Archive for März 12th, 2008

Mrz 12 2008

Drei Kreuze auf Golgatha!

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Drei Kreuze auf Golgatha, ein christliches Anspiel zum Thema Jesu Leiden für 6 Personen

Sprecher 1: „Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie Ihn daselbst und die Übeltäter mit Ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. (Lukas 23:33)
Golgatha heißt auf Deutsch Schädelstätte. Ein Hügel außerhalb Jerusalems, auf dem nach damaliger Ordnung Verbrecher hingerichtet wurden. Unter Agrippa wurde Golgatha mir einer Mauer umgeben und als zur Stadt gehörig bestimmt. Der Psalmdichter David und die Propheten des Alten Testaments haben den Messias, den Heiland und Erlöser der Welt, im Geiste auf Golgatha in seinen Kreuzesleiden gesehen und beschrieben.
Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor Ihm verbarg; darum haben wir Ihn nichts geachtet. Fürwahr, Er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten Ihn für den, der von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber Er ist um unsrer Missetat willen verwundert und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf Ihm, auf dass wir Frieden hätten; und durch seine Wunden sind wir geheilt. (Jesaja 53: 4-6)
Es gab keinen anderen Weg. Es konnte auch kein Bruder den anderen erlösen. Die Heiligkeit Gottes aber erforderte dieses hohe Opfer zur Sühnung der großen Schuld des Menschen. Wäre diese Tat nicht vollbracht, die ganze Menschheit ginge verloren. Nur der einzig Heilige Gottessohn konnte dieses Werk der Erlösung vollbringen, durch seinen stellvertretenden Tod am Kreuz.

Sprecher 2: Golgatha! – Seele, setz dich unter Jesu Kreuze, sieh was dort für dich geschah, dass es dich zur Buße reize. Willst du nicht mitkommen? – Komm und schaue dir genau an, was da geschah. Schon auf dem Weg zur Richtstätte war der HERR unter der Last des rauen und schweren Kreuzes zusammengebrochen. Schon unter den Schlägen und Misshandlungen der Soldaten und Obersten beim Verhör übermannten Ihn die menschlichen Schwächen – doch sterben sollte er am Kreuz.
Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene, mit Namen Simon; den zwangen sie, dass er ihm das Kreuz trug. (Mt. 27:32)
Ein langer Menschenzug begleitete Jesus auf diesem schweren Gang. Einige lachten und spotteten, aber Jesu Freunde und Jünger waren in tiefer Trauer, auch die Frauen weinten stille.

Sprecher 3: Jetzt gelangen sie an die Stelle Golgatha! Drei Löcher sind in der steinigen Erde gegraben. Sie legen den müden und blutigen Heiland aufs Kreuz, und man hört die Hammerschläge auf Golgatha ertönen. Man treibt raue Nägel durch seine Hände, die so oft gesegnet, geheilt und vom Tode erweckt hatten, durch seine Füße, welche das ganze Land durchwanderten, um Menschen zu helfen.
Doch keine Klage kommt von den Lippen des Heilands. Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. (Jesaja 53:7) Hoch heben sie dann das Kreuz und stoßen es in den Erdloch. Ganz still wird es auf Golgatha. Einige aber spotten noch: Er hat andern geholfen, Er helfe sich selber, ist Er Christus, der Auserwählte Gottes. (Lukas 23:35) Jesus aber schwieg.

Lied: Weinen möchte ich, bitter weinen. Jesu Anblick bricht mein Herz!

