Archive for April 12th, 2008

Apr 12 2008

Mutters große Hilfe

Geschrieben von under Muttertag

Mutters große Hilfe, ein christliches Anspiel zum Muttertag für 3 Personen

Mutter: Jan!

Jan: Ja, Mutter?

Mutter: Jan, läufst du schnell mal für mich in den Laden?

Jan: Ich, Mutter?

Mutter: Ja, du, Jan. Ich brauche zwei Pfund Zucker. Hier auf dem Tisch liegt das Geld.

Jan: Gut, Mutter.

Autor: Jan spielte gerade so schön im Garten. Er hatte sich Pfeil und Bogen gemacht. Er schoss nach einem Baumstamm. Einmal musste er ihn doch treffen! Er schoss. Vorbei. Noch mal! Vorbei. Und das war so spannend, dass er Mutters Auftrag ganz vergaß. Mutter seufzte. Dann holte sie selbst den Zucker.
Das geschah am Morgen.

Mutter: Jan!

Jan: Ja, Mutter?

Mutter: Jan, holst du mir schnell mal Kohlen herauf?

Jan: Ich, Mutter?

Mutter: Ja, du, Jan. Der Ofen geht aus.

Jan: Gut, Mutter.

Autor: Jan spielte gerade mit seinen Murmeln. Er hatte ein Loch in die Erde gemacht. Da musste er erst all die runden Kugeln hineinbringen. Und das war so spannend, dass er darüber Mutters Auftrag ganz vergaß. Mutter seufzte. Und dann holte sie die Kohlen selbst herauf.
Das geschah am Mittag.

Mutter: Jan!

Jan: Ja, Mutter?

Mutter: Willst du wohl mal mit dem Brüderchen spielen?

Jan: Ich, Mutter?

Mutter: Ja, du, Jan. Ich muss waschen. Dabei kann ich es nicht brauchen. Pass aber gut auf, hörst du?

Jan: Gut, Mutter.

Autor: Aber Jan hatte gerade ein Buch, in dem waren wunderschöne bunte Bilder. Die musste er erst noch ansehen. Die Bilder waren so spannend, dass er darüber das Brüderchen ganz vergaß. Das Brüderchen kroch durchs Zimmer. Es erwischte Mutters Strickzeug und zog eine Nadel nach der anderen heraus. Dann zog es am Tischtuch. Die Vase mit den Blumen fiel um und das Tischtuch tropfte. Und dann … dann schlief das Brüderchen ein, den Kopf auf dem Schemel, mitten in dem Durcheinander, das seine kleinen Finger angerichtet hatten. Dann kam Mutter ins Zimmer. Sie seufzte sehr tief und sehr ärgerlich und begann Ordnung zu machen. Das geschah am Abend.
Aber an diesem Abend geschah noch etwas. Und das war so wunderlich, dass Jan es nie mehr vergaß.

Jan: Mutter?

Mutter: Was ist denn, Jan?

Jan: Mutter, ich möchte ein Butterbrot.

Mutter: Du, Jan?

Jan: Ja, ich, Mutter. Kann ich ein Butterbrot bekommen? Ich habe solchen Hunger!

Mutter: Gut, Jan.

Autor: Aber Mutter blieb sitzen und nähte weiter. Sie nähte so eifrig, dass sie darüber Jans Bitte wohl ganz vergessen hatte. Es dauerte so lange! Jan seufzte.

Jan: Mutter?

Mutter: Was ist denn, Jan?

Jan: Mutter, bekomm’ ich jetzt mein Butterbrot?

Mutter: Du, Jan?

Jan: Ja, Mutter. Mein Magen ist so leer. Gibst du mir eins?

Mutter: Gut, Jan.

Autor: Mutter nähte weiter. Und Jan saß und wartete. Es dauerte so lange! Jan seufzte immer tiefer.

Jan: Mutter!

Mutter: Was ist denn, Jan?

Jan: Mutter, essen wir denn nun endlich? Ich habe solchen Hunger!

Mutter: Gut, Jan. Geh nur schon nach oben. Ich bring’ dir dann das Butterbrot.

Autor: Jan ging nach oben. Er zog sich langsam aus. Da lag er und wartete. Und Mutter kam und kam nicht. Es war ganz still im Haus. Der Wind spielte vor dem Fenster. Und es wurde schon so dunkel…
„Jan, Mutter hat dich vergessen – vergessen – vergessen“ flüsterte der Wind.
Da wurde es ganz dunkel, ganz traurig in Jans kleinem Herzen; eine Weile lag er da und weinte, aber Mutter kam nicht. Er rief sie, erst leise, dann immer lauter, aber Mutter hörte nicht. Und dann konnte Jan es nicht mehr aushalten, er sprang aus dem Bett und schlich leise wie auf Katzenpfoten die Treppe hinunter. Vorsichtig guckte er durchs Schlüsselloch in die Küche. Die Lampe brannte. Der Tisch war gedeckt. Mutter saß und wartete. Worauf wartete sie wohl?

