Archive for August 29th, 2007

Aug 29 2007

Vorbereitung des Bodens

Geschrieben von under Erntedankfest

Vorbereitung des Bodens, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für sechs Personen.

Sämann: Ich bin ein Sämann. Ein Sämann, wie man ihn in allen Landen findet, fleißig bemüht die gute Saat auf die Äcker zu streuen. An mir selbst ist nichts Besonderes, aber mein Same ist überaus kostbar und mein wertvollstes Gut. Der Same ist das Wort Gottes. Und weil dieser Same so kostbar ist, ist es mein innigstes Anliegen, dass er in jedes Menschenherz gelangen, dort einfallen und aufgehen könnte. Möchte dieser Schatz doch auf ein gut vorbereitetes Land fallen und Frucht bringen. Wie schade wäre es, wenn auch nur ein Samenkorn vergeblich in ein Menschenherz fallen müsste, weil es nicht dafür vorbereitet war. Leider kommt auch das vor. Ich will die Menschen um mich herum fragen, wie sie diesen Samen aufnehmen.   Lieber Freund, darf ich ihnen eine Frage stellen?

1 Mann: Aber gerne doch. Wieder so eine von diesen repräsentativen Umfragen? Warum geht’s denn heute?

Sämann: Mich interessiert, wie das Wort Gottes in ihrem Leben wirkt?

1 Mann: Das Wort Gottes? Ach, sie meinen die Bibel und was dazu gehört. Wie es in meinem Leben wirkt? Schwer zu sagen. Nicht, dass Sie denken, ich hätte noch nie etwas von der Bibel gehört. Ich hatte eine gute Bekannte und bin dann öfter sonntags zum Gottesdienst gegangen um ihr einen Gefallen zu tun, aber ich kann das alles nicht so recht nachvollziehen. Und merkwürdigerweise habe ich auch nichts behalten, es ist alles weg.

Sämann: Welch ein armer Mann! Wie leichtfertig geht er mit dem heiligen Wort Gottes um. Er erinnert mich an einen hartgetretenen Weg, wo ein Same nicht aufgeht, sondern von Vögeln aufgefressen wird. Doch vielleicht ist nicht jedes Herz so hart. Ich werde weiter fragen. Gute Frau, ich habe eine ernste Frage an Sie: Wie wirkt das Wort Gottes in ihrem Leben?

1 Frau: Mit Vorliebe beantwortete ich ihnen diese Frage. Sie wissen gar nicht wie gerne ich das Wort Gottes höre. Immer wieder freue ich mich auf die schönen Gottesdienste. Eine tiefe Befriedigung und eine angenehme Wärme erfüllen mein Herz. Eine Frage allein bewegt mein Inneres: Inwieweit ist die Bibel realistisch und lebensecht? Kann man sich wirklich auf sie verlassen? Ich möchte ja behaupten, dass ich eine gute Christin bin, doch wenn es hart auf hart käme, wer weiß, ob ich dann fest bleiben könnte.

Sämann: Wie schade, dass das Wort Gottes auch hier nicht richtig aufgehen kann. Und welcher Selbstbetrug dazu. Ich sehe immer wieder Ähren, die gut und schnell wachsen dann aber plötzlich vertrocknen. Weil sie nicht genug verwurzelt sind. Ob ich heute wohl noch jemand finde, dessen Herz für Gottes Wort vorbereitet ist?

2 Mann: Ich denke in mir finden sie den Menschen, den sie suchen. Ich halte sehr viel von der Bibel und sie gehört zu den wichtigsten Dingen in meinem Leben. Aber sie werden verstehen, dass ich mich nicht ausschließlich damit beschäftigen kann. Erst das anstrengende Studium, jetzt der Konkurrenzdruck im Geschäft. Außerdem muss ich mich um das gesellschaftliche Ansehen kümmern. Man darf ja nicht ganz außen vor stehen.

