Archive for August 27th, 2007

Aug 27 2007

Gott sorgt für die Ernte

Geschrieben von under Erntedankfest

Gott sorgt für die Ernte, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für vier Personen.

Stimme: Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.   Mt. 6, 33

Autor: Der Herbst bringt viel Arbeit für die Bauern mit sich, so sind sie auch meistens damit beschäftigt, die Ernte einzubringen. Auch viele Christen sind in dieser Zeit, in der das Erntefeld des Herrn so reif ist, über die Maßen mit Arbeit und Dingen in dieser Welt beschäftigt und für ihre Seelen zu sorgen, vergessen sie. Anton und Nikolaj sind Bauern. Heute dankt Anton dem Herren für Nikolaj’s treuen Wandel, durch welchen er den Weg zum Herrn finden durfte. Doch was hat ihn denn zum Herrn geführt? Lasset uns einmal zurückschauen.

Anton: Warum gräbst Du nicht Deine Kartoffeln aus?

Nikolaj: Ich wollte heute damit anfangen, bin aber erst spät von der Arbeit gekommen und jetzt ist es Zeit zur Übstunde zu gehen, die kann und will ich nicht versäumen.

Anton: Wie kannst Du nur zur Übstunde gehen, wenn die Kartoffeln noch in der Erde sind. Auf so einer Weise, gräbst Du sie auch bis zum Winter nicht aus.

Nikolaj: Anton, die Bibel sagt: “Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes” und nicht nach der irdischen Arbeit.

Stimme: Lieber Freund, was stellst Du auf den ersten Platz, das  Reich Gottes oder das irdische Wohlergehen?

Autor: Die Zeit vergeht, aber Nikolaj findet. immer noch keine Zeit für seine Kartoffeln, weil das reife Erntefeld Gottes ihm viel teurer als sein eigener Garten ist. Sein Nachbar Anton kann das gar nicht verstehen.

Anton: Na, Nikolaj, wenn Du so weiter Deine Kartoffeln ausgraben wirst, dann kriegst Du sie sicher nicht ausgegraben. Bei mir ist schon der Keller voll und im Garten sind noch mehr.

Nikolaj: O, Anton, wenn Du lieber Schätze im Himmel sammeln würdest, was kann Dir Dein voller Keller und Dein ganzer Reichtum schon geben, wenn Dein Leben heute und jetzt zu Ende geht und Du vor Gott treten mußt?

Anton: Also Nikolaj, da bist Du aber schon zu weit gegangen, ich bin noch jung und es ist noch zu früh, um ans sterben zu denken.

Nikolaj: Nein Anton, auch junges Leben kann sterben. Also muß man sich rechtzeitig um die Ernte kümmern. Um meine Kartoffeln wird sich der Herr schon kümmern. Beurteile selbst, ich gehe von der Arbeit und sehe eine alte Frau ganz alleine Kartoffeln ausgraben, wie sollte ich da vorbei gehen – da habe ich ihr noch etwas geholfen.

Anton: Na, dann Grab mal ruhig bei den anderen die Kartoffeln aus. Es wurde schon Schnee versprochen und bei Dir sind die ganzen Kartoffeln immer noch in der Erde.

Stimme: Lieber Freund, denkst du auch an Deinen Nächsten. Sammelst Du Dir auch Schätze im Himmel, indem Du dem Herrn dienst, wo Du nur kannst?

Autor: Die warmen Herbsttage sind mittlerweile vergangen und es fängt schon an zu regnen. Bei Nikolaj ist immer noch die Hälfte der Kartoffeln in der Erde.

Anton: Na Nikolaj, wo ist Dein Gott, warum hilft er Dir nicht? Es sieht so aus, als ob Du umsonst betest und zur Kirche gehst. Sieh’ doch mal, wie es regnet, hättest Du es nicht gestern endlich mal getan haben können?

