Archive for März 15th, 2008

Mrz 15 2008

Der Kursschreiber

Geschrieben von under Hochzeit

Der Kursschreiber, ein christliches Anspiel zur Hochzeit für 3 Personen

Sprecher:  Tiefblauer Himmel wölbt sich über der glatten See. Ein Schwarm silberglitzernder Möwen begleitet das Schiff in Richtung Süden. Ein Teil der Passagiere sonnt sich auf dem Deck des Schiffes, die anderen sind in den Büchern vertieft oder spielen Brettspiele. Der Kapitän des Schiffes hat sich angeboten einen Rundgang auf dem Schiff zu machen. Er führt die Interessenten und erklärt ihnen die Geräte. Als sie in den Steuerraum des Schiffes kommen, fragt ein Passagier:

Passagier:  Wozu sind eigentlich so viele Messgeräte nötig. Ich denke die Führung des Steuerrades dürfte doch sehr einfach sein?

Kapitän:  (schmunzelnd) Wenn Sie wollen, können Sie es probieren. Sie steuern jetzt mal 5 Minuten das Schiff. Hier, beachten Sie den Steuerstrich auf dem Kompass. Es müssen immer 176° am Strich anliegen.

Passagier:  Das kann doch nicht so schwer sein. Ich will’s probieren. – Das ist doch ganz einfach.

Sprecher:  Vorlaut stellt sich der Passagier an das Rad und führt das Schiff. Nach 5 Minuten ist die Probezeit um, und er fragt stolz:

Passagier:  Ging das nicht ausgezeichnet?

Kapitän:  Wollen wir mal sehen. Ich hole gleich die Papierrolle aus dem Kursschreiber. (holt sie) Hier sehen Sie: Dieses Stück haben Sie gelenkt und das ist das Stück unseres Steuermanns. Nun, vergleichen Sie die Kurslinien!

Passagier:  (erschreckt) O weh! Das ist ja eine einzige krumme Linie, kein gerades Stück dabei!

Kapitän:  Sehen Sie, Sie sind gar nicht in der Lage den Kurs zu halten. Wie würde Ihre Linie erst bei hohem Seegang aussehen, wenn Sie den Kurs bei ruhigem Wetter nicht führen können?

Sprecher:  Liebe ………………………………. und ……………………………………., versucht nicht, wie dieser Passagier, das Steuerrad selbst in die Hand zu nehmen, sondern überlasst es Jesus. Er alleine kann euch bei Seegang sicher führen!

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Mrz 15 2008

Der Pfiff in der Nacht

Geschrieben von under Gebet,Hochzeit

Der Pfiff in der Nacht, ein christliches Anspiel zum Thema Gebet und zur Hochzeit für 6 Personen

Doktor:  Ach was! Beten hat ja doch keinen Wert!

Wilhelm:  Da bin ich anderer Meinung, Herr Doktor! Ich will ihnen mal eine kleine Geschichte erzählen.

Doktor:  Ach vielleicht eine Geschichte vom lieben Gott?

Wilhelm:  Nein! Eine Geschichte von meiner Mutter.

Doktor:  Was hat die denn damit zu tun?

Wilhelm:  Das werden sie gleich sehen. Also – hören sie zu: Mitten im ersten Weltkrieg tat ich eines Tages einen riesigen Freudensprung…

– Musik -

Fred:  Was ist denn mit dir los, Wilhelm?

Wilhelm:  Kannst du dir das vorstellen, ich habe Urlaub bekommen.

Fred:  Erst hieß es ja noch, es gibt keinen Urlaub.

Wilhelm:  Hier schau: schwarz auf weiß. Jetzt habe ich aber keine Zeit mehr. Ich will die Eisenbahn nicht verpassen.

Erzähler:  Die Eisenbahn fuhr für Wilhelm viel zu langsam. Um ein Uhr Nachts kam er dann auf den Frankfurter Hauptbahnhof an. Da keine Straßenbahn mehr fuhr machte er sich zu Fuß auf den Weg.