Sämann: Leider wieder ein Beispiel für ein unvorbereitetes Herz. Es tut weh, wenn man beobachten muss, dass Dornen und Disteln die gute Saat überwuchern und die Ähren ersticken. Ich sehe dort ein Ehepaar auf mich zukommen. Ich will einen letzten Versuch machen.

2 Frau: Können wir ihnen irgendwie behilflich dein?

Sämann: Ja, ich bin auf der Suche nach Menschen, die sich für das Wort Gottes öffnen und es in ihrem Leben wirken lassen.

3 Mann: Vielleicht können wir Ihnen als solche dienen. Wir sind schwache Menschen, doch dürfen wir uns auf die Kraft es Wortes Gottes verlassen, das unser Leben verändert hat. Möchte der Herr Gnade schenken, das wir sein Wort immer in Demut und Unterordnung aufnehmen könnten. Leider muss ich oft meine Unvollkommenheit darin sehen, wie wenig das Wort in mir wirken kann. Das ist bei meiner lieben Frau anders. Mir scheint sie verwertet viel mehr von dem gehörten Wort.

2 Frau: Du sollst nicht so sprechen, denn was sind wir Menschen? Hinfällig und schwach. Doch Dank der großen Gnade Gottes, die uns zu solchen Menschen machen kann, wie ich es an meiner Mutter gesehen habe. Sie war so liebevoll, so fest verbunden mit der Bibel und es schien als würde das aufgenommene Wort die 100%ige Wirkung erzielen.

Sämann: Wie erfreute bin ich, endlich jemanden gefunden zu haben, der einem fruchtbaren Boden gleicht. Wie dankbar bin ich, dass Gottes Wort hier aufgehen und Frucht bringen kann. Wie ist es nun bei dir, lieber Zuhörer? Welchem der vorgestellten Menschen gleichst du? Wie bereitest du dich auf Gottes Wort vor? Dieses sind nicht Fragen, die Menschen dir stellen, sondern Gott selbst. Er möchte, dass seine Wort dich erreicht, dass dein Herz einem fruchtbaren Boden gleicht.

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Aug 29 2007

Wie soll ich dem Herrn vergelten!

Geschrieben von under Erntedankfest

Wie soll ich dem Herrn vergelten alle Seine Wohltat, die Er an mir tut! Ps. 116:12 Ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für vier Personen.

Autor: Es war eine alte Dame, die nie begreifen wollte, dass sie Wohltaten empfangen hätte, für die sie dankbar zu sein habe. Sie fand im Gegenteil, sie habe gar nichts Dankeswertes in ihrem Leben und daher recht viel Grund, verdrießlich zu sein. Eines Tages brachte ihr ihre junge Nichte Lisa, die bei ihr wohnte, und die im Gegensatz zu ihrer Tante immer sehr fröhlich war, aus einer Abendversammlung ein Geschenk mit, eine Missionsbüchse.

Nichte: Siehst du, Tante, in diese Büchse steckt man immer einen Groschen, sobald man für etwas Besonderes zu danken hat. Übers Jahr, wenn wieder Missionsversammlung ist, wird die Büchse aufgemacht, und das viele schöne Dankgeld bekommt die Mission. Ist das nicht hübsch?

Autor: Die fand es nicht hübsch und stellte mürrisch die Büchse auf die Kommode. Sie hatte ja noch nie im Leben für etwas zu danken gehabt.
Vor dem Schlafengehen las sie aber doch noch einmal den Spruch, der auf der Büchse stand:

Tante: Wie soll ich dem Herrn vergelten alle Seine Wohltat, die Er an mir tut.“ Wohltat? Unsinn!

Autor: Dachte sie und legte sich schlafen. Wie behaglich war ihr Bett! Wie weich und warm! Merkwürdigerweise fielen der Tante die armen, elenden armenischen Flüchtlinge ein, die Kinder, auf nackter, kalter Erde ihr Nachtlager suchen mussten, die unglücklichen Geschöpfe! Und sie? Wie kam sie zu der köstlichen Wohltat eines guten Bettes?  Der Tante wurde sehr unruhig zu Mute, sie konnte gar nicht einschlafen. Plötzlich sprang sie aus dem Bette, griff nach ihrem Portemonnaie, und – der erste Groschen fiel klirrend in die Missionsbüchse. Jetzt konnte die Tante schlafen.
Am Morgen am Frühstückstisch las sie in der Zeitung einen Bericht von einer Mutter, die ihr Kind arg misshandelt hatte.