Nikolaj: Nein Anton, 6 Tage sind zum Arbeiten geschaffen, aber der 7. soll dem Herrn geweiht sein. Ich würde den Herrn betrüben, wenn ich gestern die Kartoffeln ausgegraben hätte. Am Sonntag sollte man sich auch besonders um die Seele kümmern, ihr viel Speise zukommen lassen, die Kranken ermutigen und besuchen. Nein, Anton, der gestrige Tag war nicht der richtige zum Kartoffeln ausgraben – dazu hatte ich gestern kein Zeit.

Stimme: Lieber Zuhörer, wie hättest Du solch eine Versuchung überstanden? Was machst Du am Ruhetag, was hast Du an diesem Tag für Sorgen? Kennst Du die Bedeutung dieses Tages, daß er von Gott geschaffen wurde, um Ihn zu ehren?

Autor: Gott, der all’ seinen Versprechungen treu ist, hat sich auch dieses Mal um seinen treuen Diener Nikolaj gekümmert. Nach ein paar Tagen Regen, scheint wieder die Sonne und Nikolaj kann den Rest seiner Ernte einsammeln. Aber er bringt lange nicht alle Kartoffeln in seinen Keller.

Anton: Nachbar, wo fährst Du denn deine Kartoffeln hin. Gestern hast Du schon ein paar Säcke irgendwo hingefahren und heute lädst Du schon wieder welche auf?! Was wirst Du nur selber essen?

Nikolaj: Weißt Du was, Anton? Die Bibel lehrt uns: ,,Teile mit den Hungernden Dein Brot.” Sieh mal, wieviel Bedürftige um uns herum sind; nicht alle haben soviel, wie wir beide.

Anton: Na, dann teil mal Nachbar, aber wenn Du im Winter zu mir kommst, gebe ich Dir nicht eine Kartoffel! Und glaub’s mir, Deine Kartoffeln reichen nicht mal bis zur Mitte des Winters.

Autor: Die Weihnachtszeit kommt immer näher. Doch Nikolaj spürt keine Not, weil Gott sich um ihn kümmert. Doch laßt uns mal in Antons Haus reinschauen, der so erfolgreich war, aber der sich nicht um Gottes Willen kümmerte.

Anton: Na Nikolaj, reichen Deine Kartoffeln bis zum Frühling?

Nikolaj: Kennst Du das Wunder, welches Jesus mit den 5 Broten tat. Er speiste 5.000 Menschen damit. So ist es auch bei mir, es wird reichen und auch noch übrig bleiben. Und wie sieht es bei Dir mit Deinem vollen Keiler aus?

Anton: Nikolaj, Du hattest recht, daß, daß man vom Herrn abhängig ist. Ich sortiere schon das dritte Mal die Kartoffeln und sie faulen immer noch weiter. Sie werden mir nicht mal bis zum Frühling reichen.

Nikolaj: Anton, das ist eine ernste Sprache Gottes zu Deiner Seele. Wahres Wohl und Glück findest Du nur in Ihm. Könntest Du doch sein Reden verstehen und Ihn in Dein Herz aufnehmen.

Autor: Durch dieses Erlebnis und Nikolaj’s treuen Wandel durfte Anton den Weg zum Herrn finden.

Die Bibel sagt uns heute: ,,Was nütze es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nehme doch Schaden an seiner Seele.“ Was für einen Nutzen bringt uns ein voller Keller und anderer Reichtum, wenn die Seele nicht gerettet ist, wenn wir unsere Zeit, unser Leben nicht für den Herrn eingesetzt haben.

Stimme: Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.  Matt. 6, 33

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Aug 27 2007

Innere Mission

Geschrieben von under Erntedankfest

Innere Mission, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für sechs Personen.

Lied: Wo sind die Schnitter?

