Archive for Februar, 2008

Feb 28 2008

Verlassen

Geschrieben von Christ under Abendmahl-Karfreitag

Verlassen, ein christliches Gedicht zum Thema Jesu Leiden.

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Matthäus 27,46

Von Gott verlassen, ist die tiefste Not,
der Tropfen bitterster im Kelchesgrunde.
Ein Schrei der Qual ringt sich aus Jesu Munde:
"Warum verläßt du mich denn jetzt, mein Gott?"

Das war das größte Leid, das schwerste Los:
im letzten Todesringen und Vergehen
in Gottes unbarmherz’gem Nein zu stehen!
War je ein Schmerz so bitter und so groß?

Dem Sündenträger galt dies harte Nein,
damit uns Sündern Gottes Ja könnt werden.
Für uns, die Schuldbeladenen auf Erden,
ertrug der Herr einst diese größte Pein.

Nun wird kein Herz von Gott verlassen sein,
seit Jesus diese Not für uns getragen.
Laßt uns in tiefem Dank an allen Tagen
in die nun offnen Tore gehen ein!

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Feb 28 2008

Der Verräter

Geschrieben von Christ under Abendmahl-Karfreitag

Der Verräter, ein christliches Gedicht zum Thema Jesu Leiden

In dieser Nacht wird einer mich verraten,
So sprach der Herr in seiner Jünger Kreis.
Wie eine Flamme geht es durch die Reihe:
O Herr, bin ich’s, der dir tut an solch Leid?

Der Brocken, den ich tauche in die Schüssel
Und dem ich dieses Brot gegeben hab’,
Der Judas, voller Tück’ und Bosheit,
Der geht hinaus und keiner weiß, weshalb.

Dann nimmt der Herr das Brot, auch Kelch und segnet
Und spricht: Das ist mein Leib und Blut, welches wird
Für euch gebrochen und für euch vergossen,
Das für die Welt ein Wunder Gottes tut.

Zur Zeit können die Jünger nicht verstehen,
Noch ist verborgen ihnen Jesu Leidensschritt.
So gehen sie nun alle in den Garten,
Wo Jesus seinen Leidensweg beginnt.

Jetzt bittet Jesus: Helft mir doch und betet!
Doch schon betäubt der Schlaf die Jünger sein.
Er muss allein die Kelter heute treten:
O Gott, lass doch den Kelch vorübergehen.

Doch nicht wie ich, dein Wille soll geschehen,
Ich trink den Kelch, Herr, schenke mir die Kraft.
In allem soll, Herr, dein Wille geschehen,
Dadurch der Welt Erlösung wird geschafft.

Dreimal kommt er, doch seine Jünger schlafen
Und immer heftiger wird Jesu Schrei.
Dann kommt ein Engel, den sein Vater sendet,
Und schenkt ihm Kraft in diesem Todesweh.

Nun stehet Jesus auf, geht zu den Jüngern,
Er weckt sie : Stehet auf, die Zeit ist da,
Gleich kommt die Schar, die mich von euch wird nehmen,
Hört ihr denn nicht? Die Schritte sich schon nah’n!

Da kommt auch schon die Mörderschar gegangen,
Ihnen voran Judas Iskariot.
Mit einem Kuss er seinen Herrn verraten,
Gefesselt führt man ihn zum Hohen Rat.

Zerstreut ist nun die Schar der Jünger,
Nur Petrus folgt von ferne hinterher.
Er will es seh’n, was mit Jesus wird geschehen,
Er wollte bis zum Tod ihm folgen gern.

Und so geht es bis zu dem Hohenpriester,
Im Garten steht am Feuer Petrus auch.
Doch plötzlich fragt man: Du bist auch sein Jünger?
Ich weiß nicht, was ihr spricht, ich kenn ihn nicht!

Da spricht die Magd: Ich habe dich gesehen,
Wie du zusammen mit dem Jesus warst!
Das stimmt nicht, denn ich bin es nicht gewesen!
Das zweite Mal verleugnet er die Tat.

Nun auch die Kriegsknechte ihn hart anfallen:
Du lügst, denn deine Sprache verrät dich ja!
Und wuchtig drückt er aus die Fischerflüche
Das dritte Mal: Ich kenn ihn nicht, glaubt mir das.

Dann kräht der Hahn, die Blicke treffen sich
Mit Jesus, seinem lieben, lieben Herrn.
Und Petrus denkt daran, was Jesus ihm gesagt,
Dass er ihn dreimal wird verleugnen heut’.

Er stürmt hinaus und schreiet in die Stille,
Verleugnet hat er dreimal seinen Herrn:
Mein Gott, o hilf! Verzeih mir meine Sünden!
Doch Jesus hat zuvor gebetet schon für ihn.

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Feb 28 2008

Tag der Traurigkeit

Geschrieben von Christ under Abendmahl-Karfreitag

Tag der Traurigkeit, ein christliches Gedicht zum Thema Jesu Leiden

Du Tag der großen Traurigkeit,
wie ihn die Welt nie sah,
voll Dunkel und voll Herzeleid,
o bittres Golgatha!

Du Tag der tiefsten Finsternis,
wie laut klagst du uns an!
Und machst es dennoch uns gewiß:
die Schuld ist abgetan.

O wundergroße Gotteslieb,
die dieses hat vollbracht!
Nun ist kein Tag mehr je so trüb,
du hast ihn hell gemacht.

Dein Kreuz, das bittre Todesmal,
trägt wundersamen Schein.
Es leuchtet nun als Siegsfanal
in alle Welt hinein.

Es siegte deine Liebesmacht,
die alles überwand,
was uns in unsrer Sündennacht
an Tod und Hölle band.

Herr, laß uns nie mehr von dir gehn,
bis uns das Auge bricht!
Nur, wenn wir unterm Kreuze stehn,
stehn wir im Gnadenlicht.

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