Archive for April, 2008

Apr 25 2008

Eine Mutter

Geschrieben von under Muttertag

Eine Mutter, ein christliches Anspiel zum Muttertag für 4 Personen

Sprecher: Jedes Mal, wenn das erste Sonntagsläuten sich verloren hatte, trat Mutter Rode, die Witwe eines Kleinbauern; schon in das Gebetshaus. Sie setzte sich hin, wo sie jeden Sonntag saß. Und verschwand, wenn das Amen verklungen war, als erste aus dem Haus. Oft hatte sich der Pastor darüber Gedanken gemacht, warum sie so scheu war.
Einmal wollte er sie besuchen, aus irgendeinem Grunde. Als sie ihn kommen sah, zog sie sich auf der Stelle zurück. Aber es half nichts, der Pastor folgte ihr, da war sie sehr freundlich und bot ihm sofort einen Stuhl an. Er sprach mit ihr unter anderem von ihrem Sohn, der das Predigerseminar besuchte und kurz vor dem Examen stand.

Mutter: Er wollte es so der Junge – und ich bin froh, dass er’s bald geschafft hat.

Pastor: Es ist Ihnen sicher schwer gefallen, ihn soweit zu bringen.

Mutter: Ach, im Grunde doch nicht. Mein Tragkorb, den ich zum Markt schleppen musste, wurde leicht, wenn ich dachte, dass es für ihn war, meinen Jungen.
Wissen Sie, er hatte schon als kleiner Junge den Wunsch, Prediger zu werden. Warum? Fragte ich ihn manchmal. Damit ich beten lerne, wie du es kannst, Mutter, gab er zur Antwort; dann sollen’s andere von mir lernen.
Ein guter Junge, mein letzter Besitz, seitdem seine beiden Brüder im Krieg geblieben sind.

Pastor: Gefallen sind sie?

Sprecher: O ja, dann konnte er sie verstehen, dass ein Mensch sich in sich selber zurückzog.
Ein paar Wochen später kam der Sohn. Die Mutter war glücklich – aber der Sohn schien voll Unruhe. Bei der ersten Begegnung mit dem Pastor spürte dieser, dass er etwas auf dem Herzen hatte.

Sohn: Ja, es betrifft meine Mutter und mich. Ich gehe in die Mission. Nach einiger Zeit soll ich zu den Mohammedanern nach Afghanistan. Aber ich weiß nicht, wie ich es meiner Mutter beibringen kann, ohne ihr allzu weh zu tun.

Pastor: Vergessen Sie nicht, eine Mutter versteht alles… sprechen Sie doch mit ihr.

Sprecher: Er nahm es sich vor. Aber ein paar Tage später kam er wieder zum Pastor.

Sohn: Ich bring´s nicht übers Herz. Würden Sie mir nicht helfen?

Sprecher: Die Augen der müden Frau strahlten, als sie die beiden kommen sah. Der Sohn rang schrecklich mit sich. Endlich fasste er Mut. Er legte den Arm um die Mutter.

Mutter: Was hast du Junge?

Sprecher: Fragte sie betroffen. Er sprach mit knappen Sätzen von seinen Plänen. Lange schwieg sie, man ahnte, was vorging in ihrer geprüften Seele.

Mutter: Junge, hast du denn nicht an deine Mutter gedacht?

Sohn: Wie sehr, Mutter, wie sehr.

Sprecher: Die Tränen strömten ihr übers Gesicht, sie saß lange und rang mit sich. Dann stand sie auf, um einen Augenblick allein zu sein. Man hörte, dass sie nebenan leise sprach, sie betete wohl, die Männer wagten kaum zu atmen. Nach einer Weile kehrte sie zurück. Ein stiller Friede lag auf ihrem Antlitz. Es klang ganz ruhig, als sie nun sagte:

Mutter: Wenn du dich wirklich geprüft hast, Junge, und wenn es nicht dein, sondern Gottes Wille ist, dann sollst du getrost in die Ferne wandern.

