Archive for Mai, 2008

Mai 05 2008

In letzter Minute…

Geschrieben von Christ under Frieden

In letzter Minute, ein christliches Anspiel zum Thema Frieden für 3 Personen

Autor:     Thomas lebt in einem kleinen Dorf in einer rauen Gegend. Die Bewohner der niedrigen Häuser, deren Dächer auf der Westseite beinahe auf den Boden reichen, sind fast ausnahmslos Bauern. Der Westwind meint es dort gar gut und weht riesige Schneewolken über die langen Dächer. Wenn im späten Frühling endlich der Schnee verschwunden ist, grünt und blüht die Heide in wunderbarer Pracht. Wie nach einem langen Winterschlaf kommen Menschen und Vieh aus Hütten und Ställen und bringen wieder Leben ins Dorf. Ist das ein Ereignis, wenn zum ersten Mal die ungeduldige Viehherde hinaus zur Weide getrieben wird! Da sind nicht nur der Hirte und sein Hund dabei, auch viele Kinder und Jugendliche begleiten den fröhlichen Auszug. Sie achten darauf, dass kein Tier im Übermut von der Herde fortläuft. Wenn die Kühe auf der eingezäunten Weide in Sicherheit sind, lagert sich das junge Volk gemütlich am Waldrand. Übermütige Gespräche gehen hin und her - dabei kommt man unverhofft auf das Thema Glauben zu sprechen. Bald scheiden sich die Geister. Einige wollen von Jesus, von Gott und der Bibel überhaupt nichts wissen. Andere dagegen geben freimütig zu, dass sie ein Schäflein des guten Hirten sind. Darüber wird viel gespottet. Der größte Spötter ist Thomas. Immer wieder versucht er, die "Frommen" zu ärgern. Willi, der entschieden dem Herrn Jesus nachfolgt, sagt ihm ganz klar, dass er ohne den Herrn Jesus verloren geht. Thomas lacht nur und lästert weiter. Ganz erschüttert über das böse Verhalten seines Kameraden, antwortet Willi mit einem Wort aus der Bibel:

Willi:     Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! Denn was irgendein Mensch sät, wird er auch ernten " (Galater 6, Vers 7).

Autor:     Betroffen schweigt Thomas. Er weiß nichts mehr zu erwidern. Da es Zeit zur Heimkehr ist, verlassen alle den Platz am Waldrand. Jahre ziehen ins Land. Thomas hat die Schulzeit beendet und ist Bergmann geworden. Willi arbeitet in einem Industriebetrieb in der Stadt. Eines Tages geht es wie ein Lauffeuer durchs Dorf: In der Tongrube ist ein Unglück geschehen! Ein Stollen ist eingestürzt. Ein Bergmann ist verschüttet worden - es ist Thomas! Die nächste Nachricht lautet: Er muss noch leben, denn man hat Klopfzeichen vernommen! Fieberhaft arbeiten die Bergleute, um den Stollen freizulegen. Sie gönnen sich keine Ruhe. Die Mannschaften treten abwechselnd an, damit Tag und Nacht gearbeitet werden kann. Der Steiger, so nennt man den Vorgesetzten der Bergleute, macht ein bedenkliches Gesicht. Er hat auch Ursache dazu. Wer eine Tongrube kennt, weiß, dass dort immer Wasser vorhanden ist. Aus dem Stollen kam vorher ein munteres Bächlein, weiß wie Milch von Ton gefärbt. Die eingestürzte Stollenwand verhindert nun das Abfließen des Wassers. Es muss sich also im Berg ein See gebildet haben. Das ist natürlich katastrophal für den Eingeschlossenen. Endlich, nach zwei Tagen schwerster Arbeit, gelingt der Durchstich! Ein wilder Wasserstrahl schießt aus dem Loch. Die helfenden Bergleute springen zur Seite. Sobald das Wasser abgeflossen ist, kriechen sie durch die Öffnung und finden Thomas. An einen Grubenpfosten gelehnt, hält er sich mühsam aufrecht. Aber das Wunder ist geschehen - er lebt! In aller Eile bringt man den völlig erschöpften und unterkühlten Bergmann nach Hause. Der Arzt bemüht sich um ihn. Einer der ersten Besucher ist Willi. Mit Mühe richtet sich der Gerettete in seinem Bett auf.

