Archive for Dezember 1st, 2007

Dez 01 2007

Bruderliebe

Geschrieben von under Evangelisation,Gebet

Bruderliebe, ein christliches Anspiel zum Thema Evangelisation für 3 Personen

Autor: Wieder geht ein frostiger Herbsttag seinem Ende zu. Eine sternenklare Nacht weitet sich über das kleine Dorf. Fast überall sind die Lichter erloschen, doch dringen noch einige Lichtstrahlen durch den Wald, der auf einer Anhöhe, einem kleinen Häuschen, mit zwei Bewohnern, Schutz bietet. Es sind Zwillingsbrüder, die hier alleine leben, seit ihre Eltern verstorben sind. Einer von ihnen, Christian, sitzt bei schwachem Licht am Küchenfenster. Es ist ein Christ der auf seinen Bruder wartet, welcher sich wieder bis in die späte Nacht im Wirtshaus aufhält.

Christian: Wie bin ich Gott dankbar, dass er mich freigemacht hat von meiner Trunksucht. Fünf Jahre ist es schon her, seitdem unsere Eltern verunglückten. Damals kam ich zur Besinnung und zum wahren Glauben an Jesus Christus. Vielleicht mussten sie sterben, damit ich zum Glauben komme. Früher war ich der beste Geselle meines Bruders. Wir tranken ohne Maß. Doch seit dem Tag meiner Bekehrung zieht es mich nicht mehr ins Wirtshaus. Aber mein Bruder Ernst – er tut mir leid. Wenn er nur wüsste wie schön es ist frei zu sein und Frieden zu haben.

Autor: Ernst möchte aber nichts von dieser Freiheit wissen! Oft muss Christian Spott und Hohn von ihm dulden. Wenn Ernst betrunken nach Hause kommt ist er oft grob und schlägt seinen Bruder. Doch immer wieder wartet Christian bis in die Nacht auf seinen Bruder, um ihm zu helfen. In Gedanken tief versunken sitzt Christian am Fenster, bis ihn plötzlich ein Geräusch hellhörig macht.

Christian: Was war das? Es scheint jemand durch den Wald zu kommen. Es sind schnelle Schritte. Er muss ganz nahe sein! Das Licht!!

Autor: Schnell löschte Christian das Petroleumlicht!

Christian: (hecktisch) Mein Bruder ist es bestimmt noch nicht! Es ist noch zu früh! Doch, täusche ich mich?! Oder, woher kommt das Hundebellen?! Es muss schon ganz nahe sein! Was ist denn im Dorf geschehen!? Wieso sind dort so viele Fackeln? (erschrocken, laut) Was!! Du!! Ernst!? (Akkord) Was ist geschehen??

Ernst: Ach Christian, Christian! Ich… Ich… Als ich… Ich habe wieder zu viel getrunken. Dann hat mich der Müller gereizt! Ich weiß selbst nicht wie ich es konnte!! Aber, Christian, ich konnte… ich habe einfach drauf zugeschlagen. Christian, mir war alles egal! Ich habe immer nur zugeschlagen! Und dann, dann, ich… ich habe ihn im Dorfteich… Christian!!! Ich habe ihn ertrunken!! (Akkord) Mit Hund und Gewehren verfolgt mich das halbe Dorf!! Ach Christian, ich kann nicht mehr! Vergib mir, dass ich so schlecht zu Dir war! Oh gib mir doch einen guten Rat. Gleich sind sie da!! Christian!! Christian!!

Autor; Kaum hat Ernst die Worte ausgesprochen, als er vor seinem Bruder zusammenbricht. Christian jedoch ergreift das Mitleid. Die Liebe Gottes treibt ihn zum wunderbaren Handeln. Schnell zieht er dem Trinker seine blutigen und zerlumpten Kleider aus, und zieht ihm seine saubere Kleidung an. Bald war das Hundebellen schon vor der Haustür. Laute Stimmen forderten den Mörder heraus. Christian gab sich freiwillig aus. An den Kleidern erkannt, wurde er verhaftet. Noch am folgenden Tag wurde das Urteil gefällt. Zum Tode verurteilt starb Christian für seinen Bruder. Doch in den letzten Stunden vor seinem Tod schrieb er Ernst noch einen Brief. Als Ernst vom Rausch ausgeschlafen erwacht, begibt er sich nichtsahnend in die Küche.