Sprecher: Sie strich ihm in scheuer Zärtlichkeit übers Haar.
Einige Monate später erhielt die Frau schon ein Brief aus Afghanistan. Dann hörte sie lange nichts mehr.
Sie kränkelte, der Pastor besuchte sie oft. Immer sprach sie von ihrem letzten Kind. Sie war voll Sorge, da sie nichts von ihm hörte….
Dann kam ein Brief der Missionsgesellschaft an den Pastor gerichtet. Eine furchtbare Botschaft. Der Sohn war auf einem nächtlichen Ritt von Mohammedanern ermordet.
Ein schwerer Gang, den der Pastor nun tun sollte. Er stand einen Augenblick vor der Tür ihres Häusleins, es war, als könnte er die Hand nicht auf die Klinke legen, sie war wie tot.
Als die kranke ihn so stumm und blass in ihre Stube treten sah, hob sie sich in den Kissen. Sie starrte ihn eine Zeitlang in regungslosem Entsetzen an. Dann aber entspannte sich die furchtbare Erregung.

Mutter: Mein Junge lebt nicht mehr.

Sprecher: flüsterte sie; es war keine Frage an den Pastor gerichtet, es war eine bittere Erkenntnis, ein schmerzliches Wissen, als ob sie mit der Seele ihres Kindes immer verbunden geblieben war.

Pastor: Ja, er ist tot.

Sprecher: Nickte er voll Trauer. Sie weinte nicht einmal.

Mutter: Nun hat Gott alle drei.

Sprecher: Sie faltete nur die Hände und betete still für sich hin.
Der Abend erfüllte die Stube tiefer mit Dämmerlicht. Der Pastor hatte seine Hände auf die ihrigen gelegt. Mit einem Mal beugte er sich vor, es war, als sei die Kranke eingeschlafen. Aber nun sah er, dass ein erdenfremder feierlicher Friede ihr schlafendes Antlitz erfüllte.

Die Mutter war zu ihren Söhnen heimgekehrt!

http://www.christenload.com/wp-content/plugins/downloads-manager/img/icons/doc.gif Name: Eine Mutter (32KB)
Klicks: 350

PDF Download    Sende Artikel als PDF   

No responses yet

Apr 25 2008

Heimgekommen

Geschrieben von under Muttertag

Heimgekommen; ein christliches Anspiel zum Muttertag für 7 Personen

Sprecher: Hell und lieblich glänzte er, der goldene Abendstern in das kleine Gasthofzimmer des Restaurants „Allemannia“, an der Hauptstraße. Ein junges kräftiges Mädchen in Tiroler Tracht stand dort am Fenster und blickte träumerisch in den stillen Abend hinaus. Das Zimmer lag nach dem Hof, ferne von allem Lärm, sonst hätte das wohl die dunkeln Wolken von des Mädchens Stirn verscheucht, das so in der Stille seinen Gedanken überlassen war.
Maria Weller, war die erste Altsängerin der Tiroler Gesellschaft „Rainer“ die hier im Restaurant ihre Vorstellungen gab. Man konnte nicht denken, dass die lustige Maria auch ernsten Gedanken zugänglich war. Hatte wohl jener Brief, der neben ihr auf dem kleinen Tisch lag, dies Wunder zuwege gebracht, das sie ans Träumen kam? Die Adresse zeigt in großer, fast unleserlicher Handschrift den Namen Maria Weller. Und den Inhalt des Briefes lass sie immer und immer wieder.

Maria: Mein Kind, mein einziges liebes Kind!
Endlich habe ich mit viel Mühe deine Adresse erfahren. Du bist eine Sängerin geworden. Armes Kind wie unglücklich musst du sein! Ich will Vaters Uhr verkaufen, dir das Geld schicken für die Reise, komm wieder heim! Wir blicken immer nach dem Abendstern, der so hell in unsere Kammer scheint, wenn wir zu Bett gehen, weißt du es noch, und wir denken wenn er dich grüßen könnte und dir sagen, wie wir um dich traurig sind. Dein Bruder ist im Herbst gestorben, ich bin mit Nanni allein und bin krank, wenn du doch kommen wolltest und uns helfen. Gott helfe dir fliehen.
Es grüßt und küsst dich deine alte Mutter und Nanni.

