Archive for August 24th, 2007

Aug 24 2007

Alles bleibt und trägt Frucht

Geschrieben von under Erntedankfest

Alles bleibt und trägt Frucht, ein christlicher Vortrag zum Thema Erntedankfest für drei Personen.

1 Sprecher: Das Zeichen unserer Welt ist die Vergänglichkeit. Keiner kann haben und halten, was er hat. Alles bleibt ein Kommen und Gehen, ein Nehmen und Loslassen, ein Finden und Verlieren. Wir begegnen einander und verlassen uns. Es ist immer nur vorübergehend. Ein Tag, ein Wort, ein Händedruck, ein Augenblick, zu dem das Herz spricht: „Verweile doch, du bist so schön…“ Doch sagt „ein Tag dem andern, das Leben sei ein Wandern…“ So sind wir immer unterwegs. Und indem wir vorwärts schreiten, wird jede Gegenwart zur Vergangenheit. Mitunter halten wir Rast und blicken zurück. Unbewusst erfreuen wir uns der Gabe der Erinnerung. „Es war einmal…“. Dann mag ein Lächeln der Ausdruck dankbaren Gedenkens sein, in dem sich Vergangenes spiegelt.

2 Sprecher: Da ist ein beglückendes Kindheitserlebnis, da ein froher Tag der Jugendzeit, eine schicksalhafte Begegnung, sonnige oder auch dunkle Stunde, die den Alltag des Leben bestimmt. Und auch dies: durch unser Menschensein werden wir mit Belastendem begleitet – etwa mit einer Schuld, die da bleibt, uns verklagt und eine böse Frucht trägt. Doch wir können von der Vergebung leben! Denn keine Schuld wiegt so schwer, dass sie nicht von Gott getilgt werden kann! Hier liegt ein Segen der Vergänglichkeit!

3 Sprecher: Was aber bleibt? Ist es nur der Verlust? Gibt es keinen Gewinn? Ist alles dahin, was einmal gewesen? Wenn wir nur auf das Menschenmögliche schauen, mag es wohl so sein.  Aber wir leben nicht nur in irdisch-vergänglichen Dimensionen, wir sind Geschöpfe Gottes. Und Gott ist A und O, Anfang und Ende, was er schafft und tut, hat ewigen Bestand.

1 Sprecher: Er ist der Bleibende und schafft das Bleibende. Dies geschieht in geheimnisvoller Weise mitten unter uns, mitten in der Vergänglichkeit dieser Welt und unseres Lebens.

2 Sprecher: Der Mensch, der nur an die Materie glaubt und von der Materie lebt, sieht und erfährt nur die tödliche Tatsache, dass alles vergeht und am Ende nichts bleibt.

3 Sprecher: Die von Gott geöffneten Augen zeigen dagegen dem Menschen die geheime Wahrheit, dass über aller Materie Gott am Werke ist, um Bleibendes zu gestalten uns sein ewiges reich in der vergänglichen Welt zu bauen. Dies geschieht in vielfältiger Weise.

1 Sprecher: Bei Gott bleibt alles und trägt seine Frucht, weil Gott die Liebe ist. Und Liebe ist immer fruchtbar, denn sie ist die größte Macht.
Der Apostel Paulus sagt uns: Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1 Kor. 13:13)

2 Sprecher: Und weil Gott der Ewige, die Liebe ist, wird alles bleiben, was aus dieser Liebe geschieht. Samenkörner der Liebe in die Welt der Vergänglichkeit gestreut, gehen auf und bringen Frucht, mitunter hundertfältig, die bis in Ewigkeit bleibt. Das mag ein geheimer, stiller Vorgang sein, im Alltag kaum bemerkt, und doch von entscheidender Bedeutung.

