Feb 12 2008
Das Grab ist leer
Das Grab ist leer, ein christliches Anspiel zum Auferstehungsfest
In Josefs Garten letzte Schritte hallen,
es zeigt der Fels sein starkes Angesicht.
Das Siegel glänzt und auf den Treuen allen
liegt dumpfer Jammer wie ein Bleigewicht.
Das, was geschah, wer ist’s der’s fassen könnte,
rauscht wie mit dunklen Fluten um sich her.
O daß das Aug’ genug der Tränen fände
Es ist so schwer.
Gestirn des Tages! Ja, du mußtest blassen.
Nur, Der dich schuf, der Sünde Fluch ertrug.
Es mußt ein Grauen Erd’ und Himmel fassen,
da Gottes Sohn der Mensch ans Kreuzholz schlug.
Er schmeckt den Tod, dort ist die Felsenkammer,
sein Wunderleib, gleich unsrem, ruhet hier.
Du Grab im Felsen! Unser Gräber Jammer,
wird still vor dir.
Nun kommst du, Ostertag! Gott gibt den Segen,
die Kreuzestat in heißem Kampf vollbracht.
Gebrochen sind des Kerkers starre Riegel,
der Tod für immer dort verlor die Schlacht.
Jauchzt! Jesus lebt! Gestorben – auferstanden,
es hat der Tod nun keinen Stachel mehr.
Wohl denen, die die Tür ins Leben fanden.
Das Grab ist leer.