Archive for August 30th, 2007

Aug 30 2007

Die Predigt der Natur

Geschrieben von under Gottes Wort,Hochzeit

Die Predigt der Natur, ein christliches Anspiel zum Thema Hochzeit oder Gottes Wort für zwei Personen.

Gellert:  Bist Du fertig?

Demetrie:  Ja, die Wanderschuhe sitzen fest. Ich denke wir können losmarschieren. Hast Du das Wasser eingepackt?

Gellert:  Ist im Rucksack. Komm! (stehen auf gehen) Ich freue mich schon richtig endlich mal zu wandern. Das letzte Mal in der Schlucht bei St. Gallen hat mir die Schönheit der Natur so imponiert, daß ich nach den vorigen Abneigungen dagegen umgestiegen bin. Jetzt wandere ich gerne.

Demetrie:  Stimmt, damals waren wir beide ganz still vor Staunen. Ich denke die Route heute wird uns ebenfalls überraschen.

Gellert:  (begeistert) Ja, es sollen einige überwältigende Wasserfälle dabei sein, habe ich mir sagen lassen. Aber was sehe ich da?! (leicht ärgerlich) Demetrie, ich wette, du hast zu diesem Frühlingsmarsch deine Bibel wieder eingesteckt.

Demetrie:  Ja. (nickt)

Gellert:  Demetrie hör doch endlich mit dieser Verbohrtheit auf. Schau dich doch mal um (ausholende Gestik). Hier dieser Wald mit den zarten Grüntönen, die Blätter und ersten Gräsern, die Wiesen die Bächen und Flüsse. Das ist meine Bibel. Da werde ich ganz frei und unbekümmert, die Nöte der Zeit fallen ab und verlieren die Bedeutung. Da habe ich das Gefühl, als redete Gott mit mir und wanderte neben mir her.

Demetrie:  Da brauchst du nicht gleich so sauer zu werden. Außerdem, geh nicht so schnell. Aber Recht hast du schon, auch mir geht es so. Du weißt, daß ich nicht zu den Leuten gehöre, die sich in einer schwatzenden und wimmelnden Menschenmenge wohl fühlen. Mir ist ein stiller Waldweg lieber, als eine lärmende Bierbank. Hier ist eine Bank. Laß uns Pause machen und ich erzähle dir ein Erlebnis, daß mich gelehrt hat nicht zu denken, die Natur sei ein Gott. (beide setzen sich) Vor einigen Jahren starb meine Mutter. Ich kann dir nicht sagen, was mir meine Mutter bedeutete. Nach dem Tod hatte ich das Gefühl, als wäre alle Farbe, alle Freude aus meinem Leben gewischt. Damals bin ich in dem Schmerz in den Wald gelaufen. Aber- die Stille machte es noch schlimmer. Sie weckte 1000 Erinnerungen in mir auf und traf mich mit der Wucht der Einsamkeit und des Verlustes. Trotz der Stille schrie mir jeder Meter den Tod entgegen. Danach bin ich nach Hause gelaufen. Als ich ins Zimmer komme fällt mein Blick als erstes auf den leeren Stuhl und das kleine Nachtschränkchen und darauf lag Mutters Bibel. Oft hatte ich sie beim lesen beobachtet und entdeckt, welche Freude dabei in ihr aufstieg. Es trieb mich dazu, hinzugehen und ebenfalls zu lesen. Ich schlug eine Seite auf und da stachen mir folgende Worte ins Auge: "Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch." Das hat mich erstaunt. Das also muß wirklicher Friede sein. Der Friede von Gott. Kein anderer Schmerz wird nicht gelindert durch die Natur, sondern durch Jesus.

Gellert:  (brummig) Ich kann nur die Bibel lesen, die ich verstehe Deine verstehe ich nicht. Aber wenn ich sehe wie die Natur aus dem starren Wintertod zum Leben erwacht, dann ergreift mich das. Welche Macht, die aus dem Tod neues Leben schafft.