3 Sprecher: Da ist die Tat. Vielleicht eine ganz selbstverständliche, keine besondere, mitunter eine ganz schlichte. Aber sie wurde von der Liebe, der Nächstenliebe bestimmt. Eine Tat, zu der sich der Herr mit seinen Worten bekennt: Was ihr getan habt, habt ihr mir getan. (Mt. 25:40) Und schon hat diese Tat das Wesen des Bleibenden, ja, des Ewigen. In der Vergänglichkeit menschlichen Tuns wächst die Frucht der Ewigkeit, wird etwas von der Liebe offenbar, die Menschenherzen bewegt.

1 Sprecher: Da ist ein Wort, dem Nächsten zugesprochen, ein Wort, das über die Lippen kommt, das aber seinen Ursprung im Herzen hat, das auf Gott hört. So wird es ein Wort der Liebe, die den andern segnend erreicht und ihm zur Hilfe, zum bleibenden Gewinn wird.

2 Sprecher: Da ist das Opfer, das nicht nach eigenem Vorteil fragt, das bereit ist, das eigene Ich zu vergessen und sich in der Stunde der Bewährung hinzugeben. „Ein jeder sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war…“ (Phil. 2:5) Die Liebe ist zu allem fähig. Je mehr Macht sie über uns gewinnt, desto ähnlicher werden wir dem, der das größte Opfer für uns vollbracht hat und uns das Ewig-Bleibende, sein Himmelreich, erschloss.

3 Sprecher: In Wort, in der Tat, im Opfer geschieht das Bleibende und bringt seine gute frucht. Frucht ist mehr als Erfolg, den jeder Tüchtige im Leben haben kann, der aber seine irdischen Grenzen hat. Jesus aber sagt uns im gleichnishaften Bbild: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. So ist bleibende Frucht nur in ihm begründet.

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Aug 24 2007

Das Dankesmahl

Geschrieben von under Erntedankfest

Das Dankesmahl, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für sechs Personen.

Autor: Am Abend vor dem Dankfest saß ein Bauer mit seiner Frau beim reichen Abendbrot am Tisch. Sie aßen Butterbrote und gebratene Kartoffeln und tranken duftenden Kaffee. Im Haus war alles sauber und ordentlich. Keller und Vorratskammer waren gefüllt mit Vorräten von Obst und Gemüse zum Winter. Im Stahl ruhte vielerlei Vieh. Alles sprach vom großen Wohlstand. Der Bauer hob seine Augen zu seiner Frau auf und sprach:

Andreas: Was hast du zu Mittag zum Dankfest zubereitet, Luise?

Luise: Ich habe nichts zubereitet. Wir haben Gott für nichts zu danken. Und wir werden nicht mehr haben, als alle anderen Tage auch. Wie können wir danken, wenn unsere lieben Kinder in kühlen Gräbern auf dem Friedhof liegen? War unser Johann nicht viel besser als alle anderen? Und war Elisa nicht seine liebende Frau und unsere gehorsame Tochter? Nahmen wir ihre Kinder nicht auf, als sie beide starben? Warum gab Gott uns sie nur zur Trübsal, um sie uns wieder zu nehmen? Nein, wir werden kein Dankesmahl haben.

Andreas: Ja, das ist so, wir haben Gott für nichts zu danken.

Autor: Das Paar verbrachte den Abend mit bitterem Seufzen und widerstrebenden Gedanken. Endlich gingen sie zur Ruhe, ohne Dem zu danken, von dem wir alles empfangen. Am anderen Morgen, dem fröhlichen Dankfest, erwachten sie mit undankbaren Herzen. Die anderen Leute gingen fröhlich zum Gotteshaus an ihnen vorbei.

Luise: Laß sie gehen, sie werden was haben, wofür sie danken können. Wir haben für nichts zu danken, und werden nicht gehen.

Andreas: Ja, für nichts zu danken.

Autor: Zu dieser Zeit kam Herr Lother mit seiner Frau gefahren. Sie hielten am Tor und riefen. Andreas und Luise kamen heraus.

Hr.Lother: Wir laden euch ein, mit uns zur Versammlung zu kommen und dann zu uns zum Dankesmahl.