Wilhelm:  Im Mondlicht sieht es hier ganz anders aus als früher, es sind ja auch schon zwei Jahre her. Ah, da ist ja auch schon mein Elternhaus.

Erzähler:  Ganz unwillkürlich pfiff er den alten Pfiff mit dem er früher sein Heimkommen angemeldet hatte. Er tat es allerdings etwas gedämpft. Denn er wollte ja nicht die Straße alarmieren. Dabei dachte er, dass ihn gegen zwei Uhr nachts daheim doch niemand hören würde. Als er ein paar Schritte gegangen war ging im Haus das Licht an und bis er an die Haustür kam stand seine Mutter schon an der Tür und nahm ihn in die Arme.

Wilhelm:  Mutter wie bist du schon an der Tür ehe ich geklingelt habe? Und woher weißt du denn…

Mutter:  Ach, Junge, ich habe dich doch pfeifen gehört. Als ich den bekannten Pfiff hörte, wusste ich: Das ist Wilhelm.

(Szenenwechsel)

Wilhelm:  Ich war tief bewegt. Das können sie sich wohl denken. Mein Urlaub war ganz unerwartet gekommen. Ich war also unangemeldet gekommen. Aber ich verstand auf einmal: Wenn eine Mutter schläft, dann schläft ihr Herz doch nicht. Das ist immer wach bei ihren Kindern.

Doktor:  Ja eine schöne Geschichte. Aber was soll sie hier?

Wilhelm:  Nun in meiner Bibel steht: Kann auch eine Mutter ihres Kindleins vergessen, dass sie nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes?
Und ob sie desselben vergäße, will ich doch dein nicht vergessen spricht Gott. Wenn nun schon eine Mutter den leisen Pfiff ihres Kindes hört, wie viel mehr wird der Vater im Himmel hören, wenn seine Kinder zu ihm rufen! Meinen sie nicht auch?

Sprecher:  Wir wünschen euch liebes Brautpaar, dass das Gebet bei euch keinen Wert verliert, sondern dass ihr immer ein Gebetsleben führt, auch wenn Gott euer Gebet nicht gleich erhört.

-ENDE-

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Mrz 15 2008

Wehrlosigkeit vor Gericht

Geschrieben von under Hochzeit

Wehrlosigkeit vor Gericht, ein christliches Anspiel zur Hochzeit für 6 Personen

Thielmann:  Grüß dich Olan!

Olan:  Hallo Thielmann!

Thielmann:  Ist was passiert?

Olan:  (aufgeregt) Ich werde Menno Schwarzentruber erschießen, ehe die Sonne untergeht!

Thielmann:  (ruhig) Warum?

Olan:  Er hat drei Kühe aus meinem Stall gestohlen, aber er leugnet es!

Thielmann:  Wie kannst du es beweisen, dass er deine Kühe gestohlen hat? Hast du es gesehen?

Olan:  Nein, aber ich weiß dass er es getan hat.

Sprecher:  Olans Augen funkelten vor Zorn. Thielmann betete still um Weisheit, nichts Falsches zu sagen. Olan, der Nachbar Menno Schwarzentrubers, war ein harter Mann, der wegen seines hitzigen Temperamentes in der Nachbarschaft viele Schwierigkeiten machte. Er schien jedoch Achtung vor Thielmann zu haben, da ihm dieser vor nicht langer Zeit geholfen hatte.

Thielmann:  Nun, Olan wenn du deine Kühe nicht vor Abend findest, kannst du dir drei Kühe aus meiner Herde nehmen.

Olan:  Das wäre nicht fair.

Thielmann:  (freundlich) Es ist auch nicht fair, dass du Menno Schwarzentruber ohne Beweis beschuldigst.