Demetrie:  (überlegt, sagt sinnend) Ja, welche Allmacht die aus dem starren Tod neues Leben schafft. Das ist eine gute Predigt der Natur. Das kann man mit dir vergleichen. Auch du bist, biblisch gesehen im starren Tod, weil du dich wehrst gegen das was Jesus sagt: "Ich bin das Licht der Welt". Ganz sicher kann Gott dich aus dem Tod erwecken zu einem Leben in seiner Führung. Da kann es auch zu einem Frühling kommen. Nicht die Natur, oder andere imposante Gelegenheiten, Umstände sondern der Gott der Bibel ist mein Gott!!

Gellert:  (zum Brautpaar gewandt) ……….. und ………… ich gehe davon aus, daß ihr beide Bibelleser seid. Demnach kennt ihr den Gott der Bibel. Auch bei uns in den Gottesdiensten wird immer wieder darauf hingewiesen, wer der einzige Gott ist. Auch nach Jahren soll euch eins wichtig sein. Nicht ein Hobby, nicht Beschäftigungen welcher Art auch immer, nicht die Kinder, so wichtig sie sind; ist der Sinn des Lebens, sondern Euer Leben in der Heiligung vor Gott. Nie darf irgendetwas mehr Aussagekraft, mehr Bedeutung als die Bibel haben. Sie allein beansprucht, weil sie Gottes Wort ist, die vollkommene Autorität.

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Aug 30 2007

Der Korndieb

Geschrieben von under Erntedankfest,Hochzeit

Der Korndieb, ein christliches Anspiel zum Thema Hochzeit oder Erntedankfest für fünf Personen.

Sprecher: Der milde Herbst ist ins Land gezogen und hat die Blätter der Bäume bunt gemalt und die Felder der Bauern mit dicken, großen Ähren übersäht. Die dünnen Weizenhalme beugen sich tief unter der schweren Last der Körner, und rauschen sanft im warmen Wind. Schonfrüh am Morgen ist Herr Winkelmann mit dem Mähdrescher hinausgefahren um die Felder abzuernten. Den ganzen Tag arbeitet er hart, doch es hat sich gelohnt. Am Abend ist der Dachboden der Scheune bis auf den letzten Winkel mit Weizensäcken für den Winter gefüllt.

(Bauer und Bäuerin sitzen am Tisch)

Bauer: Anneliese, wie bin ich froh, daß das Wetter heute so gut mitgemacht hat; es hat nicht einmal geregnet.

Bäuerin: Ja, dieses Jahr hat Gott unsere Ernte besonders reich gesegnet. Es wird für den ganzen Winter reichen

Nachbar: (Klopft und kommt stürmisch rein) Nachbar, auf deinem Kornboden ist ein Dieb, ich habe die Leiter weggezogen. Wenn du dich beeilst, bekommst du ihn noch, so schnell kommt er da nicht runter!

Bauer: (ruhig) Das ist doch seltsam! Gut ich weiß Bescheid. Gehe ruhig nach Hause, ich werde schon allein mit ihm fertig.

Nachbar: Soll ich nicht doch mitkommen?

Bauer: Nein, das erledige ich schon.

Sprecher: Ruhig steht Herr Winkelmann auf, holt die Taschenlampe und geht zur Scheune. Er stellt die Leiter an den Scheunenboden und steigt hinauf. Richtig, im Lichtkegel der Lampe steht der Dieb. Er ist bleich und wagt nicht aufzuschauen.

Bauer: Guten Abend, Freund! Das ist ja ein später Besuch. Du hättest immerhin zur Tageszeit kommen können. Komm mit mir nach unten, wir gehen ins Haus. Meine Frau macht uns gleich einen heißen Tee und Kuchen haben wir auch noch da.

Dieb: (stotternd) Ich, ich möchte nicht!

Bauer: Nun komm schon. Du hast sicher Hunger; wer so schwere Säcke geschleppt hat wie du, der muß auch etwas essen! Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Komm, nimm den Sack und folge mir. Das Korn gehört mir nicht, nimm es nur!

Dieb: Aber sicher gehört es Ihnen!