Luise: Wenn wir eine Ursache haben werden, Gott zu danken, dann werden wir zur Kirche fahren. Wir können Gott nicht danken, wenn unsere Kinder alle den Todesschlaf auf dem Friedhof schlafen. Wenn ich ein besonderes Mahl ausrichte, dann aber nicht am Dankfest.

Fr.Lother: Aber wie viele Menschen sind in viel schlechteren Verhältnissen, wie viele haben nicht Haus noch Freunde, wie viele leiden Hunger und Durst, andere verbringen ihre Tage und Nächte in schweren Krankheiten und Leiden.

Luise: Wir bleiben daheim.

Autor: Die Lothers fuhren weiter.

Andreas: Sie erwiesen uns Liebe, indem sie uns zum Mahl einluden. Es wäre gut von unserer Seite, die Einladung anzunehmen.

Luise: Wenn wir für was zu danken haben werden, dann werden wir zum Dankfest fahren.

Andreas: Ja, wenn wir für was zu danken haben werden.

Autor: Die Uhr schlug Zehn. Luise saß am Fenster und nähte. Da klopfte jemand zaghaft an die Tür. Andreas öffnete – an der Tür stand ein Knabe. Er weinte, und auf dem blassen Gesicht waren die Spuren der Not und des Hungers klar zu sehen. Die Kleider waren zerrissen und die nackten Hände und Füße waren rot vor Frost. Luise hatte ein mitfühlendes Herz. Sie legte ihre Arbeit zur Seite, um dem Knaben zu helfen.

Luise: Du bist so groß, wie unser Gerhard war, als er starb.

Autor: Sie setzte den Knaben an den Ofen, dann holte sie einen Anzug von ihrem verstorbenen Sohn. Zusammen mit ihrem Mann wuschen sie ihn. Danach erzählte der Knabe:

Alwin: Ich heiße Alwin Veit. Mein Vater ist bei einem Eisenbahnunfall zu Tode gekommen. Die Mutter mußte viel arbeiten, um uns durchzubringen. Sie wurde krank und starb. Wir hatten keine Freunde, die um uns sorgten. Ein Mann mit seiner Frau nahm uns ins Haus. Wir mußten viel arbeiten und wenig essen. Sie schlugen uns, wenn wir die Arbeit nicht fertigbrachten. Meine Schwester hielt diese Leiden nicht aus, und eines Morgens fand ich sie tot. Ich war froh, denn ich weiß, daß sie jetzt bei Jesus ist, und Er wird sie nicht schlagen.

Autor: Er trocknete die Tränen, welche er nicht zurückhalten vermochte. Luises Augen füllten sich auch mit Tränen und sie sprach:

Luise: Und wie kommst du zu uns ins Haus?

Alwin: Vorige Nacht kam mein Wirt und seine Frau betrunken nach Hause und brachten auch für mich Schnaps. Sie sagten, wenn ich trinken werde, wird das mich stärker zum Arbeiten machen. Da entschloß ich mich, von ihnen fortzulaufen und ein Haus zu suchen, wo nicht getrunken wird. Es war sehr kalt, und ich ging die ganze Nacht. Ich betete und bat den Heiland, wie meine Mutter mich lehrte, daß Er mich in ein gutes Haus bringen möchte. Und Er brachte mich zu euch.

Autor: Luise schaute ihren Mann verwundert an und sprach:

Luise: Andreas, wir waren immer unzufrieden und undankbar. Gott schaute auf uns und segnete uns, und wir glaubten es nicht. Wir sollen um dieses Knaben willen ein Dankesmahl haben. Ich dachte nicht, daß in der Welt so viel Elend ist.

Autor: Sie gab dem Knaben gut zu essen, dann sprach sie zu ihrem Mann:

Luise: Schlachte ein fettes Huhn, und ich werde ein Dankesmahl zubereiten.

Andreas: Wenn es etwas früher wäre, dann könnten wir zur Kirche gehen, der Predigt zuhören und dann zu Lothers zum Dankesmahl gehen.

Autor: Luise schaute auf die Uhr und sprach:

Luise: Wenn wir uns gleich fertig machen, dann kommen wir noch rechtzeitig zur Predigt, denn sie fängt um elf Uhr an.