Ernst: Wo ist Christian? Christian, Christian… Da liegt ja ein Brief? Von wem? Von Christian!?

Teurer Bruder, Ernst! Wenn Dich dieser Brief erreicht, bin ich nicht mehr am Leben. Ich glaube Du wirst Dich trotz Deines Zustandes an den Vorfall erinnern können. Ernst, ich möchte nicht, dass Du um mich weinst. Mir geht es jetzt viel besser, als Du es dir je vorstellen kannst. Ich möchte viel mehr, dass Du um Dich weinst. Deine Schuld ist vor dem menschlichen Gericht zwar gebüßt, jedoch nicht vor Gott! Und das ist viel schlimmer! Ernst, ich habe Dir alles vergeben, und ich freue mich, dass ich es tun durfte. Und ich bitte Dich: Bitte auch Gott um Vergebung, so wird er Dir vergeben! Wenn Dein Leben jedoch in diesem Lauf weitergeht, so wirst Du einmal mit Entsetzen vor dem Richterstuhl Gottes erscheinen müssen! Wenn Du Dich nicht bekehrst, so wartet auf Dich die ewige Verdammnis. Doch glaub es mir, Ernst, Gott möchte Dir vergeben! Für dich sind nun zwei gestorben – Jesus Christus, und ich. Ernst, wenn Du mich je wiedersehen möchtest, so bekehre Dich und wir werden uns in der Ewigkeit treffen.                         Dein Christian

Ernst: Oh nein!! (Akkord) Christian! Nein… Christian, dass kann… Christian, Du… Christian, ich kann das nicht verstehen. Christian, warum? Oh Herr!! Erbarme Dich meiner! Herr!! Ich bin ein elender Sünder! Herr ich bin es nicht wert, dass ich noch am Leben bin. Ich habe den Tod verdient!! Oh Herr, Du weißt um meine Tat! Du weißt auch wie oft ich Christian geschlagen habe. Herr ich bin am Ende! Du Herr, bist meine einzige Rettung! Ich bitte Dich um Deine Gnade! Herr, vergib!!

Autor: Und Gott ließ sein Gebet nicht unbeantwortet. Tiefer Friede kehrte in sein Herz. Jetzt erkannte er was Gnade ist. Jetzt verstand er was Jesus Christus am Kreuz für die Menschen getan hat!

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Dez 01 2007

Susi

Geschrieben von under Evangelisation

Susi , ein christliches Anspiel zum Thema Evangelisation für 9 Personen

Mutter: Wie währ’ s, wenn wir unsere Kinderstunde heute Nachmittag im Garten abhalten würden, es ist so schönes Wetter. Da sind die Kinder lieber draußen, als in der Wohnstube.

Susi: Aber ohne mich! Glaubst du ich werde im Garten draußen fromme Lieder singen? Und überhaupt, kannst du die Kinderstunde nicht alleine machen! Das war doch deine Idee. Denkst du vielleicht, ich lasse mich als besonderes fromm ansehen? Die Kinder in unserem Wohnviertel brauchen gar nicht zu wissen was wir glauben. Man soll auch seinen Glauben nicht so an die große Glocke hängen.

Vater: Susi, jetzt hör mal her, wenn du keine Lust hast, Mutti in der Kinderstunde zu helfen, dann musst du es auch nicht. Zu so etwas kann man nur frohe Freiwillige gebrauchen. Aber stell dir vor, Jesus hätte sich unsere geschämt, wo wäre wie denn jetzt? Ich finde es ist wirklich unfair, wenn wir uns seiner schämen.

Susi: Sag mal, Vati, ab welchem Alter ist man in religiösen Dingen mündig?