Bauer: Nein, nein, es gehört Gott, der hat es mir nur geliehen. Du hast es nicht mir sondern Gott gestohlen.

Sprecher: Noch immer sträubt sich der Mann, aber wie peinlich es ihm auch ist, er muß den Sack hinuntertragen und folgt dem Bauer ins Haus.

Bauer: Anneliese, komm schnell her. Wir haben einen Gast bekommen!

Bäuerin: Guten Abend! Willkommen bei uns!

Dieb: (beschämt) Guten Abend.

Bauer: Deck schnell den Tisch, wir wollen noch alle gemeinsam von deinem frischgebackenen Kuchen essen.

Bäuerin: Ja, ich beeile mich. Setzt euch doch schon mal an den Tisch.

Sprecher: Beschämt nimmt der Mann an dem Küchentisch Platz und beobachtet, wie die Frau den Tisch deckt. Dann faltet der Bauer die Hände und spricht ein Tischgebet.

Bauer: Lang zu, mein Freund, laß es dir gut schmecken! Den Apfelkuchen hat mein Frau heute gebacken; die Äpfel sind aus unserem Garten.

Sprecher: Aber der Gast schüttelt den Kopf; wie soll er einen Bissen hinunterbekommen? Beschämt starrt er auf das Kuchenstück, daß ihm der Bauer auf den Teller gelegt hat. Warum ist er nur so freundlich und kameradschaftlich? Dem Dieb wird immer unwohler in seiner Haut, am liebsten hätte er sich in ein Mauseloch verkrochen. Er versucht sich zusammenzunehmen und würgt dann doch den Kuchen hinunter.

Dieb: (steht auf) Vielen Dank für den Kuchen, ich muß jetzt los.

Bauer: Wie du meinst. Es war nett dich kennenzulernen. Soll ich dich mit der Kutsche nach Hause fahren? Es ist schon dunkel geworden und du hast noch einen weiten Weg vor dir!

Dieb: Ach nein ich gehe zu Fuß!

Bauer: Aber Freund es ist schon sehr spät. Komm ich bringe dich. Ich tue es gern. (zu seiner Frau) Anneliese, ich bin gleich wieder da, ich bringe unseren Gast nach Hause.  (zu dem Dieb) Komm, gehen wir.

Dieb: (zu der Frau) Gute Nacht.

Bauer: Warum nimmst du den Sack mit dem Korn nicht mit? Nimm ihn!

Dieb: (stammelnd) Nein, ich …. ich will nicht!

Bauer: Nein, nein es bleibt dabei. Ich halte mein Wort. Du hast einmal das Korn gestohlen und ich mag’s nicht wiederhaben.

-Musik-

Sprecher: Am nächsten Morgen klopft jemand schon früh an der Tür des Bauern.

Bauer: Guten Morgen mein Freund, was führt dich schon so früh zu mir? Komm herein. – (zeigt auf den Stuhl) nimm Platz.

Dieb: Danke . Ich – ich hab keine Ruhe, die ganze Nacht habe ich kein Auge zugemacht. Ich mußte immer wieder an Sie denken. Ich kann nicht verstehen, warum Sie so freundlich waren, obwohl ich ihnen Böses getan habe. Warum tun Sie das?

Bauer: Ganz einfach, mein Meister verlangt es von mir. Der Herr Jesus sagt in der Bibel : Vergelte nicht Böses mit Bösem, sondern vergelte das Böse mit Gutem. Und ich möchte mich daran halten.

Dieb: Es tut mir wirklich leid, daß ich Sie bestohlen habe; ich will es auch nie wieder tun. Durch Ihr Verhalten bin ich zum Nachdenken über mein Leben gekommen und habe viel Schuld bei mir gefunden! Ich möchte ein neues Leben anfangen. Sag mal, könnten Sie mir nicht mehr von diesem Jesus erzählen?

Sprecher: Liebes Brautpaar, wir wünschen euch Kraft, das Böse mit Gutem zu vergelten, denn dadurch könnt ihr durch euren Wandel ein Wegweiser zu Jesus sein.

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