Liese: Wo sind die Schnitter im Erntefeld? Wer sammelt Garben dem Herrn der Welt? Bittet den Herrn der Ernte, dass Er Arbeiter in Seine Ernte sende. Das Feld ist weiß zur Ernte, aber wenige sind der Arbeiter. Wie ist das? Was soll man tun? So klingt das nun schon Tage lang in meinem Herzen. Wie ein Donnerkeil traf mich auf unserm letzten Missionsfest die Wahrheit, dass das größte Problem der Gemeinden von heute die vielen Nichtstuer sind. Das so viele Glieder der Gemeinde keinen Anteil nehmen an der Arbeit. Dass sie sich auch gar keine Mühe machen über die Aufgaben der Gemeinden nachzudenken, darum wird so vieles unterlassen. Es bleibt so vieles ungetan. Wieviel Seelen hast du zu Christo geführt? Wievielen hast du Trost und Hilfe gebracht? Dann wird mir selbst bange über mich. Dann muss ich mich schämen und bekennen: So wenig habe ich geliebt, so wenig Treue habe ich geübt, dass nicht an mir erscheint, als Blätter nur! Und doch sucht der Herr die Frucht und nicht die Blätter. Die Reben, die nicht Frucht bringen, entfernt Er vom Weinstock. Der unfruchtbare Baum wird abgehauen. Tiefe Reue quält mich nun schon eine geraume Zeit. So darf das aber nicht bei mir bleiben. Ich muss etwas für meinen Meister tun, denn noch winkt mir die Sonne! Ob’s den andern Schwestern wohl auch so geht wie mir? Ich muss mal mit ihnen davon sprechen, ich kann es nicht länger allein tragen.

Lied: Das Feld ist weiß zur Ernte.

Marina: Wie wohl tut doch die Abwechslung! Mitten in der Woche von Mühe und Arbeit einmal eine Stunde der Gemeinschaft.

Katja: Ja, wenn man auch nicht viel Handarbeit getan bekommt, aber man entspannt einmal die Nerven.

Helene: Ja, es ist wirklich gut, mal allen Hauskram beiseite zu legen und an etwas anderes zu denken. Mich hat schon nach dieser Stunde verlangt, denn die letzten Tage haben mich innerlich arg mitgenommen.

Marina: Auch dich, Helene? Das habe ich dir nicht angesehen. Das hast du uns nicht gezeigt.

Helene: Oh, man muss auch nicht alles zeigen, was einen innerliche bewegt und mitnimmt.

Clara: Wovon redet ihr denn? Ich kann euch nicht verstehen.

Marina: Wenn du auf unserem letzten Missionsfest gewesen wärest, glaube ich, würdest du uns beide verstehen. Vor unseren Augen wurden Bilder aufgerollt, wie es heute in den Vereinigten Staaten und in Kanada auf dem Gebiete der Innern Mission steht. Weißt du, Clara, einem bleibt fast das Blut in den Adern stehen, wenn man hört, dass 30 Millionen Kinder nichts von Jesum lernen und dass in den gläubigen Kreisen nur 1/3 unter das Wort kommen.

Clara: Aber das doch nicht!

Helene: Ja Clara, das ist die Statistik der letzten Jahre und Zahlen, reden eine sehr deutliche Sprache. Und unter der Jugend sieht das Bild noch dunkler aus.

Clara: Nun, da wundert es mich nicht, dass ihr bedrückt seid. Aber sagt einmal, wie ist es denn soweit gekommen?

Luise: Ich glaube, man hat nicht die Arbeit getan, die man hätte tun sollen. Darum wird es immer schlimmer. Auch in den Gemeinden unterbleibt soviel. Und wenn es nicht noch schlimmer werden soll, dann heißt es für alle Gläubigen an die Arbeit zu gehen.

Clara: Können auch wir da irgendwie helfen? Ist auch für uns Schwestern eine Arbeit zu tun? Auch für mich?

Katja: Ja, Clara, uns wurde gesagt, dass es im Reiche Gottes keine Müßiggänger geben sollte.

Liese: Guten Tag, Schwestern. Schon alle hier und so emsig bei der Arbeit, dass ihr mich nicht einmal kommen hört.

Maria: Bitte, setz dich. Wir waren eigentlich nicht so ernstlich mit unsrer Arbeit als mit unsern Gedanken beschäftigt und in einem Gespräch vertieft.