Sprecher: Darum blinkte er wohl heute Abend so hell, der Abendstern, er wollte sie grüßen! Maria zog schnell die Gardinen am Fenster zusammen. Sie wollte ihn nicht sehen. „Komm heim; komm heim!“ schien er zu winken mit seinem hellen Glitzern. Ja daheim war es so schön gewesen, bis der Herr aus der Stadt kam und sie fortlockte, ihr viel vorredete von ihrer herrlichen Stimme, und kommenden Triumphen, bis gegangen war, heimlich und still, weil die Mutter es nicht wollte und immer mahnte: „Arbeite brav und bleib daheim, die Welt ist falsch, und das Glück ist nur Schein.“ Ja so war es gewesen nach mancherlei Not und Beschämung, nach manch bitterer Erfahrung von der Lieblosigkeit fremder Menschen war sie endlich zu dieser Gesellschaft gekommen, und ihre gute Stimme hatte ihr die ersehnte Ehre und Huldigungen in Fülle gebracht. Aber unglücklich war sie, davon konnten die Nächte erzählen, die ihre Tränen gesehen, und der Abendstern, der ihr in die traurige Augen geschaut hatte.
Ach wenn sie heim könnte, heim in das stille Dorf zu den einfachen Leuten.
Maria wagte es kaum zu beten, sie hielt sich zu schlecht, sie, die Mutter so betrübt hatte, aber ein Seufzer stahl sich oft über ihre Lippen:

Maria: O, Gott, ich möchte heim, hilf mir! Und nun steht es noch in dem Brief „Komm heim!“
Die gute Mutter meinte, die paar Mark für Vaters Uhr langen für die Reise, doch ich habe auch noch Geld, aber die Schande und Schmach im Dorf wenn ich heim käme? Und was würde der junge Mann sagen, der mir die Ehe versprochen, er ist so vornehm, so schön, kann ich das alles lassen um der Mutter willen? Mitgehen würde er nicht, er ist zu gut erzogen, wie er oft sagte, wenn ich von dem stillen Dorf sprach.

Sprecher: Tausende Gedanken kreuzten sich in dem Herzen des Mädchens und hätten sie wohl lange ruhelos gemacht, da wurde die Tür aufgerissen. Ein blonder Kopf mit einem Tirolerhut schaut herein:

Kind: Maria, schnell, wir müssen aus Podium, der Saal ist voll, du musst ja ein Solo singen, was hast du gewählt? Gewiss was Lustiges?

Sprecher: So plauderte die Kleine an Marias Arm gehängt in dem sie dieselbe in den Saal zog. Die Lichter glänzen, die Stimmen schwirren durcheinander, alles ist voll Erwartung und Freude. Maria aber ist es so unsagbar wehmutsvoll ums Herz, sie lächelt nicht einmal die sonst von Lust überschäumt. Blumensträußchen fliegen ihr zu, sie bückt sich nicht einmal danach. Nur einmal flammt eine dunkle Röte in ihr Gesicht, ein junger Mann grüßt dort aus der Ecke, sie schüttelt den Kopf, er wendet sich lachend an seine Gefährten. Zuerst wird ein Chor gesungen dann wird Marias Solo angekündigt. Tief atmet sie auf, dann klingt es im glockenreinen vollen Alttönen den stillen Saal:

Maria: Wenn du noch eine Mutter hast.

Sprecher: Einen Augenblick herrschte im Saal noch lautlose Stille, als Maria geendet hatte, dann aber brach ein jubelnder Beifallssturm los: „Herrlich, einzig!“ hörte man sagen, so hat sie noch nie gesungen. Ihr Entschluss war zum letzten Entscheidungskampf gekommen.
Heim nur noch an schwachen Fäden hing ihr Zaudern und Zögern. Eine Sorge war es die sie drückte. – Würde der Direktor sie gehen lassen? Wenn er nun Entschädigung verlangte? Maria war nach ihrem Auftreten hinaus geeilt in den stillen Garten, sie hatte für diesen Abend frei. Der Direktor schwelgte in Entzücken. Da saß sie nun im silbernen Vollmondschein auf einer Bank des Gartens, sie schaute hinauf zu dem sternbesäten Nachthimmel einer flimmerte besonders hell, sie nickte ihm zu – „ja ich komme.“ Da trat der junge Mann an ihre Seite, der sie vorhin im Saal gegrüßt hatte. Er nahm ihre Hände und sagte:

Peter: Maria, du hast einzig schön gesungen, dein Lied hat einer Mutter den Sohn wiedergegeben, ich kann nichts anders beginnen, ich muss heim zu meiner tiefgekränkten Mutter. Maria du kannst nicht die Meine werden, meine Mutter hat mich nötig, ich bin ihr Stolz, ihre Hoffnung. O dein Lied! Wer hat es dich singen heißen? Es brach mir das Herz, Maria, kannst du mir vergeben?

