Aug 27 2007
Gott sorgt für die Ernte
Gott sorgt für die Ernte, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für vier Personen.
Stimme: Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Mt. 6, 33
Autor: Der Herbst bringt viel Arbeit für die Bauern mit sich, so sind sie auch meistens damit beschäftigt, die Ernte einzubringen. Auch viele Christen sind in dieser Zeit, in der das Erntefeld des Herrn so reif ist, über die Maßen mit Arbeit und Dingen in dieser Welt beschäftigt und für ihre Seelen zu sorgen, vergessen sie. Anton und Nikolaj sind Bauern. Heute dankt Anton dem Herren für Nikolaj’s treuen Wandel, durch welchen er den Weg zum Herrn finden durfte. Doch was hat ihn denn zum Herrn geführt? Lasset uns einmal zurückschauen.
Anton: Warum gräbst Du nicht Deine Kartoffeln aus?
Nikolaj: Ich wollte heute damit anfangen, bin aber erst spät von der Arbeit gekommen und jetzt ist es Zeit zur Übstunde zu gehen, die kann und will ich nicht versäumen.
Anton: Wie kannst Du nur zur Übstunde gehen, wenn die Kartoffeln noch in der Erde sind. Auf so einer Weise, gräbst Du sie auch bis zum Winter nicht aus.
Nikolaj: Anton, die Bibel sagt: “Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes” und nicht nach der irdischen Arbeit.
Stimme: Lieber Freund, was stellst Du auf den ersten Platz, das Reich Gottes oder das irdische Wohlergehen?
Autor: Die Zeit vergeht, aber Nikolaj findet. immer noch keine Zeit für seine Kartoffeln, weil das reife Erntefeld Gottes ihm viel teurer als sein eigener Garten ist. Sein Nachbar Anton kann das gar nicht verstehen.
Anton: Na, Nikolaj, wenn Du so weiter Deine Kartoffeln ausgraben wirst, dann kriegst Du sie sicher nicht ausgegraben. Bei mir ist schon der Keller voll und im Garten sind noch mehr.
Nikolaj: O, Anton, wenn Du lieber Schätze im Himmel sammeln würdest, was kann Dir Dein voller Keller und Dein ganzer Reichtum schon geben, wenn Dein Leben heute und jetzt zu Ende geht und Du vor Gott treten mußt?
Anton: Also Nikolaj, da bist Du aber schon zu weit gegangen, ich bin noch jung und es ist noch zu früh, um ans sterben zu denken.
Nikolaj: Nein Anton, auch junges Leben kann sterben. Also muß man sich rechtzeitig um die Ernte kümmern. Um meine Kartoffeln wird sich der Herr schon kümmern. Beurteile selbst, ich gehe von der Arbeit und sehe eine alte Frau ganz alleine Kartoffeln ausgraben, wie sollte ich da vorbei gehen – da habe ich ihr noch etwas geholfen.
Anton: Na, dann Grab mal ruhig bei den anderen die Kartoffeln aus. Es wurde schon Schnee versprochen und bei Dir sind die ganzen Kartoffeln immer noch in der Erde.
Stimme: Lieber Freund, denkst du auch an Deinen Nächsten. Sammelst Du Dir auch Schätze im Himmel, indem Du dem Herrn dienst, wo Du nur kannst?
Autor: Die warmen Herbsttage sind mittlerweile vergangen und es fängt schon an zu regnen. Bei Nikolaj ist immer noch die Hälfte der Kartoffeln in der Erde.
Anton: Na Nikolaj, wo ist Dein Gott, warum hilft er Dir nicht? Es sieht so aus, als ob Du umsonst betest und zur Kirche gehst. Sieh’ doch mal, wie es regnet, hättest Du es nicht gestern endlich mal getan haben können?
Nikolaj: Nein Anton, 6 Tage sind zum Arbeiten geschaffen, aber der 7. soll dem Herrn geweiht sein. Ich würde den Herrn betrüben, wenn ich gestern die Kartoffeln ausgegraben hätte. Am Sonntag sollte man sich auch besonders um die Seele kümmern, ihr viel Speise zukommen lassen, die Kranken ermutigen und besuchen. Nein, Anton, der gestrige Tag war nicht der richtige zum Kartoffeln ausgraben – dazu hatte ich gestern kein Zeit.
Stimme: Lieber Zuhörer, wie hättest Du solch eine Versuchung überstanden? Was machst Du am Ruhetag, was hast Du an diesem Tag für Sorgen? Kennst Du die Bedeutung dieses Tages, daß er von Gott geschaffen wurde, um Ihn zu ehren?
Autor: Gott, der all’ seinen Versprechungen treu ist, hat sich auch dieses Mal um seinen treuen Diener Nikolaj gekümmert. Nach ein paar Tagen Regen, scheint wieder die Sonne und Nikolaj kann den Rest seiner Ernte einsammeln. Aber er bringt lange nicht alle Kartoffeln in seinen Keller.
Anton: Nachbar, wo fährst Du denn deine Kartoffeln hin. Gestern hast Du schon ein paar Säcke irgendwo hingefahren und heute lädst Du schon wieder welche auf?! Was wirst Du nur selber essen?
Nikolaj: Weißt Du was, Anton? Die Bibel lehrt uns: ,,Teile mit den Hungernden Dein Brot.” Sieh mal, wieviel Bedürftige um uns herum sind; nicht alle haben soviel, wie wir beide.
Anton: Na, dann teil mal Nachbar, aber wenn Du im Winter zu mir kommst, gebe ich Dir nicht eine Kartoffel! Und glaub’s mir, Deine Kartoffeln reichen nicht mal bis zur Mitte des Winters.
Autor: Die Weihnachtszeit kommt immer näher. Doch Nikolaj spürt keine Not, weil Gott sich um ihn kümmert. Doch laßt uns mal in Antons Haus reinschauen, der so erfolgreich war, aber der sich nicht um Gottes Willen kümmerte.
Anton: Na Nikolaj, reichen Deine Kartoffeln bis zum Frühling?
Nikolaj: Kennst Du das Wunder, welches Jesus mit den 5 Broten tat. Er speiste 5.000 Menschen damit. So ist es auch bei mir, es wird reichen und auch noch übrig bleiben. Und wie sieht es bei Dir mit Deinem vollen Keiler aus?
Anton: Nikolaj, Du hattest recht, daß, daß man vom Herrn abhängig ist. Ich sortiere schon das dritte Mal die Kartoffeln und sie faulen immer noch weiter. Sie werden mir nicht mal bis zum Frühling reichen.
Nikolaj: Anton, das ist eine ernste Sprache Gottes zu Deiner Seele. Wahres Wohl und Glück findest Du nur in Ihm. Könntest Du doch sein Reden verstehen und Ihn in Dein Herz aufnehmen.
Autor: Durch dieses Erlebnis und Nikolaj’s treuen Wandel durfte Anton den Weg zum Herrn finden.
Die Bibel sagt uns heute: ,,Was nütze es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nehme doch Schaden an seiner Seele.“ Was für einen Nutzen bringt uns ein voller Keller und anderer Reichtum, wenn die Seele nicht gerettet ist, wenn wir unsere Zeit, unser Leben nicht für den Herrn eingesetzt haben.
Stimme: Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Matt. 6, 33