Archive for Januar 8th, 2008

Jan 08 2008

Gott liebt mich

Geschrieben von under Kindergeschichten

Gott liebt mich, eine christliche Kindergeschichte

Die Kinder eilten nach der Kinderstunde nach Hause. Draußen war es sehr kalt, deshalb hatte keiner den Wunsch, unnötig länger im Freien zu bleiben.
Heute ging Michael mit einer verantwortungsvollen Aufgabe nach Hause. Tante Maria, die soeben die Kinderstunde durchgeführt hatte, bat Michael, seiner Mutter das Geld abzugeben. Das Geld fest in seiner Hand haltend schritt er stolz die Straße entlang. Doch bald steckte er das Geld in die Jackentasche und zog Handschuhe an, da seine Hände vor Kälte steif wurden.
Zu Hause angekommen sagte er sofort:
„Mama, ich habe dir das Geld gebracht!“
„Ich weiß, Tante Maria hatte es bei mir geliehen.“
„Oh, wo ist das Geld?“, sagte Michael plötzlich erschrocken und wühlte verzweifelt in seiner Jackentasche. „Hier, in diese Tasche legte ich das Geld.“
„Hast du es vielleicht verloren?! Gib mir bitte die Jacke, ich werde nachsehen.“
Aufgeregt stand Michael noch immer an seinem Platz, während die Mutter gründlich die Jacke durchsuchte.
„Die Jacke hat nirgends Löcher. Wie konntest du nur das Geld verlieren? Es war unser letztes Geld.“
Streng schaute die Mutter Michael in die Augen, und weil sie keinen Ausweg fand, schickte sie ihn zurück, das verlorene Geld zu suchen.
„Gehe wieder zurück zu Tante Maria, vielleicht hast du es irgendwo verloren.“
Bedrückt begab sich Michael langsam auf den bekannten Weg.
„Ich hielt das Geld so fest in meiner Hand“, erzählte Michael kläglich der Tante. Mitfühlend schaute sie ihn an und schlug vor:
„Wir wollen Gott um Hilfe bitten. Jesus Christus hört unsere Gebete. Wenn wir Ihm vertrauen werden, wird Er uns auch das Gewünschte geben.“ Tante Maria und Michael knieten nieder.
„Jesus, der Du ein guter Hirte bist“, betete Tante Maria. „Du siehst unsere Not. Michael hat das Geld verloren und jetzt kann seine Mutter nicht einmal Brot kaufen. Ich bitte Dich, Jesus, hilf uns. Herr, Du weißt, dass Michael keinen Vater hat.“
Ohne Geld kehrte Michael nach Hause zurück, doch mit der Hoffnung, dass Jesus ihnen helfen wird. Aufmerksam schaute er sich den Weg an, aber das Geld fand er nicht. Nur der Schnee knirschte unter den Schuhen, als ob er immer wieder wiederholen würde: „Kein Geld! Kein Geld! Kein Geld!“
Je näher er nach Hause kam, desto unruhiger wurde sein Herz: „Was wird die Mutter dazu sagen?“
Zögernd kam er ins Haus und erklärte, ohne die Mutter anzuschauen:
„Ich habe das Geld nicht gefunden.“
„Du bist so unaufmerksam, Michael. Man kann dir nichts anvertrauen. Du bist doch nicht mehr klein.“
Die Mutter zog sich schnell an, nahm das mit Milch gefüllte Glas und ging leise hinaus.
Jeden Abend brachte Michael die bestellte Milch zu ihren weiten Verwandten. Heute aber hatte die Mutter ihm diesen Dienst nicht anvertraut. So blieb Michael ganz alleine mit seiner Not.
„Kann es sein, dass Gott unser Gebet nicht erhört hat? Gott konnte mir doch zeigen, wo das Geld liegt? Und warum legte ich es nur in die Jackentasche? Ich hätte es bis nach Hause in der Hand halten sollen.“
Noch einmal durchsuchte er gründlich seine Jackentaschen, aber er fand kein Geld darin.
„Ich bete noch einmal!“, entschloss er sich und kniete nieder:
„Lieber Herr Jesus! Bitte hilf uns! Mama ist sehr aufgeregt. Vergib mir, dass ich nicht aufmerksam war. Jesus, hilf bitte!“
Michael kam es vor, als ob die Mutter schon viele Stunden weg war, denn sie war immer noch nicht zu Hause. Er bekam Angst. Deshalb kletterte er auf das Sofa und zog seine Beine an sich.
Plötzlich durchfuhr ihn ein schrecklicher Gedanke: „Jesus liebt dich nicht, sonst würde Er dir helfen! Er braucht dich nicht und liebt dich auch nicht! Ja, Er liebt dich nicht“.
„Vielleicht ist es wahr?“ Doch dann erinnerte er sich, dass in der Bibel geschrieben steht, dass Jesus alle Menschen liebt. „Also dann liebt Er auch mich. Jesus kann doch nicht lügen!“
„Er liebt dich nicht, Er liebt dich nicht! Du bist so oft ungehorsam, streitest und lügst. Er kann dich nicht lieben!“
Er zog sich noch mehr zusammen und wagte nicht, sich zu bewegen. „Ist es wirklich wahr?“, fragte er sich erschrocken und fühlte seine Hilflosigkeit.
„Michael!“, hörte er plötzlich seine Mutter rufen. „Hilf mir bitte.“
Die Mutter kam ganz verschneit ins Haus. Sie war sehr müde, aber froh.
„Du brauchst keine Angst zu haben“, sprach sie Michael tröstend an. „Onkel Waldemar hat das Geld gefunden, das du verloren hast. Ich brachte ihnen die Milch und er fragte mich: ‘Bist du krank oder ist etwas geschehen?’ Da erzählte ich ihm, dass du das Geld verloren hast. ‘Wie bitte? Verloren hat er das Geld?!’ Ich sagte, dass du fünfzig Rubel hattest. Es würde gerade bis zum nächsten Gehalt ausreichen. ‘Hier nimm dein Geld!’, sagte er und gab mir das Geld. ‘Ich habe es auf der Straße gefunden!’
„Das hat Jesus so geführt!“ Michael strahlte über sein ganzes Gesicht. „Also, dann liebt Er mich doch! O, ja, Er liebt mich! Er erhörte mein Gebet!“
„Draußen schneit es so sehr, dass man nichts finden kann“, sagte die Mutter und teilte mit Michael die Freude.
„Jesus liebt mich! Er liebt mich!“ jubelte Michael nun froh.

http://www.christenload.com/wp-content/plugins/downloads-manager/img/icons/doc.gif Name: Gott liebt mich (31KB)
Klicks: 310

Free PDF    Sende Artikel als PDF   

No responses yet

eXTReMe Tracker Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de