Vater: Ja, vom Gesetz her, mit 14 Jahren, von Gott aus, immer.

- Musik-

Susi: (alleine) Wie gut, dass ich mein Tagebuch habe; Tante Lotti schenkte es mir zu meinem Geburtstag. Schick sieht es aus, in dem tollen Lederrücken. Zum Glück kann man es abschließen, es geht nämlich niemanden etwas an, was ich da hineinschreibe. Es versteht mich ja sowieso keiner. Nichts darf ich, was die anderen dürfen, es ist zum heulen. Wenn ich da an Carola denke, das ist die Neue in unserer Klasse. Ihr Vater ist Häusermakler, ein Mann der Häuser kauft und wieder verkauft. Man kann damit Riesengeschäfte machen, sagt Vater. Carola wohnt in der schönsten und größten Villa, oben am Berg. In Kalifornien hätten sie ein Sommerhaus, hat sie heute in der Schule erzählt. Und in den Sommerferien würden sie dort hinfliegen. Das muss man sich mal vorstellen, alle standen um sie herum und haben sie bewundert, sogar die Jungen. Und dann bin ich ganz allein mit ihr zur Strassenbahnhaltestelle gegangen. Ich wollte, sie würde meine Freundin sein.

- Lied -

Autor: 15 Februar. War das heute ein aufregender Tag. Carola hat Susi zu sich nach Hause eingeladen, deswegen hat Susi sogar auf ihre Reitstunde verzichtet. Aber ausgerechnet heute ging ihre Mutti in ihren Missionsverein, und sie musste auf Berni aufpassen. Das tut sie ja sonst ganz gern und viele beneiden sie um ihren kleinen süßen Bruder, doch heute passte es ihr nicht.

Susi: Dass Mutti auch immer in diesem Schwatzkränzchen gehen muss. Sie soll doch ihre Pflichten nicht andern anhängen.

Autor: Was bleibt ihr anderes übrig, sie musste Berni mitnehmen. Sie hat ihn natürlich erst schick gemacht und dann zogen sie los. Carolas Villa war einfach ein Traum. Weiße Marmortreppen, weiche rote Teppiche, Bodenvasen mit Blütenzweigen. Und oben an der Treppe stand ihre Mutti in weißem Seidenhosenanzug. Sie war sehr freundlich zu ihnen und fand es reizend, dass Susi Berni mitgebracht hatte. Und dann gingen sie in Carolas Zimmer. So etwas hatte sie noch nie gesehen. Weiße Möbel, die Vorhänge, Teppiche und Kissen in blau gehalten, ein weißes Telefon, ein Fernsehapparat und im Wandschrank eine totale Wascheinrichtung. Ihr blieb fast die Luft weg. Natürlich hatte sie auch einen Plattenspieler, Carola legte einen flotten Schlager auf. Die drei setzten sich auf einen weiches Ziegenfell und sangen mit. Berni bekam ein Bilderbuch, damit er auch etwas zu tun hatte. Viel zu schnell ging dieser Nachmittag vorbei. Berni und Susi mussten gehen, damit sie noch vor Mutti zu Hause waren. Es hat auch ganz prima geklappt. Doch dann hat Berni alles verraten. Den Spielverderber wollte sie nicht noch mal mitnehmen.

- Musik-

Autor: 27 Februar. So ein Pech, Susi hat in der französischen Arbeit eine 5 bekommen. An dem Tag, nachdem Susi und Berni bei Carola waren schrieben sie die Arbeit und sie hatte nicht gelernt. Herr Weber hielt sie nach der Stunde zurück und hat ihr Vorhaltungen gemacht wegen ihren schlechten Leistungen in der letzten Zeit.

Susi: Er hat ja recht, ich werde heute Abend Martin fragen, ob er mir Nachhilfestunden gibt. Ich will und werde alles aufholen. Du, Martin!

Martin: Was gibt’s Susi?

Susi: Martin, würdest du mir wohl Nachhilfestunden geben?