Liese: Was war denn die Ursache eurer ernsten Stimmung, wenn ich fragen darf?

Helene: Wir sprachen über die Arbeit im Weinberge des Herrn, über die viele Arbeit der Innern Mission, die getan werden sollte und doch ungetan bleibt.

Liese: So, so! Ein eigentümliches Treffen heute! Der Geist hat also auf mehreren Stellen gesprochen. Mir wurde es auch so schwer ums Herz beim Nachdenken über die Arbeit, dass ich mit der brennenden Frage im Herzen hergeeilt bin: Wie und wo kann ich helfen?

Katja: Nun, wenn wir alle auf ein Thema geführt worden sind, dann ist das sicher von besonderer Bedeutung. Wir brauchen weiter keine Einleitung. Ich möchte heute auch Klarheit haben, wie ich mithelfen kann in der Innern Mission.

Marina: Predigen können wir nicht, das ist nicht für uns Schwestern und ins Missionsfeld können wir auch nicht.

Liese: Das wohl nicht, aber bieten sich denn nicht auch uns recht viele Gelegenheiten wo wir privat zu anderen das Evangelium sagen können? Haben nicht besonders die Schwestern, welche ausschaffen, eine Gelegenheit dazu?

Luise: Ja, von Jesus sprechen können wir alle. Habt ihr nicht das Geschichtebuch gelesen: „Eines Königs Kind?“

Alle: Nein!

Luise: Da wurde durch ein Dienstmädchen eine ganze Professor Familie zu Christo bekehrt. Und wie kam das? Sie erzählte nur. Und durch ihr Erzählen kam die große Umwandlung. Seht, das war Innere Mission eines Dienstmädchens.

Katja: Da hätte ich auch schon viel Innere Mission treiben können. Ich bin schon in so vielen Häusern gewesen.

Maria: Ja, ich auch, aber die verpassten und versäumten Gelegenheiten können wir nicht zurückrufen. Vorbeigeflossenes Wasser treibt keine Mühle. Aber für die Zukunft sollten wir doch treu und wacker jede Gelegenheit ausnützen.

Liese: Das wäre ein Zweig der Arbeit, aber gibt es denn nicht noch mehr Linien der Innern Mission?

Helene: Na, denkt doch einmal an die Tabea in Joppe. Die hat auch all diese Innere Missionsarbeit gesehen und nach bestem Wissen und Können erfüllt. Sie arbeitete mit Händen und ging mit ihren Füßen dorthin, wo Not war.

Clara: Ich sehe schon alles! Sie hat nicht einmal an Sonntagschularbeit gedacht. Wie ist man doch aber so blind und verkehrt.

Marina: Ja man sieht manchmal vor lauter Bäumen den Wald nicht.

Maria: Mir gehen auch die Augen auf. Gewiss können wir alle kranke Leute besuchen und sprechen können wir zu ihnen auch und Trostlieder können wir ihnen auch singen.

Luise: Wie manche Träne würde gestillt werden und wie viel Licht würde so in die dunkle Nacht gebracht werden.

Liese: Und mancher würde zu Jesu dem Heiland der Welt gewiesen werden. Als in einem Haus ein 8jähriges Mädchen in den letzten Zügen lag, sangen etliche Sänger in später Nachtstunde draußen am Fenster das Lied: „Armes Herz, was dann?“ Der Vater und die Mutter, beide unbekehrt, wurde im Blick auf ihr sterbendes Kind durch das Lied an die Ewigkeit erinnert und haben es wohl nie vergessen.

Helene: Wir könnten uns auf diesem Gebiet noch viel gründlicher betätigen. Wo Krankheit im Hause ist, könnten wir die Hausarbeit tun, wenn wir unsre Hände dem Herrn weihen würden. Wie viel Arbeit ist dort gerade oft zu tun?