Sprecher 4: Zwei Verbrecher werden auch ans Kreuz gebunden und geschlagen, einer rechts, der andere links von Jesus. Einer von ihnen lästert Jesus: Bist du Christus, so hilf dir selbst und uns. Da antwortete der andere, strafte ihn und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Und wir zwar sind billig darin; denn wir empfangen, was unsre taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes getan. Und er sprach zu Jesus: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.
Und es war um die sechste Stunde, und es ward eine Finsternis über das ganze Land bis an die neunte Stunde. Die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels zerriss mitten entzwei. (Luk. 23:39-45)

Sprecher 5: Noch in seiner letzten Stunde ruft der Heiland vom Kreuz: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun! (Luk. 23:43) Keine Klage, keine Beschuldigungen! Nein, viel mehr! Er bittet für das irregeführte Volk! Er, der von Gott und Menschen Verlassene, wird zur Vergebung. Das ist die Botschaft vom Kreuz auf Golgatha – die VERGEBUNG. Einer der Verbrecher findet hier am Kreuz in der Mitte die Vergebung!
Woher diese Wandlung? Die Macht der Vergebung! Welch seliger Entschluss des Schächers! Der andre ändert seine Gesinnung nicht, er bleibt kalt Er kann an das Unsichtbare nicht glauben und sucht Rettung bei den Henkern Jesu. Wie traurig! Keine Vergebung! Vergebens gelebt, und jetzt auch noch die ewige Qual. Ganz dicht an der Quelle des Lebens – und doch vergebens!

Sprecher 6: Liebe Freunde: Zwei Gruppen von Menschen befinden sich auf Golgatha. Die eine Gruppe weilt dort vergebens. Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden. (1 Kor. 1:18) Sie beachten nicht das Kreuz der Vergebung, sondern sie leben vergebens!

Die andere Gruppe nimmt den Gekreuzigten zur Vergebung der Sünden an. Das sind die, die sich in Jesu teurem Blut waschen lassen. Für diese gilt das Wort vergeben!

Lieber Zuhörer! Noch steht das Kreuz von Golgatha da – das Kreuz der Vergebung! Noch kannst du die Vergebung finden! Komm und nimmt den Gekreuzigten an. Richte deinen Blick zum Kreuz! Heute ist noch Gnadenzeit und du wirst diesen Schritt nie betreuen.

Drei Gedanken so groß und nah: Vergebung, vergeben und vergebens!
Wie wählst du? Suche das Ewige und das Beste!

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Mrz 12 2008

Er ist wahrhaftig auferstanden!

Geschrieben von under Ostern - Auferstehungsfest

Er ist wahrhaftig auferstanden, ein christliches Anspiel zu Ostern für 9 Personen

Autor: Es ist nun schon der dritte Tag, der dritte Morgen, nachdem Jesus gekreuzigt wurde. Er, Jesus der nur gutes für die Menschen getan hat, ist wie ein Verbrecher, wie ein Mörder oder ein Dieb hingerichtet. Ach wie haben sie Ihn so schändlich verspottet, geschlagen und verpeitscht. Und warum? Warum? Nur weil Pilatus nicht stark genug war, der brüllenden Menge zu wiederstehen? Nur weil er Angst hatte, nicht mehr des Kaisers Freund zu sein?

Und dann, dann geht’s hinaus nach Golgatha!
Jesus in der Mitte, umdrängt und umringt von einer lachenden, spottenden und höhnenden Menge.
Nur ein ganz kleiner Teil geht Ihm weinend nach. Sie weinen, weil sie den allerliebsten, den allerbesten Freund verlieren. Jesus aber ist ruhig, Er trägt sein Kreuz. Er ist still wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer.

Jetzt kommen sie zur Anhöhe, zur Stätte Golgatha! Der Herr, der Meister, der Sohn Gottes wird auf das Fluchtholz gelegt. Er, der nie ein böses Wort geredet hat, Er dessen Händen nie etwas Schlechtes getan haben, wird gekreuzigt. Die Hände, die einst auf den Kindern segnend ruhten, die Hände, die manch einem Kranken Gesundheit und manch einem Blinden das Augenlicht gebracht haben, die Hände, die noch vor kurzer Zeit den Jüngern das Brot gebrochen haben, die Hände, die den niedrigsten Dienst getan haben, werden von Nägeln durchbohrt. Die Füße, die immer geeilt haben, um andern zu helfen, sind nun gefesselt. Ein Nagel hat sie zum Stillstand gebracht.

