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Jun 02 2008

Ein Geschenk für Jesus

Geschrieben von under Kindergeschichten

Ein Geschenk für Jesus, eine christliche Kindergeschichte

Timon war heute besonders froh, und ging seit dem frühen Morgen nicht mehr vom Fenster weg. Er freute sich über den Schnee, der in der Nacht gefallen war und jetzt in der Sonne glitzerte.
"Mutti, schau mal, wie viel Schnee draußen liegt!" Er zog die Mutter zum Fenster, als sie ins Zimmer kam.
"Morgen ist Weihnachten, mein Sohn, deshalb hat der Herr zur Freude der Kinder soviel Schnee geschickt!"
"Erzähl mir noch einmal die Geschichte von dem kleinen Jesuskind", bat Timon.
Die Mutter setzte den Sohn auf den Schoß und erzählte ihm zum x-ten Mal von den Ereignissen, die bei Christi Geburt geschehen waren. Timon saß mäuschenstill da, als er den bekannten und für ihn immer wieder interessanten Bericht hörte.
"Geh jetzt spielen. Ich muss noch das Mittagessen kochen."
Die Mutter ging. Nachdenklich über das Gehörte blieb Timon noch lange auf seinem kleinen Stühlchen sitzen und schaute seine Spielzeuge an.
"Wie konnte Jesus nur in der Krippe auf Heu schlafen? Sicher hatte er die ganze Nacht geweint…“ , überlegte Timon. "Ich hätte Ihm all mein Spielzeug geschenkt, sogar das Kippenauto … "
Bald kam der Vater von der Arbeit. Wie gewohnt lief ihm der Junge entgegen.
"Papa, morgen ist schon Weihnachten! Wie gut, dass Gott so viel Schnee auf die Erde kommen ließ!"
Dem Vater gefiel es, dass sein Sohn über Weihnachten nachdachte.
„Weißt du noch, in welcher Stadt Jesus geboren ist?"
„In Bethlehem! Sogar im einem Stall, in dem Schafe und Kühe wohnten." Dann schwieg er eine Weile und fuhr bedächtig fort: "Schade, dass Jesus in den Himmel gegangen ist, und ich Ihm nichts schenken kann."
"Sei nicht traurig, mein Kind. Christus ist auch heute mitten unter uns. Wenn du willst, kannst du viel Gutes für Ihn tun."
"Für Jesus?" fragte Timon erstaunt.
Kannst du dich noch an den Vers erinnern, den ich dir aus dem Evangelium vorlas: ,… was ihr einem der Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr Mir getan.’ Wenn wir erst im Himmel sind, dann werden wir mit Freuden erkennen, dass alles Gute, das wir unserem Nächsten erwiesen haben, für Jesus war!"
Währenddessen rief die Mutter alle zum Abendbrot.
Am Tisch überschüttete Timon den Vater mit Fragen:
„Lebte Jesus lange im Stall? Hat er nicht gefroren? Welches Spielzeug wurde für Ihn gekauft?"
„Mein Sohn, im Evangelium steht geschrieben, dass Jesus mit den Jahren an Weisheit, Liebe zu Gott und zu den Menschen zugenommen hat"
„Und was hat Er gegessen? Hat seine Mutter für Ihn auch so ein leckeres Essen gekocht?"
Der Vater lächelte.
„Der Prophet Jesaja schrieb schon sehr lange vor Christi Geburt, dass Christus sich mit Milch und Honig ernähren wird, bis zu dem Alter, indem Er gelernt hat, das Böse abzulehnen und das Gute zu wählen. So steht es in der Bibel, also hat es sich erfüllt."
"Wenn ich groß bin, dann werde ich auch soviel wissen wie Papa" schwärmte Timon und drehte sich zur Mutter. "Wenn ich erst das Lesen gelernt habe, lese ich sofort die ganze Bibel
durch. Dort steht alles geschrieben!…“
Nach dem Abendessen bereitete sich der Vater zur Predigt vor. Die Mutter bügelte Wäsche. Timon drehte sich um sie herum und wiederholte dabei das Gedicht, das er zu Weihnachten gelernt hatte.
„Mama, warum schenkt man zu Weihnachten Geschenke?“
„Morgen erfährst du alles, jetzt aber ist es Zeit schlafen zu gehen."