Jan: Mutter, hast du mich denn ganz vergessen?

Autor: Mutter nahm ihren kleinen Jungen auf den Schoß.

Mutter: Ich habe dich nicht vergessen, ich habe hier gesessen und auf dich gewartet. Du solltest nur mal etwas lernen.

Jan: Lernen Mutter?

Mutter: Ja, Jan. Weißt du noch, heute morgen, als du Zucker holen solltest?

Autor: Jan wurde rot.

Mutter: Und heut Mittag, als ich Kohlen brauchte?

Autor: Jan wurde noch röter.

Mutter: Und heute Abend, Jan, weißt du noch, als du auf Brüderchen aufpassen solltest?

Autor: Jan schlang die Arme um Mutters Hals. Er drückte sich fest an sie und flüsterte ihr etwas ins Ohr, ganz leise und verlegen. Mutter nahm ihn in den Arm und küsste ihn.

Mutter: Du bist wieder mein guter Junge, nicht wahr?

Jan: Soll ich jetzt Zucker holen? Und Kohlen? Ich möchte so gern!

Autor: Fragte Jan eifrig, doch alles das war nicht mehr nötig. Mutter setzte sich mit Jan an den Tisch. Und noch nie hatte Jan ein Butterbrot so gut geschmeckt.

Aus der gehörten Geschichte können beide, wie die Mütter so auch die Kinder eine Lehre für sich ziehen. In Kolosser 3, 20 lesen wir: „Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allen Dingen; denn das ist dem HERRN gefällig.“ Durch euren sofortigen Gehorsam erfüllt ihr Gottes Willen und erspart den Eltern so manches Leid.
Ihr Mütter, aber auch Väter, verliert nie den Mut den Kindern etwas beizubringen, auch wenn es oft viel Zeit in Anspruch nimmt und den Kindern und euch manchmal Schmerzen bereitet; denn in Sprüche 22, 6 heißt es: „Wie man einen Knaben gewöhnt, so lässt er nicht davon, wenn er alt wird.“