Tante: Und ich habe eine so liebe und geduldige Mutter gehabt, ich muss zum Dank für meine Mutter einen Groschen in die Büchse stecken.

Autor: Sie tat es, und im Lauf der Woche folgten diesen beiden ersten Groschen schweigend noch manche andere, und dabei wurde die Büchse immer schwerer und die Tante immer fröhlicher. Sie fand ja alle Tage so viel zu danken! Und so ging es weiter, Woche um Woche, Monat um Monat. Endlich war das Jahr herum.

Nichte: Du kommst doch mit mir in die Missionsversammlung?

Autor: fragte Lisa die Tante, als sie sich den Mantel anzog. Natürlich wollte sie mit, sie musste doch selber ihre Büchse hintragen. Sie war ganz voll, der letzte Groschen guckte sogar noch ein wenig heraus.

Tante: Der ist für dich, Lisa, du bist doch meine allergrößte Wohltat!

Autor: Hatte die Tante gesagt beim Hineinstecken. Die Versammlung war sehr schön. Zum Schluss wurden alle Büchse aufgemacht, denn jeder hatte die seine mitgebracht, und die Groschen gezählt. Wie war die Tante neugierig, als ihre Groschen gezählt wurden.

Prediger: 56 Euro und 60 Cent, das ist schön. Wollen Sie wieder eine Büchse übernehmen?

Autor: Ja, das wollte sie; ihre alte Büchse hatte sie ja so froh gemacht, dann würde die neue sie doch noch froher machen!   Ja, die Tante versteht nun ein wenig, wie man es macht, dass man dem Herrn alle seine Wohltat vergilt, die Er an uns tut.

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Aug 29 2007

Was bedeutet DANKEN

Geschrieben von under Erntedankfest

Was bedeutet DANKEN, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für drei Personen.

1 Sprecher: In der Bibel spielt das Danken eine bedeutende Rolle. Der Dank ist die Antwort, die der Mensch auf das Handeln Gottes zu geben schuldig ist. Dank für die Schöpfung der Welt und des Menschen, Dank für die Versorgung mit den Gaben für Leib und Seele. Ebenso soll der Mensch mit seinem Dank antworten auf die Güte Gottes, die sich vornehmlich in der Barmherzigkeit gegenüber dem sündigen Menschen zeigt. Gott der auf wunderbare Art und Weise die Gebete seiner Kinder erhört.

2 Sprecher: Je mehr der Mensch über die Führung seines Lebens nachdenkt, desto mehr kommt er ins Staunen über die weiden Pläne Gottes, der an uns denkt, der im Gedenken an uns seinen Segen ausschüttet. Vom Denken kommt es zum Danken. Dankbarkeit ist die Gesinnung des Herzens, aus dem der aufrichtige Dank kommt. Solche Dankbarkeit führt den Menschen dem Herzen Gottes immer näher und schließt ihm die Tür auf zu den Geheimnissen der himmlischen Welt.

3 Sprecher: Es gib auch die Möglichkeit des falschen Dankes. Hier sucht man den Grund zur Dankbarkeit in sich selbst, in dem, was man selbst geschafft hat und nicht in dem, was Gott getan hat. Solcher Dank kommt aus einem hochmutigen Herzen und Gott setzt ihm Widerstand entgegen. Wer Gott mit seinem Dank nicht preist, der verachtet den, von dem er alles hat und von dem er abhängig ist. Wer stolz auf seine Gaben und Fähigkeiten ist, anstatt sie dankbar aus Gottes Händen zu nehmen, vergisst und verachtet Gott.

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