Archive for Oktober 2nd, 2007

Okt 02 2007

Geduld ist euch not

Geschrieben von under Geduld

Geduld ist euch not, ein christliches Anspiel zum Thema Deduld für 5 Personen

Anita:  Bei so einem schönen Wetter ist es besonders schön, Fahrrad zu fahren. Ich mache Lukas fertig, und dann können wir losfahren.

Stefan:  (vorwurfsvoll) Wir könnten schon lange unterwegs sein! Es ist schon 10 Uhr, und bis wir losfahren, ist es halb elf. Und dann ist schon bald Mittag.

Anita:  Ich beeile mich. Zwei Stunden reichen doch zum Fahrradfahren. Lukas muss heute auch noch zur Kinderstunde.

Stefan:  Ach, das ja auch noch! Na dann können wir ja gleich zu Hause bleiben.

Anita:  Wieso das denn? Die Kinderstunde ist ja erst um zwei Uhr. Wir können jetzt losfahren. Du hast ja die Fahrräder noch nicht einmal rausgeholt.

Stefan:  Das ist Minutensache. (geht raus)
 
 (Pause)

Anita:  (sucht Stefan) Wo bleibst du denn? Wir warten schon auf dich.

Stefan:  (ärgerlich) Ja hier, die Reifen brauchten Luft. Man kann ja nicht mit halbleeren Reifen fahren. Jetzt aber los, sonst können wir wirklich zu Hause bleiben!

Anita:  Dass du dich immer so aufregst. Uns jagt doch keiner. Wir fahren solange es geht, und sind dann rechtzeitig zu Hause. Du musst geduldiger werden, Stefan.

Sprecher:  Unzufrieden schwang Stefan sich aufs Rad. Anita hatte ja recht, er war ungeduldig,  aber war das denn kein Grund sich aufzuregen? Erst bespricht man, wann man losfährt, und dann kommt doch alles anders. Und das war nicht das erste mal. Die Radtour verlief schweigsam. Nur Lukas hatte Freude daran, endlich sein neues Fahrrad zu testen. War das ein Spaß!
Als sie dann wieder zu Hause ankamen, ging jeder an seine Arbeit. Anita in die Küche, Stefan brachte die Fahrräder in die Garage und Lukas zog sich für die Kinderstunde um.

Stefan:  Was ist denn das? Jetzt machst du erst deine Aufgaben für die Kinderstunde? Die ganze Woche hast du Zeit dazu, und hast es noch nicht gemacht?

Lukas:  Papi, ich habe es vergessen.

Stefan:  (aufgeregt) Vergessen?? Das ist fast das Einzige, woran du zu denken hast, und das vergisst du? Sag bloß, den Bibelvers hast du auch noch nicht gelernt?

Lukas:  (traurig) Nein, Papi. Es tut mir leid.

Anita:  (kommt dazu) Stefan, es ist auch meine Schuld. Ich habe ihn nicht daran erinnert.

Stefan:  Daran braucht er nicht erinnert werden. Das weiß er auch so. Da musst du halt zu Hause bleiben. Es ist ja zum Schämen, in einer Woche nicht einmal den Vers gelernt.

Anita:  Aber Stefan, das ist doch kein Grund, das Kind von der Kinderstunde zu Hause zu  lassen. Es kann ja mal vorkommen, dass er die Aufgaben vergisst. Wir vergessen doch auch mal was.

Stefan:  Ist schon gut. Aber, dass das nicht noch einmal passiert! Mach dich fertig, Onkel Franz nimmt dich heute mit.

Lukas:  Papi, verzeih bitte, es kommt bestimmt nicht wieder vor.

Stefan:  Ist schon in Ordnung, mein Junge. Viel Spaß in der Kinderstunde. – Anita, ich lege mich etwas schlafen, weckst du mich bitte um drei Uhr?

Anita:  Ja, mach ich.

Lukas:  (lernt) Rede Herr, denn dein Knecht hört. – Rede Herr, denn dein Knecht hört.  1.Samuel 3,9 – Mami, Onkel Franz ist immer noch nicht da.

Anita:  Es ist schon viertel vor zwei. Onkel Franz kommt wohl nicht. – Ich muss Stefan wecken, damit er Lukas wegbringt, sonst kommt er zu spät. -
Stefan, Stefan steh auf!

Stefan:  Was ist denn?

Anita:  Onkel Franz ist nicht gekommen. Du musst Lukas wegbringen, es ist gleich zwei Uhr.

Stefan:  Erst will er die Kinder wegbringen, und dann kommt er nicht. Man kann sich auch auf keinen verlassen!

