Archive for August, 2007

Aug 29 2007

Unser täglich Brot gib uns heute

Geschrieben von under Erntedankfest

Unser täglich Brot gib uns heute, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für vier Personen.

1 Sprecher: Unser täglich Brot gib uns heute.

2 Sprecher: Gott gibt täglich Brot, auch wohl ohne unsere Bitte, allen bösen Menschen, aber wir bitten in diesem Gebet, dass er’s uns erkennen lasse, und wir mit Danksagung empfangen unser täglich Brot.

Chor: Herr, mit Dank empfangen wir aus deiner Hand unser täglich Brot.

2 Sprecher: Was heißt denn täglich Brot?

3 Sprecher: Alles, was zur Leibesnahrung und Notdurft gehört, wie Essen und Trinken.

4 Sprecher: Der Herr ließ gedeihen auf unseren Feldern die Früchte und in den Ställen das Vieh. Die Trauben füllte er mit Süße. Und er bereite seinen Segen über die Fluren der Welt: Auch auf den herrlichen Fluren unseres Vaterlandes hat er es wachsen und gedeihen lassen. Das Korn und die Kartoffeln hast er uns geschenkt. Gemüse und Obst gab er uns reichlich. So hielt er des Hungersnot fern von unseren Tischen.

Chor: Herr, mit Dank empfangen wir aus deiner Hand die Nahrung, unser täglich Brot.

2 Sprecher: Was heißt denn täglich Brot?

3 Sprecher: Alles, was zur Leibesnahrung und Notduft gehört, wie Kleidung uns Schuh.

1 Sprecher: Der Herr ließ reifen in südlichen Ländern Baumwolle und Flachs. Ihm trugen die Rinder zähe Haute und die Schafe wärmende Wolle, ihm spannen die Seidenraupen kostbare Fäden, dass er uns, seine Kinder kleide. Und er war am Werk in den Fabriken, wo Menschen Chemiefasern spannen.

Chor: Herr, mit Dank empfangen wir aus deiner Hand die Kleidung,  unser täglich Brot.

2 Sprecher: Was heißt denn täglich Brot?

3 Sprecher: Alles, was zur Leibes Nahrung und Notduft gehört, wie Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut.

4 Sprecher: Der Herr gab uns ein Dach zur Wohnung, einen Arbeitsplatz, guten Verdienst und auch die Ruhe. Er gab uns Tisch und Stuhl, Tasse und Teller und weit darüber hinaus hat er uns noch reich gemacht mit Kühlschrank, Radio, Staubsauger, Waschmaschine, Fahrrad und Auto, dass wir sie nutzen mögen in seinem Dienst.

Chor: Herr, mit Dank empfangen wir aus deiner Hand alle Habe, unser täglich Brot.

2 Sprecher: Was heißt denn täglich Brot?

3 Sprecher: Alles, was zur Leibesnahrung und Notdurft gehört, wie fromm Gemahl und fromme Kinder, fromm Gesinde, fromme und treue Oberherren, gut Regiment.

1 Sprecher: Der Herr hat dem Leben der Menschen Ordnung gegeben: die Heimat auf Erden bei Eltern, Frau und Kinder, Er gab uns Kollegen und Mitarbeiter. Er  schaffte uns Rechte und Pflichten im Staat. Und über allem hielt er seine Hand, die uns vor Unrecht bewahrte.

Chor: Herr, mit Dank empfangen wir die Ordnung, die du uns setztest, unser täglich Brot.

2 Sprecher: Was heißt denn täglich Brot?

3 Sprecher: Alles, was zur Leibesnahrung und Notdurft gehört, wie Gesundheit, Zucht und Ehre.

4 Sprecher: Der Herr bewahrte uns vor schwerer Krankheit, Unfall und vor raschem Tod. Er berief Ärzte und gab ihnen Einsicht und Verstand, dazu Tabletten, Pulver und Tropfen. Tausendfache Heilung sandte Er. Dort, wo Unrecht uns kränkte, richtete Sein Wort uns auf.

Chor: Herr, mit Dank empfangen wir aus deiner Hand die Gesundheit des Leibes und der Seele, unser täglich Brot.