Schnell war die Nacht vergangen. Als Timon seine Augen öffnete, war es schon hell. Weit hinter den Bäumen stieg die Sonne am Horizont hoch. Plötzlich fiel Timon ein, dass das langersehnte Weihnachtsfest nun begann und sprang schnell aus dem Bett.
„Frohe Weihnachten!" begrüßte er laut seine Eltern, als er in ihr Schlafzimmer gelaufen kam.
„Das wünschen wir dir auch! Hier ist ein kleines Geschenk für dich!" damit überreichte die Mutter ihm ein schön verpacktes, schneeweißes Hemd.
„Vielen Dank!" sagte Timon erfreut.
„Wasche dich schnell, denn wir gehen heute etwas früher zum Gottesdienst."
„Weihnachten! Weihnachten! Weihnachten!" sang der Kleine und lief ins Badezimmer.
Für ihn war an diesem Tag alles schön und gut. Sogar das Wasser schien nicht so kalt zu sein wie gestern. Der Kater, der sonst immer so langsam und träge war, rieb sich heute an Timons Beine und schnurrte seine eigene Melodie.
Im Vorbeilaufen streichelte das Kind den Kater und begann sich dann anzuziehen.
„Mama, ich weiß immer noch nicht, warum man zu Weihnachten Geschenke macht. Mama, warum haben die Hirten Maria und den kleinen Jesus nicht in ihr Haus geholt?"
Timons Stimme mit seinen vielen "Warum"-Fragen klang wie ein Glöckchen. Die Mutter antwortete sonst immer auf die Fragen des Sohnes, nur heute tat sie es nicht.
„Wir gehen nun zum Gottesdienst. Da wird viel über die Hirten und auch über Geschenke gesprochen. Höre aufmerksam zu und du findest die Antworten heraus."
Draußen war es kalt. Der Schnee knirschte laut unter den Schuhen und glitzerte im Sonnenschein, so dass die Augen wehtaten.
„Im Herbst war die Erde schwarz und jetzt ist sie ganz weiß", bemerkte Timon.
„Papa, warum ist der Schnee weiß und nicht blau wie der Himmel?"
„Gott schuf die Schneeflocken weiß. Wie Er es will, so hat Er es gemacht, denn Er ist ja der Schöpfer. Weißt du Timon, als Gott die ersten Menschen schuf, schuf er sie mit reinem Herzen. Aber der Mensch machte sein Herz schmutzig… Doch das Blut Jesu Christi kann das Herz rein und sogar weißer als den Schnee machen. Deshalb ist Jesus ja auf die Erde gekommen."
„Papa, und was für ein Herz habe ich – ein schwarzes oder ein weißes?“ fragteTimon betroffen. „Darüber musst du selber nachdenken, mein Sohn…“
So im Gespräch vertieft, merkten sie kaum, dass sie schon beim Versammlungshaus
angekommen waren. Der Raum, in dem der Weihnachtsgottesdienst stattfinden sollte, war festlich geschmückt. An einer Wand hing ein Bild, auf dem im Hintergrund eine Wüste zu sehen war, auf der langsam eine Kamelkaravane dahin zog. Am Himmel brannte ein heller Stern, der den Wanderern den Weg zeigte. Sie zogen nach Bethlehem, um den neugeborenen König anzubeten.
Viele Kinder bestaunten die gelungene Darstellung. Vor lauter Freude wurde es unruhig. Einige versuchten zu verstehen, warum die Weisen und die Kamele auf dem Bild so lebendig aussahen.
Vor Beginn des Gottesdienstes setzten sich die Kinder auf ihre Bänke und der Prediger ging auf die Kanzel. Mit freundlichem Blick schaute er alle Anwesenden an.
„Kinder, ich bin sehr froh, dass ich heute unter euch sein darf und euch von dem wunderbaren Geschenk, dass Gott uns allen gab, erzählen kann."
Es herrschte tiefe Stille. Timon starrte mit großen Augen auf den Redner. Er wollte noch mehr von dem hören, was ihn so sehr interessierte.
„Der Prophet Jesaja", fuhr der Prediger fort, „schrieb nach Gottes Anweisung folgendes: ,Ein Sohn ist uns gegeben’. Das heißt – Gott hat uns seinen Sohn geschenkt – Jesus Christus. Gottes Geschenk wird nicht in eine Zuckertüte wie Bonbons versteckt, auch nicht wie Bücher auf ein Regal gestellt und es ist gewiss kein Spielzeug, mit dem man sich gedankenlos vergnügen kann…“