Anita:  Es kann ja was dazwischen gekommen sein. Sei doch nicht immer unzufrieden.

Stefan:  Jetzt muss ich mich aber beeilen, um noch rechtzeitig da zu sein. Komm Lukas! Wir  wollen fahren.

Anita:  Fahr nicht zu schnell, Stefan.

Sprecher:  Stefan gibt Gas und fährt die Straße hinauf, bis zur großen Kreuzung. Mit quietschenden Reifen biegt er nach links ab, muss aber gleich wieder auf die Bremse treten, denn vor ihm biegt ein Lkw auf die Hauptstraße. Ungeduldig wartet er den Gegenverkehr ab, um dann möglichst schnell den Lkw zu überholen. Und da passiert es!
Bei diesem Überholmanöver übersieht Stefan den aus der Nebenstraße nach links abbiegenden Pkw. Er versucht auszuweichen und kommt dabei ins Schleudern. Der Wagen kommt von der Fahrbahn ab, und landet, ohne sich zu überschlagen, auf dem rechtsseitig liegenden Feld und kommt dort zum Stehen.
Wie versteinert sitzt Stefan auf seinem Platz; Lukas weint hinten. Draußen hört man Stimmen. Der Lkw-Fahrer hat schon die Polizei verständigt und kommt mit einigen andern zum Unglücksort.

Fahrer:  Alles in Ordnung? Ist niemand verletzt?

Stefan:  (stotternd) Ich glaube nicht.

Fahrer:  Sie können von Glück reden, dass Sie sich nicht überschlagen haben. Die Polizei und ein Arzt müssten gleich hier sein.

Sprecher:  Als dann anderthalb Stunden später alles soweit geklärt ist, und der Wagen noch als fahrtüchtig gilt, fährt Stefan langsam wieder nach Hause. ”Alles in Ordnung”, hatte der Doktor gesagt, „ich kann nichts feststellen.” Ist das nicht ein Wunder Gottes? Doch, ganz bestimmt! Das ist eine Sprache Gottes, das hat Stefan verstanden. Langsam fährt er auf den Hof.

Anita:  Wo warst du denn solange? Wieso weint Lukas denn? (erschrocken) Ist was passiert?

Stefan:  Ja, ein Unfall.

Anita:  (aufgeregt) Ein Unfall? Wie ist das geschehen? Ist euch nichts passiert?

Stefan:  Beim Überholen habe ich einen Pkw übersehen und kam ins Schleudern, dabei sind wir auf einem Feld gelandet. Es ist niemandem etwas passiert. Wir sind beide wohlauf.

Anita:  Gott sei Dank, dass er mein Gebet erhört hat. Ich habe gleich, als du losfuhrst, für euch gebetet, weil du so aufgeregt warst und so schnell gefahren bist. Und Gott hat dich bewahrt und es ist euch nichts Schlimmes zugestoßen. Gott weiß, wozu der Unfall gut ist. Lass uns ihm für seine Liebe danken.

Stefan:  Ja, das wollen wir. Aber bevor wir das tun, wollte ich bei dir und Lukas um Vergebung bitten, dass ich so oft ungeduldig und unzufrieden war. Es tut mir leid, dass ich besonders dir dadurch viel Schmerzen bereitet habe. Ich habe oft versucht, mit eigener Kraft geduldig und liebevoll zu sein, obwohl ich wusste, dass ich es nie schaffen würde. Nun will ich Gottes Hilfe in Anspruch nehmen, denn er kann mich verändern.
 
Anita:  Gerne vergebe ich dir, Stefan. Lass uns gemeinsam daran arbeiten, Gott zu gefallen, in allen Hinsichten und uns seine Eigenschaften immer mehr anzueignen.

