Okt 24 2007
Fußspuren im Sand
Ich träumte eines Nachts,
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn
Und es erstand vor meinen Augen,
Streifenlichtern gleich, mein Leben.
Für jeden Abschnitt, wie mir schien,
Entdeckte ich je ein Paar Schritte im Sand,
die einen gehörten mir,
die anderen meinem Herrn.
Als dann das letzte Bild
An uns vorbei geglitten war, sah ich zurück
Und stellte fest, dass viele Male
Nur ein Paar Schritte, in dem Sand zu sehen war.
Sie zeichneten die Phasen meines Lebens,
die mir am schwersten waren.
Das machte mich verwirrt,
Und fragend wandte ich mich an den Herrn:
„Als ich dir damals alles, was ich hatte,
übergab, um dir zu folgen,
Da sagtest du, du würdest immer bei mir sein.
Doch in den tiefsten Nöten meines Lebens
Seh ich nur ein Paar Spuren in dem Sand.
Warum verließest du mich gerade dann,
als ich dich so verzweifelt brauchte?
Der Herr nahm meine Hand und sagte:
„Geliebtes Kind, nie ließ ich dich allein,
schon gar nicht in den Zeiten,
da du littest und angefochten warst.
Wo du nur ein Paar Spuren
In dem Sand erkennst,
da trug ich dich auf meinen Schultern!