Autor: In einer halben Stunde waren sie schon in der Kirche. Die Betenden waren erstaunt, sie dort zu sehen, aber alle waren froh, daß der Bauer und seine Frau wieder zum Gottesdienst kamen. Aber keiner von den Anwesenden konnte das innige Gefühl der Dankbarkeit sehen, welche zu Gott von diesen bekehrten Seelen aufstieg. Sie schlossen sich von Herzen und mit großer Liebe allem bei, was in der Kirche vorging. Keiner sah, wer die goldene Münze in den Teller legte. Es war ein frohes Dankesmahl an dem Tag im Hause Lothers. Nach dem Essen bekannte Luise vor Frau Lother:

Luise: Ich schäme mich, daß ich über Gott klagte, daß Er unsere Kinder zu sich genommen hat. Er weiß selbst, was für mich das Beste ist. In meinem Murren hatte ich den Glauben an Gott verloren. Wir wollen Alwin zu sich nehmen und werden Gott täglich froh danken.

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Aug 24 2007

Das Erntedankfest

Geschrieben von under Erntedankfest

Das Erntedankfest, ein christlicher Vortrag zum Thema Erntedankfest für zehn Personen.

1 Junge:
Für unser täglich Brot
müssen sich viele Hände regen.
Doch brauchen sie von Gott
für sein Gelingen seinen Segen

2 Junge:
Wenn Gewitter toben,
ist unser Mühen schnell vergebens.
Wenn nicht Gott dort oben
beschützt die Wurzeln unsres Landes.

3 Junge:
Müh und Arbeit war’s in alten Zeiten,
Maschinen und Dünger habt ihr heut.
Und es ist in jedem Land,
was man will auch stets zu haben.

4 Junge:
Du fühlst dich ja so mächtig groß,
und bist doch nur gedankenlos.
Denk mit uns ein bisschen nach,
Und werde endlich dabei wach.

Leiter: Jetzt erzählen euch die Bauern von ihrer Arbeit. Hört gut zu.

1 Bauer:
Im Frühjahr wird sorgsam der Acker bestellt
Mit Pflügen und Eggen, mit Düngen und Saat,
doch gibt es im Sommer nicht goldene Mahd
wenn dabei Gottes Hilfe und Segen fehlt.

Das Feld braucht Wasser, Wärme und Licht
Zum guten gesunden gedeihn.
Und hilft dem Bauer das Wetter nicht,
fährt er kein Korn in die Ernte ein.

2 Bauer:
Ob Apfel, Pflaume, Kirsche, Birne
für Vater, Mutter, Bub und Dirne:
wir sorgen uns um jeden Baum,
mit wie viel Müh – das ahnt ihr kaum.

Das Obst braucht Wasser, Wärme und Licht
Zum guten gesunden gedeih’n.
Und hilft dem Bauer das Wetter nicht,
fährt er kein Korn in die Scheune ein.

3 Bauer:
Diese Knolle ist euch wohl bekannt,
sie ist zuhause hier im Land,
Ob Mittagsessen, Abendtisch,
Zu Fleisch, Gemüse oder Fisch,
Keinen gibt’s der sie nicht mag,
jeder isst sie jeden Tag.

Auch die Kartoffeln brauchen Licht,
Wasser und Wärme zum gedeih’n.
Und hilft dem Bauer das Wetter nicht,
fährt er sie nicht in den Keller ein.

4 Bauer:
Nun denkt ihr wohl an Rind und Schwein
im sicheren wohlversorgtem Stall.
Die ohne Wetter ganz allein
Vom Menschen leben allzumal.

Doch täglich brauchen sie das Futter,
Heu, Körner, Stroh und Gras.
Und weder Fleisch noch Wurst noch Butter
Gibt’s ohne Pflanzen – wisst ihr das?

Auch die Pflanzen brauchen Licht,
Wasser und Wärme zum gedeih’n.
Und hat der Bauer das Futter nicht,
Gibt’s keinen Huhn, Kein Rind, kein Schwein.