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Okt 02 2007

Adventschule

Geschrieben von under Advent

Die Adventschule, ein christliches Anspiel zum Thema Advent für 3 Personen

Autor: Es ist kalt geworden. Die Tage sind kurz, und viele Bäume haben ihre Blätter abgeworfen. Die Natur bereitet sich auf einen tiefen Winterschlaf vor. Nur vereinzelt baumeln noch Blätter im Wind. Hier und da breitet sich schon eine Decke aus Reif über die Erde, und in höheren Lagen ist alles unter dickem Schnee versteckt. In den Städten aber scheint alles erwacht. Aus jedem Fenster verbreiten Weihnachtskerzen ein freundliches Licht. Überall ist festlich dekoriert, und die Weihnachtsbeleuchtung verbreitet feierlichen Glanz. Viele Menschen sind hier unterwegs, umspült von einer eigenartigen Atmosphäre. In einer Nebenstraße steht ein Mann mit grauen Haaren und beobachtet das bunte Treiben. Sein Arm liegt auf der Schulter eines kleinen Jungen, der sich an ihn gelehnt hat. Die Augen des Jungen glänzen und wandern von einem Licht zum andern, über die ganze Straße. Er verfolgt die Menschen, wie sie hastig in den Geschäften verschwinden und wie sie bepackt und mit vollen Taschen wieder herauskommen. Er schaut in ihre Gesichter, und ihm fällt auf, dass sie angestrengt und ernst sind, ganz anders als die weihnachtlich geschmückte Straße. Schließlich bleibt sein Blick an einem Schaufenster in der Nähe hängen. In seinem Hintergrund steht ein kleines Schild, das von vier Kerzen erleuchtet wird. ADVENT buchstabiert er mühsam. Ein Fältchen zwischen den Augen verrät, dass er angestrengt nachdenkt. Nach einiger Zeit greift er nach der großen Hand auf seiner Schulter und fragt:

Kai: Großvater, was bedeutet denn eigentlich ADVENT?

Autor: Der alte Mann streicht dem Jungen zärtlich über das Haar und lässt seinen Blick über die belebte Straße streifen. Es dauert eine ganze Weile, bis der Großvater eine Antwort gibt.

Großvater: Weißt du, mein Junge, Advent ist ein bisschen wie deine Schule. In ihr bereitet ihr euch auf das Leben als Erwachsene vor. Ähnlich ist es auch im Advent. Zu dieser Zeit machen sich die Menschen für Weihnachten bereit.

Autor: Ungläubig schaut der Junge zum Großvater hinauf. Mit einer solchen Antwort hat er nicht gerechnet. Es ist ihm anzusehen, dass ihm auf einmal viele Gedanken durch den Kopf gehen.

Kai: Ist der 1. Advent dann auch wie die erste Klasse?

Großvater: (lächelnd) Ja, wenn du willst, kannst du es so nennen.

Kai: Dann kommen wir ja am Sonntag schon in die zweite Klasse! Und am nächsten Sonntag schon in die dritte und dann in die vierte, und Weihnachten ist die Adventschule zu Ende!

Autor: Der alte Mann ist beeindruckt. Mit vollem Vertrauen hat sein Enkel das Bild von der Adventschule aufgenommen und entwickelt es nun weiter, um es zu verstehen. Er wartet gespannt auf die nächsten Fragen, aber auch auf seine eigenen Antworten.

Kai: Aber Großvater, eines verstehe ich nicht. Warum müssen wir denn jedes Jahr wieder in die erste Klasse? Haben die Menschen denn die Adventschule noch niemals bestanden?

Großvater: (in Gedanken – nicht zum Kai) Ja, so ist es gewesen. Ich habe schon viele Weihnachten erlebt. Alle waren sie schön erbauend und festlich gewesen. Und wenn es auch sonst nur zum Nötigsten reichte, zu Weihnachten hatte sich immer eine helfende Hand angeboten. Aber war ein Weihnachtsfest dabei gewesen, das mir deutlich machte, was der, dessen Geburt jedes Jahr wieder gefeiert wurde, in die Welt tragen wollte – die Umkehr der Menschen zur Liebe? Ich habe es nicht erlebt. Und dennoch versuchen es die Menschen jedes Jahr aufs Neue. Was soll ich meinem Enkel antworten, der auf der Suche nach Erkenntnis ist? Soll ich ihn mit all den negativen Erfahrungen des Alters belasten? (zu Kai) Weißt du, Kai, die Adventschule ist schrecklich schwer; deshalb gibt es wohl kaum jemanden, der sie erfolgreich abgeschlossen hat.

Kai: Und was ist an ihr so schwer? Was wird denn an der Adventschule eigentlich unterrichtet?

Autor: Oh, auf was hat er sich da eingelassen! Aber jetzt muss er weiter mitspielen. Auch wenn die Antworten noch so schwer würden. – Aber ist das Spiel? Zwingt ihn der Junge mit seinen einfachen und direkten Fragen nicht zu Antworten, die auf das Wesentliche zielen? Eigentlich ist es doch herrlich, wenn solch ein junger Mensch so unkompliziert zur Sache geht. Und plötzlich fallen ihm die Antworten auch nicht mehr schwer.

Großvater: Es gibt nur ein Unterrichtsfach in der Adventschule, und das ist die Liebe zu Gott und zu den Menschen. Nur eines ist anders mit der Liebe als mit Rechnen, Lesen und Schreiben. Man kann sie nicht Stück für Stück lernen. Du kannst sie nur in dein Herz hereinlassen oder nicht, und deshalb ist die Adventschule so schwer? Aber wenn du sie hereingelassen hast, dann füllt sie dein Herz aus und geht nicht wieder heraus.