Nun wird die Ursache seines Todes über Ihm befestigt: „Jesus von Nazareth, der Juden König.“ Welch eine Beschuldigung! Er, der es auch wirklich sein sollte, Er, der der Herr über das Haus Israel sein sollte, Er wird von seinem eigenen Volk nicht angenommen. Er wird als Verbrecher und Gotteslästerer gebrandmarkt.

Das Kreuz wird aufgerichtet! Er, der Erlöser der Welt, hängt am Kreuze, beladen mit meiner und deiner Sünde. Es war nicht nur die Schwäche des Pilatus daran schuld. Wir, du und ich, sind genauso schuldig wie er. Über seinem Haupt die Beschuldigung. Sie steht in hebräischer, griechischer und lateinischer Sprache. Alle, die es lesen wollen, können es lesen.

Doch als die Überschrift von den Juden gelesen wird, werden sie unwillig. Sie als „Volk Gottes“, wollen doch nicht einen König, der am Kreuze hängt, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist, doch die verblendeten Menschen verstanden Ihn nicht. Die Hohepriester eilen zu Pilatus.

Pilatus: Was führt euch denn jetzt zu mir? Wer soll als nächster ans Kreuz?

1 Hohepriester: Nein, nein, niemand. Es ist da nur eine Sache eingelaufen, die nicht ganz unseren Vorstellungen entspricht.

2 Hohepriester: Es ist die Beschriftung dieses Meisters. Es steht dort… ja… „der König der Juden.“ Aber Er ist es ja gar nicht!

1 Hohepriester: Ja, genau. Er hat es ja nur behauptet, dieser…

Pilatus: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben!

Autor: Wie stolz kann dieser Römer sein! In solchen Kleinigkeiten ist er unnachgiebig, nachdem er die Hauptsache kläglich und feig bewilligt hat.

So wird der Meister hingerichtet. Er hängt dort am Kreuz, die Sonne steigt immer höher und brennt unbarmherzig auf die gemarterten Leiber der Gekreuzigten herab. Von unten kommt nur Spott und Hohn. Die Menschen, die vorübergehen, schütteln ihre Häupter über Ihn: „Der Du den Tempel in drei Tagen aufbauen willst, hilf dir doch selbst!“ Solche und andere Lästerungen werden Ihm zugerufen. Doch Jesus zürnt ihnen nicht. Er betet. Er betet für die, die Ihn gekreuzigt haben, Er betet für die, die Ihn verspotten. „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“ Da, gerade als die Sonne am höchsten steht, wird es plötzlich ganz dunkel. Die Dunkelheit hält drei Stunden an. Doch noch viel dunkler wird es in den Herzen des Pilatus, der Hohepriester und derer, die Ihn gekreuzigt haben. Sie, die das Licht der Welt nicht annehmen wollen, müssen jetzt doch sehen, dass hinter diesem Jesus von Nazareth mehr ist, als sie gedacht haben.

Auf einmal dringt durch die Dunkelheit ein Schrei: „Eli, Eli lama asapthani!“ d. h. „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?“ Jesus, der immer in der Nähe Gottes war, er oft Nächte durch im Gebet zu Gott verbracht hat, muss jetzt in dieser Not und Finsternis erfahren, was die Sünde mit sich bringt, was es heißt von Gott getrennt zu sein.

Da, wieder ein herzzerreißender Schrei! Aber nicht ein Schrei der Hoffnungslosigkeit, sondern ein Schrei des Sieges, des Triumphes: „Es ist vollbracht!“ Auch für dich hat der Herr sein Blut und Leben hingegeben. Willst du es endlich glauben, es verstehen?
Und Jesus neigte sein Haupt und verschied.

Viele, die das sahen, wie Jesus verschied, schlugen sich an die Brust und gingen Heim. Es merkte jetzt wohl mancher, dass Gott hier am Werke ist, doch die meisten wagen es trotzdem nicht, sich auf Jesu Seite zu stellen.