„Was muss man denn mit diesem Geschenk tun?" überlegte Timon.
Als ob der Prediger diese Frage gehört hätte, sagte er:
„Dieses außergewöhnliche Geschenk gehört auch euch, Kinder! Um es zu bekommen, muss man alles, was Gott sagt und will, annehmen und Jesus in seinem Herzen wohnen lassen. In Christus schenkt Gott uns Menschen Seinen Reichtum und das ewige Leben.
Was meint ihr Kinder: Fiel es Gott leicht, den sündigen Menschen Seinen einzigen, lieben Sohn zu schenken? Von ganzem Herzen muss ich euch sagen: Es fiel Ihm sehr schwer. Aber Er liebt uns Sünder so sehr, dass Er, um uns vom ewigen Tod zu retten, auch Seinen einzigen Sohn nicht verschont hat."
Der Prediger wurde still. Die Kinder sahen ihn gespannt an und warteten auf die Fortsetzung.
„Wisst ihr, ich konnte solch ein kostbares Geschenk nicht abweisen. Ich ließ Jesus in mein Herz hinein und wurde ein glücklicher Mensch!" sagte der Prediger froh.
„Ich weiß, dass viele von euch Jesus auch gern das Teuerste und Beste schenken würden, nicht wahr? Aber der Herr, der alles hat, will, dass ihr euch Ihm zuerst selbst schenkt. Er möchte euch von der Sünde befreien und in euren Herzen wohne…“
Als der Gottesdienst zu Ende war, bekamen die Kinder schöne Geschenke. Wie die anderen sah auch Timon sich den Inhalt näher an. Da gab es viele verschiedene Bonbons in bunter Verpackung, eine duftende Apfelsine und Nüsse.
Timon machte die Tüte zu, stand eine Weile in Gedanken da und drängte sich dann gezielt nach vorne.
„Nehmen Sie mein Geschenk … ", zupfte er den Prediger am Ärmel und leicht aufgeregt fügte er hinzu: „Das ist für Jesus…“
„Und du selbst bleibst ohne Geschenk?“ fragte der Prediger verwundert. Zufrieden, dass sein Geschenk angenommen wurde, winkte Timon froh mit der Hand und verschwand zwischen den Kindern.
„Herr! Dieses Geschenk brachte das Kind für Dich!" betete der Prediger in Gedanken. "Nimm es an. Hilf mir, so Dein Wort auszulegen, dass die Kinder ihre Herzen für Dich öffnen können!"
Da kam ein kleines Mädchen zu ihm.
„Onkel! Mein Bruder ist zu Hause geblieben", erklärte sie schnell, „und jetzt ist für ihn kein Geschenk mehr da. Geben sie ihm dieses!…“
Der Prediger sah das kleine Mädchen aufmerksam an und gab ihr die Tüte ohne lange
nachzudenken.     ‘
„Nimm, das ist für deinen Bruder…“
In diesem Moment traf er Timons Blick, der den Vorgang von ferne beobachtet hatte. Als er sah, dass das Mädchen sein Geschenk nahm, lief er hinaus.
„Na mein Sohn, weißt du jetzt, warum zu Weihnachten Geschenke geschenkt werden?" fragte der Vater auf dem Heimweg.
„Weil Gott uns Christus geschenkt hat…“
Timon schwieg einen Augenblick, dann sagte er bedrückt:
„Ich kann nur nicht verstehen, warum der Onkel-Prediger mein Geschenk Lena abgegeben hat? … Hat er nicht verstanden, dass es nicht für sie, sondern für Jesus Christus war?"
„Und deshalb bist du traurig?" der Vater zog die Augenbrauen hoch. „Mein Sohn, du bist umsonst bedrückt. Auf diese Weise hat Jesus dein Geschenk selbst angenommen!"
„Ich habe es in Lenas Händen gesehen! Sie hatte es ihm abgebettelt…“
„Aber Lena bringt das Geschenk doch ihrem Bruder" hielt der Vater Timon vor. „Weißt du, warum er nicht auf dem Weihnachtsfest war? Vielleicht ist er krank? Aber Jesus sagte:
Alles, was wir den geringsten Brüdern geben, dass haben wir Ihm geschenkt. Ich bin sehr froh, dass du dein Geschenk abgegeben hast. Aber Mama und ich beten immer für dich und warten mit Sehnsucht auf den Tag, an dem auch du dein Herz dem Herrn Jesus schenkst."

