Archive for November 7th, 2007

Nov 07 2007

Palmsonntag

Geschrieben von under Palmsonntag

Siehe Israel, dein König kommt in Sanftmut heut zu dir,
Den solange du erwartet, der Messias ist jetzt hier.
Siehe, wie in wahrer Demut, Er Jerusalem sich naht,
Dieser Stadt, für dessen Kinder, Er so oft gebetet hat.

Siehe, wie die Schar der Juden voll Erwartung niederfällt
Frohe Huldigung zu bringen, dem der heute Einzug hält.
Naht Er sich der Tochter Zions, die von Heiden unterdrückt,
Und solange wie ein Sklave, vor den Heiden sich gebückt.

Ja, Er tut’s, Er tritt so nahe, einem Volk, das Ihn betrübt
Und man fühlt es tief im Herzen, dass Er sie so innig liebt.
Doch die Schar steht plötzlich stille, blickt auf ihren König hin.
Sieht wie Schmerz und tiefes Mitleid, jetzt durch seine Seele zieht.

Beuge dich, o Tochter Zion, bete tief im Staube an,
Denn Er weint, weil deine Kinder, Er um sich nicht sammeln kann.
O Jerusalem, Dein König, der vor deinen Toren weint
Hat Er’s doch mit deinen Kindern, immer noch so gut gemeint.

O Jerusalem! Du irrest in der Finsternis umher,
Hast getötet die Propheten, die dir einst gesandt der Herr.
Grausam stößt du auch den Heiland, bald aus deiner Mitte aus.
Wüste wird euch dann gelassen und zerstöret euer Haus.

Was sein Mund zuvor geredet, wird jetzt in Erfüllung gehn
Den du heute hoch gepriesen, wirst du höhnen und verschmähn.
Diese Stadt wird dann zertreten, bis erfüllt der Heiden Zeit,
Und Er mit den Auserwählten, wieder kommt in Herrlichkeit.

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Nov 07 2007

Am Ölberg

Geschrieben von under Abendmahl-Karfreitag

Am Ölberg, ein christliches Gedicht zum Thema Jesu Leiden

Am Ölberg weiß ich eine Stätte
Entlegen vom Geräusch der Welt.
Der Kidron rauscht im tiefen Bette,
Der Ölbaum breitet sein Gezelt.

Dort lag der Heiligste, der Beter
In dunkler Nacht auf seinen Knien.
Dort hat das Kind der frommen Väter
Zu Gott gerufen und geschrien.

Dort wurden Seufzer ausgestoßen
In großer Angst und Seelennot
Vor der gebeugten Stirne flossen
Die schweren Tropfen, blutig rot.

O Herr, Du hast auch meinen Frieden
Gesucht in jener finstren Nacht.
Du hast, von allem abgeschieden,
Für mich gebetet und gewacht.

Wie sollt ich nicht daran gedenken?
An allen Orten wo ich geh.
Die Blicke meiner Augen lenken,
Hinüber nach Gethsemane.

Wenn ich von aller Welt verlassen,
Und traurig bin in schwerer Zeit.
So lass mich dich ins Auge fassen,
In deiner Seeleneinsamkeit.

Was immer unserm Herzen fehle,
Du weißt und kennest alles Weh.
Du sprichst zu den betrübten Seelen:
"Gedenke an Gethsemane!"

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Nov 07 2007

GOTTESLAMM

Geschrieben von under Ostern - Auferstehungsfest

GOTTESLAMM, O einzig Dein
sollen Lob und Ehre sein!
Löwe, der aus Juda kam,
Sieger an dem Kreuzesstamm!
Preis dem Überwinder!
Preis dem LAMME, das gesiegt,
alles Ihm zu Füßen liegt!
Überwinde Du in mir
alles, was nicht stammt von Dir,
dass Dein Bild nur strahle hier!

Der auf blut’gem Leidenspfad
einst den Schlangenkopf  zertrat,
der durchbrach des Todes Macht,
hat das Leben uns gebracht,
Preis dem Überwinder!
Was uns Adams Fall vermacht,
hat das LAMM zurecht gebracht!
Neues Leben ist erwacht,
Drum mit ,Jauchzen singen wir:
Ewige Anbetung Dir!

O die Gnade, die mich fand
und mich trägt ins Heimatland.
O die Liebe, die so mild
wandelt in des Lammes Bild.
O Du Sieger, lebst in mir   
und verwandelst  für und für
alles was nicht stammt von Dir.
Welt und Hölle weicht und flieht,
wenn sie diesen KÖNIG sieht!

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Nov 07 2007

Und dennoch!

Geschrieben von under Ostern - Auferstehungsfest

Und dennoch! – Er war Gottes Sohn,   
das Kindlein in der Krippen,       
von welchem die Propheten schon   
gezeugt mit heil’gen Lippen.       
Gott selbst, der Urquell allen Lichts,     
Er kam und machte sich zu nichts,   
ging hier in Knechtsgestalt einher,   
und ward mein Heil. – Gelobt sei Er!   
Und dennoch! – Er war Gottes Sohn,   
mein Heiland hochgepriesen!       
Obgleich der Mensch mit Spott und Hohn   
das Kreuz Ihm angewiesen.       
Und hing Er zwischen Räubern gar,   
umgeben von der Feinde Schar,   
geschmäht von Satans finstrem Heer -   
ich rufe laut: Gelobt sei Er!       

Und dennoch! – Er war Gottes Sohn,
mocht’ man ins Grab Ihn betten.
Mein Heiland mit der Dornenkron’
zerbrach des Todes Ketten.
Die Erd’ erbebt, die Hüter dort
erschrecken – ei, der Stein ist fort!
Die dunkle Felsengruft ist leer.
Er lebt! Er lebt! – Gelobt sei Er!
Und dennoch! – Er ist Gottes Sohn,
mag auch die Welt Ihn hassen.
Gott hat Ihn auf des Himmels Thron
als König sitzen lassen.
Und freundlich ruft Fr Sündern zu:
»Kommt her zu mir, ich geb’ euch Ruh’.«
O schauet Seiner Liebe Meer,
und stimmt mit ein: Gelobt sei Er!

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