Archive for August 10th, 2007

Aug 10 2007

Hoffnung für den Kapitän

Geschrieben von admin under Frieden

Sprecher: Johann Müller war schon seit vielen Jahren Kapitän. Die raue See und die wilden Matrosen hatten ihn zu einem harten, herzlosen Mann gemacht. Er war ein gottloser Mensch und so schlecht, dass man dachte, ein Mensch könnte gar nicht schlechter sein. Doch Johann Müller verstand sein Handwerk und wurde trotz allem von seiner Mannschaft als ihren Kapitän geachtet. Er verstand sich durchzusetzen. Noch nie hatte er ein Schiff verloren und brachte auch seine Leute immer durch. Deshalb hielten sie zu ihm.
Das Schiff war wieder auf hoher See. Der Kapitän war von einer unheilbaren Krankheit befallen und wurde mit jedem Tag schwächer. Er versuchte es vor seinen Leuten zu verheimlichen, obwohl er innerlich fühlte, dass sein Ende nahe war, dass er bald sterben musste. Er hatte keine ruhige Minute mehr. Immer wenn er alleine war, plagten ihm seine Gedanken.

Kapitän: Bald werde ich sterben, doch was dann? Was ist, wenn es einen Gott gibt? Wenn es einen Himmel und eine Hölle gibt, wenn wir für unser Leben Rechenschaft abgeben müssen und unsere Sünden bestraft werden? Geh’ ich dann rettungslos verloren? Gibt es keine Hoffnung mehr für mich?

Sprecher: Der Kapitän ließ den 1. Steuermann rufen, in der Hoffnung, dass er ihm die Antwort geben könnte.

Kapitän: Hör zu, Steuermann. Ich fühle, dass es mit mir zu Ende geht. Ich werde bald sterben. Wenn du eine Bibel hast, so lies mir doch vor, ob Gott noch Gnade für mich hat und bete für mich.

1.Steuerm.: Aber, Herr Kapitän, ich habe keine Bibel und beten kann ich auch nicht. Es tut mir leid, aber da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen.

Kapitän: Dann hol schnell den 2.Steuermann. Vielleicht kann er mir helfen.

(Kapitän wartet, der 1.Steuermann holt den 2. Steuermann)

Nun, wie steht es mit dir? Kannst du für mich beten und mir etwas aus der Bibel vorlesen? Ich werde nicht mehr lange leben und möchte nicht verloren gehen.

2.Steuerm.: Ich habe noch nie in der Bibel gelesen, Herr Kapitän, und beten? Ich weiß gar nicht, wie man das macht.

Sprecher: Der Kapitän war verzweifelt, ließ aber auch den 3.Steuermann rufen und fragte auch ihn.

3.Steuerm.: O ja, Herr Kapitän. Als ich noch klein war hat meine Mutter mich gelehrt zu beten und mir aus der Bibel vorgelesen. Doch seit vielen Jahren, seit ich von zu Hause fort bin, habe ich nicht mehr gebetet, nie in einer Bibel gelesen. Ich kann Ihnen nicht helfen.

Kapitän: Gibt es keinen Menschen auf meinem Schiff, der eine Bibel hat, niemand der zu beten versteht? ‘Glaubt denn keiner an Gott?

1.Steuerm.: Nein, Herr Kapitän. Von unseren Leuten glaubt keiner an Gott. Ich habe noch nie bei den Männern eine Bibel gesehen. Auch…

3.Steuerm.: Doch! Ich habe Willi, dem Jungen, der für unseren Koch arbeitet, einmal eine Bibel gesehen. Er liest oft in einem Buch. Es ist bestimmt die Bibel.

Kapitän: Dann beeilt euch und ruft ihn her!

Sprecher: Willi war gerade dabei Kartoffel zu schälen als man ihn rief.

1 Steuerm.: Los, Willi! Du sollst zum Kapitän kommen. Schnell! Beeile dich!

Willi: Ich komme! (zu sich) Was ist denn los? Ich habe doch nichts falsch gemacht!