Martin: Ich soll dir Nachhilfestunden geben? Hm, seit wann hast du es nötig.

Susi: Du brauchst es ja den Eltern nicht sagen, aber ich hab mir heute eine 5 in Französisch geleistet. Herr Weber hat mich nach der Schule vorgeknüpft, und hat mir eine Standpauke gehalten. Du könntest eine gute Schülerin sein, wenn du wolltest, hat er am Schluss gesagt.

Martin: Na ich dachte du… du… wärst auch eine gute Schülerin.

Susi: (unterbrechend) war ich auch. Und ich muss unbedingt wieder in die Höhe kommen, darum musst du mir ja gerade helfen. Hmm, hier habe ich meine Mathe Aufgaben für morgen. Hm, guck mal, kannst du mir wohl sagen, was da herauskommt?

Martin: He, Susi, das sagst du mir! Weißt du, ich zeig dir den Weg und du rechnest es aus. Glaubst wohl, ich werde dir die Arbeit abnehmen, was?

Autor: Martin blieb stur bei der Methode und wenn Susi ihn nicht so nötig hätte, wäre sie ihm schon davongelaufen. Übrigens musste Carola auch zu Herr Weber. Mit ihr steht es noch viel schlimmer als mit Susi. Hat schon wochenlang keine Aufgaben gemacht. Aber sie macht sich nichts daraus.

- Musik-

Carola: Denk dir Susi, gestern nachts war ich im Rex, da hab ich einen tollen Jungen kennengelernt. Den solltest du mal sehen.

Susi: Und deine Aufgabe?

Carola: Ha! Ich hatte Herrn Weber erzählt, ich hatte gestern Blinddarmreizung gehabt und wenn sie noch mal käme, müsste ich ins Krankenhaus, da hat er mir die Aufgabe erlassen.

Susi: Aber, Carola, das ist doch alles gelogen.

Carola: Gelogen. Stell dich nicht so an.

- Musik-

Susi: Ob Carola wohl wirklich die richtige Freundin für mich ist? Manchmal weiß ich es nicht. Sie lügt, sie ist faul, und hat mich schon angesteckt. Ach was! Sie lebt einfach in einer anderen Welt. Sie hat Geld und tolle Freunde. Die ganze Klasse beneidet mich um ihre Freundschaft.

- Musik-

Susi: Du , Mutti!

Mutter: Ja, was ist denn.

Susi: Du, Mutti, weißt du, Angela, meine Banknachbarin ist mir böse, weil ich jetzt so oft mit Carola zusammen bin und dann nicht mit ihr gehe. Aber nun denk doch, heute fragte sie mich ganz freundlich, ob ich nun Lust hätte mit ihr den Tanzkursus zu besuchen. Nun hab ich gedacht ich könnte ihr den Gefallen tun, damit sie mir wieder gut ist. Was meinst du? Warum sagst du denn jetzt nichts?

Mutter: Einen Gefallen willst ihr damit tun!?

Susi: Klar, dass macht mir auch Spaß. Es ist auch wirklich etwas Schönes. Du solltest Angela mal tanzen sehn. Einfach toll.

Mutter: Woher weist du denn das?

Susi: Och, wenn ich bei Angela beim Aufgaben machen war, legte sie manchmal eine Platte auf und tanzte dazu. Ich hätte ihr stundenlang zusehen können. Und denk doch, sie hat schon zwei Freunde. Darf ich Mutti, bitte.

Mutter: Es tut mir leid, Susi. Ich würde dir so gern eine Freude machen, aber das kann ich dir nicht erlauben.

Susi: Aber wieso denn nicht, ist denn Tanzen so etwas Schlimmes.

Mutter: An sich nicht.

Susi: Siehst du, der König David hat ja doch auch getanzt.