Kai: Auch nach Weihnachten nicht?

Großvater: Ja, auch nach Weihnachten ist sie noch da.

Kai: Dann ist ja Weihnachten so etwas wie eine Abschlussprüfung, und hinterher kann man zeigen, was man auf der Adventschule gelernt hat? Ja, das ist genauso wie bei der richtigen Schule.

Großvater: Ja, wie in der richtigen Schule. Nur gibt es in der Adventsschule keine guten oder schlechten Schüler. Es kommt nur darauf an, wie es in deinem Herzen aussieht, ob die Liebe drinnen oder noch draußen ist.

Kai: Dann ist Advent also die Herzensschule!

Autor: Dem Jungen schien ein Licht aufgegangen zu sein. Jetzt beginnen auch die Augen des alten Mannes zu leuchten. Er ist glücklich, daß der Junge ihn verstanden hat. Er drückt ihn an sich und sagt zärtlich:

Großvater: Nicht wahr? Jetzt weiß du, was Advent bedeutet?

Autor: Kai nickt zustimmend und schaut wieder nach den Menschen, die so angestrengt über die Einkaufsstraße hasten. Ihm fallen wieder ihre Gesichter auf, die so ernst sind. Er wird nachdenklich.

Kai: Die Adventschule muss wirklich schwer sein. Ich kann es den Gesichtern ansehen.

Autor: Der alte Mann stutzt. Ist das hier auf der Straße wirklich die Adventschule, deren Bild er soeben mit dem Jungen zusammen entworfen hat? Nein, der wirkliche Advent findet anderswo statt. Wieder eine von diesen konkreten Fragen,die der Junge bei ihm anpackt. Aber eigenartig, auch dieses mal fällt ihm die Antwort nicht schwer. Liegt es daran, dass er nun dem Jungen sein Herz geöffnet hat?

Großvater: (zögernd) Das ist nicht die Adventschule. Das kannst du höchstens mit dem Schulhof vergleichen. Der eigentliche Unterricht findet im stillen statt. Im Gebet oder beim Singen, wenn die Menschen allein sind oder Gemeinschaft mit anderen haben. Dann klopft die Liebe an und verlangt Einlass.

Kai: Ich kann die Menschen gut verstehen, wenn sie in der Adventschule nichts lernen. Wenn wir in der Schule einen so schönen Pausenhof hätten, würden wir im Unterricht nur an die nächste Pause denken und auch nichts lernen. – Aber eines verstehe ich nicht. Wir würden uns in der Pause freuen und nicht so traurig sein wie all die Menschen hier.

Großvater: Das ist auch schwer zu verstehen, vielleicht liegt es daran, dass die meisten ein schlechtes Gewissen haben, dass sie jetzt nicht im Unterricht sind. Ja, vielleicht ist es das. Und dabei würde ihnen die Liebe im Herzen alle Sorgen nehmen.

Kai: (zum Großvater) Ist das aber eine schöne Schule. (in Gedanken) Eine Schule in der man zum Unterricht gehen kann, wann man will. Eine Schule, in der das Schuljahr nur eine Woche dauert und die man jedes Jahr wiederholen kann, so oft man will, ohne dass man auf die Sonderschule kommt. Sind die Lehrer da auch so gut?

Großvater: Sie hat nur einen Lehrer. Und das ist der allerbeste. Es ist Jesus Christus. Du hast recht mein Junge. Es ist schon eine schöne Schule, die Schule der Herzen, und der beste Lehrer dazu! Ja, er lehrt nicht nur die Liebe. Er hat sie uns auch vorgelebt und bietet sie uns jeden Tag wieder an. Nur deshalb dürfen wir jedes Jahr die Adventschule wiederholen.

Kai: Großvater, jetzt habe ich verstanden was Advent ist. Komm, Großvater, lass uns in die Adventschule gehen. Wir wollen zu Hause mit Vater und Mutter eine Kerze anzünden und zuhören, was uns der beste Lehrer sagen will.

Autor: Er nimmt den Großvater bei der Hand und zieht ihn von dem bunten Treiben fort. Es beginnt zu schneien. Durch die dichter werdenden Schneeflocken hindurch kann man eine letzte Frage des kleinen Jungen vernehmen.

Kai: Was passiert denn, Großvater, wenn die Menschen einmal alle die Andventschule bestehen? Ist dann immer Weihnachten?