Sprecher: Wenn man zum Kapitän kommen sollte, so hieß das nichts Gutes. Aber Willi nahm allen Mut zusammen und ging zur Kapitänskajüte. Er befürchtete Strafe zu bekommen und öffnete mit zitternd und klopfendem Herzen die Tür und meldete sich beim Kapitän.

Kapitän: Willi, hast du eine Bibel?

Willi: Ja, Herr Kapitän, ich habe eine Bibel, aber ich lese sie nur in der Freizeit. Ich versäume meine Arbeit nicht.

Kapitän: Hör mal, mein lieber junge. Ich weiß, dass ich bald sterben muss. Hol bitte deine Bibel und lies mit etwas vor. Schau mal nach, ob es darin steht, dass Gott Sündern vergibt!

Sprecher:
Willi lief los, um seine Bibel zu holen. Er blätterte aufgeregt hin und her und wusste nicht, was er dem Kapitän vorlesen sollte. So bat er Gott, dass Richtige zu finden. Da erinnerte er sich, dass seine kranke Mutter auf dem Sterbebett bat, ihr etwas aus Jesaja 53 vorzulesen. Schnell lief er zum Kapitän und begann dasselbe Kapitel vorzulesen. Er kam bis zum fünften Vers…

Willi: Aber er ist um unsere Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt….

Kapitän:
Halt, junge. Lies es noch einmal vor. Das ist für mich geschrieben.

Sprecher: Der Vers wurde wiederholt. Willi merkte, dass es dem Kapitän ansprach. Er wurde etwas freier und wollte es seinem Zuhörer noch deutlicher erklären.

Kapitän:
Oh, wie tut es so gut, so etwas zu hören! Ist für mich denn wirklich noch Rettung da?

Willi: Herr Kapitän, meine Mutter erlaubte mir einst den Vers auch anders zu lesen. Sie sagte, ich habe das Recht meinen Namen einzusetzen. Darf ich den Vers noch einmal lesen, so wie meine Mutter es mir erklärte?

Kapitän:
Ja, mein Junge, ja!

Willi:
“Aber er ist um “Willis” Missetat willen verwundet und um “Willis” Sünde willen zerschlagen. Die Strafe “Willis” liegt auf ihn, auf dass “Willi” Frieden hätte und durch seine Wunden ist “Willi” geheilt.”

Kapitän: Mein Junge, lies mir den Vers bitte noch einmal vor, aber diesmal setzt du den Namen deines Kapitäns ein

Willi: “Aber er ist um “Johann Müllers” Missetat willen verwundet und um “Johann Müllers” Sünde willen zerschlagen. Die Strafe “Johann Müllers” liegt auf ihn, auf dass “ Johann Müller” Frieden hätte und durch seine Wunden ist “Johann Müller” geheilt.”

Kapitän: Genug, mein Junge. Du kannst nun gehen. Ich weiß jetzt, dass auch mir meine große Schuld vergeben wird. Ich muss nicht mehr verloren gehen, wenn ich sterbe.

Sprecher: Der Kapitän fand Frieden mit Gott, weil er seinen verlorenen Zustand erkannt hatte. Er lebte nur noch einige Tage. Aber in dieser kurzen Zeit, musste die ganze Besatzung in seine Kajüte kommen. Allen bat er um Vergebung. Obwohl er sein Leben lang gottlos gewesen war, wusste er was er zu tun hatte.
Er erzählte allen seinen Leuten von Gottes Gnade und dass sie ihre Sünden bekennen mussten. Sie sollten nicht so werden wie er war und sich rechtzeitig zu Gott bekehren. In tiefen Frieden schlief er ein.

