass sie uns behüten. Wir laufen dort hinüber in die Feldscheune und beten zum Vater im Himmel. Der allmächtige Gott wird uns behüten!« Grell zuckten die feurigen Blitze zur Erde. Die beiden rannten in die Scheune und knieten dort nieder. Ständig wurde das Gebäude von neuen Blitzschlägen erschüttert. Johanna deckte den kleinen Stephan mit ihrem großen Tuch zu und rief zum Herrn: »Lieber Herr Jesus, du hast doch damals deine Jünger auch aus dem furchtbaren Unwetter gerettet. Hilf du uns auch jetzt aus der großen Not!« Der Sturm heulte um die Feldscheune, es schien, als würde das Dach davon gerissen werden. Die Blitzschläge kamen immer näher. Als Johanna empor sah, erblickte sie am Scheunentor eine leuchtende Gestalt, die ihr zuwinkte, die Scheune zu verlassen. Was sollten die Kinder tun? Noch nie hatte Johanna solch eine herrliche Gestalt gesehen. Der Engel Gottes winkte ganz intensiv und blickte sie liebevoll an.
»Stephan, komm, wir müssen aus der Scheune fliehen!« rief Johanna.
»Aber wohin sollen wir denn bei diesem furchtbaren Regen gehen?« fragte er mit angsterfüllter Stimme.
»Komm, Stephan, der Herr Jesus wird uns behüten!« Schnell liefen die Kinder zum Scheunentor hinaus. Es hagelte jetzt heftig vom Himmel. Der Sturm war so stark, dass ihnen fast der Atem wegblieb. Einige Meter von der Scheune entfernt stand ein alter Erntewagen. Unter diesen Wagen krochen die Kinder und beteten laut zum Vater im Himmel: »Herr Gott, hilf uns doch bitte, Jesus Christus, hilf uns, wir haben solche Angst! Bitte, bitte, hilf uns!«
Plötzlich gab es einen ohrenbetäubenden Knall, der Blitz schlug in die Feldscheune ein. In Sekundenschnelle stand das ganze Stroh lichterloh in Flammen. – Bald hörte das entsetzliche Gewitter auf. Die Scheune brannte in wenigen Minuten bis auf den Grund nieder. Aber die Kinder waren durch den Dienst der Engel Gottes gerettet. Ihre Eltern umarmten sie und weinten vor Freude, als sie hörten, wie herrlich der allmächtige Gott sie aus der größten Not gerettet hatte.