Doch da findet sich ein Mann, ein ehrbarer Ratsherr, der nicht in den Beschluss der Pharisäer gewilligt hat. Dieser war auch Jünger Jesu, doch aus Furcht von den Juden hielt er es heimlich. Er nimmt sich ein Herz und wagt es, zu Pilatus zu gehen.

Pilatus: Was wünschest du? Was ist der Grund, dass du jetzt noch am Abend zu mir kommst?

Joseph: Sehr verehrter Landpfleger! Es ist meine Bitte, dass Sie mir den Leib Jesu geben, dass ich Ihn in mein Grab lege.

Pilatus: Ist Er denn schon überhaupt tot? Es waren gerade einige der Juden bei mir und baten mich, ich sollte den gekreuzigten die Beine brechen lassen. Und dieser Jesus soll jetzt schon tot sein? Da muss ich mich erst mal versichern.

Autor: Er ruft den Hauptmann zu sich und fragt ihn, ob Jesus schon tot sei. Als dieser es ihm bestätigt, wendet Pilatus sich an Joseph.

Pilatus: Ja wenn es so ist, dann kannst du den Leib Jesu haben. Es ist alles so seltsam mit diesem Jesus.

Autor: Nun wird Jesus begraben. Nikodemus, der einmal nachts bei Jesus war, ist nun auch dabei, Jesus die letzte Ehre zu erweisen. Doch obwohl Jesus jetzt tot ist, haben die Hohepriester und Pharisäer auch jetzt noch keine Ruhe.

1 Hohepriester: Wie war das doch mit diesem Jesus, große Reden hat Er gehalten, und jetzt? Endlich haben wir Ruhe von Ihm. Er hat dem ganzen Volk den Kopf verdreht.

2 Hohepriester: Ja, ja. So viele sind Ihm nachgelaufen und als es erst anfing heiß zu werden, da blieb Er plötzlich allein.

1 Hohepriester: Genau! Der Judas hat uns ja einen guten Dienst getan. Und der Petrus, der soll ja auch ganz feig gelogen haben. Und erst der Johannes, als man ihn festhielt, da hat er seinen Mantel losgelassen und ist ohne dem davongelaufen.

2 Hohepriester: Also, eins ist sicher: Mit diesem Jesus werden wir keine Schwierigkeiten mehr haben.

1 Hohepriester: Das stimmt schon. Mit Ihm nicht, aber mit seinen Nachläufern vielleicht?

2 Hohepriester: Wie meinst du das? Ich verstehe das nicht so ganz. Seine Nachfolger? Ha, die haben sich ja in den Löchern verkrochen.

1 Hohepriester: Jetzt ja, aber vielleicht nicht für lange. Ich denke da an die Worte dieses Verführers: „Nach drei Tagen werde ich auferstehen!“

2 Hohepriester: Ach, dieser Jesus hat sowieso oft solche Dinge geredet, die man nicht so ganz ernst nehmen durfte. Meinst du, Er wird noch einmal auferstehen? Nein, nein. Das glaube ich nicht.

1 Hohepriester: Ich eigentlich auch nicht, aber da könnten seine Jünger vielleicht Hilfe leisten.

2 Hohepriester: Wie?

1 Hohepriester: Ja ganz einfach, und zwar so: Sie, d. h. seine Jünger, gehen am dritten Tage in aller Frühe hin, machen das Grab auf und nehmen den Leib Jesu heraus. Und dann …

2 Hohepriester: Das stimmt, daran habe ich noch gar nicht gedacht.

1 Hohepriester: Ich glaube, das Beste was wir tun können ist, wir gehen gleich zu Pilatus und bitten ihn um Wache.

2 Hohepriester: Zusätzlich versiegeln wir noch das Grab. Ich glaube, dann sind wir von seiner „Auferstehung“ gesichert.

Autor: So kam es so, dass sogar am Sabbat die Hohenpriester und Pharisäer zu Pilatus kamen.