Maria: Und nähen können wir auch. Die Tabea ist darin gerade ein Vorbild. Wo Not war, da war Tabea. So wurde sie voll guter Werke und Almosen. Sie hat nichts Außergewöhnliches getan. Das kann eine jede von uns auch. Nur sehen wir das nicht immer als unsre Mission an.

Clara: Wir sind doch aber wirklich kurzsichtig gewesen.

Luise: Mir fällt eine Geschichte von Otto Funke ein, wie er einst mit seinem Vater durch die Straßen der Stadt ging. Sie wollten einen Kranken besuchen. Sein Vater war Arzt. Da begegneten sie einer alten Frau, die ein Bündel Holz auf dem Rücken nach Hause schleppte. Plötzlich glitt sie aus. Der kleine Otto stand und lachte über das seltsame Bild. Da bekam er eine derbe Ohrfeige von seinem Vater, dass ihm Hören und Sehen verging. Als Otto wieder zu sich kam, sagte der Vater: „Junge, nun trage der armen Frau das Holz nach Hause.“

Maria: Das war also auch Innere Mission.

Luise: Gewiss! Otto Funke hat dann später jede Gelegenheit ausgenützt um Kranken, Alten und schwachen Menschen zu helfen.

Clara: Das wird ja immer interessanter! Wenn das alles Innere Mission ist, dann haben wir doch recht viele Gelegenheiten und Möglichkeiten dazu.

Liese: Ich weiß aus Otto Funkes Leben noch mehr. Er war als Knabe fast immer kränklich und konnte deshalb nicht die Schule besuchen. Da musste er seinem Vater helfen, um unter den Patienten Innere Mission zu treiben.

Katja: Na wie? Sprach er denn mit den Kranken übers Sterben, über ihr Seelenheil?

Liese: Nein, er musste im Wartesaal die Kranken unterhalten, dass ihnen die Geduld nicht reißen sollte.

Marina: Da hätte ich nicht an seiner Stelle sein mögen. Eine undankbare, schwere Aufgabe!

Liese: Der kleine Missionar erfüllte seine Aufgaben aber einfach und gut. Er las Geschichten, erzählte selber und konnte die Kranken so gut unterhalten, dass bald ein fröhliches Gelächter durch den Wartesaal schallte.

Maria: Allen Respekt vor dem kleinen Missionar! Und wieder eine neue Seite der Innern Mission.

Helene: Jede Woche musste die Mutter einen großen Topf Suppe für die Kranken kochen. Das wollte der Mann so.

Clara: Und Otto musste sie tragen, nicht wahr?

Helene: Ja, Otto und die beiden Brüder trugen die Suppe in kleinen Kannen aus. Manchen Spott mussten sie von ihren Kameraden hinnehmen. Wenn sie dann mit ihrer Suppe ins Haus kamen, hatten sie den Kranken und Armen einen Bibelvers zu sagen, der ihnen von der Mutter eingeprägt war. Am Nachmittage ging die Mutter selbst nachsehen ob ihre Söhne die Innere Mission gut besorgt hatten.

Katja: Wahrlich eine weise Mutter ! Die hat 2 Fliegen auf einen Schlag getroffen. Innere Mission getrieben und ihre Söhne für Innere Mission erzogen.

Luise: Das ist der Schlüssel für Otto Funkes spätere segensreiche Arbeit in der Innern Mission. Er wurde Pastor. Die Kranken, Einsamen und Verlassenen wurden von ihm aufgesucht. Er hat ihnen, wenn es sein musste, Essen gekocht, Zimmer gekehrt und allerlei Speisen gebracht. Manches harte Herz wurde weich und dann kam er mit dem Worte Gottes.

Maria: Von Otto Funke können wir alle viel, viel lernen.

Katja: Von Jesus aber noch mehr. Der verstand es noch besser als Otto Funke. Der sah alles und hörte alles. Der hatte auch ein Auge für die Kinder, hatte auch Zeit für sie. Er hatte auch ein Ohr für die Bedürfnisse der Mütter.