2 Sprecher: Was heißt denn täglich Brot?

3 Sprecher: Alles, was zu Leibesnahrung und Notdurft gehört, wie gute Freunde, getreue Nachbarn…

1 Sprecher: Der Herr gab uns Brüder und Er hieß uns Brüder sein. Neben dir an der Maschine stand der andere, in der Wohnung nebenan hörtest du bisweilen seine Schritte. Der vertraute Blick am Morgen auf der Straße, jeder Gruß und manchmal ein Gespräch bewissen: Keiner ist allein. Sonntags saß der andere neben dir im Gottesdienst, auf das in Jesus Namen mehrere versammelt waren, und der Herr war unter uns.

Chor: Herr, mit Dank empfangen wir aus deiner Hand den Nächsten und in dem Nächsten Dich selbst, unser täglich Brot.

1 Sprecher: Unser täglich Brot gib uns heute.

Chor: Amen.

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Aug 29 2007

Sind wir dankbar?

Geschrieben von under Erntedankfest

Sind wir dankbar, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für sieben Personen.

Sprecher: Familie Meier lebt wie alle anderen Bewohner des Dorfes in einem kleinen Häuschen. Es ist Hungersnot im Lande ausgebrochen. Die Nahrungsmittel werden immer knapper und die Menschen kaufen alles Essbare, was sie noch bekommen können.

Mutter: Elli, geh zum Laden und kauf, was du kriegen kannst, viel wird ja nicht mehr sein.

Sprecher: So läuft die Kleine schnell um einzukaufen. Doch schon bald ist sie wieder zu Hause.

Elli: Mama, das Geschäft ist geschlossen. Ich schaute zum Fenster rein. Es ist nichts mehr drin.

Mutter: Oh, weh, wie wird das nur weitergehen. So müssen wir das essen, was wir in den letzten 2 Jahren eingekocht haben. Paul, hol ein Glas mit Gemüse.

Sprecher: Paul geht.

Paul: (in Gedanken) Wozu Gemüse? Ist es jetzt schon so schlimm mit der Hungersnot, dass wir nichts anderes mehr haben? Hier Mutter. Was essen wir heute zu Mittag?

Mutter: Gemüse.

Sprecher: Die Kinder schauen sich fragend an.

Mutter: Ja, Kinder, die Hungersnot breitet sich immer mehr aus. Bisher konnte ich noch immer was aus unseren Vorräten kochen, doch es ist alles ausgegangen, wir haben jetzt nur noch das Eingekochte im Keller. Gut dass wir wenigstens das noch haben, so können wir Gemüse und eingemachtes Obst essen, solange es reicht, wie es dann weitergehen wird, weiß nur Gott.
Vielleicht findet Vater auch noch etwas, es wollte in ein paar Städten weiter weg nach Nahrungsmittel suchen.

Sprecher: So geht ein Tag nach den anderen ins Land. Die Menschen fangen schon richtig an zu hungern -  da auch die Vorräte langsam zu Ende gehen.

Hans: Mama, ich habe Hunger. Gib mir ein Stückchen Brot.

Sprecher: Weinend schaut der dreijährige zur Mutter auf. Sie kann kaum antworten, vor Kummer ihren Kindern nichts geben zu können.

Mutter: Hans, ich habe kein Brot. Doch ich will mich gleich auf den Weg machen und im Wald nach etwas Essbares suchen. Lasst uns Gott darum bitten, dass Papa und auch ich etwas Essbares finden kann.

Sprecher: Gemeinsam beten sie und dann macht sie sich auf den weg. Und tatsächlich findet sie etwas – Waldbeeren. Nach langer und mühsamer Arbeit, hat sie schließlich eine halbe Schüssel vollgepflückt. So kommt sie spät nach Hause. Was wird sie dort wohl erwarten? Ist ihr Mann wohl schon nach Hause gekommen? Hat er etwas finden können?
Kaum hat sie das Dorf erreicht, da kommen ihre Kinder schon angelaufen und ihr Mann steht und hält nach ihr Ausschau.

Hans: Mama, endlich bist du wieder da!

Paul: Mama, Papa hat für jeden eine halbe Scheibe Brot nach Hause gebracht.

Mutter: Oh wie schön.

Elli: Und du hast Waldbeeren gefunden, welch ein Festessen wird das heute.

Mutter: Kinder, Gott hat unsere Gebete erhört, lasst und ihm dafür danken.