5 Bauer:
Kein Erntefest gibt’s ohne Trauben,
die im Weinberg an der Laube
viel Müh und Sorge macht.
Der Frost von einer bösen Nacht
Hat uns schon oft kapput gemacht,
was wir ein ganzes Jahr lang hegten.
Und mit den Händen sorgsam hegten.

Auch die Reben brauchen Licht
Und sehr viel Wärme zum gedeih’n.
Und hilft dem Bauer das Wetter nicht
Gibt’s keinen Saft und keinen Wein.

Wenn wir uns auch fleißig regen,
braucht’s zur Ernte Gottes Segen.
Den Regen braucht das Feld, die Weide,
denn ohne ihn vertrocknen beide.

Fehlt die Wärme und das Licht –
Schmecken Obst und Beere nicht.
Brennt die Sonne aufs trockene Land
Ist die Ernte schnell verbrannt.

Ihr seht Gott hat alles in der Hand,
schickt Sonne, Regen, Licht ins Land.
Und dies alles nach Maß und Zeit,
so das die Frucht auf dem Feld gedeiht.
Drum danken wir heut unsren Herrn
Für seine Gabe, das tägliche Brot.

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Aug 24 2007

Das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden

Geschrieben von under Erntedankfest

Das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden, ein christliches Anspiel zum Thema Erntedankfest für acht Personen.

Sprecher: Liebe Freunde! Versuchen wir heute in unseren Gedanken in die Zukunft zu gehen und stellen uns den Tag vor, an dem wir vor Gottes Thron stehen. Wir alle haben vom Herrn Gaben bekommen. Jetzt müssen wir Rechenschaft ablegen darüber, wie wir sie im Leben verwendet haben.

Herr: Mein Knecht, sag an, welche Gabe gab ich dir zu meiner Ehre, wie hast du sie im Leben verwendet und welche Frucht hat es gebracht?

Prediger: O mein Herr! Welche Gabe du mir gegeben hast? Eine herrliche! Ich bin Prediger deines reiches gewesen und habe dir mit Eifer gedient.

Herr: Prediger? Interessant! Ich kann mich an dich nicht erinnern, deinen Namen kenne ich nicht. Wo hast du gepredigt? Wann?

Prediger: Herr, so viele Jahre habe ich dich auf der Kanzel verherrlicht und du kennst mich nicht?

Herr: Ich kenne dich nicht. Einen Samen muss man säen nicht dort wo er schon aufgegangen ist, sondern wo Menschen schon so lange in Sünden verloren gehen. Du hast schöne Worte gepredigt und die Schrift aufgelegt, aber vor der Welt hast du dich geschämt, hast versucht dich zu verstecken und hast geschwiegen. Als es dazu kam, in der Tat mich der Welt zu zeigen, wo du mit deinem Leib leiden musstest, hast du mich schändlich verleugnet. Nein, für so einen Prediger haben wir keinen Raum!

Und du Magd, womit hast du mir gedient?

Sängerin: Mit einer schönen und wunderbaren Gabe. Ich bin Sängerin, Herr.

Herr: Sängerin? O das ist herrlich, wenn du für Sünder singst, wenn du mit lautem klarem Ton ihnen die Botschaft der Errettung bringst. Du hast für sie gesungen?

Sängerin: O ja, Heiland! Unser Chor war einer von den besten und weißt du, davon sprach die ganze Stadt.

Herr: Hast du denn wirklich in den Gottesdiensten, wo der Chor gesungen hat, die Botschaft weitergegeben? Und für wen hat der Chor gesungen?

Sängerin: Aber zum Singen bin ich doch berufen und nicht zum Predigen.