1 Hohepriester: Gnädiger Herr, verehrter Landpfleger! Es ist doch gestern dieser Jesus gekreuzigt worden und wir müssen an seine Worte denken, die Er sagte, dass Er nach drei Tagen auferstehen würde.

2 Hohepriester: Darum befehle das Grab zu bewachen, dass nicht auf einmal seine Jünger kommen, seinen Leib stehlen und nachher sagen, Er sei auferstanden. Dann wäre nämlich der letzte Betrug ärger denn der erste.

Pilatus: Da habt ihr die Hüter, geht hin und verwahrt das Grab wie ihr wisset!
… Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden Kämpfen… Ich bin ein König, Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass Ich für die Wahrheit zeuge… Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von oben herab gegeben…
Er war ja auch unschuldig, aber das Volk, das Volk! Es hat mich gezwungen. Ist Er etwa doch etwas Besonderes? Wird Er vielleicht auferstehen?

Autor: So ist auch der Sabbat vergangen. Die letzten Strahlen der Abendsonne versinken hinter den Bergen. Der abendliche Himmel färbt sich immer dunkler, bis die Nacht alle Häuser in ein tiefes Dunkel gehüllt hat. Doch für manch einen wird es nicht eine Nacht der Ruhe, sondern eine voll Trauer und Unruhe gewesen sein. Das ist auch der Grund, warum einige Frauen schon vor Anbruch des Morgens zur Stadt hinauseilen. Sie halten es nicht mehr länger in ihren Häusern aus. Es zieht sie mit Macht zum Garten Josephs, denn dort liegt ihr Heiland, Dem sie die letzte Ehre erweisen wollen. Unterwegs sprechen sie nicht viel miteinander doch eine Sorge bewegt sie: „Wer wälzt uns den Stein weg, der vor des Grabes Tür liegt?“ Doch diese Sorge ist umsonst, denn als sie dem Grabe nähern, sehen sie dass der Stein schon abgewälzt ist. Sie laufen zum Grabe, um zu sehen was dort vorgeht, doch sie finden nur ein leeres Grab vor. Ganz entsetzt und mit Furcht in den Augen kommt Maria zu den Jüngern gelaufen.

Maria: Er ist weg, sie haben ihn gestohlen!

1 Jünger: Wer ist weg? Wen haben sie gestohlen?

Maria: Jesus! Das Grab ist leer!

2 Jünger: Wieso? Das Grab war doch versiegelt, und Wache stand auch noch da.

Maria: Trotzdem ist Er weg!

3 Jünger: Vielleicht hast du dich getäuscht?

Maria: Nein, nein. Ich habe es ja mit meinen Augen gesehen.

1 Jünger: Ja wie kam es überhaupt, dass du schon so früh beim Grabe warst?

Maria: Ich wollte den Meister salben, doch als ich zum Grab kam, war der Stein weg und das Grab leer! Sie haben Ihn weggetragen!

Autor: Zwei von den Jüngern laufen zum Grab und finden alles so vor, wie Maria es ihnen gesagt hat. So gehen sie wieder heim. Maria aber bleibt beim Grab stehen und weint.

Maria: Warum haben sie Jesus gekreuzigt? Er hat ja nur gutes getan. Er hat mir meine Sünden vergeben und mich glücklich gemacht. Und jetzt haben sie Ihn noch weggetragen. Er muss doch irgendwo zu finden sein!

Autor: Da sieht man Maria wieder in die Stadt zurücklaufen. Ihrem Gang nach zu urteilen hat sie es sehr eilig. Aus ihrem Gesicht strahlt eine große Freude und ihre Gedanken sind noch immer bei dem eben erlebten. Mit einem Freudenruf kommt sie zu den Jüngern rein.

Maria: Jesu ist auferstanden! Er lebt, Er lebt!