-ENDE-

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Aug 10 2007

David Rabinovitz

Geschrieben von admin under Frieden

1. Sprecher: In der Schule nannten ihn die Knaben” Prahler” und” Kieke”. Heute hatten einige von ihnen sogar verächtlich gelacht, als der Lehrer die Auszeichnung der Woche in Mathematik ihm zuerkannte. Keiner löste die Rechenaufgaben so rasch wie er, und was das Sprachstudium an betraf; so sprach wohl jeder von ihnen Englisch, er aber las, sprach und schrieb in sieben verschiedenen Sprachen. Es war ihm wohl bewusst, warum sie ihn so niederträchtig behandelten: er war nämlich ein Jude – und als solcher verhasst!
Davids Zorn brannte heftig, als er nach der Schule seinen Heimweg antrat. An der Ecke stieß er unvermittelt auf Anderson, den Raufbold der Schule.

Anderson: He da, Prahler, wo schleichst du hin?

David: Ich bin kein Prahler. Ich bin ein Hebräer.

Anderson: Hallo! ,, Hebräer!” Das tönt großartig! Ein” Kieke” bist du – ein Jesustotschläger.

1. Sprecher: Seine Beschimpfungen bekräftigte er mit einer Handvoll Kieselsteinen, die er David plötzlich entgegen schleuderte. Bleich vor Wut und Schmerz und wie ein gejagtes, verwundetes Tier eilte der prächtige Israeli heim. Nie mehr, nein wirklich nie mehr wollte er in diese Schule zurückkehren!
An jenem Abend erzählte er alles seinem Vater. Es war Sabbat- Abend- Freitag.
Die Vorhänge waren gezogen, und die brennenden Kerzen warfen einen hellen Schein auf die fein profilierten jüdischen Gesichter, die sich um den Tisch versammelt hatten. Am oberen Ende stand der Vater: er war Rabbiner. Vor ihm saßen die anmutig – sanfte Mutter, ihre beiden bildhübschen Töchter, sowie David, der 12 jährige einzige Sohn. Das Nachtessen war vorüber, der” Tenach” (Altes Testament) wurde gelesen und dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs waren Gebete dar gebracht worden.
Plötzlich fragte David:

David: Vater, haben die Juden Jesus tatsächlich getötet?

Vater: Was soll das bedeuten, mein Sohn? Weißt du nicht, dass dieser Name in unserem Haus nicht genannt werden darf?

David: Aber, Vater, ein Knabe nannte mich heute in der Schule Jesus – Totschläger. Ich hasse ihn! Ich will nie wieder in diese Schule zurückkehren. Ich kann nicht mehr!

Vater: Beleidigungen – ja, mein Sohn, die müssen wir in Kauf nehmen, wo immer wir sind. Leiden sind nun mal das Los der Juden! Du aber musst zur Schule gehen, David. Wenn du ein großer Rabbiner werden willst, musst du die beste Ausbildung genießen. Was diesen Namen Jesus anbetrifft, mein Sohn, so waren es nicht die Juden, die ihn kreuzigten, sondern die Römer. Und es war recht so, David, denn er lästerte Gott als er behauptete, er sei Gottes Sohn. Er vollbrachte herrliche Wunder, weckte selbst Tote auf, aber weil er sich der Sünde schuldig gemacht hatte, zu behaupten, Israels Messias zu sein, war sein Tod unvermeidlich. Lass diesen Namen nicht wieder über deine Lippen kommen. Geh jetzt für eine Stunde in den Park, dann heim und früh zu Bett.

1. Sprecher: Langsam und nachdenklich spazierte er zum Park, setzte sich auf eine Bank. Ein Frau saß am anderen Ende der Bank.

Missionarin: Ist jener Stern nicht ganz wunderbar?
David: Ja, Venus ist der hellste von allen.

Missionarin: Weißt du, an wen sie mich erinnert? Wie heißt du?

David: David Rabinovitz.

Missionarin: O, du bist ein jüdischer Knabe! Ich habe viele jüdische Freunde. Nun, weißt du, David, an wen mich dieser Stern erinnert? An den Stern von Bethlehem. Kennst du die Geschichte von diesem Stern, David?

David: Nein, wie heißt sie?

Missionarin: Es war ein wunderbarer Stern, der die Weisen vom Morgen lande nach Bethlehem führte, wo sie das kleine Kind fanden, das soeben als König geboren wurde.

David: Ein König?