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Jun 10 2008

Der unglückliche Reiche

Geschrieben von under Kindergeschichten

Der unglückliche Reiche, eine christliche Kindergeschichte

Auf einem Schulhof stehen die Kinder und prahlen: »Mein Vater hat einen Mercedes!« – »Und meiner hat einen Porsche, der ist viel schneller!« – »Wir haben eine Villa!« – »Meine Eltern besitzen ein Schloss!« – »Mein Vater ist Bürgermeister!« – »Mein Vater ist Oberregierungsrat!« – »Und was ist denn dein Vater?« fragen sie einen armen Jungen. »Mein Vater ist Klamotteur!« – »Was ist denn das für ein Beruf?« wollten sie wissen. »Das sage ich euch nicht«, rief der Arme und verschwand. Sein Vater war arbeitslos und musste nun beim Straßenbau Klamotten, das heißt Steine fahren. Deshalb schämte sich der Junge und sagte, sein Vater sei »Klamotteur«.     .
Der Lehrer, der dieses Gespräch gehört hatte, las den Kindern eine lehrreiche Geschichte vor: »Kunz ging einmal über Land und kam matt und verdrossen bei einem Gasthof an, wo er sich einen Krug Bier und ein Stück schwarzes Brot geben ließ. Er war unzufrieden, dass er seine Reise zu Fuß machen musste und dabei nichts Besseres essen konnte.
Kunz saß noch nicht lange im Gasthof, da kam ein schöner Wagen gerollt, in dem ein reicher Mann saß, der sich ein Stück kalten Braten und eine Flasche Wein reichen ließ, was er in seinem Wagen verzehrte. Kunz sah ihm neidisch zu und dachte, wenn er es doch auch so gut hätte. Der Reiche merkte es und sagte zu ihm: >Hättest du wohl Lust, mit mir zu tauschen?< – >Das ist doch gar keine Frage. Natürlich würde ich gern tauschen<, antwortete Kunz, ohne sich lange zu bedenken. >Geben Sie mir Ihre Kutsche, und ich will Ihnen alles geben, was ich besitze.<
Jetzt befahl der Reiche seinen Dienern, dass sie ihn aus dem Wagen heben sollten. Welcher Anblick! Seine Füße waren gelähmt, er konnte nicht stehen, sondern musste sich von seinem Diener so lange halten lassen, bis die Krücken herbeigebracht waren, auf die er sich stützte. >Nun<, fragte der Reiche, als er sich zu Kunz an den Tisch gesetzt hatte, >hast du noch immer Lust, mit mir zu tauschen?<
>Um alles auf der Welt, nein!< gab der erschrockene Kunz zur Antwort. >Ich will lieber schwarzes Brot essen und mein eigener Herr sein; als Wein und Braten haben und mich wie ein kleines Kind von anderen umhertragen zu lassen. Gott behüte euch!< Mit diesen Worten stand er auf und ging fort.
>Hast recht!< rief ihm der Reiche nach, >könntest du mir deine gesunden Beine geben, du solltest meinen Wagen, meine Pferde, mein Geld, alles dafür haben. Ein gesunder armer Mann ist glücklicher als ein steinreicher Krüppel.<<<     .
Ach Kinder, wir wollen immer dankbar sein und daran denken, Gesundheit ist ein großes Gut. »Dich allein – denn alle Freuden hab ich, wenn ich Jesum hab. Leben, Wohlsein, alles, alles geb ich hin für diese Gab. Dich allein, dich allein, Herzensheiland, dich allein!«

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Jun 10 2008

Der Schatz der Schnecke

Geschrieben von under Geschichten aus dem Leben

Die Tiere hielten eine Versammlung ab und begannen sich darüber zu beklagen, dass die Menschen ihnen immer wieder Dinge wegnähmen.
„Sie klauen meine Milch“, schimpfte die Kuh.
„Sie stehlen meine Eier“,  jammerte die Henne.
„Sie nehmen mein Fleisch und machen Speck daraus“, beschwerte sich das Schwein.
„Sie machen Jagd auf mich wegen meines Öls“, entrüstete sich der Wal.
Und so ging es fort.
Schließlich meldete sich die Schnecke zu Wort: „Ich habe etwas, was sie auch gerne hätten, sogar mehr als alles andere. Etwa sie was mir gerne wegnähme, wenn sie könnten.“
„Und was ist das?“ fragten die anderen Tiere ganz gespannt.
Die Antwort der Schnecke war kurz: „Ich habe ZEIT.“

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Jun 10 2008

Pass auf, was du sprichst

Geschrieben von under Geschichten aus dem Leben

Zu einem weisen Mann kam einst eine Frau, die über die Menschen in ihrer Umgebung viel zu klatschen hatte. Von jedem wusste sie etwas zu berichten und immer nur schlechte Dinge.
Der weise Mann hörte sich alle Verleumdungen und Lügen eine Zeitlang an. Dann sagte er zu der Frau: „Geh auf die Wiese und nimm eine Pusteblume, puste die kleinen, federleichten Samenkörner in alle Windrichtungen und dann komm wieder zu mir zurück.“ Die Frau schaute den weisen Mann ganz verdutzt an, gehorchte aber und pustete den Samen über das Feld. Der Wind trieb die kleinen Samenkörner weit über das Land. Als die Frau zu dem weisen Mann zurückkam, sagte er zu ihr: „Nun habe ich noch einen Wunsch, geh noch einmal auf die Wiese und sammle alle Samenkörner wieder ein.“ – „Das ist unmöglich, guter Herr!“ rief die Frau erschrocken. „Ja“, sagte der weise Mann, „Gott, der Herr, wird jedes unnütze Wort, das aus deinem Munde kommt, richten. Wenn man schlechte Dinge über seine Mitmenschen erzählt, ist es auch unmöglich, den ausgestreuten, bösen Samen wieder einzufangen!“

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