Archive for Oktober 2nd, 2007

Okt 02 2007

Antwort – “NEIN”

Geschrieben von under Gebet

ANTWORT – ,,NEIN”, ein christliches Anspiel zum Thema Gebet für 4 Personen

Autor:   Amy Carmichael wurde im Jahr 1867 in einem kleinen Dorf in Nordirland geboren, das an der Meeresküste liegt. Sie war die älteste von sieben Kindern. Die Familie wohnte in einem altmodischen Elternhaus, nahe am Meer. Amy liebte die Farben und Laute des Meeres. Am allerliebsten hatte sie blau. Ihre Mutter hatte tiefblaue Augen, und Amy wünschte sich auch blaue Augen. Ihre eigenen Augen waren braun. Sie waren schalkhaft und lebenssprühend – nichts entging ihnen – aber sie waren braun. Jeden Abend war bei Familie Carmichael eine Andacht.

Pfarrer:   “Gott erhört Gebet. Gott gibt immer Antwort."

Autor:   Diese Worte hat Amy immer wieder gehört. An einem Abend, bevor sie zu Bett ging, kniete sie nieder und bat Gott allen Ernstes, dass er doch ihre braunen Augen blau machen möchte. Sie zweifelte keinen Augenblick daran, dass ihre Bitte erhört wurde. Am anderen Morgen sprang sie glücklich aus dem Bett. Hatte sie jetzt blaue Augen? Nein, sie sah im Spiegel nur ein Paar große und traurig dreinschauende braune Augen.

Amy:   Ich habe gebetet und Gott vertraut – und  nun hatte er nicht geantwortet!

Autor:   Als sie sich an die Wand lehnte und versuchte, ihre Tränen zurückzuhalten, geschah etwas Eigenartiges. Sie wusste später nicht mehr, woher sie die Worte gehört hatte, vielleicht von ihrer Mutter, die gerade ins Zimmer trat. Vielleicht war es auch Gott selbst gewesen, der ihr helfen wollte, ein Geheimnis zu verstehen, das sie ihr Leben lang nicht mehr vergessen sollte: ,,IST DENN “NEIN” NICHT AUCH EINE ANTWORT?"
Diese Worte klangen so klar in ihren Ohren, als wenn jemand zu ihr gesprochen hätte. So verstand sie, dass Gott doch geantwortet hat. Viele Jahre später verstand Amy auch, warum Gott ,,NEIN" gesagt hat. Amy ging als Missionarin nach Indien. Eifrig lernte sie die neue Sprache, um den Menschen in Indien vom lebendigen Gott zu erzählen, der auch die Inder liebt. Das Lernen der Sprache und das Gewöhnen an ein heißes und trockenes Klima war nicht halb so schlimm wie die Inder und ihre Lebensweise verstehen zu lernen. Oft wünschte sie, sich verkleiden zu können, um sich unauffällig unter Indern auf den Marktplatz zu begeben oder in einen großen Steintempel zu gehen, damit sie sehen könnte, wie die Inder ihre Religion ausübten.

Amy:   Ja ,der Tempel! Das ist der richtige Platz, um ihr religiöses Leben verstehen zu lernen.

Autor:   Aber wie sollte sie dort hineinkommen? Die Inder würden misstrauisch werden. Nie war ein Fremder hineingelassen worden. Amy machte sich Gedanken.

Amy:   Was geht eigentlich in jenen hässlichen Steintempel vor? Wen beten die Inder an? Wie machen sie das?

Autor:   Indien war ein geheimnisvolles Land, und Amy nahm sich vor, etwas davon zu erfahren. Sie versuchte Verschiedenes. Endlich fand sie heraus, dass Kaffee ihr Gesicht und ihre Arme braun färbte – so schön braun, wie die Haut einer Inderin. Sie tat das und zog auch indische Kleider an. Die Kleider waren lang und weit, mit kurzen Ärmeln. Darüber trug sie einen San, eine lange Schleife, die über dem Kopf hing und unter einem Arm zusammengehalten wurde. Missionsfreunde betrachteten Amy und erklärten:

Frieda:   Du siehst wirklich wie eine Inderin aus. Du hast dich gut zurechtgemacht.