Sprecher:  Noch am gleichen Nachmittag wurde Olan benachrichtigt, dass seine Kühe gefunden worden sind. Der Vorfall wurde nie mehr erwähnt. Doch nach einigen Wochen kam der Sheriff zu Thielmann.

Sheriff:  Ich weiß, dass Olan dir und Menno Schwarzentruber viele Schwierigkeiten gemacht hat. Ich hörte davon, dass er drohte Menno zu töten. Er hat schon seit langer Zeit viel Unruhe gestiftet, aber eine Morddrohung ist ein schweres Vergehen. Ich möchte, da du diesen Festnahme befehl unterschreibst.

Thielmann:  Ich möchte das lieber nicht tun. Die Bibel sagt uns: Liebet eure Feinde; segnet die euch fluchen; tut Gutes denen die euch hassen, und betet für die so euch beleidigen und verfolgen. Der Herr will dass wir unseren Feinden vergeben, und wir bemühen uns mit seiner Hilfe danach zu leben.

Sheriff:  Ich schätze deine Haltung. Aber ich meine immer noch, dass Olan seine gerechte Strafe haben muss. Er darf nicht so davonkommen! (geht weg)

Sprecher:  Eine Woche später wurden Thielmann und Menno vor Gericht geladen um gegen Olan Mc Barfy auszusagen. Thielmann ging zum Staatsanwalt um die Freistellung zu ersuchen.

Thielmann:  Ich möchte nicht gegen meinen Nachbarn aussagen. Die Bibel lehrt uns unsere Feinde zu lieben. Ich möchte Sie bitten, mich freizustellen.

Staatsanwalt:  Sie können freigestellt werden wenn sie Olan dazu bewegen können, sich bei diesen sechs Nachbarn zu entschuldigen.

Sprecher:  Der Staatsanwalt nannte sechs Namen. Am nächsten Tag ging Thielmann zu Olan.

Thielmann:  Olan, ich bitte dich. Wenn du dich bei allen entschuldigst, wirst du dir viele Schwierigkeiten ersparen.

Olan:  Ich werde mich nicht entschuldigen. Mein Rechtsanwalt ist tüchtig. Ich habe nichts zu befürchten.

Thielmann:  Dann werde ich vor Gericht aussagen müssen! Und ich kann nur die Wahrheit sagen!

Sprecher:  Der Tag der Gerichtsverhandlung kam immer näher, und Thielmann betete viel für diesen Tag! Als es soweit war, wurden einige Zeugen befragt, bevor Thielmann hereingerufen wurde. Als Thielmann sich weigerte unter Eid auszusagen geriet der Richter in Verwunderung.

Richter:  Das habe ich noch nie gehört! Aber es reicht, wenn sie ihre Aussage bekräftigen. Ist es wahr, da Olan Mc Barfy ihnen viele Schwierigkeiten macht und eine Bedrohung für die Nachbarschaft ist?

Thielmann:  Olan hat mir nie etwas angetan, womit ich nicht leben kann.

Richter:  Haben Sie gehört, wie Olan eine Morddrohung ausgesprochen hatte?

Thielmann:  Ja, das habe ich. Aber ich muss sagen, dass alle Nachbarn wissen, dass Olan oft etwas sagt, was er gar nicht so meint. Vor allem wenn er erregt ist.

Richter:  Ich schätze Ihre Glaubensüberzeugung, aber ich wurde dazu erwählt, den Frieden in diesem Land aufrechtzuerhalten. Als Richter find ich Olan schuldig.

Sprecher:  Der Richter zog sich zurück um über den Fall zu entscheiden. Nach einer kurzen Zeit wurde das Urteil verkündigt. Es war weniger streng als sonst. Nach diesem Vorfall lernte Olan seine Nachbarn zu schätzen und seitdem gab es keinen unfreundlichen Nachbarn mehr in der Gegend.