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Apr 12 2008

Ich habe nur hingeschaut…

Geschrieben von under Kindergeschichten

Ich hab nur hingeschaut, eine christliche Kindergeschichte

Mit 7 Jahren kam Lilli das erste Mal in ein Schmuckgeschäft. Der Vater nahm sie mit, um mit ihr für die Mutter zum Geburtstag eine Uhr als Geschenk zu kaufen.
Sie hatten sich geeinigt, eine kleine runde Uhr mit einem dunklen Zifferblatt zu kaufen. Der Vater ging zur Kasse, um zu bezahlen. In dieser Zeit blieb Lilli bei einer Vitrine stehen, in der auf blauen Samt teurer Schmuck glänzte.
Staunend schaute sich Lilli die Ohrringe an.
“Genau diese hat Larissa! Und diese hat Olga!” Sie erkannte sofort die kleinen Ohrringe, die sie bei ihren Mitschülerinnen in den ersten Schultagen gesehen hatte.
“Aber diese habe ich noch bei keinem gesehen!” bemerkte Lilli.
“Wenn ich die nur haben könnte …“
Als der Vater die Uhr in Empfang nahm, schaute er sich nach seiner Tochter um und bat sie, zu kommen, aber sie rührte sich nicht vom Platz.
“Lilli!” Der Vater rührte sie an der Schulter an. “Komm!” Lilli erschrak und folgte dem Vater.
“Was hast du da gesehen?” wollte der Vater wissen . ..Ich habe dich gerufen, aber du hast mich nicht gehört!”
“Da waren solche schönen Ohrringe! … ”
“Haben sie dir gefallen?” wunderte sich der Vater.
“Ja!” gab Lilli ehrlich zu und schaute verlegen nach unten. “Aber Christen dürfen keine tragen … ” sagte sie traurig.“Und warum dürfen sie keine Ohrringe tragen?” Lilli zuckte mit den Achseln:
“Weil im Gottesdienst keiner welche trägt … ” antwortete Lilli.
“Wenn du willst, kann ich dir erklären, warum Christen keinen Schmuck tragen.”
“Warum denn?”
Freundlich nahm der Vater Ulli an die Hand.
“In der Bibel! steht geschrieben, dass den Menschen nicht Gold oder teure Kleidung schmückt, sondern gute Werke. In Gottes Augen hat die innere Schönheit einen Wert. Wer Gott liebt und Ihm gefallen möchte, schmückt sich mit Freundlichkeit, Sanftmut, Liebe und Barmherzigkeit. Ein Mensch mit diesen Eigenschaften wird auch in einfacher Kleidung schön aussehen. Weißt du, warum die Leute Ohrringe oder überhaupt Schmuck tragen?”
“Damit sie schön aussehen?”
“Ja, der Mensch möchte die Aufmerksamkeit auf sich lenken, damit er gelobt wird. Das ist Stolz. Gott gefallen keine stolzen Leute. Gott möchte, dass die Ehre Ihm gebracht wird, weil Er allein ihrer würdig ist. ” “Dann möchte ich auch keine Ohrringe”, sagte Lilli. „Ich habe nur hingeschaut und das ist auch alles!”
“Nur hingeschaut … “, wiederholte der Vater nachdenklich und fügte nach einer Weile hinzu:
“Eva hatte auch zuerst nur hingeschaut. Kannst du dich an die Geschichte von Adam und Eva erinnern?”
Lilli nickte.
“Oft sah Eva diesen Baum, aß aber nie von seinen Früchten, weil Gott es ihnen verboten hatte. Aber einmal gehorchte sie dem Satan und schaute so hin, dass der Baum mit seiner Frucht ihr sehr gefiel. Als sie erfuhr, dass die Frucht dieses Baumes auch noch klug macht, gefiel es ihr noch mehr. Und Eva wollte die Frucht mal ausprobieren. ”
“Dann gab sie auch Adam zu probieren und Gott trieb sie aus dem Garten hinaus”. erzählte Lilli schnell die Geschichte zu Ende.
“Richtig. Gott trieb sie aus dem Garten hinaus, weil sie gesündigt und Sein Gebot gebrochen hatten. Es fing alles an, weil Eva nur einmal hingeschaut hatte… Hüte dich, meine Tochter, das anzuschauen, was dich zur Sünde verleiten kann!”
Unbemerkt kam der Winter. Der Schnee bedeckte die Erde. Es wurde kalt. Die Weihnachtszeit kam näher.
Eines Nachmittags schickte die Mutter Lilli ins Geschäft, um Wurst zu kaufen.
“Halte dich nicht lange auf!” bat die Mutter. “Wir werden nicht eher Abendbrot essen, ehe du kommst. ,.
Lilli ging gerne ins Geschäft, besonders jetzt, wo alle Schaufenster für die bevorstehenden Festtage geschmückt waren.
Lilli blieb beim Schreibwarengeschäft stehen. Im Schaufenster sah sie Malbücher, die ihr sehr gefielen.
“Die sehen schön aus! Ich hatte noch nie solche”, dachte sie.
“Wenn ich mir nur eins kaufen könnte! Aber wo soll ich das Geld hernehmen?”
Schwer atmend ging sie zur Fleischerei.
“Vielleicht sollte ich etwas weniger Wurst kaufen, als die Mutter bestellt hatte?!” kam ihr plötzlich als Gedanke. “Dann bleibt mir etwas Geld übrig und ich werde mir ein Malbuch kaufen können … ” Mit diesen Gedanken betrat sie das Geschäft.
“Das ist unehrlich, das ist Sünde, die Mutter wird es erfahren” I dachte sie und blieb einen Augenblick stehen.
“Ich hätte gerne ein Pfund von dieser Wurst”, sagte sie entschlossen.
Erstaunlicherweise war die Wurst billiger, als die Mutter es gedacht hatte.
Als Lilli die Wurst und das Rückgeld bekommen hatte, ging sie langsam nach Hause.
“Vielleicht sollte ich mir doch ein Buch kaufen”, dachte sie und spürte, wie ihr Herz schneller schlug.
Wieder stand sie vor dem Schaufenster und bewunderte die Malbücher.
“Ich gehe hinein und kaufe mir eins!” entschloss sie sich. Doch plötzlich kamen ihr Vaters Worte in Erinnerung: “Hüte dich, meine Tochter, das anzuschauen, was dich zur Sünde verleiten kann!”
Lilli wurde rot. Sie drehte sich um und lief nach Hause.
“Wo warst du so lange?” fragte die Mutter, als sie den Tisch deckte.
“Ich habe mir Bücher angeschaut …“
“Warum bist du heute gar nicht fröhlich”, bemerkte der Vater,
“Hast du mit jemandem gestritten?”
“Nein u, lächelte Lilli. “Aber was ist mit dir los’?”
Ulli erzählte, was am Schreibwarengeschäft in ihr vorging.
“Du hast richtig gehandelt, dass du dich in die Unwahrheit nicht eingelassen hast”, sagte der Vater, als er sie angehört hatte.
“Das, was auf einem unrechten Weg erworben wird, bringt nie echte Freude. Der Satan wird dich noch oft versuchen, deshalb solltest du beten, dass du Kraft bekommst, der Sünde zu widerstehen…
Zu Weihnachten bekam Lilli ein Malbuch als Geschenk von den Eltern.

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