Maria: Ich habe dir nichts zu vergeben, Peter; ich bin gerade so ein ungeratenes Kind wie du, ich muss zu meiner Mutter, ihre Gebete ziehen mich heim, und ein Engel hieß mich dieses Lied singen. Sehen sie dort den Abendstern. Meine Mutter schreibt, jeden Abend, trage sie ihm Grüße auf, an mich, siehst du er glänzt wie der Mutterblick.

Sprecher: Die beiden jungen Menschenkinder schauten hinauf zu dem leuchtenden Gestirn, und ein tiefes Sehnen füllte ihre Brust – heim – heim – ein Sehnen nach jenem Heim dort oben, dem sie noch so fern waren. Peter reiste noch in derselben Nacht zu seiner Mutter in die Residenz die mit Freudentränen den verloren geglaubten empfing. Durch Gottes Güte und Gnade kam er in christliche Kreise und lernte dort den Weg zum Himmel finden. In seinem Schreibtisch barg er ein kleines Bild von einem jungen Mädchen in Tirolertracht, er betrachtete es oft in stiller Stunde und dankte Gott für jenes Begegnen mit Maria.

Als Maria sich zur Umkehr nach Hause erheben wollte, fiel ihr Blick auf einen Beutel, ein Zettel lag dabei: Für deine Mutter von Peter. Sie bat noch am selben Abend den Direktor um ihre Entlassung und nach Einigung zur Bezahlung einer gewissen Summe war sie frei. Sie schrieb es voller Freude an ihre Mutter und rüstete sich zur Reise. Am nächsten Tag sorgte sie noch einige nötige Einkäufe, da händigte eine Dame ihr ein Blättchen ein. „Komm heim!“ stand oben drüber, sie nickte lächelnd. Die Dame trat zu ihr in der Meinung eine Gleichgesinnte gefunden zu haben. Sie gingen miteinander und Maria hörte aus dem Munde der Dame was sie seit ihrer Konfirmation Unterricht nicht mehr gehört, dass sie verirrt und verloren war weit ab vom Vaterhause; so erzählte sie nun freimütig ihr Geschick und dass sie jetzt heim wolle. Die Dame bat ihr freundlich Unterkommen in ihrem Hause an bis zur Abreise. O wie gerne folgte sie derselben! Da wehte andre Luft als sie dieselbe bis jetzt geatmet hatte. Alles Interesse in diesem Hause schien sich um eine Person zu drehen, um einen, den sie wohl kannte, aber vergessen hatte – Jesus. Von Ihm sprach man bei der Arbeit, für Ihn sang man Lieder und wunderbar – bei Ihm schien man auch Kraft, Trost und Freudigkeit zu empfangen wenn vereint alle niederknieten und mit Ihm redeten wie ein Kind mit seiner Mutter. Maria kam sich vor wie im Traum. Sie wurde mit so viel Liebebehandelt, wie ein Kind des Hauses und nicht wie eine Sängerin, die jedes Anrecht auf Hochachtung verloren hatte. Man schenkte ihr ein neues Testament, man fragte und belästigte sie nicht mit Ermahnungen. Abends saß sie oft am Fenster und las, sie schaute dann wohl auf zu dem leuchtenden Abendstern. Am Tage vor ihrer Abreise kam sie weinend in das Zimmer der gütigen Dame und schluchzend brachte sie hervor:

Maria: Ach, ich möchte auch mit Jesus reden können, wenn ich nur dürfte.

Dame: Ja warum dürfen sie nicht?

Maria: Ich bin’s nicht wert, ich bin so weit verirrt.