Amy:   Wird es mir gelingen?

Autor:   Sicher drehte sich jetzt niemand mehr zweimal nach ihr um, weil sie eine braunhäutige ,,Inderin" und dazu noch indisch gekleidet war.

Frieda:   Ein außerordentliches Glück ist es, dass deine Augen braun sind und nicht blau. Du könntest sonst unmöglich eine indische Frau vortäuschen!

Amy:   Blaue Augen?

Autor:   Plötzlich erinnerte sich Amy an jene Begebenheit, als sie vor dem Spiegel stand und ganz enttäuscht war, dass Gott ihre Augen nicht blau gemacht hatte. Sie erinnerte sich so gut daran, als wenn es gestern wäre. Gott hatte ,,Nein" gesagt. “IST DENN ,,NEIN" NICHT AUCH EINE ANTWORT?” Nun verstand sie, warum Gott ihr jene Enttäuschung bereiten musste. Sie brauchte ja braune Augen. Gott hatte ihr die beste Antwort gegeben.

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Okt 02 2007

…der zu beten versteht!

Geschrieben von under Gebet

…der zu beten versteht! Ein christliches Anspiel zum Thema Gebet für 6 Personen

Sprecher:   Samuel Keller, der bekannte Evangelist, wurde 1856 in St. Petersburg geboren. Seine von Armut geprägte Kindheit und Jugend verlebte er in Estland. Als er das Abitur beendet hatte, beschlossen seine Eltern nach Dorpat zu ziehen, wo Samuel studieren sollte. Er wollte Pfarrer werden, hatte aber für das Studium kein Geld.
Vier Wochen später folgte er seinen Eltern in das neue Heim. Während der Hinreise hatte er einige Tage Aufenthalt auf dem Gut eines der bekanntesten Pelzhändlers, bei dem seine Schwester als Erzieherin arbeitete.

Samuel:   Dieser reiche Kaufmann hat schöne Pferde, kann aber nicht reiten. Er kann auch nicht schießen, obwohl er viele Gewehre hat. Es hat Ihm gefallen, dass ich beides gut konnte. Wir sind gut miteinander ausgekommen. Vielleicht schenkt er mir das Geld zum Beginn meines Studiums. Morgen muss ich schon wieder weiterreisen.

Kaufmann:   (geht auf ihn zu) Samuel, kommen Sie bitte einmal in mein Zimmer.

Samuel:   (zu sich) Was will er denn von mir? Ob er mir jetzt das Geld gibt?

Kaufmann:   Bitte, nehmen Sie Platz. Sie wissen, dass ich keinen Sohn habe und dass meine Töchter noch zu klein sind, um bald mit einem Schwiegersohn zu rechnen. Ich habe mir überlegt, Sie aufzufordern, bei mir als Assistent einzutreten. Was wollen Sie sich jahrelang mit einem Studium plagen, mittellos, wie Sie sind! Dabei sollen Sie womöglich noch Ihre armen Eltern unterstützen, wie Ihre Schwester es schon tut. Schlagen Sie ein! Ich zahle Ihnen sofort Gehalt, damit Sie Ihren Eltern ohne Entbehrung das Nötige geben können. Dann reisen Sie mit mir nach Sibirien zum Einkauf der Pelze und anschließend begleiten Sie mich nach London, Paris, Leipzig, Stuttgart und Wien. Und sobald Sie eingearbeitet sind, nehmen Sie mir das lästige Reisen ganz ab und bekommen ein Gehalt, wie es Ihnen kein Kaiser zahlt, wenn Sie bei ihm Hofprediger würden! Inzwischen sind meine Töchter herangewachsen, und Sie können sich eine aussuchen, werden mein Schwiegersohn und damit ein reicher Mann. Also – schlagen Sie ein!