Missionarin: Ja, David, König der Juden – Israels Messias!

David: O, nein! Nicht der Messias! Der ist noch nicht gekommen. Aber mein Vater sagt, sein Kommen sei jetzt sehr nahe.
Missionarin: Sein zweites Kommen ist nahe, David, sein Kommen in Herrlichkeit. Aber das erste Mal musste er als Opfer für die Sünden kommen. Du weißt, dass Gott Opfer fordert. Und deshalb musste der Messias sterben – für dich und für mich.

David: Aber mein Vater hat mir das nie erzählt. Woher wissen Sie das?

Missionarin: Höre mir zu, David, ich will es dir erzählen. In diesem Buch – es ist dein Altes Testament – schrieben die Propheten: Er würde in Bethlehem geboren werden; er würde arm und niedrig sein; er würde nach Ägypten hinunter ziehen und dann in Nazareth ein Leben der Vollkommenheit, Heiligkeit und Liebe leben. Als erwachsener Mann wurde er große Wunder vollbringen; und schließlich würde er am Kreuz sterben und am dritten Tage auferstehen. Nun, im letzten Teil des Buches – dem Neuen Testament – wird uns von diesem Kind alles erzählt. Jede alttestamentliche Prophetie ist mit ihm in Erfüllung gegangen.

David: Sie meinen doch nicht etwa den Menschen Jesus?

Missionarin:
Doch, David, gewiss! Ich glaube von ganzem Herzen, dass Jesus Christus Israels Messias ist!

David: Nein, nein! Er ist nicht der Messias! Er ist schuld, dass unser Volk so leiden muss. Mein Vater sagt, ich dürfe diesen Namen nicht einmal erwähnen.

Missionarin: Lieber David, ich glaube, dein Vater hat die wunderbare Geschichte von Jesus und seiner Liebe noch nie richtig gelesen. O, es ist eine ganz wunderbare Geschichte!

David: Ja, wenn sie wahr wäre.

Missionarin: Sie ist wahr! Ich will dir dieses Neue Testament schenken, wenn du versprichst, dass du es lesen wirst. Willst du David?

David: Ja, wenn es mir mein Vater erlaubt!
Missionarin: Wenn ich darf; komme ich morgen zu dir heim und rede mit deinem Vater, Ich werde das kleine Testament mitbringen.

1. Erzähler: Die neuen Freunde reichten sich die Hand und verabschiedeten sich.

David: Ob die Geschichte wahr ist? Ich möchte wissen, ob die Dame recht hat, und ob mein Vater sich vielleicht irrt? Ob Jesus möglicherweise doch der Messias sein könnte?

1. Erzähler: Die Dame spazierte am Ufer entlang, und betete zu ihrem Herrn.

Missionarin: O Gott, gib mir diesen prächtigen Jüngling. Schenke es, dass David und alle Lieben in seinem Heim ihren wahren Messias finden.

2. Erzähler: Ein kalter Novembertag schlug gegen die Fenster. Im Hause der Familie Rabinovitz war es warm und hell.

Mutter: Ich fühle mich so müde. Bitte Vater, lies, dann lege ich mich zur Ruhe.

2. Erzähler:
Der Rabbiner las den wunderbaren 80. Psalm und erbat Gottes Segen für sein Heim und seine Lieben. David nahm seine Mutter in seine starke Arme und trug sie die Treppe hinauf Sanft legte er sie auf ihr Bett und küsste sie.

Mutter: Gute Nacht, David, mein Geliebter. Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

2. Erzähler:
Er ging die Treppe hinunter und betrat wieder das Wohnzimmer.

Vater: David ich habe einen Plan, den ich schon lange mit dir besprechen wollte. Ich glaube, nun ist die Zeit gekommen, ihn auszuführen. Im Oktober sollst du dich in der Hebräischen Universität in Jerusalem einschreiben. Und nach fünf Jahren wirst du einer der leitenden Rabbiner in ganz Palästina sein. Ja, wer weiß vielleicht kommt bis dann sogar unser Messias! Und du, David, darfst Ihm in den Tempelvorhöfen dienen!