Mutter: Ja, Susi, weil sein Herz voll Freude und Dankbarkeit gegen Gott überfloss. Aber du willst mir doch nicht weismachen, dass die ganze Atmosphäre die da herrscht und die Musik, die dort gesielt wird, dich näher zum Herrn Jesus zieht. Versteh mich doch Susi. Du weißt doch, dass die Freundschaft mit der Welt, Feindschaft gegen Gott ist, nicht wahr?

Susi: Welt, Welt, Welt was soll das überhaupt heißen?

Mutter: Du hast ganz recht, es ist nicht gut alles in Bausch und Bogen als Welt zu verdammen. Man sollte einmal richtig darüber nachdenken. Aber wenn ich etwas tun will, von dem ich nicht ganz sicher bin, ob Gott es zur Welt zählen würde, sollte ich nicht ganz einfach fragen, würde Jesus da hingehen?!

Susi: Also geh ich am besten ins Kloster.

Mutter: Ich verstehe Susi, dass dir das noch nicht so recht einleuchtet. Aber sieh mal Vater und ich haben doch die Verantwortung für dich.

Susi: Dann wird also nichts aus der Tanzstunde?

Mutter: Nein, Susi!

Susi: Gut, dann eben nicht. (Susi geht raus und schlägt die Tür zu)

Lied: Scheint es im Haus

Susi: Mutti ist gemein, Vati ist gemein, nichts darf man, beinah hätte ich meine Freundin Carola verloren. Sie wollte mich schon so lange ins Rex mitnehmen, in den tollen Bitkeller in der Altstadt. Weil ich aber nie weg kann von zu Hause, hat Carola Monika mitgenommen. Ich kam mich recht ausgenutzt vor.

Autor: Da hatte sie einen tollen Plan ausgeheckt. Wenn es abends nicht möglich ist, so wird es eben tags möglich gemacht. Sie sagte ihrer Mutter, sie gehe zu Angela um Aufgaben zu machen, in Wirklichkeit ging sie aber zum Rex. Carola wartete schon auf Susi. Sie hatte ein Kleid und Schminkzeug mitgebracht für sie. Es war eine hellgelbe Hose, dazu eine lange Bluse. Susi zog sich um, und Carola hängte ihr eine ganze Menge Ketten um den Hals und steckte fast an jeden Finger einen Ring. Sie haben sich fast krank gelacht. Susi öffnete sich die Haare und Carola legte ihr das Schminkzeug auf. Hellgrün und rosa. Als Carola ihr den Spiegel hinhielt glaubte sie, eine Fremde zu sehen. Eine solche Veränderung hätte sie nicht für möglich gehalten. Susi fühlte sich doch etwas beklommen als Carola sie in den qualmigen, Musik erfüllten, glitzernden Raum führte, von dem sie so lang geträumt hatte. Carola war natürlich bekannt und schien sehr beliebt. Nachdem sie eine Weile zusammengesessen und geschwatzt hatten gingen sie noch in ein anderes Lokal. Alle kamen mit. Paarweise zogen sie durch die Altstadt, die anderen waren auch so herausgeputzt wie Susi. Äußerlich passte sie genau zu ihnen, doch in ihr sah es ganz anders aus. Als sie in das andere Lokal kamen, bestellte Jim einen Trink. Susi konnte das scharfe Zeug kaum runter kriegen. Ihr wurde schlecht, aber die anderen wurden immer lauter und lustiger. Susi war froh, als sie endlich wieder an der frischen Luft war.

Susi: Ich hab eben noch keine Übung in diesen Sachen, aber das kommt schon. Hauptsache Vati und Mutti haben nichts gemerkt.

- Musik-

Martin: Denk mal, wir machen im Fotohobbykurs ein Wettbewerb. Es geht um die originellsten Bilder, ganz gleich welcher Art. Die ersten drei Preise sind ein Wochenende in Italien. Und die besten Bilder kommen in die Foto Ausstellung der Kunstgewerbeschule.

Vater: O, das ist natürlich eine große Ehre. Und was für Fotos gedenkst du zu schießen?