Samuel:   Ich bin über Ihr Angebot sehr überrascht. Bitte geben Sie mir Bedenkzeit.

Kaufmann:   Nun, was gibt es da zu bedenken? Aber ich will Ihnen den Gefallen tun. Da Sie sowieso morgen um 8 Uhr abreisen müssen, erwarte ich bis dahin die Antwort.

Sprecher:   In der Nacht konnte Samuel kein Auge schließen. War es nicht Leichtsinn, ein solches Anerbieten auszuschlagen?

Samuel:   Es ist eine schwere Entscheidung. Auf der einen Seite völlige Mittellosigkeit, die Verpflichtung, für die Eltern zu sorgen, und eine ungewisse, keinesfalls glänzend erscheinende Zukunft – und hier wird mir das Lebensglück auf dem Präsentierteller angeboten. Aber mein Wunsch, Prediger zu werden? Hatte meine Mutter mich nicht schon vor meiner  Geburt dem Herrn zum Dienst geweiht? Es ist schon sehr  verlockend, durch die Welt reisen zu können. Aber ich will Prediger werden.

Sprecher:   Aus ärgerlicher Enttäuschung über Samuels Absage, verabschiedete sich der reiche Kaufmann sehr kühl und schenkte ihm keinen Pfennig zum Studium. Bedrückt reiste Samuel ab, doch sein Gewissen sagte, dass er recht gehandelt hatte. Nun kam er ohne Geld bei seinen Eltern in Dorpat an.

Mutter:   Hast du etwas Geld erhalten?

Samuel:   Nein, ich habe nur noch 48 Kopeken in der Tasche!

Mutter:   (aufgeregt) Wir bezahlten die Vierteljahresmiete im Voraus und haben nun gar nichts mehr. Was soll nur werden? Ich hatte so fest damit gerechnet, dass du dort eine größere Summe bekommen würdest!

Vater:   (ruhig) Samuel, du gehst heute abend noch zur Zeitung und lässt für deine 48 Kopeken ein Inserat aufnehmen, dass ein Student Nachhilfestunden geben möchte.

Mutter:   Aber jetzt am Anfang des Semesters stehen mehrere Dutzend Studenten jeden Tag mit einem solchen Inserat im Blatt!

Vater:   Aber hinter ihrem Inserat steht nicht immer ein Vater, der zu beten versteht.

Samuel:   (zu sich) Vater hat recht. Wenn es einen Gott gibt, der auf das Gebet seiner gläubigen Kinder nach seiner Verheißung achten muss – dann wird das Inserat Erfolg haben.

Sprecher:   Am nächsten Morgen stand seine Anzeige in der Zeitung. Um elf Uhr kam eine fein gekleidete Dame zur Familie Keller.

Dame:   Ich komme aus St. Petersburg und bin voraussichtlich nur für vier Wochen bei meinem Vater zu Besuch. Meinen kleinen Sohn habe ich  mitgenommen, hätte aber gern für diese Zeit lateinische Nachhilfestunden für ihn. Würden Sie diese Stunden übernehmen?

Samuel:   Ja, gerne .

Dame:   Sie sollen auch guten Lohn erhalten. Wie wäre es mit zwei Rubel für den Vormittag?

Samuel:   Ich bin damit einverstanden.

Sprecher:   Nach etwa vierzehn Tagen kam die Dame nach dem Unterricht ins Zimmer.

Dame:   Soeben habe ich ein Telegramm von meinem Mann erhalten, das mich zwingt, morgen mit meinem Jungen heimzureisen. Ihr Einfluss auf Leo war so gut, dass es mir leid tut, dass Sie ihn nicht länger unterrichten können.

Sprecher:   Unwillkürlich seufzte Samuel. Die Dame sah ihn erstaunt an.

Dame:   Worüber seufzen Sie?

Samuel:   Das ist eine Privatsache, gnädige Frau.

Dame:   Aber ich  würde gerne wissen, was sie bedrückt.