Großvater: Ja, mein Junge, dann ist immer Weihnachten. Aber dann ist Weihnachten nicht nur von aussen, sondern dann hat jeder Weihnachten im Herzen, ganz egal ob es Winter oder Sommer ist.

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Okt 02 2007

Advent

Geschrieben von under Advent

Advent, ein christliches Anspiel zum Thema Advent für 21 Personen

1.  Advent heißt warten. Warten auf etwas was alle Jahre wiederkommt, warten auf den Punkt an dem vor vielen Jahren die Liebe Gottes in einer besonderen Weise zum Ausdruck kam. Advent ist Warten auf den heiligen Abend, warten auf die Geburt Jesu.
Advent heißt auf etwas besseres warten, warten wie es die Leute vor Jesu Geburt taten, warten auf ein Licht das den grauen Alltag erhellt, ein Licht das ausging in die Welt und Frieden, Freude und Genesung brachte.

2.  Dieses Licht, Jesus Christus, leuchtete bis in den Tod, ja durchbrach sogar die Dunkelheit des Todes und leuchtet immer noch. Warten wir denn auf etwas was schon da ist? Falsch wäre es, nur auf den Geburtstag Jesu zu warten, der sich jedes Jahr wiederholt, ohne daran zu denken, dass Jesus nicht nur einmal auf die Welt kommen sollte.

3.  In Bedrückung, unter Vorherrschaft warteten die Leute vor Jesu Geburt auf das Licht der Welt – Jesus Christus. Wodurch sind wir heute bedruckt? Wer herrscht über uns? Ist es die Sünde?

4.  Uns Christen ist ein anderes Warten angesagt, ein Warten auf die zweite Erscheinung des Lichtes, die zweite Erscheinung Jesu. Doch wird diese Erscheinung wie damals nicht allen zur Freude werden. Können wir mit Freude auf das zweite Kommen Jesu warten? – Nur denen die auf das Licht angstlos und mit Freude warten ist die Himmelstür offen. Es ist Advent. Warten wir?

5.  Advent ist die Zeit der Vorbereitung. Advent kündigt uns Weihnachten an und lässt uns vieles vorbereiten. Viele Überlegungen werden angestellt um die Krönung des Advents, das Weihnachtsfest, so weit wie möglich vollkommen zu machen.

6.  Advent ist die Zeit in der man sich aufs neue der Weihnachtsgeschichte bewusst wird. Dem wahren Christen ist ständig Advent angesagt – Advent im Hinblick auf Jesu zukünftige Erscheinung.

7.  Wir müssten uns mehr und mehr in seiner Liebe waschen, mehr und mehr vorbereiten. Wir müssen jeder göttlichen Kritik völligen Gehorsam einräumen. Wir müssen uns durch und durch heiligen lassen. Wir müssen uns vorbereiten auf den vierten Advent der Wiederkunft Jesu.

8.  Wir sollten erst recht als Christen nicht nur die Adventskerzen anzünden, sondern viel mehr unsere Lampen des Herzens putzen. Wir sollten nachsehen ob noch genug Öl da ist, ob es reicht bis zum zweiten Kommen Jesu.

9.  Erst wenn in unser Herz wahres Licht, wahrer Friede, wahre Freude eingekehrt ist, bekommt Advent den richtigen Sinn. So wird Advent zu einem Erinnerungszeitraum an Jesu Geburt, aber auch zu einer Vorbereitungszeit für den Himmel. Die Welt befindet sich sehr kurz vor dem vierten Advent der Erde, vor dem zweiten Erscheinen Jesu. Es ist Advent. Sind wir bereit?

10.  Advent ist ein Zeitraum der Freude, die Freude über ein zukünftiges Ereignis – Weihnachten. Mit jeder Kerze mehr, die angezündet wird, steigt die Freude auf Weihnachten. Mit jeder brennenden Kerze rückt Weihnachten näher.

11.  Ein Christ freut sich auch. Er befindet sich immer im Advent. Er freut sich auf den vierten Advent der Welt. Er freut sich schon auf das Wiederkommen Jesu. Jedes Ereignis in der Welt, das auf den Ernst der Zeit deutet macht ihn froh, wie die Adventskerzen vor Weihnachten.

12.  Es stimmt uns traurig wenn jemand in der Advents- und Weihnachtszeit im Krankenhaus bleiben muss. Wenn er all die Freuden und Überraschungen nicht miterleben kann. Wir Christen müssen auch traurig sein über jeden Menschen der sich nicht auf das Kommen des Herrn freut, der auch im irdischen Advent traurig bleibt, dessen Herz sich nicht richtig freuen kann, weil er Jesus in sei-nem Herz noch nicht Weihnachten machen ließ.

