Archive for Oktober 1st, 2007

Okt 01 2007

Ein kniendes Kalb

Geschrieben von under Gebet

Ein kniendes Kalb, ein christliches Anspiel zum Thema Gebet für 4 Personen

Sprecher:   Rosa arbeitete gern auf der Farm ihres Vaters. Besonders die Tiere versorgte sie liebevoll. Manchmal gab es soviel zu tun, dass sie trotz aller Liebe zur Schöpfung ungeduldig wurde.

Rosa:   Komm, Kalb. Senke deinen Kopf und trink deine Milch. Warum hebt er immer den Kopf, wenn ich den Eimer abstelle?

Klara:   Was ist denn, Rosa?

Rosa:   Dieses weiße Kalb hält den Kopf einfach nicht nach unten um zu trinken. Ich kann doch nicht immer dabei bleiben, bis es genug getrunken hat. Alle andern Kälber können schon ohne Hilfe trinken.

Klara:   Vielleicht kann dieses es einfach nicht.

Rosa:   Aber warum sollte ein Kalb nicht in der Lage sein den Eimerboden zu erreichen?

Sprecher:   Rosa betrachtete das Kalb mit prüfendem Blick. Die Muskeln wie die Haut am Hals des Tieres sahen angespannt und gedehnt aus.

Rosa:   Schau mal, Klara, es hat besonders lange Beine. Kein Wunder, dass es anfänglich auf so wackeligen Beinen stand.

Klara:   Darum kann das arme Geschöpf auch nicht den Eimer erreichen, wenn du ihn hinstellst.

Sprecher:   Abends, als die Familie zusammen saß, berichtete Rosa von dem Kalb mit den zu langen Beinen und dem zu kurzen Nacken.

Rosa:   Was soll ich mit dem Kalb machen? Ich habe nicht die Zeit bei ihm zu stehen, während es trinkt. Vater, könntest du ein Gestell für den Eimer machen? Oder wird es bald aus dieser Schwierigkeit herauswachsen?

Klara:   Ich habe eine Idee. Bringe ihm doch das Knien bei.

Rosa:   Das ist ein guter Gedanke. Meinst du, es geht, Vater?

Vater:   Bestimmt. Versuche es morgen früh.

Sprecher:   Am nächsten Morgen hielt Rosa den Eimer in einer Hand, mit der anderen Hand bog sie das linke Bein des Kalbes. Dann bog sie das rechte Bein. Inzwischen war das Linke wieder gerade, aber jetzt war das Kalb weit genug unten um die Milch zu erreichen.
Eines Tages kam der Vater mit in den Stall um nach den Kälbern zu sehen.

Vater:   Wo ist das Kalb, das knien musste um zu trinken?

Rosa:   Dort drüben!

Vater:   (geht hin) Schau dir das an! Siehst du, wie stark die Beine sind?

Rosa:   Das habe ich bis jetzt nicht bemerkt. Was ist denn die Ursache?

Vater:   Nun, dieses Kalb hat seine Gelenke und Beinmuskeln mehr benutzt als die anderen. Es war jeden Tag auf den Knien und dadurch ist es zu einem kräftigeren Kalb geworden. (kleine Pause)
Weißt du, so ist es auch für Christen. Wenn wir jeden Tag Zeit auf den Knien verbringen und beten, dann werden wir in Zeiten der Anfechtung und Prüfung stärker sein. Solche geistliche Übung mehrt unsere geistliche Kraft.

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Okt 01 2007

Ein erhörtes Gebet

Geschrieben von under Gebet

Ein erhörtes Gebet, ein christliches Anspiel zum Thema Gebet für 5 Personen

Sprecher:   William Sutherland hat sich mit 13 Jahren zu Jesus bekehrt. Oft sucht er ein stilles Plätzchen auf, wo er betet, ja wo er mit seinem Erlöser reden kann. Durch Gottes wunderbare Führung findet William eine Lehrstelle bei einer Bank. Sein Lehrmeister merkt bald, dass er ein treuer Mitarbeiter ist und so vertraut er ihm großen Summen Geld an. Eines Tages muss William einen großen Geldbetrag in die nächste Stadt bringen, die etliche Kilometer entfernt liegt. Seine Mutter ist sehr besorgt um ihn.

Mutter:   William, ich habe Angst um dich. Wie kann dir der Lehrmeister eine so große Summe Geld anvertrauen? Er weiß ja, wie weit es bis zur nächsten Stadt ist.

William:   Mach dir keine Sorgen Mutter. Ich bin den Weg schon oft geritten und mir ist bis jetzt noch nichts passiert.