Luise: Ja, Er kannte die Not der Menschen und hatte ein Verständnis für sie. Für alle stand Er hilfsbereit da:

Clara: Von Ihm lasst uns alle lernen. Dann werden wir eine recht segensbringende Innere Mission treiben.

Katja: Das gebe eine herrliche Innere Mission, wenn wir in seinen Fußtapfen wandeln und so wir Er arbeiten wollten.

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Aug 27 2007

Herbst – Ernte

Geschrieben von under Erntedankfest

Herbst – Ernte, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für drei Personen.

Müller: Guten Tag, Frau Schwarz!

Schwarz: Guten Tag, Frau Müller!

Müller: Na, Frau Schwarz, Sie haben es ha heute wieder sehr eilig. Ihre Ernte haben Sie bereits auch unter Dach und Fach und tun doch noch so, als ob die Erntearbeit erst gestern begonnen hätte. Gönnen Sie sich doch auch mal etwas Zeit um… ich glaube sagen zu dürfen, zur Vernunft zu kommen. Der Herr Pastor sagt, dass das Leben nicht nur aus arbeiten und hetzen bestehen darf. Es gibt auch noch andere Dinge, um die man sich kümmern muss. Ich will Ihnen durchaus keine Predigt halten, die hören Sie ja am Sonntag in ihrer Kirche. Zum Leben aber gehört es, dass man sich einmal etwas zusammensetzt und plaudert. Frau Schwarz, ich komme heute Abend zu einem Plauderstübchen zu ihnen. Ist’s Ihnen recht? Sonst kann es auch ein anderer Abend sein.

Schwarz: Einverstanden, Frau Müller, aber kommen Sie nicht so spät, damit wir auch genügend Zeit für die Unterhaltung haben. Ich werde ein Tässchen Tee herrichten. Also bis später, Frau Nachbarin!

Sprecher: Es war ein stürmischer Herbstabend. Beide Frauen saßen plaudernd im Wohnzimmer bei Schwarz am Ofen. Der Tee mundete ihnen gut und das Gespräch floss zwanglos. Zuerst sprach man über dieses und jenes, aber es war immer nur ein dörfliches Alltagsgespräch. Man sprach vom Wetter und sonstigen belanglosen Dingen.  Nach einer weiteren Tasse Tee kamen sie auf die diesjährige Ernte zu sprechen. Darüber sprach Frau Müller nicht gern, weil sie in den Ernteerträgen seiner Nachbarin immer etwas nachstand. Sie arbeitete nicht mit der Sorgfalt, wie ihre Nachbarin. Doch beide waren mit dem Ernteertrag zufrieden. Nur Frau Schwarz seufzte etwas und sagte:

Schwarz: Man hat in der Erntezeit doch allerlei zu tun.

Müller: Sie, Nachbarin, arbeiten meistens auch zuviel am Land und an der Ernte herum. Bei Ihnen nimmt die Arbeit ja gar kein Ende.

Schwarz: Na nun, ganz so, wie Sie es schildern, ist’s ja auch nicht. Man muss schon seine Pflicht tun. Mir wird die Arbeit aber auch nie zuviel, denn beim Ernten hat man dann auch seine Freude. Aber, was meinen Sie, wie es dann sein wird, wenn wir einmal ernten werden ohne Aufhören?

Müller: Schrecklich! Wie kann man ewig in Erntearbeiten stecken? Außerdem kommen in unserem lande solche Zeiten niemals, dass man in einem Jahr mehrere Ernten von einem Acker herunterholen könnte.

Schwarz: Liebe gute Nachbarin, so ist das ja auch nicht gemeint. Ich dachte jetzt an die Ernte in der Ewigkeit. Das steht doch im Galaterbrief Kapitel 6, Vers 9: „Lasset und gutes tun und nicht Müde werde, denn zu seiner Zeit werden wir auch ernte ohne aufhören.“ Bei der Ernte darf man nicht mehr an die schwere Arbeit, sondern an den Ernteertrag denken. Wie kann man sich doch da freuen, wenn der Weizen goldgelb in der Scheune liegt.

