Archive for März 2nd, 2008

Mrz 02 2008

Josephs Garten

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Josephs Garten, ein christliches Gedicht zum Thema Jesu Leiden.

Nun schläft in Josephs Garten,
im kühlen Felsenhaus,
der treue Held vom harten,
vom blut’gen Kampfe aus;
sie legten ihn so müde
im stillen Bett zur Ruh’,
da deckt ihn Gottes Friede
mit Engelsflügeln zu.

Von ferne ragt verlassen
der hohe Kreuzesstamm,
daran man sah erblassen
das teure Gotteslamm;
im Garten wird es düster,
die Bäume rauschen sacht,
des Abendwinds Geflüster
haucht leis: Es ist vollbracht!

Noch glimmt an fernen Hügeln
ein müdes Abendrot,
der Menschheit abzuspiegeln
des Mittlers blut’gen Tod,
bis auch der letzte Schimmer
im Dämmergrau verblaßt,
als ginge heut für immer
das Licht der Welt zur Rast.

So mancher dunkle Abend
schon auf die Erde kam,
in milder Ruh’ begrabend
des Tages Schuld und Gram:
Noch ist kein Tag verglommen
so schwül und sündenschwer,
noch ist kein Abend kommen
so trüb und freudenleer.

Wer ist im Leidgewande
die einsame Gestalt,
die noch im Gartenlande
gesenkten Hauptes wallt,
die vor der Grabeskammer
in Tränen niedersitzt
und in die Hand voll Jammer
die schwere Stirne stützt?

Maria, treue Seele,
bliebst du allein zurück
und weinst an dieser Höhle
um dein begrabnes Glück?
So weine aus dein Sehnen,
und laß dem Schmerz den Lauf:
Aus bittern Friedhofstränen
blühn Himmelsrosen auf.

An Gräbern bringt der Glaube
betränte Opfer dar,
da wäscht vom Erdenstaube
die Lieb` ihr Antlitz klar,
da schwingt vom Totenhügel
auf sternenheller Bahn
die Hoffnung ihre Flügel
stillselig himmelan.

O heb auch du den feuchten,
verweinten Blick empor;
siehst du nicht tröstlich leuchten
der Sterne goldnen Chor?
Erzittern Harfenklänge
nicht leise durch die Nacht,
als ob ein Engel sänge:
Getrost, dein Freund erwacht!

So geh mit deinen Schmerzen
zum stillen Sabbat heim,
und heg im tiefen Herzen
der heil’gen Sehnsucht Keim;
sei’s noch ein Tag voll Sorgen,
noch eine Nacht voll Ruh’,
dann glänzt ein Ostermorgen,
dann heißt’s: Was weinest du?

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Mrz 02 2008

Karfreitag 3

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Ein christliches Gedicht zum Thema Jesu Leiden

Wenn ich die Dornenkrone
auf deinem Haupte seh’,
so zieht in meine Seele
ein tiefes, tiefes Weh.

Die Dornen, ach, die scharfen,
das sind die Sünden mein,
die sich so blutig drückten
dir in die Stirn hinein.

O Haupt voll Blut und Wunden,
du machst mir tiefen Schmerz;
doch tiefer ist der Friede,
den du senkst in mein Herz .

Auf dass ich nicht in Dornen
auf ewig untergeh,
trugst du die Dornenkrone
und all das tiefe Weh.

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Mrz 02 2008

Für uns!

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Für uns, ein christliches Gedicht zum Thema Jesu Leiden.

Um unserer Sünde Willen
kämpft Jesus voller Not.
Um Gottes Zorn zu stillen,
ist Er bereit zum Tod.

Um unsere Missetaten
bekommt Er den Judaskuß.
Man hat den Herrn verraten
mit einem Schandengruß.

Statt unsre Schuld zu strafen,
straft Gott den lieben Sohn.
Er steht mit Heer bewachet
vor des Pilatus Thron.

Statt Barabbas zu töten,
büßt Jesus Todesschmerz.
Um meiner Sündennöten
bricht Ihm das liebe Herz.

Für mich, für dich, o hört es!
Erlitt Er Spott und Hohn.
Des bitt’ren Schande Todes
starb damals Gottes Sohn.

Die schwarze Flut des Schmähens
strömt ohne Rast noch da,
wo Großes muß geschehen,
zum Hügel Golgatha.

Das Zentrum des Gejages
ist der, den jeder kennt.
Er ist’s, der alle Tage,
auch heut’ voll Liebe brennt.

Es ist der, der erweckte
vom Tod des Hauptmanns Kind.
Er ist’s, der Wogen stillte,
bedrohte Meer und Wind.

Er ist’s, der Geister austrieb
von Mann und Kind und Frau.
Der nie der Hilfe ausblieb
und ging bei Hitz’ und Tau.

Doch wo sind diese Leute,
die einst von Ihm betreut?
Sie schrei’n wie alle heute:
„Hinweg mit Ihm, ans Kreuz!"

In dieser großen Menge
find ich auch mich, o Herr.
Um meiner Strafe strenge,
trugst Du das Kreuz so schwer.

Auf Golgatha, da kam es
zum Höhepunkt der Schmach!
Um neun Uhr Stimm’ des Lammes
vom Kreuze klingt: „Vollbracht!"

Vollbracht hat unser Heiland,
die Sünd’ ist nicht mehr da!
Vollbracht hat unser Heiland.
Preis Gott, Halleluja!

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Mrz 02 2008

Karfreitag 2

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Ein christliches Gedicht zum Thema Jesu Leiden.

Die Welt ist neu erstanden
in ihrer Frühlingspracht,
es zog aus allen Landen
des alten Winters Macht.

Es freun sich alle Wesen,
jede Kreatur,
es kam wie ein Erlösen
nun über die Natur.

Karfreitag ist es heute –
weißt du, was einst geschehn?
Weißt du, was es bedeute,
den Herrn am Kreuz zu sehn?

In all den Frühlingswonnen,
in all der Herrlichkeit,
da ist sein Blut verronnen,
da trug er bitt’res Leid.

Das Leid um unsre Sünden,
um unsre Schuldennot;
daß wir Erlösung finden,
stirbt er den Kreuzestod.

Verschmachtet und verlassen
von Gott, von aller Welt!
O Herz, kannst du es fassen,
daß Gott dies so bestellt?

Kannst du dich noch erfreuen
an diesem Frühlingstag?
Willst du nicht Tränen weihen
dem Herrn und seiner Schmach?

Du gehst so froh und glücklich
hin, durch die schöne Welt,
nimmst, wie es augenblicklich
dir in die Augen fällt.

O geh auch in Gedanken
hinauf nach Golgatha –
dort, wo sein’ Augen sanken,
da ist dein Heil dir nah.

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