Samuel:   Die Einnahme hier war meine ganze Hoffnung. Wovon ich übermorgen die Gebühren für das Einschreiben an der Hochschule bezahlen soll, weiß ich nicht. Außerdem muss ich einen blinden Vater und eine kranke Mutter unterstützen.

Dame:   Wie kann man über Geld seufzen!

Sprecher:   Damit ging sie ins Nebenzimmer. Bald kam sie wieder und händigte dem jungen Studenten einen Kuvert aus, indem sich etwa 300 Mark befanden.

Dame:   Das borge ich Ihnen, zinsenlos, bis Sie einst ein ordentlicher Mann geworden sind und es mir leicht zurückzahlen können.

Samuel:   Vielen Dank! (zu sich) Gott hat wirklich Vaters Gebet erhört.

Sprecher:   Vier Jahre später hatte Samuel eine Hilfspredigerstelle in St. Petersburg. Zu seiner Freude sah er die Dame oft unter den Zuhörern. Als er die Summe erspart hatte, suchte er sie auf.

Samuel:   Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie mir geholfen haben als ich in Geldnot war. Ich habe das Geld jetzt sparen können. Hier, bitte. (reicht ihr einen Kuvert)

Dame:   Ach, bitte, behalten Sie es doch. Ich habe manchem jungen Menschen Geld geschenkt und geborgt, der es nicht wert war. Lassen Sie mir die Freude, einmal einen Menschen geholfen zu haben, den Gott sichtbar segnet.

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Okt 02 2007

Das Gebet hat eine Macht

Geschrieben von under Gebet

Das Gebet hat eine Macht, ein christliches Anspiel für 6 – 8 Personen

1. Soldat:   Gerd, hast du gesehen, der Müller betet wieder!

2. Soldat:   Ach, der hat doch auch nichts Besseres zu tun! Ich verstehe nicht, wie manche Leute noch so rückständig sein können. Der glaubt doch tatsächlich noch, dass das Gebet etwas bewirken kann!

1. Soldat:   (spöttisch) Du, solchen Märchen habe ich als Kind auch mal geglaubt.

Sprecher:   Oft hört man derartige Gespräche in den Zimmern der Kaserne. Seitdem der Müller dazugekommen ist, der so fromm tat und in der Öffentlichkeit auch noch betet, ist er zum Gespött der anderen Soldaten geworden! Frank Müller jedoch versucht ruhig zu bleiben und lässt sich durch nichts seine Gemeinschaft mit Gott nehmen.
Eines Tages geht unter den Soldaten aufgeregtes Geflüster umher:

1. Soldat:   Hast du es auch gehört? Unser Leutnant soll versetzt werden und der Winkelmann von nebenan soll unseren Zug übernehmen?

3. Soldat:   Was, der Winkelmann? Na, das kann ja heiter werden!

2. Soldat:   Das können die doch nicht machen! Alles, bloß das nicht!

    (Müller geht eilig vorbei)

1. Soldat:   Hey, Frank, wohin so eilig? Komm mal her!

Müller:   Ja, was ist denn?

3. Soldat:   Stell dir vor, unser Leutnant wird versetzt und der Winkelmann soll uns jetzt führen!

2. Soldat:   Frank, du kannst beten, oder? (spöttelnd) Und du sagst Gott erhört Gebete; dann bete doch, damit der Leutnant bei uns bleiben kann!

Sprecher:   Alle brechen in schallendes Gelächter aus, nur Frank ist gar nicht zum Lachen zumute. Müssen sie ihn denn immer so gemein hänseln? Am Abend bringt er die Sache mit dem Leutnant vor Gott; im Vertrauen, dass er auch hier helfen kann.