Sprecher: O das war die Stunde da ein verirrtes Kind vor dem Vaterhaus steht und klopft, wo ein verlorenes Schaf nach Rettung schreit. Und der Vater sollte nicht auftun, der Hirte sein Schäflein nicht lösen und in seine Arme nehmen? Wer sucht, der findet und wer anklopft den wird aufgetan. An jenem Abend war Marias Stimme die lauteste beim Lobgesang nach Tisch. Als sie beim Schlafen gehen noch einmal zu dem bekanten Stern blickte, schien ihr sein Leuchten nur das eine zu sagen, was ihr das Liebste geworden: Jesus. Das war eine fröhliche Heimreise, denn der Abschiedsgruß trug Hoffnung des Wiedersehens.
Während Maria auf der Reise ist wollen wir vorauseilen in das Dorf wo eine Mutter um ihr Kind weint. Die alte Frau Weller ist recht krank und schwach geworden. Armut und Not halten ihren Einzug ins Stübchen. Der Pfarrer des Dorfes sitzt an ihrem Bett, sie zu trösten. Er liest ihr das 14. Kapitel aus dem Evangelium Johannes vor, spricht er mit ihr über den Trost des Heilandes: Euer Herz erschreckt nicht. Die kranke hört begierig dieses kostbare Evangelium, sie kann nicht mehr alles begreifen, aber das fasst sie, dass sie nicht erschrecken soll, weil der Heiland alle Schrecken des Todes und der Hölle für sie getragen.

Mutter: Ach Herr Pfarrer, ich bin so in Angst um meine Maria. Ja, da hab ich noch den Schrecken im Herzen, sie ist ein verirrtes Kind, ach wird sie je vom guten Hirten gefunden werden?

Pfarrer: Euer Herz erschreckt nicht und fürchte sich nicht.

Sprecher: Dann betet der Pfarrer mit ihr. Leise, leise zieht der Abend herauf und der leuchtende Abendstern schaut wie gewöhnlich in das kleine Zimmer. Die Kranke ist eingeschlafen und Nanni ist im Garten. Da tritt leise eine schlanke Gestalt ins Zimmer, vorsichtig geht sie ans Bett, setzt sich ganz still um nichts zu stören.

Mutter: Maria!

Sprecher: seufzt die Schlafende halb im Erwachen. Die Blicke begegnen sich im stummen Erkennen, ist es ein Traum? Die Mutter wischt sich die Augen. Maria aber fällt ihr um den Hals:

Maria: O Mutter, liebe Mutter vergib mir!

Mutter: Euer Herz erschreckt nicht und fürchte sich nicht.

Sprecher: sagten die welken zitternde Lippen.

Mutter: Du bist da, alles ist gut, du bist daheim!

Maria: Ja Mutter, daheim und durch Gottes Gnade auf dem Heimweg.

Sprecher: Maria schaute zu dem leuchtenden Abendstern, ihr ist als freue er sich und glitzere vor Lust das sie daheim ist. Sie durfte ihr Mütterlein noch pflegen, bis sie in die selige Ruhe eingegangen ist. Maria diente fortan dem Herrn als eine treue Dienerin, die noch mancher verirrter Seele den Weg zum Vaterhause zeigte.

http://www.christenload.com/wp-content/plugins/downloads-manager/img/icons/doc.gif Name: Heimgekommen (39KB)
Klicks: 390

PDF Drucker    Sende Artikel als PDF   

No responses yet

Apr 25 2008

Meine Mutter betet für mich

Geschrieben von under Muttertag

Meine Mutter betet für mich, ein christliches Anspiel zum Muttertag für 4 Personen

Sprecher: Vor vielen Jahren wohnte in einem kleinen Ort der Neuengland-Staaten ein Mann mit seiner Frau und seinem Sohn. Der Mann ging zur See. Eines Tages trat er eine Reise an und kehrte nie wieder zurück. Die Frau besaß sehr wenig. Aber mit schwerer Arbeit konnte sie sich und ihren Jungen durchbringen und ihm eine gute Erziehung geben. Als er älter wurde, dachte sie mit Furcht und Sorge daran, ob er wohl wie sein Vater zur See gehen wollte. Sie versuchte, alles von ihm fernzuhalten, was an die See erinnern könnte. Als der Junge aber sechzehn Jahre alt geworden war, sagte er zu seiner Mutter:

John: Ich bin jetzt alt genug, um für dich und mich zu verdienen. Ich will zur See.