1 Jünger: Was? Das ist doch nicht möglich?

Maria: Doch, Er lebt! Ich habe Ihn selbst gesehen! Er ist mir am Grab erscheinen!

2 Jünger: Wann?…

Maria: Jetzt, gerade! Als ich am Grabe stand und weinte, kam ein Mann. Ich dachte es wäre der Gärtner und fragte ihn: „Wo hast du Ihn hingelegt? Ich will Ihn holen gehen.“ Da sah Er mich an und sprach: „Maria.“ Ich rief: „Rabbuni!“ Erst als Er meinen Namen rief, erkannte ich Ihn und Er sandte mich zu euch mit den Worten. „Ich fahre auf zu Meinem Vater und zu eurem Vater, zu Meinem Gott und zu eurem Gott.“ Und jetzt gehe ich und erzähl es auch den anderen allen.

3 Jünger: Irgendwie kann ich der Sache nicht so recht glauben.

Autor: Die Jünger konnten die Freude mit Maria nicht teilen, weil sie ihr nicht glauben. Doch würden sie es bald erfahren, dass Maria doch recht hatte.
Zwei von den Jüngern gehen in den Flecken, der da Emmaus heißt. Sie können da Geschehene nicht verstehen.

1 Jünger: Von diesem Jesus habe ich eigentlich etwas anderes erwartet. Ich dachte, Er wird Israel erlösen und jetzt sind schon drei Tage dass Er tot ist.

2 Jünger: Ja, Er hat zwar viele Wunder getan und ich dachte, Er wäre der Verheißene aber sein Ende…

1 Jünger: Er ist wie einer der größten Verbrecher hingerichtet worden.

2 Jünger: Was hältst du eigentlich von der Aussage Marias? Es ist mir alles so seltsam.

1 Jünger: Ich verstehe das auch nicht. Entweder, da ist wirklich etwas Wahres dran, oder Maria ist durchgedreht.

2 Jünger: Nein, das glaube ich doch nicht. Sie schien ja ganz glücklich zu sein. Hast du nicht gesehen, wie sie gestrahlt hat? Und dann erst ihr überzeugendes Reden…

1 Jünger: Na ja, wir werden doch noch merken, ob etwas dahinter ist oder nicht.

Autor: Die neun Jünger und einige andere sind zusammen und unterhalten sich ganz lebhaft über die Auferstehung Jesu, als plötzlich die Türen aufgehen und wer steht vor ihnen? Die zwei Jünger, die vor einigen Stunden nach Emmaus gingen.

Maria: Jesus ist wirklich auferstanden! Er ist dem Petrus erschienen!

3 Jünger: Ja, ich habe Ihn selbst gesehen. Er ist wirklich auferstanden!

1 Jünger: Und uns ist Er auch erschienen, als wir auf dem Wege nach Hause waren, und alles Erlebte nachdachten und redeten…

2 Jünger: Ja, da kam plötzlich Jesus zu uns und fragte uns nach dem Thema unserer Unterhaltung. Wir erzählten es Ihm und da fing Er an, uns die Schrift auszulegen.

1 Jünger: Er fing bei Mose an und alle Propheten legte Er uns aus. Als wir dann zu Hause ankamen, luden wir Ihn ein zu uns zu kommen, und Er kam auch. Als Er uns das Brot brach, erkannten wir Ihn, doch da verschwand Er vor unseren Augen.

2 Jünger: Jesus ist auferstanden!

Alle: Er ist wahrhaftig auferstanden!!!