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Jun 02 2008

Ein erhörtes Gebet

Geschrieben von under Kindergeschichten

Ein erhörtes Gebet, eine christliche Kindergeschichte

Nicht weit vom Marktplatz entfernt stand unter einem großen Baum geduckt ein kleines, armseliges Lehmhäuschen mit schiefen Fenstern, flachem Dach und einem kleinen, aber sauber gekehrten Hof. Hier wohnte die Witwe Elisabeth mit ihrem 5jährigen Sohn Sascha und ihrer alten Mutter. Saschas Vater war schon gestorben, als der Junge noch kein Jahr alt war. Die Sorge für die kleine Familie lag ganz allein auf Elisabeth. Trotz ihrer schlechten Gesundheit war sie, ohne die Hände in den Schoß zu legen, unermüdlich tätig. Doch reichten alle Bemühungen kaum für das Nötigste. So lernte auch Sascha, auf die Mutter sehend, Gott zu achten, Ihm zu vertrauen und für alles zu danken.
Eines Tages, an dem Sascha sehr zeitig erwacht war, ging er früher als gewöhnlich zur Straße. Dort achtete er mit zusammen gekniffenen Augen auf das Brummen der vorbeifahrenden großen Autos und dem Geknatter der Motorräder. Etwas später setzte er sich an den Zaun und beobachtete den vorübereilenden, bunten Menschenstrom, der zum nahe gelegenen Markt eilte.
„Sascha, du sitzt schon hier am Zaun! Komm schnell her, wir wollen auch auf den Jahrmarkt gehen!“ hörte er die Mutter aus dem Hause rufen. „Ach, deshalb sind heute so viele Autos unterwegs“, erriet Sascha und sprang dabei schnell ins Haus.
„Nimm mich mit“, bat er und zog sich schnell an. Ungeduldig wartete er dann vor der Haustür auf die Mutter.
Der Markt war an diesem Tag tatsächlich ungewöhnlich größer als sonst. Überall standen viele bunte Zelte. Aus kleinen und großen Autos wurden die verschiedensten Sachen angeboten und verkauft. Die Leute rannten wie die Ameisen hin und her, von einem Stand zum anderen. Einige kauften etwas, die anderen sahen sich alles nur neugierig an.
Sascha fasste die Mutter fest an der Hand, da er Angst hatte, die Mutter in der Menschenmenge zu verlieren. Mit großen Augen schaute er sich alles an. Plötzlich blieb er stehen und zog an der Hand der Mutter.
„Sieh mal Mama, welch ein schönes Spielzeug – ein Feuerwehrauto!“ rief er aus. Als sie zu dem Verkaufsstand kamen, war Sascha ganz fasziniert von den vielen Spielzeugen.
„Mama, kauf es mir“, bat Sascha und sah der Mutter erwartungsvoll in die Augen.
„Wenn ich nur Geld hätte…“, seufzte Elisabeth und legte ihre Hand liebevoll auf seine Schultern.
„Sascha, dieses Feuerwehrauto kostet 5 Rubel! Wenn ich das Geld für das Auto ausgebe, können wir kein Brot und keine Kartoffeln kaufen. Verstehst du das?“
Schweigend ließ er den Kopf hängen.
„Sei nicht traurig Junge! Du weißt doch, dass wir im Himmel einen allmächtigen Vater haben. Wenn wir nach Hause kommen, bitte Ihn, dass er dir ein Auto schickt.“
Die Mutter zog den Jungen sanft vom Spielzeugstand weg. Doch in Saschas Augen glimmte eine frohe Hoffnung auf.
„Mama, ich kann ja schon hier beten. Jesus hört mich doch auch hier. Stimmt´s?“ fragte er und blieb stehen.
Das bleiche Gesicht der Mutter errötete leicht: „Hier sind zu viele Leute, die werden verwundert Acht geben und es nicht verstehen…“ Sie wollte den Sohn schnell an der Hand von dort wegziehen. Aber der fragende Blick des Kindes erwartete eine Antwort. So musste sie etwas sagen.