Müller: Im Himmel werden wir doch keinen Weizen ernte, meine liebe Frau Schwarz, was denken Sie eigentlich? Sonst wäre es ja kein Himmel.

Schwarz: Natürlich ist da von Weizen, Gerste oder auch Hafer keine Rede, liebe Nachbarin. Sie haben nur vergessen, dass unser ganzes Leben ein Saatzeit für die Ewigkeit ist. Es ist so, dass wir hier im Zeitlichen säen und diese Saat als Ernte in die Ewigkeit hineinwächst. Dort ist eine wirkliche Ernte unseres jetzigen Lebens.  Hören Sie mal her, was da alles von Saat und Ernte in der Bibel steht. Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten, denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch das Verderben ernten, wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist das ewige Leben ernten. (Gal. 6:7-8) Die Tage des Lebens sind schon sehr ernst; wenn man darüber nachdenkt, wer in diesen tagen nur seinen Leib lebt und nur um sein Fleisch bekümmert ist. Dessen „ICH“ wird sich niemals vom Fleische lösen können, der bleibt damit verbunden und verwachsen. Weil Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können, somit muss die Seele mit dem Fleisch ins ewige Verderben. Jesus sagt das sehr ernst, das dort Zähnekappen und ewige Finsternis sein wird. Der reiche Mann sagt zu Abraham: „Ich leide Pein in dieser Flamme.“ Es wird ein ewiger Rauch aufgehen. Also ernten ohne aufhören, was wir hier unser Fleisch gesät haben.

Müller: Frau Schwarz, Sie sprechen ja wie ein richtiger Pastor. Eigentlich müsste man die Leute zusammenrufen und ihnen das einmal so richtig erklären wie Sie es eben machten. Ich wusste auch schon manches von der Bibel, aber in solcher Weise wie Sie, hatte ich es noch nie erfasst. Mir wird richtig Angst ums Herz. Wenn alles stimmt, wie die Bibel es sagt, dann müsste man ja ganz anders leben und…

Schwarz: Ja, Frau Müller, diese Angelegenheit ist auch sehr ernst. Jesus hat das auch sehr eindringlich gesagt. „Ringet darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht.“ Man muss es sich schon etwas kosten lassen. Ringen ist etwas anderes als schlafen, als Müßiggang, als ein gemütliches und gleichgültiges Leben. Außerdem sind Sie jetzt gerade am richtigen Punkt angelangt. Es ist schon der rechte Zustand, wenn und Furcht und Zittern ankommt um der Seligkeit willen. Paulus schreibt an die Philipper: „Schaffet, dass ihr selig werdet mit Furcht und Zittern.“ (Phil. 2:12) Den Ephesern schreibt er, dass sie mit Furcht und Zittern gehorsam sein sollen. Sehen Sie, liebe Frau Müller, die Prediger und Evangelisten sind keine Marktschreier, wenn ruhe- und pausenlos immer wieder mit besondere Eindringlichkeit auf die Gefahr der Seele hinweisen. Aber wer glaubt ihnen schon? Trotzdem opfern sie sich Tag für Tag. Gott wird es ihnen lohnen und vergelten. Diese werden auch einmal ernten ohne aufhören, aber keine ewige Qual, sondern Seligkeit über Seligkeit.

Müller: Frau Schwarz, sagen Sie doch, worin wird denn die Ernte derer bestehen die in den Himmel kommen? Dort – ja was gibt es denn da für Dinge und Ernte oder besser gesagt zu erben?