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Mrz 12 2008

Karfreitag

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Karfreitag, ein christliches Anspiel zu Karfreitag für 7 Personen

(Judas sitzt unterem Baum, schützt den Kopf in die Hände, verzweifelt)

Judas: Ich fasse es nicht! Ich, ich einer der nahsten Freunde von Jesus! Wie konnte ich nur! 30 Silberlinge, 30 Silberlinge für einen Freund!
Der Abend fing schon an. In der Dämmerung gingen wir dem Haus, wo wir das Passahfest feiern wollten. Die Sonne schickte ihre letzten Strahlen übers Land. Die Stadt lag in scheinbaren Frieden und Harmonie. Und doch war diese nagende Unruhe in mir. Niemand ahnte etwas. Wir sahen schon das Haus. Vor der Tür wartete der Mann, von dem Jesus uns vorausgesagt hatte, dass er uns seinen großen Obersaal zur Verfügung stellen würde. Der Raum war festlich geschmückt und die Polster wirkten einladend. Wir legten uns gleich zu Tisch. Endlich begannen wir zu essen. Plötzlich sagte Jesus in die Stille hinein: „Wahrlich, Ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten“ (Musikakkord)
Alle waren schockiert. Sie konnten es nicht glauben. Keiner wagte es, dem anderen in die Augen zu sehen. Da hielten sie es nicht mehr aus und fragte, als on nichts wäre: „Bin ich’s?“
Ich tauchte gerade mit Jesus zugleich in eine Schüssel. Er sah mich an – ein Schauer lief über meinen Rücken. (Echo) „Derjenige, der die Hand mit mir in eine Schüssel taucht, wird mich verraten.“
Meine Hand verkrampfte sich. Jesus wusste es! Er hat es die ganze Zeit gewusst! Mir wurde kalt, mir wurde heiß. Mir war, als ob eine kalte Hand nach meinem hinaus. (Er springt auf) Weg! Bloß weg hier! Ich schlug sofort den richtigen Weg ein: zu den Hohepriestern.

(Judas, außer Atem, klopft an die Tür)

1. Hohepriester: Judas, was willst du hier?

2. Hohepriester: Und überhaupt, was machst du hier um diese Zeit? Feierst du nicht Passa, mit Jesus? (Ironisch)

Judas: Wartet doch, lasst mich doch erklären. Vielleicht kann ich euch heute einen Tipp geben.

2. Hohepriester: Du? (spöttisch) Uns einen Tipp geben?

1. Hohepriester: (sieht sich um) Psst. Moment mal. Was sagst du? (flüstern miteinander, gibt ihm die Hand) Warte ich hole das Geld.

2. Hohepriester: Psst! Nicht so laut.

1. Hohepriester: Welches Zeichen gibst du uns?

1. Hohepriester: Keiner wird sich etwas dabei denken, wenn du Ihm einen Kuss gibst! – Und dann haben wir Ihn!

Judas: Bis später also, im Garten.

1. Frau: Habt ihr schon gehört?

2. Frau: Was meinst du, das mit eurem Nachbar?

3. Frau: Ach was! Es dreht sich doch alles um Jesus. Weißt du etwa noch nicht Bescheid?

1. Frau: Nein? Typisch, die wichtigen Dinge kriegst du immer nicht mit! Sie haben Ihn doch letzte Nacht gefangen genommen! Mein Mann war dabei.

2. Frau: Wie? Was? Warum? Das verstehe ich nicht. Wozu? Was ist denn passiert?

3. Frau: Hör zu, das war so: Du weißt doch, dass die Hohepriester schon lange nach einem Grund gesucht haben. Also musste Er weg. Ich glaube, irgendeiner von seinen Jüngern hat Ihn verraten. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die Hohepriester und Soldaten von alleine auf die Idee gekommen wären, Jesus mitten in der Nacht in Gethsemane zu suchen.

2. Frau: Aber wie wurde Er verraten?

1. Frau: Du kannst es dir nicht vorstellen. Das ist geradezu lächerlich! Sie haben Ihn doch jeden Tag im Tempel gesehen! Und dann ziehen sie nachts los, mit Schwerten und Stöcken bewaffnet, um Jesus gefangen zu nehmen. Und jetzt die Höhe: Dieser Jünger ging auf Jesus zu und küsste Ihn! Das war das abgemachte Zeichen!