Mutter:   Und trotzdem ist mir nicht wohl dabei, aber ich werde für dich beten.

Sprecher:   William winkt ihr noch einmal fröhlich zu und fort ist er. Auf dem Weg singt William und ist guter Zuversicht. Als er sich aber dem einsamen Wald nähert, beschleicht ihn eine merkwürdige Angst.

William:   Irgendwie habe ich das Gefühl mir droht Gefahr. Soll meine Mutter doch recht gehabt haben? Aber ich sehe niemanden. Das Beste ist, wenn ich jetzt vom Pferd steige und bete. Wie oft habe ich schon erfahren, dass wenn es mich zum Beten gemahnt hat, ich besonders Gottes Schutz und Beistand brauchte.

Sprecher:   Und so steigt William vom Pferd, kniet nieder und betet laut um Gottes Schutz und Bewahrung. Nach dem Gebet setzt er seine Reise erleichtert und getröstet fort. Und tatsächlich darf er gut ans Ziel kommen, kann sein Geschäft erledigen und kehrt am nächsten Tag wohlbehalten wieder nach Hause.

Mutter:   Hallo William! Wie schön das du wieder zu Hause bist. Setz dich, ruh dich aus. Wie war denn deine Reise? Hat alles gut geklappt?

William:   Hallo Mutter! Ja es lief alles reibungslos ab. Ich habe alles viel schneller erledigt als ich dachte.

Mutter:   Das freut mich. Aber du, William, ich muss dir was erzählen. Seit du gestern weg warst, hatte ich Angst um dich. Genau kann ich dir das nicht beschreiben, aber ich ahnte, dass du dich in eine sehr große Gefahr begeben hast. Und als ich gegen Mittag mit der Wäsche beschäftigt war, mahnte es mich plötzlich für dich zu beten. Da ließ ich die Wäsche liegen, kniete nieder und betete für dich. Als ich vom Gebet aufstand, war ich beruhigt und konnte mich wieder meiner Arbeit widmen.

William:   Merkwürdig – Ja, es war gegen Mittag, als ich mich dem Wald näherte und auch mich beschlich Angst. Da stieg ich vom Pferd, kniete nieder und betete. Nach dem Gebet ritt ich weiter.

Mutter:   Ja, das ist merkwürdig.

    -Musik-

Sprecher:   William Sutherland hat nicht nur die Lehre bei der Bank, sondern auch eine Bibelschule mit Gottes Hilfe erfolgreich abgeschlossen. Jetzt dient er in einer kleinen Gemeinde als Prediger. Als er eines Tages von einem Gottesdienst nach Hause kommt, sieht er einen Brief auf seinem Schreibtisch liegen.

William:   Der Brief ist an mich adressiert, aber es steht kein Absender drauf. Dem Stempel nach muss er aus einer sehr weit entfernten Stadt kommen, aber dort kenne ich niemanden. (macht den Brief auf und ließt)

 “Da ich keine Möglichkeit habe zu Ihnen zu kommen und alles selbst zu erzählen, bitte ich Sie, mich so bald wie möglich zu besuchen, wenn Ihnen etwas an meinem Seelenheil liegt.”    Ein Freund

Es ist jemand in Not. Ich muss hingehen. Aber nach wem soll ich fragen wenn ich in die Stadt komme?

Sprecher:   Er geht einfach im Glauben, dass Gott helfen wird. Und kaum ist er aus dem Zug ausgestiegen, kommt ein fremder Mann auf ihn zu.

Schneider:   Guten Tag! Entschuldigen Sie, sind Sie Herr Sutherland?

William:   Guten Tag! Ja, der bin ich.

Schneider:   Schön, dass sie doch noch gekommen sind. Seit einer Woche komme ich zu jedem Zug, um Sie zu finden. Heute habe ich gesagt gehe ich zum letzten Mal. Übrigens, ich heiße Schneider, aber nun kommen sie bitte.

Sprecher:   William folgt und schon nach kurzer Zeit kommen sie zu einem kleinen, aber gepflegten Häuschen. Herr Schneider führt William in ein einfach, aber gemütlich eingerichtetes Zimmer.

Schneider:   Mein Freund wird Ihnen dankbar sein, dass Sie den weiten Weg zu uns gemacht haben. Er hat nämlich in seinem Leben viel Schweres erlebt und in letzter Zeit hat er viele Depressionen, sodass er kaum noch schlafen kann. Auch gesundheitlich geht es ihm seit einigen Wochen nicht mehr so gut. Zwar ist er schon bei einigen Ärzten gewesen, aber die können ihm auch nicht helfen. Sie sind seine einzige Hoffnung.