Martin: Ich hab vor drei Wochen einen ganzen Film in der Altstadt verknipst. Habe schwerinteressante Motive, sag ich euch, na ich glaub die Bilder sind so gut geworden, dass ich sie für den Wettbewerb nehmen kann, aber es wird sich heute Nachmittag rausstellen. Eh, Susi!

Susi: Ja.

Martin: Sag mal, hilfst du mit wieder beim Entwickeln, ich wäre darüber sogar froh.

Susi: O, wie lang hab ich das schon nicht mehr gemacht. Hoffentlich kann ich es noch überhaupt.

Martin: Ach, keine Angst, ich weiß doch wie es geht. Du hast nur zu tun was ich dir sage. So jetzt ist es so weit. Ja, können wir die ersten Fotos aus dem Bad nahmen. Mensch, bin ich gespannt.

Susi: Ich auch, zeig mal her. O, ein schlafender Opa.

Martin: (lachend) Ja, so zu sagen ein Gammler ältesten Semesters, und hier ein paar Motorradfans. Aber schau dir mal die hier an, die schönen Pärchen. Mensch, Susi guck mal, könnte das nicht Carola sein?

Susi: O… O, wo denkst du hin, die gleicht ihr nur. D- d- das ist alles.

Martin: Na, das ist Carola. Da schau dir doch diese struppigen Stirnfransen an und hier diese Augen, der Mund und… Also Susi, das hab ich befürchtet, hab ich dir nicht schon einmal gesagt, dass du mit diesem Mädchen in schlechter Gesellschaft bist. Mann, such dir doch eine andere Freundin. Siehst du nicht wie gefährlich Carola für dich werden kann.

Susi: Ach du, spiel dich doch nicht so auf als wärst du mein Vormund. Ich weiß schon was ich tue. Du brauchst dich nicht um mich kümmern.

Martin: Na, weißt du, ich kann mir beinahe dich daneben vorstellen, wenn du so auftragen und kleiden würdest, wie diese hier. He, schau sie dir an. Die hier, die könntest du sein, wenn du mit Carola ziehen würdest. Ha… warum wirst du auf einmal so rot. Susi… das bist du.

Susi: Du brauchst dich gar nicht in alles hineinzumischen. Und das sag ich dir, wenn du den Eltern etwas davon sagst, dann kratze ich dir die Augen aus.

Martin: Ich fürchte, Susi, dass wir mit den Eltern darüber sprechen müssen, wenn du selbst nicht gescheit genug bist um zu sehen wohin dich dieses Leben führt, na dann müssen eben ältere Leute für dich denken.

Susi: Lass dir das nur nicht einfallen, wenn du das tust, dann werde ich dir deine Filme und Fotos kaputt reißen, dann kannst du dir dein Wettbewerb in den Kamin schreiben. Bitte, Martin, tu mir das nicht an, sei doch ein guter Bruder.

Martin: Na, das will ich ja auch. Aber ein guter Bruder achtet darauf, dass seine Schwester nicht noch tiefer in den Dreck fällt. Ich sehe wirklich keinen anderen Ausweg.

Susi: Hör mal Martin wenn ich dir verspräche, dass ich es nicht mehr tue, schweigst du dann?

Martin: He, und weiß ich das du dein Versprechen hälst.

Susi: Na ja, wenn ich es dir sage, dann tu ich es doch auch nicht mehr.

Martin: Hm, also gut, Susi, aber das sag ich dir, wenn du dein Versprechen nicht halten solltest…

- Musik-

Susi: Tatsächlich, Carolas Platz in der Klasse war heute leer. Dann ist es also doch wahr sein, was gestern in der Zeitung stand. Vati las es vor.

Vater: Hallo, Susi! Hier ist was für dich. Nest von Rauschgifthändler entdeckt. Gestern um 1 Uhr konnte die schon lange Zeit gesuchte Flicke, die mit geschäftsmäßigem Rauschgift handelte, in der Herrenbudik Jeck an dem Glockenplatz vollzählig verhaftet werden. Es wurden einige Pakete Rauschgift sicher gestellt, der Anführer G. K. 45 Jahre alt, Familienvater verhaftet. Seine minderjährige Tochter soll in den Internat überweisen werden. 3 weite Mittelsmänner wurden ebenfalls festgenommen.

