Archive for Mai 5th, 2008

Mai 05 2008

Toni auf der Heidelberger Mauer

Geschrieben von under Evangelisation,Frieden

Toni auf der Heidelberger Mauer, ein christliches Anspiel zum Thema Frieden und Evangelisation für 7 Personen

Klaus: Schau dir mal den Toni an. Schon wieder hat er seinen Platz an der Heidelberger Mauer eingenommen. Braucht wahrscheinlich mal wieder Geld.

Rainer: So eine Unverschämtheit. Betteln, anstatt es auf ehrliche Weise zu versuchen. Ne du, für solche habe ich keinen Pfennig über. Die sollen mit dem was sie haben klarkommen und nicht immer alles für Alkohol und Drogen ausgeben. Komm Klaus, gehen wir schnell weiter, sonst wird mein Mitgefühl doch noch erregt. (gehen schnell vorüber)

Oma: Schau mal Anne, dieser Arme Mann. Lass uns etwas Geld in seinen Hut werfen, damit er sich etwas Ordentliches zu Essen kaufen kann. Der sieht schon ganz verhungert aus.

Anne: Nein Oma, für solche Bettler ist mir mein Geld viel zu schade. Mit Sicherheit gibt er das Geld nicht für seinen Hunger, sondern für seinen Durst aus. Sieh ihn dir doch mal genauer an. Ganz heruntergekommen. Kein Wunder, dass die Bürger ihn verachten.

Oma: So sollst du nicht sprechen. (gehen vorbei)

Erzähler: Diese Bemerkungen muss Toni so oft hören und dann steigen ihm die Tränen in die Augen.

Toni: Alles ist so sinnlos auf dieser Erde. Ist man erst in diesem Teufelskreis hineingeraten, so kommt man nicht wieder heraus. Man dreht sich wie eine Spirale, die kein Ende hat. Alleine schaffe ich es nicht, hier herauszukommen, aber wer hilft mir schon?
O gäbe es doch nur einen Menschen, der mich aus diesem Schlamassel herausreißen könnte und mir hilft. Doch alles ist hoffnungslos.

- Musik -

Erzähler: Toni hat schon einiges in seinem Leben hinter sich. Als Halbwaise, von einem Heim ins andere geschoben, weil Schwächlinge nicht erwünscht waren, versucht er es zunächst mit Alkohol, der ihm wenigstens im Rausch seinen Zustand vergessen lässt. Bald genügt ihm der Alkohol nicht mehr, und er greift nach härteren Mitteln, den Drogen, von denen er nun nicht mehr loskommt. Er dreht sich wirklich wie auf einer Spirale ohne Ende, die ihn immer tiefer sinken lässt. Schon bald schlägt er sein Nachtquartier auf einer Parkbank auf und den Rest der Zeit verbringt er an der Heidelberger Mauer, um dort zu betteln. Am nächsten Tag sitzt Toni wieder auf seinem alten Platz an der Mauer, als ihn ein freundlicher junger Mann anspricht.

Paul: Guten Tag. Ich heiße Paul Müller. Ich sah sie gerade im Vorbeigehen in dieser Kälte sitzen. Es ist sicher kein angenehmer Platz. Ich möchte Sie herzlich zu unserem Teeabend einladen, wo sie sich ein bisschen aufwärmen können.

Toni: Sie müssen hier neu sein. Mit mir spricht doch sonst niemand mehr. Ich bin für sie ein Außenseiter geworden.

Paul: Dann sind gerade Sie der richtige. Kommen Sie gleich mit. Der Teeabend fängt gleich an.

Toni: Was macht ihr eigentlich auf so einem Teeabend?

Paul: Wir führen offene Gespräche, singen Lieder und anschließend hören wir Geschichten aus der Bibel.

Toni: Was, Sie glauben noch an die Bibel? Die ist doch schon total veraltet.

Paul: Sie ist zwar das älteste Buch auf der Erde, dafür aber noch das aktuellste.

Toni: Na ja, schaden wird es nicht und außerdem gibt es endlich eine warme Stube und nicht das Kopfsteinpflaster.