13.  Es fehlt den Menschen in der Adventszeit an wahrer Freude, die im Herzen noch nicht Weihnachten gefeiert haben. Es fehlt denen an Freude die noch im Elend leben, wie die Leute vor Jesu Geburt, die noch keine Vergebung der Sünden kannten. Es sind Leute für die Advent immer nur irdischer Advent bleibt, Leute die ohne Jesus den wahren Sinn des Advents nicht fassen können. Und gerade für diese Menschen ließ Gott Weihnachten werden, ließ Gott seinen einzigen Sohn auf die Erde. Es ist Advent. Freuen wir uns?

14.  Advent, warten auf den Erlöser, hat heute einen anderen Sinn. Advent ist nicht wie früher in der Zeit des alten Bundes. Nein, Advent ist heute, vor dem zweiten Kommen Jesu, zur Gnadenzeit geworden. Advent ist heute die Zeit in der noch die Letzten gerufen werden. Wir stehen so nahe vor dem vierten Advent der Erde. Sind wir uns der Gnade bewusst die Jesus jedem einzelnen heu-te geben will? Es ist Advent. Nutzen wir die Gnadenzeit?

15.  Zum Advent gehört, wie zu so vielem Warten, Geduld. Mann muss sich gedulden im Warten auf Weihnachten, trotz den Freuden die man schon empfindet. Man muss in Geduld Tage verleben die nicht so schön sind wie Weihnachten.

16.  So ist es auch mit dem Christsein. Als Christ hat man Freude und Friede, doch muss man in Geduld auf Jesu Wiederkunft warten. Man muss auch die Tage durchleben, die nicht so schön sind wie bei Jesus. Es ist kein Verzug das Jesus noch nicht kommt, nein es ist Gnade! Gott will dass in dieser Adventszeit der Erde noch möglichst viele zu ihm kommen und dann fröhlich den irdischen Advent feiern können.

17.  Doch kann man unsere Geduld in den vier Wochen des irdischen Advents nicht mit der Geduld vergleichen, die Jesus für uns aufbringt. Es ist Geduld die in dieser letzten Adventszeit der Erde Gnade vor Recht ergehen lässt. Es ist Advent. Sind wir uns bewusst, dass wir Jesu Geduld beanspruchen?

18.  Advent ist Erinnerungszeit. Erinnerung an die Zeit als es kein Weihnachten gab, an die Zeit wo die Leute nur warteten, Erinnerung an die Zeit als man so sehnsüchtig auf Jesus, den Messias wartete.

19.  Heute ist Jesus da. Heute ist Jesus Realität. Doch was tut die Menschheit? Sie lehnt den ab auf den sie wartete. Doch die ihn aufnehmen, haben Grund sich an eine schlechtere Zeit zu erinnern, an die Zeit als es in ihren Herzen dunkel war, als das Leben von Angst geprägt war, als sie Jesus noch nicht kannten. Diese Leute können sich gerade in der Adventszeit an den Sinn der Erniedrigung Jesu erinnern. Diese Leute können sich freuen, dass es bei ihnen nicht dunkel geblieben ist, dass Jesus ihnen einen Sinn gegeben hat. Es ist Advent. Erinnern wir uns an Jesu Erlösungswerk?

20.  Advent ist Besinnungszeit. Der Advent bietet uns Gelegenheiten die wir sonst im Jahr nicht haben. Advent gibt uns Zeit zur Besinnung. Advent bringt Abwechslung in den Alltag und gibt uns Anstoß zum Nachdenken. Advent mit seinen besinnlichen Stunden macht uns deutlich, auf wie viel Fragen wir Menschen keine Antwort finden, auf wie viel Stellen wir versagt haben. Wir stellen fest wie viel Sinnloses wir getan haben. Wir haben einfach Zeit unter unser Leben einen Strich zu ziehen und zu berechnen, auszuwiegen ob die Verluste, die Niederlagen oder die Siege, die Triumphe überwiegen.

21.  Aber schön ist, dass Advent uns hier nicht verzweifeln lässt, dass Advent eine heilsame Botschaft hat – die Botschaft des Heiligen Abends, die Botschaft der Gnade, des Friedens und der Freude. Heute, ja jetzt gilt diese Botschaft wie zu Jesu Geburt: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude,… Heute, jetzt darfst du die Entscheidung treffen. Besinne dich und wähle Freude, Friede, ewiges Leben oder Angst, ewigen Tod. Es ist Advent. Bist du bereit?

