Nov
07
2007
„Es ist vollbracht!“ sprach Gottes Lamm
als es gesühnt am Kreuzesstamm
all meine Schuld und Missetat
nach Gottes ew’gem Gnadenrat.
„Es ist vollbracht!“ O Herr, wie gut
es floss für mich Dein teures Blut;
das ist fürwahr ein Lösegeld,
das mich auf ewig sicherstellt.
„Es ist vollbracht!“ O welch ein Wort
aus Deinem Mund, mein Herr, mein Hort;
fest steht mein Heil nun, wie Dein Thron,
Herr Jesus Christus, Gottes Sohn!
Nov
07
2007
Es ist vollbracht! Vergiss ja nicht
dies Wort, mein Herz, das Jesus spricht,
da Er am Kreuze für dich sterbet
und dir die Seligkeit erwerbet,
da Er, der alles, alles wohl gemacht,
zuletzt noch spricht: Es ist vollbracht!
Es ist vollbracht am Kreuze dort
Gesetz und der Propheten Wort;
was niemals wir vollbringen konnten,
ist nun vollbracht durch Jesu Wunden;
was Gottes Rat von Ewigkeit bedacht,
das ist durch Seinen Tod vollbracht.
Es ist vollbracht, ich bin befreit,
ich habe schon die Seligkeit,
weil Sünd und Tod sind weggenommen,
weil Gnad und Leben sind gekommen.
Nichts ist, das mir noch Angst und Sorgen macht,
da Jesus spricht: Es ist vollbracht!
Nov
07
2007
Durch manche Länderstrecke
trug ich den Wanderstab,
von mancher Felsenecke
schaut’ ich ins Tal hinab;
doch über alle Berge,
die ich auf Erden sah,
geht mir ein stiller Hügel,
der Hügel Golgatha.
Nicht gibt es dort zu schauen
der Erde Herrlichkeit,
nicht grün gestreckte Auen,
nicht Silberströme breit;
doch alle Pracht der Erde
verging mir, als ich sah
das edle Angesichte
am Kreuz auf Golgatha.
Dorthin, du Erdenpilger,
dort halte süße Rast;
dort wiff dem Sündentilger
zu Füßen deine Last!
Dann geh und rühme selig,
wie wohl dir dort geschah;
der Weg zum Paradiese
geht über Golgatha.
Nov
07
2007
Du sahst mich in der Sünde Not,
am Ende lauerte der Tod -
da kamst Du selbst hernieder.
Wie wunderbar war Deine Huld!
Du trugest selbst die ganze Schuld -
ich find’ sie niemals wieder.
Hinab gestiegen bist Du dann
bis in des Grabes finstren Bann,
die unt`ren Teil’ der Erde.
Doch aus dem Grabe ging Dein Lauf
bis über alle Himmel auf
damit mir Ruhe werde.
Solang ich auf der Erde bin,
erfüllt es darum meinen Sinn:
Er selbst war einst hienieden. -
Und leg ich hin den Wanderstab,
und bettet man den Leib ins Grab,
getrost! Ich bin in Frieden:
Er selber lag ja auch im Grab! -
Doch einst, weil Er Sein Leben gab,
darf ich im Himmel weilen;
und wenn ich komm an diesen Ort -
o Seele, sag, wen find ich dort? -
mit Ihm werd ich ihn teilen.
Er stieg hinab, Er stieg hinauf;
durch Seinen wunderbaren Lauf
ist meine Seel gestillet:
Den ganzen Weg, den ich auch geh,
ich immer Seine Spuren seh,
weil alles Er erfüllet!