- Musik-

Susi: G. K. das kann doch nichts anderes heißen als Georg Koning. Und die minderjährige Tochter ist Carola, wie froh bin ich, dass ich nichts damit zu tun habe. Obwohl ich manchmal ärgerlich war, dass Carola mich nicht in ihre Geheimnisse einweihte.

Autor: Heute Mittag nach der Schule war sie in die Altstadt gerannt, schnell warf sie einen Blick ins Rex, aber sie konnte niemanden darin sehen, so schlenderte sie noch etwas durch die Gässchen, in der Hoffnung Freunde zu treffen. Doch niemand ließ sich blicken. Wenn sie doch nur wüsste was aus Carola geworden ist. Statt ihrer Freunde kamen ihr aber 2 Mädchen entgegen. Ganz lustig waren sie und flott gekleidet, die hatten Zettel in der Hand und eh Susi wusste wie ihr geschah, hatten sie ihr einen in die Hand gedrückt.

- Musik-

1 Mädchen: Wenn du Lust hast, kannst du uns ja mal besuchen kommen.

Susi: Was ist denn da?

2 Mädchen: Wir haben hier einen Keller, wo die jungen Leute sich treffen um zu diskutieren.

1 Mädchen: Es gibt auch eine Bar, aber ohne Alkohol.

Susi: Keller, davon hab ich eigentlich die Nase voll. Wie heißt das?

2 Mädchen: Der einzige Weg, so heißt unser Keller. Und wenn du Probleme hast, kannst du ruhig darüber sprechen. Man wird dir gern helfen.

Susi: Na ja, ich komm vielleicht morgen nach der Schule.

– Musik-

Autor: Wie hat sich Susis Leben doch seit gestern geändert. Sie ist ein ganz anderer Mensch geworden. Sie kann es noch gar nicht fassen. Als sie Mutter den Einladungszettel zeigte, war diese gleich damit einverstanden, dass ihre Tochter hinging. Weil Susi ahnte, dass es was Frommes war, ging sie mit ziemlichen Vorurteilen hin. Doch es war alles ganz anders als sie befürchtete. Nichts steifes, nichts altmodisches, der Keller, wie sie es nennen, ist weiß getüncht. Alle Röhre die da durchlaufen und zur Heizung gehören sind rot gestrichen, eine prima Idee. Um die vielen kleinen Tischen stehen Hocker mit bunten Kissen gepolstert. Über jedem Tischchen hängt eine bunt bemalte Sternlaterne. Das gibt ein ganz angenehmes Licht. Erstaunlich viele junge Leute kamen, sodass sie sogar noch auf dem Fußboden Platz nehmen mussten. Alle wurden freundlich und unbefangen aufgenommen, dann wurden die Blätter herumgereicht. Einige Jungen stimmten ihre Gitarren, einer sagte: Lied Nr.3. Die Gitarren machten ein kurzes Vorspiel. Und dann sangen alle so gut sie es konnten. Susi wurde ganz warm ums Herz. So fröhlich hatte sie noch in keiner Versammlung gesungen. Sie wünschte nur, sie würden alle Lieder auf dem Blatt singen und das taten sie auch. Zwischen dem Singen erzählten einige Jungen und Mädchen ganz einfach wie sie ihrem Leben durch die Sünde und den Schmutz bis an den Rand der Verzweiflung gekommen waren. In größter Not aber sei ihnen der Herr Jesus begegnet, der ihr Leben innerlich und äußerlich neu gemacht hat, dann sangen alle noch ein Lied. Wer noch bleiben wollte konnte sitzen bleiben. Bald standen Colaflaschen und Gläser auf den Tischen und es bildeten sich kleine Gesprächsgruppen.

1 Mädchen: Hallo, ich freue mich, dass du gekommen bist. Ich bin Helene.

Susi: Ich heiße Susi.