Sprecher: Der von der Mutter jahrelang gefürchtete Augenblick war gekommen. Die Mutter umfasste ihren Sohn und suchte ihm sein Vorhaben auszureden. John schwieg. Einige Tage später kam er nicht zum Essen. Die Mutter suchte ihn. Von Angst ergriffen, eilte sie auf sein Zimmer. Seine Kleider fehlten. Da ahnte sie, was vorgefallen war. Sie ging zum Hafen und fand ihren Sohn, der auf einem Schiff Arbeit gefunden hatte. Sie rief ihn und sagte:

Mutter: Ich kann dich jetzt nicht mehr halten. Du hast versprochen zu gehen, und du musst dein Wort halten. Aber denke daran: Was immer du tust oder in welchem Teil der Welt dein Schiff sein mag, jeden Mittag um zwölf Uhr liegt deine Mutter auf ihren Knien und betet für dich und deine Rückkehr.

Sprecher: Ein Jahr war John fort, da geriet sein Schiff im Indischen Ozean in einen furchtbaren Sturm. Für Stunden wurde das Fahrzeug wie ein Spielball von Wind und Wellen umhergeworfen. Segel wurden in Fetzen zerrissen, Masten brachen und gingen über Bord. Die Mannschaft arbeitete heldenmütig. Der Kapitän sagte:

Kapitän: Leute, das oberste Segel muss eingezogen werden, oder wir sind verloren.

Sprecher: Keiner getraute sich hinauf. Endlich trat John vor und fragte:

John: Wie viel Uhr ist es nach Neuengland-Zeit?

Sprecher: Erstaunt über diese Frage, zog der Kapitän seine Uhr heraus und machte schnell seine Berechnung.

Kapitän: Es wird etwa fünf Minuten vor zwölf sein.

John: Um zwölf Uhr werde ich hinaufklettern.

Sprecher: Die ganze Mannschaft stand mit angehaltenem Atem da und wartete. Endlich sagte der Kapitän:

Kapitän: Es ist zwölf Uhr.

Sprecher: John kletterte in den Mast hinauf, zog das Segel ein und gelangte sicher wieder zurück. Schiff und Besatzung waren gerettet. Der Kapitän fragte:

Kapitän: Sag mir, John, warum wolltest du gerade bis zwölf Uhr warten?

John: Weil um diese Zeit meine Mutter auf ihren Knien für mich betet. Ich fühlte, dass ich einen klaren Kopf und eine sichere Hand haben würde, während meine Mutter für meine Sicherheit betete.

Kapitän: Junge, es ist etwas großes, daheim eine betende Mutter zu haben.

Sprecher: Ihr Kinder, danket dem Herrn für die Eltern, danket Ihm für eure betenden Mütter. Danket dem großen Gott, der euch bewahrt auf allen Wegen.
Ihr Mütter und Väter, danket dem Herrn, vor dessen Thron ihr eure Kinder im Gebet bringen könnt.
Ihr Mütter, danket dem Herrn für erhörte Gebete.
Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch. (1 Thess. 5:18)

http://www.christenload.com/wp-content/plugins/downloads-manager/img/icons/doc.gif Name: Meine Mutter betet für mich (29KB)
Klicks: 408

Free PDF    Sende Artikel als PDF   

No responses yet

Apr 25 2008

Die Mutter wartet

Geschrieben von under Muttertag

Die Mutter wartet, ein christliches Gedicht zum Muttertag für 3 Personen

Mutter: Mein Sohn, ich seh du gehst heut Abend wieder aus
Ich bitte dich von Herzen, blieb nicht zu lange aus:
Ich werde auf dich warten wie ich’s ja immer zu
Denn ehe du zuhause hab ich doch keine Ruh.
Auch fühl ich mich heut Abend so elend wie noch nie
Möchte dich gern bei mir haben, drum komm nach Hause früh.