Thomas:     Willi, es war so schrecklich! Nachdem mit donnerndem Getöse das ‘Hangende’ herunter gebrochen und meine Lampe erloschen war, stand ich wie gelähmt in der Finsternis. Zunächst dachte ich noch zuversichtlich, dass mich die Kameraden bald herausbuddeln würden. Da kroch es plötzlich kalt und nass in meine Schuhe. Das Wasser! Ein eisiger Schreck durchfuhr mich. Nun wusste ich, dass das Wasser  nicht mehr abfließen kann. Es wird sich stauen und ich muss elend ertrinken. Nun kam mir meine furchtbare Lage zum Bewusstsein. Um mich bemerkbar zu machen, schlug ich wie wild mit meiner Hacke an den Grubenstempel. Dicke Tonbrocken klatschten ins Wasser. Ich musste aufhören. Das Wasser stieg und stieg. Nun hatte ich Zeit zum Nachdenken. Die Erinnerung an jene Stunde am Waldrand wurde lebendig in mir. Oh, wie hatte ich damals über Gott und Jesus gespottet! Jetzt war die Strafe Gottes da. Gott lässt sich nicht spotten. Mit feurigen Buchstaben schienen diese Worte in mein Gehirn eingegraben. Ich erntete eine furchtbare Saat. Langsam, doch beständig stieg das Wasser. Es reichte schon bis an meine Knie. Wie lange war ich schon eingeschlossen? Ich wusste es nicht. Ich schrie zu Gott: ‘Herr im Himmel, erbarme dich, rette mich, ich will mich bestimmt bekehren, wenn ich aus dieser Todeshöhle herauskomme!’ Das Wasser stieg weiter… Endlich hörte ich schürfende Geräusche. Stimmen drangen an mein Ohr. Meine Retter! Schaffen sie es? Willi, ich habe die Hölle durchlebt! Weißt du, wo mir das Wasser stand, als urplötzlich der Durchstich erfolgte und die Todesflut davon schoss? - Es stand mir am Kinn!

Autor:      Erschöpft sinkt Thomas in die Kissen zurück. Willi sagt nicht viel. Er betet still für den Kranken und geht dann nach Hause. Einige Tage später klopft es mitten in der Nacht heftig an Willis Haustür. Erschrocken springt Willi auf und hastet nach draußen. Im fahlen Mondlicht erkennt er Thomas.

Thomas:     (jubelnd) Willi, du sollst es zuerst erfahren, in dieser Nacht habe ich meinen Heiland gefunden. Ich habe Frieden mit Gott und bin errettet!

Autor:      Das ist eine Freude! Ein Käuzchen huscht erschrocken ins Eulenloch, ein Hund bellt - sie vernehmen es nicht. Doch auch der Himmel ist in Bewegung, denn dort ist Freude über einen Sünder, der Buße getan hat. Bald kann jedermann erkennen, dass Thomas eine echte Bekehrung erlebt hat. Freudig legt er Zeugnis ab und erzählt seine Bekehrungsgeschichte. Dadurch, dass er zwei Tage im eiskalten Grubenwasser ausharren musste, hatte er schwere gesundheitliche Schäden erlitten. Er wurde ernstlich krank. Es dauerte nicht lange, da holte ihn der Herr Jesus heim. Als glückliches Gotteskind durfte er dorthin gehen, wo es kein Leid, kein Geschrei und keine Tränen mehr gibt. Liebe Kinder! Alle, die Ihr den Herrn Jesus kennt, macht es wie Willi und legt für Euren Heiland Zeugnis ab, auch wenn Ihr vielleicht verspottet werdet. Er hat gesagt: "Ihr sollt meine Zeugen sein!" Und wenn Du diese Geschichte gelesen hast und noch nicht errettet bist, schiebe Deine Bekehrung bitte nicht auf die lange Bank! Denk an den jungen Bergmann! Wie schnell kann es zu spät sein. Und dann…?

ENDE

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Mai 05 2008

Viel tausend gute Wünsche

Geschrieben von Christ under Geburtstag

Viel tausend gute Wünsche
bring ich dir heute dar,
und Freude sollst du haben
an deiner Enkelschar.
Gott schenke dir Gesundheit
und Kraft und frohen Mut
und all dein Tun und Schaffen
gerate wohl und gut.

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