Archive for August 13th, 2007

Aug 13 2007

Heute!

Eile, eile, laß dich retten,
eh dich fesseln ew’ge Ketten
und der Tag des Heils vergeht;
eh die Zornesschalen fließen,
die Gerichte sich ergießen
und du rufst: Es ist zu spät!

Sage nicht: Ich komme morgen!
Sorge, daß du heut geborgen
für die lange Ewigkeit!
Mancher wollt’ auf morgen bauen
und ward heute abgehauen,
denn die Axt liegt stets bereit.

Heute steht mit offnen Armen
Jesus vor dir voll Erbarmen,
darum säume länger nicht!
Heute kannst du zu Ihm kommen,
heut noch wirst du angenommen,
heute scheint das Gnadenlicht.

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Aug 13 2007

Wohin, O müder Wandrer du?

Wohin, O müder Wandrer du?
Kehr heim ins Vaterhaus!
Du findest nirgend sonst auch Ruh’,
läufit du die Welt gleich aus:
Kehr heim!
 
Kehr heim mit deiner wunden Seel’
zum Samariter dein!
Kein Arzt hat für dich Wein und Öl
als Jesus nur allein:
Kehr heim!

Kehr heim mit deinem Heimwehschmerz
in Seinen Friedensschoß!
Wer nicht zu Haus am Heilandsherz,
bleibt ewig heimatlos:
Kehr heim!

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Aug 13 2007

Heut lebst du, heut bekehre dich!

Zwei Freunde, jung und lebensfroh,
sie trafen einst sich irgendwo;
der eine Arzt – und Refrendar
am Amtsgericht der andre war;
sie lebten beide ohne Not
dahin und fragten nicht nach Gott.

Drum hatten sie auf diese Welt
allein ihr Trachten nur gestellt.
Sie taten Pflicht und Schuldigkeit
des Tages über alle Zeit;
doch nach der Arbeit Last und Müh
in Saus und Braus oft lebten sie.

Da ward der eine krank und lag
im Fieberglühen manchen Tag.
Sein Freund, der Arzt, ihm hilfreich stand
zur Seite; doch sein Hoffen schwand
mit jeder Stunde mehr dahin,
und schon hält er verloren ihn.

Doch spricht er nicht: »Bestell dein Haus,
bald mußt von dannen du hinaus!«
Wohin? wohin? Das weiß er nicht,
Gott, Ewigkeit und das Gericht
sind ja nur Pfaffentrug, daran
kein Mann von Bildung glauben kann.

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Aug 13 2007

Es ist nun Herbst geworden

Es ist nun Herbst geworden,
der Sommer tagt dahin,
ein Wind weht aus dem Norden
die grauen Nebel ziehn.

Wenn dunkle Schatten decken
das nebelgraue Land
und woll’n das Herz erschrecken,
dann sieh des Meisters Hand!

ER kommt in Herbstestagen
und naht sich still und sacht,
um nach der Frucht zu fragen,
die IHM sein Kind gebracht.

Wohl freut ER sich im Lenze,
wenn alles singt und klingt,
nimmt huldvoll an die Kränze,
die IHM der Sommer bringt.

Doch Blütenschmuck und Lieder,
das ist nicht, was ER sucht,
drum kommt im Herbst ER wieder
und fragt nach unsrer Frucht.

Die Frucht, die in der Stille
erglüht in Leidesglut:
Ein gottergebner Wille
mit still gelassnem Mut, -

ein Herz, das hier auf Erden
nur eines noch begehrt:
IHM ähnlicher zu werden
und in sein Bild verklärt!

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