Warten auf Erlösung, ein christliches Anpiel zum 4. Advent für 5 Personen
Kind: Papa, heute ist schon der 4. Advent. Nur noch 7 mal schlafen, dann ist Weihnachten. ich freu mich schon so sehr darauf!
Vater: Da hast du auch allen Grund zur Freude, denn an Weihnachten ist der Messias geboren, auf den die Menschen schon so lange gewartet haben. – Soll ich dir heute wieder eine Geschichte vom Warten erzählen?
Kind: Oh, ja, Papa! Von wem erzählst du mir denn heute?
Vater: Ja, – (denkt nach) wer hat denn noch gewartet? - Ach ja, – ich erzähle dir heute von Simeon. Also, – In Israel gab es einige Leute, die auf den Messias warteten. Ein paar kennst du ja schon, Simeon gehörte auch dazu. Er war ein frommer und gottesfürchtiger Mann und hat in seinem Leben schon viel mit Gott erlebt. Inzwischen ist er sehr alt geworden und nicht mehr so rüstig wie früher. Er wartet täglich auf den Messias und ist sich ganz sicher, dass er ihn vor seinem Tod noch sehen wird, denn eines Tages hatte es ihm der heilige Geist offenbart. Er glaubte ganz fest an diese Verheißung und dann war es soweit: Der heilige Geist sagte ihm, er solle in den Tempel gehen und er gehorchte. Er traute seinen Augen nicht, was er dort sah. Er sah ihn, – den Messias! Voller Freude erzählte er seinem Freund davon.
Simeon: Abija, Abija, Komm schnell her!
Abija: Simeon, was ist denn? Du bist ja so aufgeregt.
Simeon: Du wirst es nicht glauben; ich habe den Messias gesehen. Abija, wirklich ich habe ihn gesehen. Ich habe so lange auf ihn gewartet und dann sagte mir der heilige Geist, dass ich in den Tempel gehen soll. Ich verstand es zuerst nicht, aber ich gehorchte und ging hin. Als ich den Tempel betreten hatte, sah ich dort ein Ehepaar; die Frau hielt ein kleines Kind auf ihrem Arm. Sofort fuhr es mir durch den Kopf: ” Das muss der Messias sein!” Ich konnte es kaum fassen. Voller Freude nahm ich das Kind auf die Arme und lobte Gott.
Abija: Das glaube ich nicht; das wäre zu schön um wahr zu sein. – Bist du sicher, dass es der Messias war?
Simeon: Ja, ganz sicher, sonst hätte mich der heilige Geist doch nicht dorthin geschickt und mir offenbart, dass gerade dieses Kind der Messias ist.
Abija: Das kann ich mir nicht vorstellen!
Hanna: (kommt aufgeregt dazu) Shalom Abija und Simeon!
Abija & Simeon: Shalom Hanna!
Hanna: Was kannst du dir nicht vorstellen?
Abija: Simeon erzählte gerade, er habe den Messias gesehen.- Ich weiß nicht, ob ich das glauben soll (unsicher).
Hanna: Da hat Simeon völlig Recht! Das gleiche habe auch ich erlebt. Ich bin ja oft im Tempel, um zu Beten. Und so war es auch dieses mal. Als ich mich von meinen Knien erhob, sah ich gerade wie ein junges Ehepaar mit einem Kind auf dem Arm den Tempel betrat. Sie ließen es beschneiden wie es in Israel Brauch ist. Nach einiger Zeit kam Simeon in den Tempel. Voller Freude nahm er das Kind und lobte Gott. Ich bekam mit, wie er sagte: ” Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen.” Sofort begriff ich und eilte herzu. – Ich konnte es fast nicht glauben. – Das war der Messias, der Erlöser der ganzen Welt. Und ausgerechnet ich durfte diese Freude erleben. Ich kann euch gar nicht beschreiben, wie mir zu Mute war.
Abiaj: Ja – wenn das wirklich so war; ihr könnt euch das ja nicht eingebildet haben. Ich will es auch glauben.
Hanna: So, jetzt muss ich aber weiter. Ich will die frohe Botschaft auch noch anderen Menschen sagen. Shalom!
Simeon und Abija: Shalom!
Simeon: Abija, Komm wir gehen zu mir nach Hause, dann können wir uns noch weiter darüber unterhalten.
Lied: Es ist schon lange, lange her… ( 3 Strophen)
Kind: Das war aber eine schöne Geschichte. Der Simeon und die Hanna haben wirklich lange auf den Messias gewartet.
Vater: Ich kann es mir kaum vorstellen, was es für sie bedeutet hat, auf den Erlöser zu warten. Ich kann mir denken, dass Simeon oft traurig war und vielleicht sogar gedacht hat: Wird der Messias überhaupt noch kommen? Ich warte ja schon so lange auf ihn! Aber gerade in dieser Hoffnungslosigkeit dachte er immer wieder an die Verheißung, die Gott dem Propheten Jesaja gegeben hatte. – Warte mal, ich will dir die Verheißung vorlesen.(schlägt auf und liest aus der Bibel) Hier Jesaja 9,1: Das Volk, das im finsteren wandelt … hell und hier in Vers 5 steht: Denn uns ist ein …. auf seiner Schulter.
Kind: Wie gut, dass Simeon immer wieder den Trost von Gott bekam. Simeon war wirklich geduldig, dass er so lange gewartet hat.
Vater: Ja, wenn doch alle Menschen auf das 2. Kommen des Herrn so warten würden, wie Simeon auf Jesus gewartet hat.
Kind: Du Papi, wie wartet man eigentlich auf Jesus?
Vater: Das ist eine wichtige Frage. Und ich will sie dir gerne beantworten. Wir glauben doch an Jesus, den Messias, nicht wahr? Und wenn wir ihn von Herzen lieben, tun wir auch das, was er von uns haben will. Wir brauchen uns jetzt nicht hinzusetzen und zu warten, bis er kommt, so ist das natürlich nicht gemeint. Unsere Aufgabe ist es, Jesus zu dienen und anderen Menschen von ihm weiterzusagen. Aber bevor wir das von Herzen tun können, müssen wir Jesus als unseren persönlichen Erretter angenommen haben.
Kind: Ja Vati, jetzt verstehe ich was richtig warten heißt. Ich freu mich schon so auf Weihnachten. Papi, ehrlich gesagt, habe ich mich bis jetzt immer nur auf die Geschenke gefreut. Aber jetzt freu ich mich über das größte Geschenk, das wir bekommen haben. Nämlich Jesus, den Messias. Und ich will ihn auch in mein Herz aufnehmen.
Lied: letzte Strophe
Kind: Sag’ lieber Mensch, wie wartest du auf das 2. Kommen des Herrn? Bist du bereit mit ihm zu gehn’, dann folge ihm froh und gern.