Archive for September 14th, 2007

Sep 14 2007

Ein neues Jahr

Geschrieben von under Neujahr

Ein neues Jahr tut auf sein Tor,
und zagend stände ich davor,
könnt’ Deinem Wort ich nicht vertrauen
und nicht auf Deine Wahrheit bauen;
doch treu bist Du, der mir verspricht:
»Es geht mit dir mein Angesicht!«

Du gingst mit mir, schau’ ich zurück,
Du gehst mit mir, das ist mein Glück!
Ich war und bin in Deinen Händen,
und nie wird Deine Liebe enden;
Du rufst auch heut: »Fürcht Dich doch nicht!
Es geht mit dir mein Angesicht!«

Der Pfad ist steil durch diese Welt,
dass der Natur er nicht gefällt,
doch auf dem Weg darf ich erfahren,
wie Du, Herr, kannst Dich offenbaren;
Du sagst – das macht den Pfad mir licht:
»Es geht mit dir mein Angesicht!«

Ich kann nicht wissen, was mir frommt;
ich will nicht wissen, was da kommt.
Nur Deinen Weg, Herr, lass mich wissen
und Deine Nähe nie vermissen.
Lass schauen mich, was Dein Wort verspricht:
Es geht mit dir mein Angesicht!

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Sep 14 2007

Für jeden Tag

Geschrieben von under Allgemein,Erntedankfest

Für jeden Tag, ein christliches Gedicht zum allgemeinen Thema und Erntedankfest

Für jeden Tag, den Du, mein Gott, mir gibst,
an dem ich schmecken darf wie Du mich liebst -
für jedes Licht, das mir den Weg erhellt,
für jeden Sonnenstrahl in dunkler Welt -
für jeden Trost, wenn ich in Ängsten bin,
nimm, Herr, das Loblied meines Herzens hin!

Wenn ich oft bange denk an künft’ge Zeit,
hast Du für mich ein Hoffen schon bereit.
Und wenn mich heut ein Kömlein Elend drückt,
vielleicht ist’s morgen schon hinweggerückt -
wo ich auch geh, Dein Arm ist über mir,
Du lässt mich nie allein – wie dank ich Dir!

Für jedes Lied, das mir ein Vöglein singt,
für jede Not, die mich Dir näher bringt -
für jedes Frohsein, jedes Tröpflein Glück,
für jeden friedevollen Augenblick,
für jede Wolke, die vorüberzieht -
für alles Dir ein einzig Jubellied.

Für jeden Freundesgruß, der mich erfreut,
für jede Hand, die mir ein Blümlein streut -
für jedes Herz, das mir entgegenschlägt,
das mit mir liebt und glaubt und kämpft und trägt,
für all die Seligkeit, Herr, dort und hier,
in alle Ewigkeit – ich danke Dir.

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Sep 14 2007

Hast du gedankt

Geschrieben von under Erntedankfest,Neujahr

Hast du dem Herrn gedankt für seine Treu
Für alles, was er liebend dir geschenkt?
Dass jeden Sommer, jedes Jahr aufs neue
In seiner Gnad und lieb er dein gedenkt?

Ein ganzes Jahr hat er dich treu geleitet
Durch Freud und Leid, durch Sonnenschein
Ein ganzes Jahr dir deinen Tisch bereitet
Hast du Ihm deinen Dank dafür gebracht.

Nach Winters Nacht sandt’ er des Sommers Segen
Er ließ den Landmann seinen Samen streun
Schickt warmen Sonnenschein und kühlen Regen
Er ließ die gold’nen Saaten ihm gedeihn.

Danksagungstag! O stehe heute stille
Und denk der Gnade die dich segnend hielt
Damit von deinem Dank und deiner Fülle
Doch auch dein armer Bruder etwas fühlt.

O denke heute derer, die da harren
Im dunklen Tal, deren Auge weinet
O lass dein Brot auch übers Wasser fahren
Damit ihr Dank mit deinem sich vereint.

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Sep 14 2007

Undankbarkeit

Geschrieben von under Allgemein

Undankbarkeit, ein christliches Gedicht zum allgemeinen Thema

Undankbarkeit beginnt mit dem Vergessen.
Aus Vergessen folgt Gleichgültigkeit.
Aus Gleichgültigkeit Unzufriedenheit.
Aus der Unzufriedenheit Verzweiflung.
Aus der Verzweiflung der Fluch.

Lass dich fragen, ob dein Herz durch Undank
so mürrisch, so träge, so müde, so verzagt geworden ist.
Dem Dankbaren zeigt Gott den Weg zu seinem Heil.

In allen Dingen dankbar sein,
das geht zumeist recht schwer uns ein.
Gewiss: an Tagen sonnenhell,
da sprudelt auch der Dankesquell,
doch kommt ein Leiden unverhofft,
versiegelt er dann plötzlich oft.
Dem Gotteskinde steht es an,
dass er für alles danken kann.

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