Sprecher: Der Sohn hat diese Bitte schon oftmals angehört
Und hat sich auch darüber schon manches gestört.
Er sagt nur zu der Mutter:

Sohn: Wenn heute dir nicht wohl
Dann lege dich doch nieder und ruhe bis ich komm.
Warum soll mein Vergnügen ich kürzen weil ich jung,
mach die nur keine Sorgen, ich wünsch dir Besserung.

Sprecher: Doch als er ging da hört er noch einmal wie sie sprach:

Mutter: Ich werde auf dich warten, ich bleib so lange wach.

Sprecher: Der Sohn verbringt den Abend ganz fröhlich wie schon oft.
Die Mutter hat gewartet, gebetet und gehofft.
Und als schon lang nach Mitternacht, er endlich kam nach Haus
Schien ihm als sehe alles, so wie gewöhnlich aus
Es war noch Licht im Zimmer wo seine Mutter war
Doch alles war so stille das schien ihm wunderbar.
Er schlich sich nun ganz leise hin auf ins Schlafgemach
Ringsum war alles stille – ob Mutter wohl noch wach?
Er horcht gespannt und wartet, doch ist und bleibt es still
Da wird ihm so unheimlich, er steht nun auf und will
Doch nach der Mutter sehen, sie fühlte sich ja schlecht.
Uns sein Betragen schien ihm, nun doch nicht gut und recht
Da sitzt die treue Mutter, hat sich zurück gesehnt.
Den Sohn bei sich zu haben in ihrer Sterbestund
Er ruft sie an:

Sohn: O Mutter!

Sprecher: Doch stumm bleibt nun ihr Mund.

Sohn: O Mutter,

Sprecher: ruft er wieder

Sohn: O Mutter höre mich
Vergib wo ich gefehlet, du weißt, ich liebe dich.

Sprecher: Umsonst sind deine Worte du armer junger Mann
Du kannst nun nicht mehr ändern was du ihr angetan.
Sie ist nun Heimgegangen, ins ew’ge Vaterhaus.
Doch schaut sie auch von droben, noch sehnend nach dir aus.
Sie hielt etwas die Mutter, in ihrer kalten Hand
Es war ein kleiner Zettel, darauf geschrieben stand:
„Mein Sohn, ich hab gewartet auf dich, doch kamst du nicht
Nun werd ich droben warten, im ew’gen Himmelslicht.“

Das waren schwere Stunden die nun der Sohn gelebt
Er hat fast in Verzweiflung, so manchen Tag geschwebt
Man brachte sie zur Ruhe, die ihn so heiß geliebt
Die er durch sein betragen, so oftmals hat betrübt.
Die guten Kameraden die blieben jetzt zurück,
sie lassen ihn alleine, das schien ihm wie ein Glück.
Er wollte anders werden, wollt andre Wege gehen
Damit er einst im Himmel, die Mutter dürfte sehn.
Doch lockten Welt und Sünde ihn auf die breite Bahn
Und nach und nach da fing er sein altes Leben an.
Er ding die alte Wege und desselbe Spiel
Die Lockung war so mächtig und Freude waren viel.

Doch steht, an einem Abend, mitten im Freundeskreis
Steht er entschlossen auf und geht hinaus – er weiß
Das dieser breite Weg, auf welchen er jetzt geht,
der führt ihn ins Verderben und ernstlich er jetzt fleht.

Sohn: O Herr, hilf mir doch kämpfen, Du siehst ich bin so schwach
Doch bin ich jetzt entschlossen dir Herr zu folgen nach.

Sprecher: Es kamen schwere Kämpfe, doch standhaft hielt er aus,
denn seine Mutter wartet auf ihn im Vaterhaus.

Hast du noch eine Mutter, du lieber junger Mann?
Sag, hast du ihr wie jener, auch oft schon weh getan?
Gott mög dir Gnade geben, dass du eh es zu spät
Der Mutter Bitte hörest, die täglich für dich fleht.
So lange sie noch am Leben o höre auf ihr Wort
Und ist sie nicht mehr bei dir, triff sie im Himmel dort.

PDF Drucker    Sende Artikel als PDF   

No responses yet

« Prev - Next »

eXTReMe Tracker Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de