Sprecher: zu Hause angekommen, geht die ganze Familie auf die Knie. Von ganzem Herzen danken sie Gott für das Essen. Dann fangen sie an zu essen. Die Kinder sind überglücklich und fassen langsam in die Schüssel. Sie holen sorgfältig ein paar Beeren heraus, damit sie auch keine fallen lassen. Jede Waldbeere wird mit Freude und Genuss gegessen. So gehen Jahre ins Land und auch die Hungersnot geht zu Ende. Mittlerweile sind auch die drei: Elli, Paul und Hans erwachsen. Doch wie hat sich alles verändert. Heute ist Sonntag. Elle hat den Abendbrottisch gedeckt und ruft die Familie zum Essen.

Johanna: Was gibt es zu Essen?

Elli: Brot, Butter, Wurst… alles was auf dem Tisch steht.

Johanna: Das will ich aber nicht, ich will Nutella.

Markus: Ich auch.

Sprecher: Sie schauen in den Schrank.

Johanna: Da ist ja keine. Dann will ich nichts essen.

Mutter: Doch, ihr müsst etwas essen. Es wird das gegessen, was da ist. „Das will ich nicht“ dass gewönnen wir uns erst gar nicht an.

Sprecher: Stillschweigend gehorchen sie und nehmen sich eine Scheibe Brot.

Markus: Das Brot ist ja noch von vorgestern. Ich, dass schmeckt nicht.

Mutter: Markus, sicher schmeckt das Brot nicht, wie frisch aus dem Backofen. Aber wir sollten Gott dafür danken, dass wir überhaupt etwas zu Essen haben, wir können das Brot doch nicht einfach wegwerfen. Während wir hier undankbar auf den vollen Tisch schauen und das besseres Essen wünschen, gibt es vielen Menschen, die überhaupt nicht wissen, was sie essen sollen. Sie wären für jedes Stückchen Brot dankbar. Auch wir haben früher oft um ein Stück Brot zu Gott gebetet und haben ihm dafür Dank versprochen. Aber wie schnell, sehen wir Gottes Geschenk als selbstverständlich an.

Sprecher: Ist das nicht auch sie Situation von heute? Wir leben im Überfluss, ja wir haben alles, was wir brauchen und darüber hinaus, doch wie oft sind wir unzufrieden und undankbar. Versündigen wir uns da nicht gegen Gott? Lasst uns dem Herrn von Herzen danken, dass wir in so einer guten und reichen Zeit leben dürfen.

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Aug 29 2007

Von der Lebensernte

Geschrieben von under Erntedankfest

Von der Lebensernte, ein christlicher Vortrag zum Thema Erntedankfest für fünf Personen.

Die Sprecherin:
Gott ließ der Erde Frucht gedeihn,
wir greifen zu, wir holen ein.
Die Garben sind gebunden.
Was seine Hand für uns gemacht,
das ist nun alles eingebracht,
hat Dach und Raum gefunden.

Der Fragende:
Doch sag, wer schützt vor Hunger und Not,
vor Feuer und Wasser und bitterem Tod,
vor Feindes Zorn und Wüten?
Wir sind nur Staub, ein fallend Laub,
dar morgen schon des Todes Raub.
Wer wird uns die ernte behüten?

Die Fragende:
Was hilft uns das Sammeln für kurze Frist?
Kein Tisch auf Dauer bereitet ist.
Was werden wir essen und trinken?
Der Feind kommt bei Nacht, eh wir’s gedacht,
und hat schon alles zunichte gemacht.
Herr, hilf uns, wir versinken.

Der Fragende:
und wie die Felder öde stehn,
die Nebel kalt darüber wehn,
so ist der Tod gekommen.
Ach Mensch, sei noch so hoch und wert,
du musst hinunter in die erd,
davon du bist genommen.

Die Sprecherin:
Sorget nicht um Essen und Trinken. Seht die Vögel des Himmels:
Sie säen nicht. Sie ernten nicht. Und Gott ernährt sie doch.

Der Sprecher:
Sorget nicht um Kleidung und Leib. Seht die Lilien des Feldes:
sie arbeiten nicht, sie spinnen nicht, und sind doch schöner als Salomons Kleid.