    -Musik-

2. Soldat:   Na Frank, du betest schon eine ganze Woche! Morgen soll der Neue kommen! Es bringt wohl nichts dein Beten!

1. Soldat:   Du kannst ruhig aufhören mit Beten; das bringt doch nichts.

Müller:   Spottet nicht. Gott will es wahrscheinlich so haben, dass wir einen anderen Leutnant bekommen. Wie es auch kommen mag – aber eines sage ich euch: (mit Nachdruck) Ich bleibe dennoch bei Gott, er hat mich noch nie enttäuscht.

2. Soldat:   Ich merke schon, dir ist nicht mehr zu helfen!

Sprecher:   Jetzt betet Frank noch heftiger, Gott solle es doch, wenn es sein Wille ist, so führen, dass der alte Leutnant bleibt. Und Gott antwortet!

    (6 Soldaten stehen gerade in einer Reihe, Leutnant vor ihnen)

Leutnant:   (mit strenger Stimme) Ihr habt sicherlich mitbekommen, dass ich versetzt werden sollte! Durch einige Umstellungen hat sich jedoch etwas geädert. Vorläufig werde ich weiterhin diesen Zug führen!

2. Soldat:   (verwundert, blickt auf Frank) Also erhört Gott doch Gebete.

Sprecher:   Seitdem ist einige Zeit vergangen und ein Teil der Soldaten haben den Wehrdienst absolviert. Am letzten Tag vor der Entlassung wollen sich einige Soldaten einen Spaß erlauben und schmieren schwarze Schuhcreme ihren Kameraden ins Gesicht. Als sie sich Frank vornehmen wollen, tritt ein Verteidiger auf.

2. Soldat:   Lasst den Müller bloß in Ruhe!

1. Soldat:   Was ist denn mit dir los? Warum verteidigst du ihn? Es werden keine Ausnahmen gemacht! Jeder ist heute dran!

3. Soldat:   Genau, los auf ihn!

    (2. Soldat stellt sich schützend vor Frank)

2. Soldat:   Nein, – nicht, ich verbiete allen, Frank anzurühren! Er könnte sonst beten, dass es uns schlecht geht und dann können wir nichts verhindern. Wir haben es doch selbst gesehen, wenn Frank betet, so wird er erhört.

Sprecher:   Wir sollen ein reges Gebetsleben führen und uns nicht scheuen, Gott zu bekennen. Dann werden auch die Mitmenschen einsehen, dass es einen lebendigen Gott gibt, der eingreifen und helfen kann.

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Okt 02 2007

Das Familiengebet

Geschrieben von under Gebet

Das Familiengebet, ein christliches Anspiel zum Thema Gebet für 9 Personen

Erzähler:   Da sprach David: "Hier soll das Haus Gottes, des Herrn, sein und dies Altar für die Brandopfer Israels" 1. Chronik 22,1

1. Person:   Jede christliche Familie, jedes christliche Haus ist ein Haus Gottes, denn der Herr, unser Gott wohnt selbst darin. Und der Brandopfertisch ist ein unverzichtbarer Teil eines Hauses Gottes. So hat eine jede christliche Familie, die Gott ehren und dienen will seinen Familienaltar – nämlich das Familiengebet.

2. Person:   Der Engel trägt zitternd die Weihrauchschalen zu dem Throne Gottes. Dazu steht die Familie zum gemeinschaftlichen Gebet am frühen Morgen auf. Wie teuer sind für Gott diese Gebete, wenn in gesegneter Stille, bevor die Arbeit, Eitelkeit und Sorgen beginnen, die Familie sich im heiligen Flehen niederkniet.

1. Person:   Ein Familiengebet ist nicht ein Gebet in einer allgemeinen Versammlung.

2. Person:   Das Familiengebet ist nicht ein Gebet in einem Gebetskreis.

3. Person:   Das Familiengebet ist nicht ein Gebet, in dem die Mitglieder der Familie abgesondert, einzeln für sich beten.

1. Person:   Das Familiengebet ist ein gemeinschaftliches, gesegnetes Gebet aller Glieder der Familie. Das ist, wenn Eltern gemeinsam mit den Kindern vor dem allmächtigen Schöpfer mit Danksagung niederknien und Ihm ihre Gebete darbringen.