William:   Ich will mein möglichstes tun, um Ihrem Freund zu helfen. Der Herr wird mir sicher beistehen.

Sprecher:   Während Herr Schneider den Besuch anmelden geht, betet William um Weißheit und Kraft. Er weiß, welch eine schwere Aufgabe auf ihn wartet, aber er weiß auch, wer ihm dabei helfen kann. Seine Gedanken werden durch das Eintreten eines Mannes, dem das Leid und die Qual der letzen Wochen im Gesicht geschrieben steht, unterbrochen.

Meier:   Guten Tag! Mein Name ist Meier und Sie sind Herr Sutherland?

William:   Guten Tag! Ja der bin ich. Ich kenne Sie zwar nicht, aber was kann ich für Sie tun? Wir haben uns noch nie gesehen.

Meier:   Nein, das heißt doch, ich habe sie gesehen, das ist schon viele Jahre her. Damals hatten Sie eine sehr große Summe Geld bei sich und waren auf dem Weg in die Großstadt. In der Nähe eines Waldes sind sie dann plötzlich vom Pferd gestiegen, haben sich niedergekniet und haben laut gebetet. Ich hörte Ihr Gebet, denn ich befand mich in der Nähe und hatte mein geladenes Gewehr auf sie gerichtet, als plötzlich etwas weißes zwischen uns erschien. Ich wusste nicht was es war, aber jetzt glaube ich, dass Gott etwas gesandt hat, um Sie zu beschützen. Wie gelähmt saß ich da, zu schwach um abzudrücken – und sah wie sie weiter ritten. Ich konnte Ihnen nichts tun. Jetzt habe ich Ihnen alles erzählt. Nein, ich habe viel Schlimmeres in meinem Leben gemacht, was ich gar nicht alles nennen kann. Und in der letzten Zeit klagt es mich an. Ich weiß nicht, ob Gott mir das alles vergeben kann, aber können sie mir wenigstens vergeben?

William:   Ja, gerne vergebe ich Ihnen. Doch auch Gott kann Ihnen vergeben, wenn Sie ihn nur darum bitten.

Sprecher:   William erzählt noch viel dem reuigen Sünder von Gottes großer Liebe. Das helle Licht des Evangeliums geht auch dem Mann auf und er kann sein Leben der Führung Gottes übergeben.

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Okt 01 2007

Tischgebet

Geschrieben von under Gebet

Tischgebet, ein christliches Anspiel zum Thema Gebet für 3 Personen

Erzähler:   Tante Rose ist bei ihrer Schwester zum Mittagessen eingeladen. Mit ernsthafter Stimme, langsam und deutlich sprach die kleine Nichte Claudia das Tischgebet.

Claudia:   Alle guten Gaben, alles was wir haben, kommt her, o Gott von Dir, wir danken Dir dafür. Amen.

Erzähler:   Der verlockende Duft des guten Essens ist allen längst in die Nase gestiegen. Tante Rose will gerade ihren Kopf heben, da hört sie die kleine Claudia weiter reden:

Claudia:   Es gibt noch ein Gebet: Lieber Gott, ich danke Dir, denn du bist auch heut’ bei mir. Essen und Trinken hast Du uns gegeben, mehr noch, Du schenkst uns das ganze Leben. Amen.

Erzähler:   Mittlerweile ist Tante Rose vorsichtiger geworden, sie hebt nicht gleich den Kopf. Vielleicht folgt ja noch ein drittes Gebet. Aber Claudia sieht fragend in die Runde.

Claudia:   Warum lächelt ihr so?

T. Rose:   Weil wir überrascht sind, dass du zwei Gebete mit uns ausgesprochen hast.

Erzähler:   Kurz lässt Claudia ihren Blick über den gedeckten Tisch schweifen.

Claudia:   Weißt du, Tante Rose, bei dem guten Essen, das meine Mama zubereitet hat, da habe ich gedacht, ich muss mich bei Gott besonders bedanken.

Erzähler:   Sollten wir nicht heute auch Gott einen besonderen Dank bringen?

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Okt 01 2007

Das Gebet des Uhrmachers

Geschrieben von under Gebet

Das Gebet des Uhrmachers, ein christliches Anspiel zum Thema Gebet für 3 Personen

Sprecher:   Ein gläubiger Uhrmacher war in ein vornehmes Haus gerufen worden, um eine große Standuhr, ein Erbstück der Familie, in Ordnung zu bringen. Schon bald hatte er seine Arbeit erledigt.