Die Sprecherin:
Saget nicht: was werden wir essen und trinken und womit uns kleiden?
Fragt allein nach dem reiche Gottes, nach Gottes Gerechtigkeit.

Der Bekennende:
Das Gottesreich ist wie ein Same. Es keimt, geht auf, es wächst. Die Erde bringt Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, das Korn. Der Weizen ist reif. Dann kommen die Schnitter: die Zeit der Ernte ist da.

Die Betende: Herr, der Hunger ist groß in der Welt.

Der Bekennende: Die mit Tränen säen…

Die Betende: Herr, die Menschen hungern und dürsten.

Der Bekennende: … werden mit Freuden ernten.

Die Betende: Herr, die Menschen sind krank und nackt.

Der Bekennende: Sie gehen hin und weinen…

Die Betende: Herr, die Menschen sind gefangen.

Der Bekennende: … sie kommen wieder mit Freuden…

Die Betende: Herr, der Hunger ist groß in der Welt.

Der Bekennende: … und bringen ihre Garben.

Die Betende: Herr, es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gibst. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie, so werden sie gesättigt.

Der Bekennende: Herr, du gibst aus deiner ernte, solange die Erde steht. Sie essen alle. Sie werden satt: sie essen dein Ostermahl.

Die Sprecherin:
Wir säen auf viele Felder den Samen.
Wir ernten das Brot, Herr, in deinem Namen.
Doch wenig ist irdisches Brot allein:
Nimm ins in deine Ernte hinein.

Der Sprecher: Der den Samen reicht dem Sämann, reicht auch euch den Samen, dass er wachse und sich mehre, dass ihr gute Frucht bringt.

Der Bekennende: Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Die Sprecherin:
Verweslich gesät und auferstanden
Unverweslich aus Todes Banden,
Christus, wir rufen aus Zeit, aus Not:
Brich uns Ostern dein ewiges Brot.

Der Sprecher: Der sich selber gibt als Brot, reicht uns rot zur Speise, Brot des Lebens, Brot des Herrn, Brot aus Gottes Garben.

Der Bekennende: Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Die Sprecherin:
Über die Stunde, über die Zeit
Halte uns deinen Tisch bereit.
Glanz und licht, ein neuer Schein:
Herr Christ, lass Ostern sein.

Der Sprecher:
Brecht das Brot und sättigt euch, esst euer Brot mit Freuden.
Jesus Christus – euer Brot, Ostern – euer Ernte.

Der Bekennende: Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Die Betende:
Und wie der Landmann seine Saat
Ausstreut, eh der Winter naht,
um künftig Frucht zu sehn,
so, treuer Vater, deckst du
auch unsern Leib mit erde zu,
dass er soll aufersteh’n.

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Aug 29 2007

Vorbereitung des Bodens

Geschrieben von under Erntedankfest

Vorbereitung des Bodens, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für sechs Personen.

Sämann: Ich bin ein Sämann. Ein Sämann, wie man ihn in allen Landen findet, fleißig bemüht die gute Saat auf die Äcker zu streuen. An mir selbst ist nichts Besonderes, aber mein Same ist überaus kostbar und mein wertvollstes Gut. Der Same ist das Wort Gottes. Und weil dieser Same so kostbar ist, ist es mein innigstes Anliegen, dass er in jedes Menschenherz gelangen, dort einfallen und aufgehen könnte. Möchte dieser Schatz doch auf ein gut vorbereitetes Land fallen und Frucht bringen. Wie schade wäre es, wenn auch nur ein Samenkorn vergeblich in ein Menschenherz fallen müsste, weil es nicht dafür vorbereitet war. Leider kommt auch das vor. Ich will die Menschen um mich herum fragen, wie sie diesen Samen aufnehmen.   Lieber Freund, darf ich ihnen eine Frage stellen?

1 Mann: Aber gerne doch. Wieder so eine von diesen repräsentativen Umfragen? Warum geht’s denn heute?

Sämann: Mich interessiert, wie das Wort Gottes in ihrem Leben wirkt?

1 Mann: Das Wort Gottes? Ach, sie meinen die Bibel und was dazu gehört. Wie es in meinem Leben wirkt? Schwer zu sagen. Nicht, dass Sie denken, ich hätte noch nie etwas von der Bibel gehört. Ich hatte eine gute Bekannte und bin dann öfter sonntags zum Gottesdienst gegangen um ihr einen Gefallen zu tun, aber ich kann das alles nicht so recht nachvollziehen. Und merkwürdigerweise habe ich auch nichts behalten, es ist alles weg.