Herr: Nein, da liegst du falsch. Im Gottesdienst singen ist eins, das andere scheinst du nicht zu wissen dass die sündige Welt auf dich wartet. Ja, retten unglückliche, verzweifelte, sie aus den klauen Satans reißen mit frischem Gesang, wo Armut und Elend wohnen, in den Gefängnissen zu singen dem Schöpfer und Erretter. Nein, vergraben hast du dein Talent, Frucht hast du nicht gebracht. Du hast Ehre und Lob geliebt und hast der Welt keine Freudenbotschaft gebracht. Mein Kind, du bist noch sehr jung. Ist es dir nicht schwer in deinem Alter mir zu dienen? Womit bist du hergekommen?

Mädchen: Herr, meine Arbeit war sehr klein, auch ich selber bin nicht groß, aber was du mir gegeben hast, habe ich dir in Fülle zurückgebracht. Meine Aufgabe war, deine Worte aufzuschreiben und sie überall zu verbreiten, Arme und Kranke besuchen und sie mit dir trösten. Ich kann auch Gedichte und Lieder schreiben. Ich kann singen und spielen. Ein unscheinbarer, einfacher Dienst, aber ich tat ihn von Herzen gern.

Herr: O meine Freude, dein Dienst war groß und nicht einfach. Gehe ein in die Herrlichkeit. Die Früchte deiner Arbeit gehen ja hinter dir.

Wer bist du?

Soldat: Ich bin dein Streiter. Ich bin bereit, den Menschen das Geschenk der Erlösung zu bringen. Ich habe meinen Leib und mein Blut nicht geschont für die Herrlichkeit. Gelitten habe ich für dich durch die Brüder und durch die Welt dafür, dass ich dich geliebt habe. Überall und immer wurde ich verfolgt.

Herr: Dein Dienst ist groß und sehr kostbar. Weil du ihn tatst, warst du auf Erden sehr arm, aber du bist mit Freuden gestorben für mich, also ererbe Freude und Ruhe, gehe ein in mein Haus, er gehört jetzt auch dir.

Womit hast du gedient? Welche Gabe habe ich dir gegeben?

Frau: Ja, wie soll ich das sagen, ich hatte überhaupt keine Gaben.

Herr: Das kann wirklich nicht sein. Du hast ein großes Einkommen gehabt, konntest du damit nicht dienen?

Frau: Ein großes Einkommen, ja, doch Zufluchtsorte gibt es viele und Arme wenige. Wie ich konnte, so habe ich auch geholfen.

Herr: Dich hat der Reichtum geblendet. Arme gibt es genug, aber die Eitelkeit hat dich besiegt. Viele neue Kleider kauftest du dir im Jahr und deine Nachbarin hatte so wenig Geld, dass auch die Kinder nur alte Sachen tragen mussten. In dem Umkreis, wo du gewohnt hast, wohnte ein altes Mütterchen, ganz arm, ihr könntest du immer helfen, sie brauchte nur ganz wenig. Nein, so ein Faulenzer, der nur für sein eigenes Glück gelebt hat, der taub war, wenn andere in Schwierigkeiten waren, hat in meinem Reich kein Platz.

Welchen Dienst hast du auf deinem langen Weg verrichtet im Weinberge des Herrn?

Gärtner:  Mein Dienst war der kleinste, einfacher Gärtner war ich. Meine Aufgabe war, das Volk, das für dich arbeitet, zu unterstützen, das es nicht schläft, sondern vorwärts geht und immer siegt. Mein Dienst, zu beten für die ganze Welt, für die, die vom Satan versucht werden, für die, die noch in der Welt sind und nicht errettet.

Herr: O dieser Dienst ist sehr wertvoll, die Belohnung ist groß; dein Dienst als Stütze für die Menschen, gehe ein in die Herrlichkeit.

Sprecher:  Liebe Zuhörer! Die Stunde ist nicht mehr fern, in der wir wirklich vor unserem Herrn stehen werden und Rechenschaft ablegen, wie wir auf Erden gedient haben. Wollen wir doch im Ernst das Gehörte überdenken und solange es nicht zu spät ist, unsere Gaben aufdecken und nach dem, was uns gegeben ist, sei es auch der kleinste Dienst, dienen dem Herrn mit Freuden und von Herzen.

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