3. Frau: Und weißt du, was Jesus zu ihm gesagt hat? Er sagte: „Mein Freund, warum bist du gekommen?“ Verstehst du? Er hat ihn seinen Freund genannt! Dabei wusste Er doch genau, was gleich geschehen würde!

Kind: Mami, ich will nach Hause!

2. Frau: Wie grausam. Abscheulich, mit einem Kuss einen Freund zu verraten!

Kind: Mami, können wir jetzt nicht endlich gehen?

3. Frau: Jetzt reicht’s aber auch. Komm. Schalom!

1. und 2. Frau: Schalom!

Kind: Mutti, habt ihr gerade von Jesus gesprochen?

3. Frau: (abweisend) Warum?

Kind: Jesus ist doch ein ganz lieber Mann, stimmts?

3. Frau: Ja.

Kind: Und der Mann, der Ihn verraten hat, der war doch nicht lieb?

3. Frau: Psst!

Kind: Mutti, warum sagst du denn nichts? Der Mann ist doch ganz, ganz böse!

(gehen an Judas vorbei, Judas sitzt unterem Baum, verzweifelt; Echo: Böse, böse, böse…)

Judas: Böse, böse. (ironisch) Ich bin der böse Mann. (fast wahnsinnig) Ich bin böse! Jesus – sie werden Ihn umbringen! Ihn, Der alle geliebt hat, sogar mich! Was sagte Er zu mir? „Mein Freund!“? Dabei kannte Er mich! Es ist alles so schrecklich. Ich weiß gar nicht wie ich das tun konnte! Wenn ich es nur ungeschehen machen könnte! Und alles nur des Geldes wegen! Das Geld! Was soll ich damit? Weg damit! Weg! Ich bringe es ihnen zurück.

1. Hohepriester: Judas, was machst du? Du darfst dich jetzt nicht bei uns blicken lassen! Du bringst uns damit alle in Gefahr!

Judas: Das ist mir gleichgültig. Ich habe Ihn verraten!

2. Hohepriester: (ironisch) Ach nee!

Judas: Ich habe gesündigt! Ich habe unschuldiges Blut verraten!

1. Hohepriester: Was geht uns das an? Das ist deine Sache!

2. Hohepriester: Sieh zu, dass du hier wegkommst!

Judas: Das werde ich nie wieder gutmachen können! Für mich gibt es keinen Sinn mehr im Leben. Für mich gibt es nur noch einen Ausweg. Oh nein!

AMEN

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Mrz 12 2008

Erstanden ist der heilige Christ

Geschrieben von under Ostern - Auferstehungsfest

Erstanden ist der heilige Christ, ein christliches Anspiel zu Ostern für 3 Personen

Sprecher: Erstanden ist der heilige Christ,
der aller Welt ein Tröster ist,
und wär er nicht erstanden,
so wär die Welt vergangen.
Und seit das er erstanden ist,
so loben wir den Herren Christ!
Drei Frauen nahmen Spezerein
Und gingen hin zum Grab ohne Scheu.
Sie suchen den Herrn Jesus Christ,
der von dem Tod erstanden ist.

Engel: Erschreckt nicht, seid alle froh,
denn den ihr suchet, der ist nicht da.

Maria: Ach Engel, lieber Engel fein,
wo find ich denn den Herren mein?

Engel: Er ist erstanden aus dem Grab,
heut an dem heiligen Ostertag!

Maria: Zeig uns den Herren Jesus Christ,
der von dem Tod erstanden ist.

Engel: So tritt’ herzu und seht den Ort,
da unser Herr gelegen hat.

Maria: Wir sehen’s wohl,
weis’ uns den Herren Jesus Christ.

Engel: Ihr sollt nach Galiläa gehen,
da werdet ihr den Heiland sehen.

Maria: Hab Dank du lieber Engel fein,
nun wollen wir alle fröhlich sein!

Sprecher: Nun singen all’ zu dieser Zeit:
„Erstanden ist der heil’ge Christ,
das soll’n wir alle fröhlich sein,
und Christus soll unser Tröster sein!“

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