Helene: Hat es dir bei und gefallen? Was hälst du davon?

Susi: Och, weißt du. Es ist mir alles gar nichts Neues. Ich komm aus einem christlichen Elternhaus.

Helene: Und?

Susi: Ja, ich bin eben auf eine Schulkameradin hereingefallen.

Helene: Was hat sie dir denn getan?

Susi: Nichts, außer dem, dass sie mich in ein Leben hereingezogen hat, mit dem meine Eltern nie einverstanden wären.

Helene: Wären? Wissen sie denn nichts davon?

Susi: Nein, ich tat alles hinter ihrem Rücken.

Helene: Und dann hat es dich ganz ordentlich erwischt, nicht wahr?

Autor: Und dann hat sie Helene alles der Reihe nach erzählt. Wie sie zuerst das Bibellesen vernachlässigte und keine Lust mehr zum Beten hatte. Bis sie schließlich in keinen Gottesdienst mehr ging. Wie dann Carola in ihr Leben trat und ihr all das bot, was sie zu Hause nicht bekam. Sie erzählte von ihren beteten Eltern, und ihrem vorbildlichen Bruder Martin. Schließlich von ihren Erlebnissen im Rex. Ihren schlechten Freundschaften und ihrer Pleite in der Schule.

Susi: Siehst du Helene ich suchte Glück und Liebe und fand nur Enttäuschung.

Helene: Das ist mir klar, Susi. Die echte, wahre Liebe finden wir nur bei Jesus. Er liebt und so, dass er sich an unserer Stelle für unsere Sünden bestrafen ließ.

Susi: Ach Helene, das weiß ich alles schon von Kind auf. Aber es bedeutet mir gar nichts mehr.

Helene: Du hast eben alles in dir verkümmern lassen. Ich nehme an, dass du als Kind einen Anfang mit Jesus gemacht hast, oder?

Susi: Ja, das hab ich.

Helene: Und nun hast du keine Beziehung mehr zu ihm.

Susi: Ä- hm.

Helene: Aber du kannst den Herr Jesus bitten, dass er dir vergibt. Und dass du von seiner Liebe ergriffen wirst. Was du tun musst, ist bekennen und dich ihm öffnen mit ganzen Willen.

Susi: Ich möchte noch einmal ganz von vorne anfangen. Meinst du, dass Jesus mich so wieder haben will?

Helene: Ganz bestimmt will er dich haben. Er ist doch gekommen zu suchen und zu retten die verloren sind, was willst du jetzt tun?

- Musik-

Autor: Diese Frage hatte sie nicht erwartet. Aber Helene hatte recht, sie muss etwas tun. Und so hatte sie ihr ganzes Leben vor Gott ausgebreitet, und ihn um Vergebung gebeten. Er hat sie erhört, sie wusste, dass Jesus sie lieb hat, er sollte jetzt ihr Herr sein, wie war sie nun so froh. Auch Mutti hat sie alles erzählt. Nichts hat sie ausgelassen. Die Mutter war ganz erschüttert. Den Eltern und dem Martin hat Susi viel Kummer gemacht. Wie tat ihr das heute so leid. An Carola hat sie einen langen Brief geschrieben. Susi hat sie um Vergebung gebeten, weil sie den besseren Weg wusste und ihr ihn nicht gesagt hatte. Sie schrieb ihr auch, dass es für sie auch ein zurück gibt und hat ihr versprochen in der Zwischenzeit für sie zu beten. Bevor sie ihn abschickte gab sie den Brief der Mutter zu lesen…

Mutter:  Das ist gut Susi, dass du Carola alles geschrieben hast. Ich bin ja so froh, jetzt gehören wir endlich wieder zusammen.

Susi: Ja, Mutti! Darf ich dir jetzt in der Kinderstunde helfen? Wenn morgen schönes Wetter ist, können wir sie doch im Garten  abhalten.

Lied: Wenn wir unsere Sünden bekennen.

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