- Musik -

Erzähler: Als Toni am Abend die Teestube verlässt, ist er ganz begeistert. Hier hat er zum ersten Mal gespürt, dass er verstanden und akzeptiert wird. Die kleine Ansprache hat ihm sehr gut gefallen, auch wenn er noch nicht alles versteht. Besonders ein Vers ist ihm im Gedächtnis geblieben. In Gedanken sagt er ihn noch einmal auf:

Toni: Denn also hat Gott die Welt geliebt, – die Welt? Also auch mich – das er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. (Joh. 3,16)
Er ist für mich gestorben, für mich, nur weil er mich liebt. Also gibt es jemand der mir helfen kann, der mich aus diesen schrecklichen Sog herausreißen kann. Es gibt jemand, der mich liebt, mit dem ich rechnen darf, auch wenn mich alle verlassen haben.
Ich muss sofort noch einmal zurück in die Teestube und die Sache mit Gott ins Reine bringen.

http://www.christenload.com/wp-content/plugins/downloads-manager/img/icons/doc.gif Name: Toni auf der Heidelberger Mauer (27KB)
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Mai 05 2008

In letzter Minute…

Geschrieben von under Frieden

In letzter Minute, ein christliches Anspiel zum Thema Frieden für 3 Personen

Autor:     Thomas lebt in einem kleinen Dorf in einer rauen Gegend. Die Bewohner der niedrigen Häuser, deren Dächer auf der Westseite beinahe auf den Boden reichen, sind fast ausnahmslos Bauern. Der Westwind meint es dort gar gut und weht riesige Schneewolken über die langen Dächer. Wenn im späten Frühling endlich der Schnee verschwunden ist, grünt und blüht die Heide in wunderbarer Pracht. Wie nach einem langen Winterschlaf kommen Menschen und Vieh aus Hütten und Ställen und bringen wieder Leben ins Dorf. Ist das ein Ereignis, wenn zum ersten Mal die ungeduldige Viehherde hinaus zur Weide getrieben wird! Da sind nicht nur der Hirte und sein Hund dabei, auch viele Kinder und Jugendliche begleiten den fröhlichen Auszug. Sie achten darauf, dass kein Tier im Übermut von der Herde fortläuft. Wenn die Kühe auf der eingezäunten Weide in Sicherheit sind, lagert sich das junge Volk gemütlich am Waldrand. Übermütige Gespräche gehen hin und her – dabei kommt man unverhofft auf das Thema Glauben zu sprechen. Bald scheiden sich die Geister. Einige wollen von Jesus, von Gott und der Bibel überhaupt nichts wissen. Andere dagegen geben freimütig zu, dass sie ein Schäflein des guten Hirten sind. Darüber wird viel gespottet. Der größte Spötter ist Thomas. Immer wieder versucht er, die "Frommen" zu ärgern. Willi, der entschieden dem Herrn Jesus nachfolgt, sagt ihm ganz klar, dass er ohne den Herrn Jesus verloren geht. Thomas lacht nur und lästert weiter. Ganz erschüttert über das böse Verhalten seines Kameraden, antwortet Willi mit einem Wort aus der Bibel:

Willi:     Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! Denn was irgendein Mensch sät, wird er auch ernten " (Galater 6, Vers 7).

Autor:     Betroffen schweigt Thomas. Er weiß nichts mehr zu erwidern. Da es Zeit zur Heimkehr ist, verlassen alle den Platz am Waldrand. Jahre ziehen ins Land. Thomas hat die Schulzeit beendet und ist Bergmann geworden. Willi arbeitet in einem Industriebetrieb in der Stadt. Eines Tages geht es wie ein Lauffeuer durchs Dorf: In der Tongrube ist ein Unglück geschehen! Ein Stollen ist eingestürzt. Ein Bergmann ist verschüttet worden – es ist Thomas! Die nächste Nachricht lautet: Er muss noch leben, denn man hat Klopfzeichen vernommen! Fieberhaft arbeiten die Bergleute, um den Stollen freizulegen. Sie gönnen sich keine Ruhe. Die Mannschaften treten abwechselnd an, damit Tag und Nacht gearbeitet werden kann. Der Steiger, so nennt man den Vorgesetzten der Bergleute, macht ein bedenkliches Gesicht. Er hat auch Ursache dazu. Wer eine Tongrube kennt, weiß, dass dort immer Wasser vorhanden ist. Aus dem Stollen kam vorher ein munteres Bächlein, weiß wie Milch von Ton gefärbt. Die eingestürzte Stollenwand verhindert nun das Abfließen des Wassers. Es muss sich also im Berg ein See gebildet haben. Das ist natürlich katastrophal für den Eingeschlossenen. Endlich, nach zwei Tagen schwerster Arbeit, gelingt der Durchstich! Ein wilder Wasserstrahl schießt aus dem Loch. Die helfenden Bergleute springen zur Seite. Sobald das Wasser abgeflossen ist, kriechen sie durch die Öffnung und finden Thomas. An einen Grubenpfosten gelehnt, hält er sich mühsam aufrecht. Aber das Wunder ist geschehen – er lebt! In aller Eile bringt man den völlig erschöpften und unterkühlten Bergmann nach Hause. Der Arzt bemüht sich um ihn. Einer der ersten Besucher ist Willi. Mit Mühe richtet sich der Gerettete in seinem Bett auf.