2. Erzähler: Davids Herz schlug wild. Seit er vor zwei Jahren zum Glauben gekommen war, suchte David die Gelegenheit seinen himmlischen Vater zu bekennen. Und nun wusste er – der Moment war gekommen.

David: Lieber Vater, höre mich; ich kann nicht nach Palästina gehen, um Rabbiner zu werden, weil ich an Jesus Christus glaube! Ich bekenne Ihn jetzt vor dir als meinen Erretter und meinen Herrn als Gottes Sohn und Israels Messias!

Vater: David Rabinovitz, bist du verrückt? Wie wagst du es diesen Namen in meinem Haus auszusprechen! David, mein Sohn, willst du deines Vaters Herz brechen?

David: O, mein Vater, sprich nicht so. Ich liebe dich, mein Vater, und es bricht mein Herz, dich zu verwunden. Aber ich muss Ihm, meinem Herrn und Erretter, Jesus Christus, den ersten Platz einräumen. O, Vater, Lass mich dir erzählen, wie ich zu dieser Erkenntnis kam.

2. Erzähler: Er zog das Neue Testament aus seiner Tasche. Dann erzählte er, wie er es sorgfältig mit dem alten Testament verglichen habe. Es gehe durch die ganze Bibel, vom ersten Buch Moses an bis zur Offenbarung, ein Beweis dafür, dass das Alte und das Neue Testament eine Einheit bilden, und dass sowohl das Neue als auch das Alte Testament das inspirierte bevollmächtigte Wort sei. Mehr konnte der wütende orthodoxe Jude nicht ertragen. Weiß vor Wut riß er das Neue Testament aus Davids Hand und warf es ins Feuer.

Vater: Halt kein Wort mehr! David, ich stelle dir nur diese eine Frage: Willst du dich hier und jetzt von deinem Glauben an Jesus Christus los sagen?

David: Niemals!

Vater: Dann höre mich! Es ist jetzt zehn Uhr. Fünf Minuten vor zwölf werde ich mir deine Antwort holen. Wenn du bis dahin deine Torheit bereut hast, so werde ich dir freimütig vergeben. Aber, wenn du auf diesem gottlosen Unsinn beharrst, wirst du von meinem Heim und Herzen für immer scheiden müssen. Das wird deine Mutter töten. Und wenn sie sterben wird, dann wirst du ihr Mörder sein! – Nun triff die Wahl!

2. Erzähler: David blieb allein. Jede Faser seines Körpers zitterte vor Angst. So verstrich beinahe eine Stunde und dann ganz langsam, aber bestimmt, fühlte er in seinem Herzen den Frieden Gottes einkehren. ,,Fürchte dich nicht; denn ich bin mit dir; schaue nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich schütze dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit.”
Fünf Minuten vor zwölf erschien der Vater. Sein Gesicht totenblass.

Vater: David Rabinovitz, glaubst du an Jesus Christus?

David: Ja! Ich glaube an Jesus Christus, den Sohn Gottes, den Messias Israels.

Vater: Dann geh! – verlasse mein Herz und mein Heim . Geh – für immer – in die äußerste Finsternis.

2. Erzähler: Mit satanischer Wut wurde David durch die Eingangstüre hinaus gestoßen, kopfvoran die Steintreppe hinunter. Wund am Körper, nieder geschmettert und gequält an Seele und Herz, lag er einige Augen blicke da, ohne Hut und Mantel. Aber sein Geist in ihm triumphierte noch immer. Dann einen letzten Blick auf das geliebte Heim werfend, rannte er fort. Im Park suchte er seine vertraute Bank auf, die kostbare Erinnerungen in ihm wach rief Hier hatte er sich auf alle Zusammenkünfte mit der Missionarin gefreut. Hier war es auch, wo David an jenem Nachmittag im Herbst vor zwei Jahren durch das Wort Gottes allein, endlich seinen Messias gefunden hatte. Er, David Rabinovitz, war jetzt völlig mittellos! Aber trotzdem fürchtete er sich nicht.
Er war völlig erschöpft, aber seltsam getröstet. Morgen würde er zu der Missionarin gehen und sie würde ihm sicher helfen. David legte seinen Kopf auf seinen Arm, streckte sich auf der harten Bank und schlief- von Gottes Liebe umgeben – bald darauf ein.