Sämann: Welch ein armer Mann! Wie leichtfertig geht er mit dem heiligen Wort Gottes um. Er erinnert mich an einen hartgetretenen Weg, wo ein Same nicht aufgeht, sondern von Vögeln aufgefressen wird. Doch vielleicht ist nicht jedes Herz so hart. Ich werde weiter fragen. Gute Frau, ich habe eine ernste Frage an Sie: Wie wirkt das Wort Gottes in ihrem Leben?

1 Frau: Mit Vorliebe beantwortete ich ihnen diese Frage. Sie wissen gar nicht wie gerne ich das Wort Gottes höre. Immer wieder freue ich mich auf die schönen Gottesdienste. Eine tiefe Befriedigung und eine angenehme Wärme erfüllen mein Herz. Eine Frage allein bewegt mein Inneres: Inwieweit ist die Bibel realistisch und lebensecht? Kann man sich wirklich auf sie verlassen? Ich möchte ja behaupten, dass ich eine gute Christin bin, doch wenn es hart auf hart käme, wer weiß, ob ich dann fest bleiben könnte.

Sämann: Wie schade, dass das Wort Gottes auch hier nicht richtig aufgehen kann. Und welcher Selbstbetrug dazu. Ich sehe immer wieder Ähren, die gut und schnell wachsen dann aber plötzlich vertrocknen. Weil sie nicht genug verwurzelt sind. Ob ich heute wohl noch jemand finde, dessen Herz für Gottes Wort vorbereitet ist?

2 Mann: Ich denke in mir finden sie den Menschen, den sie suchen. Ich halte sehr viel von der Bibel und sie gehört zu den wichtigsten Dingen in meinem Leben. Aber sie werden verstehen, dass ich mich nicht ausschließlich damit beschäftigen kann. Erst das anstrengende Studium, jetzt der Konkurrenzdruck im Geschäft. Außerdem muss ich mich um das gesellschaftliche Ansehen kümmern. Man darf ja nicht ganz außen vor stehen.

Sämann: Leider wieder ein Beispiel für ein unvorbereitetes Herz. Es tut weh, wenn man beobachten muss, dass Dornen und Disteln die gute Saat überwuchern und die Ähren ersticken. Ich sehe dort ein Ehepaar auf mich zukommen. Ich will einen letzten Versuch machen.

2 Frau: Können wir ihnen irgendwie behilflich dein?

Sämann: Ja, ich bin auf der Suche nach Menschen, die sich für das Wort Gottes öffnen und es in ihrem Leben wirken lassen.

3 Mann: Vielleicht können wir Ihnen als solche dienen. Wir sind schwache Menschen, doch dürfen wir uns auf die Kraft es Wortes Gottes verlassen, das unser Leben verändert hat. Möchte der Herr Gnade schenken, das wir sein Wort immer in Demut und Unterordnung aufnehmen könnten. Leider muss ich oft meine Unvollkommenheit darin sehen, wie wenig das Wort in mir wirken kann. Das ist bei meiner lieben Frau anders. Mir scheint sie verwertet viel mehr von dem gehörten Wort.

2 Frau: Du sollst nicht so sprechen, denn was sind wir Menschen? Hinfällig und schwach. Doch Dank der großen Gnade Gottes, die uns zu solchen Menschen machen kann, wie ich es an meiner Mutter gesehen habe. Sie war so liebevoll, so fest verbunden mit der Bibel und es schien als würde das aufgenommene Wort die 100%ige Wirkung erzielen.

Sämann: Wie erfreute bin ich, endlich jemanden gefunden zu haben, der einem fruchtbaren Boden gleicht. Wie dankbar bin ich, dass Gottes Wort hier aufgehen und Frucht bringen kann. Wie ist es nun bei dir, lieber Zuhörer? Welchem der vorgestellten Menschen gleichst du? Wie bereitest du dich auf Gottes Wort vor? Dieses sind nicht Fragen, die Menschen dir stellen, sondern Gott selbst. Er möchte, dass seine Wort dich erreicht, dass dein Herz einem fruchtbaren Boden gleicht.

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