Schwarz: Aha, da haben wir ja das schönste Thema, das man sich nur denken kann. Erstens einmal muss einen Erbschein haben, um überhaupt ans erben denken zu können. Unser himmlischer Erbschein ist die Wiedergeburt und Versiegelung mit dem heiligen Geist. Er ist das Pfand unseres Erbes. Sind wir im Besitz dieses Erbschein, dann fängt das Ernten oder besser gesagt das Erben an. Wir ernten und erben das, was noch kein Auge gesehen und wovon noch kein Ohr gehrt hat. Auch hat nie ein Mensch in seinem Herzen an eins der Dinge denken oder etwas davon ahnen können, die Gott für uns bereitet hat. Wir wissen nur, dass es zuerst Freude und Gemeinschaft sein wird. Wir werden nicht nur unsere Ernte einheimsen können, sondern wir werden Miterben Christi sein. Stellen Sie sich das einmal praktisch vor, wie sich das abspielen könnte. O, welch eine Tiefe der Herrlichkeit Gottes. Die Frucht der Ernte wird sich auch im Dienstrang offenbaren. Wir werden zu Königen und Priestern erhoben. Wir werden als Fürsten über Welten gesetzt werden. Wir werden Löhne nach Rang und Ordnung erhalten. Es gibt Löhne der Propheten, Löhne derGerechten. Unbedingt wird uns das Wort Ernten ohne Aufhören wirklich froh machen. Wer natürlich nicht will, dem wird Gott seinen Himmel bestimmt nicht nachwerfen. Die Möglichkeit, eine gute Saat auszustreuen, besteht unbedingt in diesem Leben. Die Folge der guten Saat wird eben eine reiche und gute Ernte sein. Da steht doch noch ein herrliches Wort in den Psalmen, das ich beinah vergessen hätte: „Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.“ Sehen Sie, so ganz verborgen wird die gute Sache gesät. Während dem Sie in der vorige Woche Ihre Geburtstag ganz pompös gefeiert haben, haben immer noch viele Menschen kaum das tägliche Brot. Die Mütter weinen stille Tränen, die auch nicht ein Mensch sieht, und vernimmt, aber bei Gott sind sie gesehen und auch nicht verloren. Gott wird sie diesen Menschen einmal von ihren Augen abwischen.Seien Sie mir nicht böse, es war nur mal ein Beispiel.

Müller: O, Frau Schwarz, woher wissen Sie denn das alles? Warum haben Sie mir als Nachbarin das nicht schon viel früher gesagt? Es gibt doch noch so viele die weinen zum Teil ja bereits Jahre. Aber wer weißt es, dass die Sache so bitter ernst ist? Nun verstehe ich erst die Predigt vom letzten Sonntag. „Die Hälfte meine Güter gebe ich den Armen.“ (Lk. 19:8) Eben denke ich auch an einen Mann, der nachts im Felde mit einem anderen der ihn anflehte, seinen Mantel teilte. Er schnitt ihn einfach mitten durch. Gewiss kann man es als Unsinn bezeichnen, aber er gab die Hälfte. Der hat gewiss guten Samen gesät.

Schwarz: Liebe Frau Müller, Sie haben recht, was der Welt als Unsinn erscheint, ist guter, himmlischer Same. Man meint, wenn Gott dem Menschen Güter dieser Welt zufallen lässt, dass man sich darin wälzen und damit schwelgen müsste. Wer guten Samen säen will, der befindet sich täglich im Abschiednehmen von dieser Welt. Er arbeitet mit der einen Hand, um leben zu können und mit der andern verschenkt er abends, was er an diesem Tage nicht verbraucht hat. Wer die Münzen häuft, dem wird sie der Rost auffressen und den Besitzer mit, denn er gehört ha dazu. „Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz,“ sagt die Schrift. Wem die Motten die Kleider fressen müssen, weil er sie nicht zu verteilen weiß, der wird nackt vor Gott stehen. Ach ja, liebe Nachbarin, die Bibel sagt: „Wer Wind sät, der wird Ungewitter ernten!2 Wer Weizen sät wird auch Weizen ernten. Wer einen Birnbaum pflanzt, der wird kein Trauben ernten. Was wollen wir nun tun? Ich glaube, wir wollen unser Erntedankopfer heute so abmessen, dass wir schon in diesem Leben einen Segen davon haben. Unser Opfer schenkt den heimatlosen Heimat, dem Hungrigen Brot, dem Nackten das Kleid, dem Kranken Genesung und uns das ewige Leben.

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