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Okt 02 2007

Bete und Arbeit

Geschrieben von under Gebet

Bete und Arbeite, ein christliches Anspiel zum Thema Gebet für 8 Personen

Sprecher:  Stefan, Martin und Klaus sind Freunde und gehen in dieselbe Klasse. Vor einiger Zeit sind sie in die Jugend aufgenommen worden, und haben festgestellt, dass es viele Möglichkeiten gibt, dem Herrn zu dienen.    

Stefan:  Also Jungs, ich kann euch sagen, ich gehe mit großer Freude zum Altenbesuch. Ich finde es sehr interessant, was die alten Leute so erzählen. Da kann man sehr viel draus lernen und man sieht, wie wunderbar Gott helfen kann.

Klaus:  Ja, das ist eine feine Sache. Es ist eigentlich auch sehr wichtig, denn immerhin arbeiten wir für den Herrn.

Stefan:  Da hast du recht! Aber ich glaube, wenn man nur arbeitet und nicht darum betet, dann wird diese Arbeit auch nicht so gut, nicht so gesegnet sein. Letztes mal ist unsere Gruppe nicht so ganz pünktlich weggekommen. Es war eigentlich schon viel zu spät, um noch den zweiten Besuch zu machen, aber da wir angemeldet waren, wollten wir wenigstens kurz reinschauen und etwas singen. Wir haben auch nur drei bis vier Lieder gesungen und sind dann auch wieder gefahren. Doch am nächsten Sonntag bedankten sich gerade diese Leute für den Besuch der Jugend, der so gesegnet war. Ich glaube ohne das Gebet um Segen für diesen Besuch, hätte das auch mit der größten Mühe nicht geklappt.

Klaus:  Ja, das stimmt natürlich. (Pause)
Sag mal Martin, hast du überhaupt mitbekommen, worüber wir uns die ganze Zeit unterhalten? Du scheinst mit deinen Gedanken ja ganz abwesend zu sein.

Martin:  Ach, ich muss nur an die Englischarbeit am Mittwoch denken. Ich glaube, ich schaffe nicht mehr alles zu lernen.

Klaus:  Ach was! Wir haben uns ja schon mal alles angesehen, was in der Arbeit drankommt, und das war nun nicht so schwer, dass man´s nicht schaffen könnte. Da heute Sonntag ist, hast du noch Montag und Dienstag zum lernen. An deiner Stelle würde ich mir am Sonntagabend kein Kopfzerbrechen wegen einer Englischarbeit machen.

Martin:  Ja, das stimmt schon, aber wir haben immer weniger Zeit, seit wir in der Jugend mitarbeiten.

Stefan:  Immer noch Zeit genug um das lernen zu schaffen, wenn ihr mich fragt. Außerdem haben wir Dienstagabend komplett frei. Das ist für mich genug Zeit zum Lernen.

Klaus:  Genauso sehe ich das auch! Ein Abend reicht völlig. So, jetzt mal was ganz anderes. Einige Jungs aus der Jugend haben mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte Dienstagabend ab halb sieben Fußball zu spielen. Natürlich habe ich ‘ja’ gesagt. Ich sollte aber noch ein paar Jungs Bescheid sagen. Also was ist los, wird am Dienstag gebolzt?

Stefan:  Ein gutes Angebot, Klaus, ich würde wirklich gerne kommen. Aber weißt du, ich muss am Dienstag noch einmal richtig pauken für die Klassenarbeit. Es ist mein einziger freier Abend. Das Fußballspielen muss ich wohl dieses mal sein lassen.

Martin:  Ich komme auch nicht! Ich muss unbedingt lernen, diese Arbeit darf ich nicht verhauen!

Klaus:  Okay, ist schon in Ordnung. Nach dem Fußball werde ich schließlich auch noch lernen.

Stefan:  Es wird Zeit nach Hause zu gehen. Wir sehen uns morgen beim Altenbesuch.

Martin:  Könnt ihr mich morgen abmelden? Ich muss für diese Arbeit unbedingt gut vorbereitet sein, und möchte auch morgen dafür lernen.

Stefan:  Naja, wenn du meinst, dass das nötig ist… Wir können dich natürlich abmelden.

Klaus:  So, ich muss nach Hause. Tschüss, macht’s gut!

Stefan + Martin:  Tschüss!

    MUSIK

Sprecher:  Zwei ganze Wochen sind vergangen. Die drei Freunde sitzen bei Klaus zu Hause am Küchentisch, da setzt sich von Klaus der ältere Bruder dazu.

Klaus:  Also die Englischarbeit war ein richtiger Reinfall für mich.