„Mein Lieber, hier ist es nicht angebracht“, sagte sie unruhig umherblickend. Doch in diesem Moment erinnerte sie sich an Jesu Worte: „Wer sich Meiner schämt… dessen wird sich der Menschensohn auch schämen.“ Jetzt schämte sie sich über ihre voreiligen Worte. So schaute Elisabeth verlegen auf den Jungen und sagte:
„Gut Sascha, bete. Komm, wir gehen bloß etwas zur Seite.“
Das Kind ging hinter den Kiosk, kniete nieder, schloss die Augen und sagte:
„Lieber Herr Jesus! Du weißt, dass ich gern das Feuerwehrauto haben möchte, aber Mama hat kein Geld, um es mir zu kaufen. Ich bitte Dich, Herr Jesus, dass wir das Auto kaufen können. Amen!“
Sascha schaute die Mutter erwartungsvoll an. Aber Elisabeth nahm den Jungen an der Hand und sie gingen in Richtung Ausgang. In Gedanken dachte sie an die Verheißungen des himmlischen Vaters, die Er den Witwen und Waisen gegeben hat und sie bat den Herrn, dass er auf das Gebet des Sohnes antworten möge. Fast am Ausgangstor kaufte Elisabeth einen Eimer Kartoffeln und wollte schon vom Stand weggehen, als sie eine ihr bekannte Stimme hörte:
„Guten Tag, Lisa!“
Es war Lydia, eine gläubige Schwester aus dem Nachbardorf.
„Grüß dich“, antwortete Elisabeth, während sie die schwere Tasche auf die Erde stellte.
„Oh, Sascha ist auch hier“, freute sich Lydia, „wie gut, dass ich euch treffe. Wie ist es mit deiner Gesundheit, Schwester? Wie geht es deiner Mutter?“
„Gott sei Dank, uns geht es soweit gut“, lächelte Elisabeth.
„Ich sehe, dir ist schon ein kleiner Helfer herangewachsen“, dabei streichelte Lydia Sascha freundlich über den Kopf. Danach neigte sie sich ganz zum Ohr des Jungen und flüsterte: „Was darf ich dir kaufen, Sascha?“
„Mir?!“
„Ja dir!“
„Ein Feuerwehrauto…“ antwortete er kaum hörbar und drückt seinen Kopf verlegen in Mutters Schoß.
„Schon seit langem wollte ich deinem Sohn irgend ein Geschenk geben“, erklärte Lydia der Elisabeth. „Erlaube mir, dass ich ihm seinen Wunsch erfülle.“ Sich zu Sascha drehend, sagte sie ihm, „Na komm, zeig mir welches Auto es sein soll.“
Elisabeth blieb bei ihren schweren Taschen stehen. Ehe sie sich versah, kam der Junge schon zurückgelaufen. Freudig hielt er eine Geschenkpackung mit beiden Händen fest an sich gedrückt. Erst als Lydia begann sich zu verabschieden, kam Sascha zu sich: „Dankeschön, Tante Lydia! Vielen, vielen Dank…!“
„Oma“, rief Sascha schon von weitem, „sieh, welch schönes Auto mir Jesus durch Tante Lydia geschenkt hat!“
Die Großmutter schob die Brille hoch und schaute auf ihren triumphierenden Enkel: „Jesus? Hast du dich bei Ihm schon bedankt?“
Sascha schüttelte mit dem Kopf.
„Lasst uns zusammen danken“, schlug Elisabeth vor und berichtete der Großmutter kurz, wie Sascha zu dem Spielzeug gekommen war.
Ohne das Auto aus den Händen zu lassen, kniete Sascha neben der Mutter und der Oma nieder: „Lieber Herr Jesus! Ich danke Dir, dass Du mein Gebet erhört und Tante Lydia geschickt hast, und dass sie mir ein Feuerwehrauto gekauft hat. Ich danke dir ganz herzlich. Amen!“

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