Thomas:     Willi, es war so schrecklich! Nachdem mit donnerndem Getöse das ‘Hangende’ herunter gebrochen und meine Lampe erloschen war, stand ich wie gelähmt in der Finsternis. Zunächst dachte ich noch zuversichtlich, dass mich die Kameraden bald herausbuddeln würden. Da kroch es plötzlich kalt und nass in meine Schuhe. Das Wasser! Ein eisiger Schreck durchfuhr mich. Nun wusste ich, dass das Wasser  nicht mehr abfließen kann. Es wird sich stauen und ich muss elend ertrinken. Nun kam mir meine furchtbare Lage zum Bewusstsein. Um mich bemerkbar zu machen, schlug ich wie wild mit meiner Hacke an den Grubenstempel. Dicke Tonbrocken klatschten ins Wasser. Ich musste aufhören. Das Wasser stieg und stieg. Nun hatte ich Zeit zum Nachdenken. Die Erinnerung an jene Stunde am Waldrand wurde lebendig in mir. Oh, wie hatte ich damals über Gott und Jesus gespottet! Jetzt war die Strafe Gottes da. Gott lässt sich nicht spotten. Mit feurigen Buchstaben schienen diese Worte in mein Gehirn eingegraben. Ich erntete eine furchtbare Saat. Langsam, doch beständig stieg das Wasser. Es reichte schon bis an meine Knie. Wie lange war ich schon eingeschlossen? Ich wusste es nicht. Ich schrie zu Gott: ‘Herr im Himmel, erbarme dich, rette mich, ich will mich bestimmt bekehren, wenn ich aus dieser Todeshöhle herauskomme!’ Das Wasser stieg weiter… Endlich hörte ich schürfende Geräusche. Stimmen drangen an mein Ohr. Meine Retter! Schaffen sie es? Willi, ich habe die Hölle durchlebt! Weißt du, wo mir das Wasser stand, als urplötzlich der Durchstich erfolgte und die Todesflut davon schoss? – Es stand mir am Kinn!

Autor:      Erschöpft sinkt Thomas in die Kissen zurück. Willi sagt nicht viel. Er betet still für den Kranken und geht dann nach Hause. Einige Tage später klopft es mitten in der Nacht heftig an Willis Haustür. Erschrocken springt Willi auf und hastet nach draußen. Im fahlen Mondlicht erkennt er Thomas.

Thomas:     (jubelnd) Willi, du sollst es zuerst erfahren, in dieser Nacht habe ich meinen Heiland gefunden. Ich habe Frieden mit Gott und bin errettet!

Autor:      Das ist eine Freude! Ein Käuzchen huscht erschrocken ins Eulenloch, ein Hund bellt – sie vernehmen es nicht. Doch auch der Himmel ist in Bewegung, denn dort ist Freude über einen Sünder, der Buße getan hat. Bald kann jedermann erkennen, dass Thomas eine echte Bekehrung erlebt hat. Freudig legt er Zeugnis ab und erzählt seine Bekehrungsgeschichte. Dadurch, dass er zwei Tage im eiskalten Grubenwasser ausharren musste, hatte er schwere gesundheitliche Schäden erlitten. Er wurde ernstlich krank. Es dauerte nicht lange, da holte ihn der Herr Jesus heim. Als glückliches Gotteskind durfte er dorthin gehen, wo es kein Leid, kein Geschrei und keine Tränen mehr gibt. Liebe Kinder! Alle, die Ihr den Herrn Jesus kennt, macht es wie Willi und legt für Euren Heiland Zeugnis ab, auch wenn Ihr vielleicht verspottet werdet. Er hat gesagt: "Ihr sollt meine Zeugen sein!" Und wenn Du diese Geschichte gelesen hast und noch nicht errettet bist, schiebe Deine Bekehrung bitte nicht auf die lange Bank! Denk an den jungen Bergmann! Wie schnell kann es zu spät sein. Und dann…?

ENDE

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Mai 05 2008

Viel tausend gute Wünsche

Geschrieben von under Geburtstag

Viel tausend gute Wünsche
bring ich dir heute dar,
und Freude sollst du haben
an deiner Enkelschar.
Gott schenke dir Gesundheit
und Kraft und frohen Mut
und all dein Tun und Schaffen
gerate wohl und gut.

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