2. Person:   Ein Familiengebet, das heißt, der Vater und die Mutter sitzen mit den Kindern ringsumher, unterhalten sich von dem allmächtigen Gott, singen christliche Lieder und lesen zusammen die Bibel. Dann beugen sie die Knie vor dem Heiligen Gott. O, wie viel Kraft ist in ihrem heiligen Flehen! Wo sie in den Gebeten verweilen, da können nicht die schrecklichen Versuchungen kommen.

3. Person:   Die Seele lebt, wenn mit dem Gebet sie atmet,
                    wenn das Irdische alles so fern.
                    Dann hört sie so klar die Stimme Gottes,
                    und ihr ist’s hell, erfreulich und leicht.

                    Dann ist es im Sinn und in Gedanken so klar.
                    Und im Herzen ruhig und warm.
                    Dann scheint das Leben auch so herrlich.
                    Auch zum Sterben wär` man  für Christus bereit.

                    Das Gebet ist die Kraft unseres Lebens.
                    Das Gebet ist der Schlüssel in den Händen unseres Schöpfers.
                    Und nur da im himmlischen Vaterland werden wir verstehen
                    wie nötig es hier auf Erden war.

Erzähler:   Ständig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nie verlöschen. Beständigkeit ist eine von den Hauptbedingungen eines Gebets. Sehr töricht handeln jene, die die Zeit des Familiengebets einnehmen mit Arbeit oder etwas anderem.
   
Eine gläubige Familie beschloss wegen Zeitmangel mit dem Familiengebet aufzuhören. Jemand fragte daraufhin die Eltern dieser Familie:

Fragender:   Was würdet Ihr tun, wenn Ihr wüsstet, dass, weil Ihr aufgehört habt mit dem Familiengebet, eines von Euren Kindern sehr krank werden würde?

Mann:   Sicher hätten wir nicht aufgehört mit dem Familiengebet.

Fragender:   Und wenn ein Gesetz erlassen würde, dass alle, die das Familiengebet verlassen haben, bestraft würden?

Frau:   In diesem Fall hätten wir es auch nicht verlassen.

Fragender:   Und was würdet Ihr machen, wenn ein Gesetz erlassen würde, welches besagt, dass jeder, der eine gläubige betende Familie verrät, eine Belohnung bekommt?

Mann:   Auch dann hätten wir mit dem Gebet nicht aufgehört.

Fragender:   Also, habt ihr gar nicht wegen der Zeit mit dem Familiengebet aufgehört. Das war nur eine leere Ausrede! Wie sagtet Ihr, dass Ihr eine aufrichtige, gläubige Familie seid und Gott von ganzem Herzen liebt?

Erzähler:   Ein Familienaltar ist eine geistliche Grundlage für eine jede örtliche Gemeinde.

1. Person:   Es ist sehr wichtig, dass alle Glieder der Familie am Familiengebet teilnehmen. Väter und Mütter! Möchte euer Leben nie so sehr eingenommen sein, dass ihr keine Zeit für das Familiengebet findet.

Erzähler:   Ein Vater war so eingenommen mit seinen Sachen, dass er nicht am Familiengebet teilnehmen konnte. Er sagte, er habe dazu keine Zeit. Eines morgens sagte sein kleiner Sohn zu seiner Mutter:

Sohn:   Bald werde ich groß sein und dann brauche ich nicht mehr zu beten.

Mutter:   Warum denn? Die Großen beten Gott ja auch an. Nur die schlechten Menschen tun das nicht.

Sohn:   Aber der Vater ist ja besser als alle und betet doch auch nicht?!

Erzähler:   Abends, als die Kinder schon schliefen, erzählte die Mutter dem Vater von dem Gespräch mit ihrem Sohn. Der Vater konnte nicht antworten, aber in seinen Augen zeigten sich Tränen. Von dieser Zeit an nahm er sich jeden Morgen Zeit für das Familiengebet.

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