Uhrmacher:   So, die Standuhr ist in wieder in Ordnung. Als ich kam, sah ich in der Vorhalle Ihrer schönen Villa eine prachtvolle französische Uhr, die auch nicht mehr ging. Erlauben Sie mir diese nachsehen zu dürfen.

Dame:   Ach, das ist nicht nötig. Sie gilt ja nur als Schmuckstück. Schon viele geschickte Uhrmacher haben sich vergeblich um diesen Patienten bemüht. Alle erklärten, dass die Uhr eigentlich ganz in Ordnung sei, man könne keinen Fehler an ihr finden. Aber keinem ist es gelungen, sie zum Gehen zu bringen.

Uhrmacher:   Wenn Sie nichts dagegen haben, möchte ich trotzdem gerne das Uhrwerk ansehen.

Dame:   Von mir aus. Wenn es Ihnen gelingt, so werden wir es alle im Haus ziemlich für ein Wunder halten, obwohl keiner von uns an Wunder oder gar an einen persönlichen Gott glaubt.

Sprecher:   Der Uhrmacher begann nun sofort, die Uhr auseinander zunehmen. Er erzählte dabei der Hausfrau, was Gott an ihm getan, wie er früher ohne Ihn gelebt und wie Gott ihn ganz wunderbar und gnädig geführt habe. Die Dame blieb die ganze Zeit zugegen, sah und hörte zu. Sie blieb auch, als der Uhrmacher beim Zusammensetzen der Uhr ein Lied von der herrlichen Hoffnung seines Lebens sang.
Endlich war die Arbeit fertig. Der Uhrmacher stieß das Pendel an, aber – die Uhr ging nicht. Die Dame lachte.

Dame:   Das habe ich Ihnen doch gleich gesagt. Es gibt keine Wunder.

Uhrmacher:   Ich werde meinen Herrn und Heiland bitten, mir zu zeigen, wie ich die Uhr in Gang setzen soll, und er wird mich erhören.

Dame:   Nun, ich bin gespannt, ob der Herr des Weltalls sich um eine solche Kleinigkeit kümmern wird.

Sprecher:   Ihr Erstaunen war groß, als der Mann daraufhin, ohne sich wegen seines Freimuts zu entschuldigen, niederkniete und betete: “O mein Gott und Vater, ich weiß, dass Du mich erhörst. Du hast mir die Liebe zu meinem Beruf gegeben. Schon so viele Jahre hast Du mir darin beigestanden. Du hast es mir stets gelingen lassen. Nun, mein Gott und Vater, da du mich erlöst hast und ich Dein Kind geworden bin, wirst Du mir um so mehr Verstand und Weisheit schenken, damit Dein Name durch mich verherrlicht werde.

Uhrmacher:   Bitte, lassen Sie die Uhr bis morgen hier stehen. Ich möchte sie noch einmal überprüfen.

Dame:   Wenn Sie Ihre Zeit damit verschwenden wollen… Auf Wiedersehen!

Uhrmacher:   Auf Wiedersehen!

Sprecher:   Als er am Abend einen Spaziergang machte und unter stillem Gebet die Ereignisse dieses Tages an sich vorüberziehen ließ, musste er plötzlich an einige Rädchen in der Uhr denken und dass sie wohl noch nie nachgesehen und geölt worden wären. Es wurde ihm zur Gewissheit, dass hier die Lösung des Rätsels lag.
Am nächsten Morgen ging er früh zur Villa. Die Dame empfing ihn. Wieder nahm er die Uhr auseinander, nahm die Rädchen heraus, sah sie nach, reinigte und ölte sie und setzte alles wieder ein. Er stieß das Pendel an – die Uhr fing an zu gehen. Sie schlug die Viertelstunden, und als sie auch die volle Stunde geschlagen hatte, läuteten die Glocken in dem Türmchen, das dieses Kunstwerk krönte. Die Dame saß schweigend dabei, sichtlich ergriffen.

Uhrmacher:   Eine wunderschöne Uhr.

Dame:   Wenn Gott Ihnen in dieser alltäglichen Sache geholfen und Ihr Gebet erhört hat, dann will auch ich mich vor Ihm beugen und an Ihn glauben.

Sprecher:   Sie hat es getan. Sie ist mit ihrem ganzen Haus an den Herrn Jesus gläubig geworden.
   
Liebe Freunde, lasst uns auch mit den alltäglichen Dingen zu Gott kommen. Ihm ist jede Angelegenheit wichtig. Je vertrauter unser Verhältnis mit dem Herrn Jesus Christus ist, umso eindrucksvoller wird unser Leben für unsere Umgebung sein.

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