Lieber ………… und ………… es ist einfach, Böses mit Bösem zu erwidern. Doch statt so die Probleme zu lösen, schaffen wir dadurch neue Probleme. Darum lasst Euch nicht vom Bösen überwinden, sondern überwindet das Böse mit Gutem.

ENDE

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Mrz 15 2008

Nur ein Junge

Geschrieben von under Dienst,Hochzeit

Nur ein Junge, ein christliches Anspiel zum Thema Dienst oder zur Hochzeit für 4 Personen

Sprecher:   Vor mehr als hundert Jahren lebte in Schottland ein alter treuer Pastor. Als der Pastor eines Sonntagmorgens zu seiner Kirche ging, begegnete ihm einer seiner Kirchenältesten.

Mann:   Guten Morgen, Herr Pastor.

Pastor:   Ja, Guten Morgen. Sie sind ja heute ziemlich früh da.

Mann:   Ich bin früher gekommen um sie zu treffen.

Pastor:   Haben sie etwas auf dem Herzen?

Mann:   Das kann man so sagen, Herr Pastor. In Ihrer Wortverkündigung und in ihrer Arbeit muss doch etwas nicht stimmen. Nur eine einzige Person, ist in einem ganzen Jahr zur Gemeinde dazugekommen, und das ist nur ein Junge.

Pastor:   Das tut auch mir sehr leid. Es liegt mir schwer auf dem Herzen, aber der Herr weiß, dass ich meine Pflicht getan habe. Ich kann ihm das Ergebnis überlassen.

Sprecher:   Mit schwerem und betrübtem Herzen stieg der alte Pastor an diesem Sonntag auf seine Kanzel, und mit Tränen schloss er seine Predigt. Wie sehr wünschte er, dass er doch seine Arbeit niederlegen und unter den Bäumen des alten Friedhofs ruhen könnte. Er hatte das Bedürfnis nach einer stillen Stunde. Als alle gegangen waren blieb er allein zurück.
Die Kirche war ihm lieb und heilig, schon von Jugend auf war sie seine geistliche Heimat gewesen. Er hatte dort viele Gebete zu Gott empor gesandt, und nun hatte er hören müssen, dass seine Arbeit nicht gesegnet und nicht erwünscht sei.
Doch da war noch jemand in der Kirche. Der Junge hatte seinen alten Seelsorger beobachtet und ging nun auf ihn zu.

Robert:   Guten Tag Herr Pastor.

Pastor:   Bist du es Robert?

Robert:   Ja, ich möchte sie etwas fragen, Herr Pastor.

Pastor:   Na, komm her und setz dich erst.

Robert:   Herr Pastor, glauben sie, dass ich ein Prediger werden könnte, wenn ich willig bin, hart zu arbeiten, um eine Ausbildung zu erhalten? Ein Prediger oder vielleicht ein Missionar?

Sprecher:   Eine Zeitlang herrschte tiefe Stille im kleinen Gotteshaus. Die Augen des alten Pastors füllten sich mit Tränen.

Pastor:   Robert, deine Worte sind Balsam für mein wundes Herz. Ich sehe nun die göttliche Hand in meinem Dienst. Gott segne dich, mein Junge! Ja ich glaube, dass du ein Prediger wirst.

Sprecher:   Viele Jahre später kehrt ein Missionar von Afrika nach London zurück. Es war Robert Moffat. Er hatte das Evangelium den wildesten Häuptlingen und ihren Stämmen gebracht und die Bibel in ihre Sprache übersetzt. Der alte Pastor lebte schon lange nicht mehr, doch die Frucht seiner Arbeit konnte man immer noch sehen.

Folgende Anwendung wäre auf einer Hochzeit angebracht:

Sprecher:   Liebes Brautpaar, wir wünschen euch, dass ihr euch in eurem Dienst Gott gegenüber nicht entmutigen lasst, denn die Frucht Eures Wirkens wird nicht ausbleiben.

-ENDE-

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