Martin:  Wem sagst du das. Ich habe so viel gelernt, ich hätte dir alles im Schlaf aufsagen können, und jetzt habe ich fast eine 4 bekommen. Ich hatte großes Glück, das es noch zu einer 3 reichte.

Bernd:  Jungs, was ist eigentlich mit euch los?! Gestern hat Klaus den ganzen Tag über seine Englischarbeit gemeckert, und heute geht das so weiter. War eure Arbeit so schwer, dass ihr sie alle schlecht geschrieben habt?

Klaus:  Nein, der Notendurchschnitt war ganz normal, wie immer. Stefan hat auch eine 2 geschrieben; nur Martin und ich haben mit viel Glück eine drei bekommen, dabei war sonst für uns eine 2 gar kein Problem.

Bernd:  Also lag es nicht an der Arbeit sondern an euch selbst, dass die Zensur nicht so gut war.

Martin:  Aber mehr kann man schon nicht lernen. Ich konnte wirklich alles, und trotzdem ist es daneben gegangen.

Bernd:  Wie habt ihr euch auf die Arbeit vorbereitet, habt ihr auch bei Gott mal um Hilfe gebeten? Ihr wisst, dass Gott uns in allen Dingen helfen kann.

Martin:  (leise; nachdenklich) Ich habe soviel für die Arbeit gelernt, dass ich überhaupt nicht mehr daran dachte dafür zu beten!

Klaus:  Ich war am Dienstagabend so kaputt vom Fußballspielen, dass ich gar nicht mehr richtig lernen konnte, also habe ich um so mehr bei Gott um Hilfe bei der Arbeit gebeten.

Bernd:  Stefan, was ist mit dir?

Stefan:  Naja, ich habe Gott um Hilfe beim lernen gebeten und nach dem lernen um das Gelingen bei der Arbeit.

Bernd:  So ihr drei, jetzt erzähle ich euch mal eine Geschichte, und ihr hört genau zu und versucht das mal auf euch zu beziehen.

    MUSIK
  
 -Szenenwechsel-

Junger Mann:  Entschuldigen Sie, ich habe eine Frage.

Alter Mann:  Fragen sie nur, wenn ich kann werde ich ihnen gerne helfen.

Junger Mann:  Ich muss unbedingt über den See ans andere Ufer. Gibt es hier eine Brücke über die man auf die andere Seite kommt?

Alter Mann:  Nein, eine Brücke gibt es hier nicht…

Junger Mann:  Aber wie komme ich denn auf die andere Seite?

Alter Mann:  Wenn jemand über den See will, dann bringe ich ihn mit meinem Boot rüber.

Junger Mann:  Ach so. Wann fahren sie denn wieder rüber?

Alter Mann:  Wann immer sie wollen, junger Freund. Wir können gleich abstoßen.

Junger Mann:  Das wäre sehr gut, damit ich meinen Termin nicht verpasse.

2. Sprecher:  Kurz darauf stieß das Boot vom Ufer ab und glitt von kräftigen Ruderstößen getrieben übers Wasser.

Junger Mann:  Sagen sie mal, warum sind ihre Ruder so eigenartig beschriftet?

Alter Mann:  Warum meinen sie denn, dass es eigenartig ist?

Junger Mann:  Naja, ”Bete” und ”Arbeite”, ich meine, hat das was für sie zu bedeuten?

Alter Mann:  Oh ja, das hat was zu bedeuten. Wissen sie was passiert, wenn nur mit dem Ruder ”Arbeite” gepaddelt wird?

2. Sprecher:  Der alte Mann fing an, mit dem Ruder ”Arbeite” zu paddeln. Das Boot bewegte sich im Kreis, und kam nicht vorwärts. Danach wurde das Ruder ”Bete” alleine eingesetzt. Natürlich war es damit genauso unmöglich sich fortzubewegen.

Alter Mann:  Sehen sie, mit beiden zusammen geht es ganz leicht vorwärts. Man muss ”beten und arbeiten”, und nicht nur eins von beiden.

Junger Mann:  (zögernd, nachdenklich) Ja, sie haben recht, das ist wirklich so, wie sie sagen. Danke fürs Rüberbringen, und danke auch für die Lektion, die sie mir erteilt haben. Ich habe heute viel gelernt.

    MUSIK

-Szenenwechsel-

Bernd:  Habt ihr verstanden was ich euch damit sagen wollte?

Klaus:  Ja, wir müssen fleißig sein, arbeiten, auf Gott vertrauen und beten.

Martin:  Stefan hat es schon ganz richtig gemacht; aber wir haben uns nur auf eines dieser Dinge konzentriert, und sind deshalb nicht so vorangekommen, wie wir uns das vorgestellt haben.

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