3. Erzähler: Ein stolzes Schiff der Amerika-Palästin-Linie näherte sich an einem Dezembernachmittag kurz vor Sonnenuntergang seinem Ankerplatz im New Yorker Hafen. Zwei verließen als die ersten den Landungssteg. Es war David Rabinovitz – jetzt Dr. Rabinovitz – der angesehene Rektor einer christlichen Schule von Palästina. Zusammen mit seiner Gattin war er, dem kurzen, aber dringenden Telegramm: ,,Mutter liegt im Sterben, komm!” gefolgt.
In Montreal angekommen, eilten David und seine Frau zum Hause seines Vaters. Hier war alles noch genauso, wie er es vor zehn Jahren verlassen hatte. Ein weißhaariger Herr betrat das Zimmer.

Vater: Meine Frau liegt im Sterben. Sie, mein Herr, können hinauf kommen.

3. Erzähler: David folgte seinem Vater. Gerade vor der Tür standen seine Schwestern. Davids Mutter lag auf ihrem Bett, genau dort, wo er sie vor zehn Jahren sanft niedergelegt hatte. Sie hatte es seither nie mehr verlassen. Sobald sie David erblickte, vernahm man ein leises von Freude und Schmerz gemischtes Stöhnen. Im selben Augenblick umschlang David die zerbrechliche Gestalt. Nachdem alle an der Seite ihres Bettes standen, hörten sie:

Mutter: Ich glaube an Jesus Christus.

3. Erzähler: Dann schlossen sich ihre Augen, mit einem strahlenden Lächeln auf ihrem noch immer schönen Gesicht, für immer.
Davids Herz frohlockte – seine Gebete waren erhört. Laut lobte und dankte er Gott. Während seine Schwestern laut zu wehklagen anfingen, wurde David von seinem Vater mit unerbittlicher Härte zum Zimmer hinaus und die Treppe hinunter gejagt. Wieder einmal wurde er aus seines Vaters Hause ausgewiesen.

Musik

Drei Wochen später wurde in der kleinen jüdischen Missionsstation in Montreal das Weihnachtsfest gefeiert.
David Rabinovitz erzählte die Weihnachtsgeschichte ganz einfach, aber überzeugend, dass es im Raum ganz still ,wurde. Drei der Anwesenden, ein Jüdischer Herr und zwei junge Jüdinnen, schienen von der Geschichte ganz besonders gefesselt. Als David seine Geschichte beendet hatte, lud er ein.

David: Wie viele von euch wollen diesen Herrn Jesus annehmen als ihren Messias, ihren Erretter, ihren König?

3. Erzähler: Da kam eine ganze Schar jüdischer Kinder nach vorn und kniete nieder. Da erhob sich der ältere Herr und ging langsam, aber entschlossen nach vorn und fiel dann neben den Kindern auf seine Knie, indem er seinen Kopf in seinen Armen verbarg und herzzerbrechend weinte. Der stolze Geist hatte sich gebeugt. Mit unaussprechlicher Freude kniete David neben dem gebrochenen alten Mann nieder und zog ihn sanft an sich und umarmte ihn innig. Dicke Tränen strömten über sein Gesicht, als sein Vater mit herzzerbrechender Stimme um Vergebung flehte. Dann kamen Davids Schwestern, zuerst Debora, dann Miriam, und standen neben ihren Vater. Auch sie schenkten ihre Herzen dem Herrn.

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Aug 10 2007

Nächstenliebe wird belohnt

Geschrieben von admin under Liebe

Sprecher: Nach einer schrecklichen Nacht, in der Granaten und Bomben Tod und Verderben zu Freund und Feind gebracht hatten, dämmerte langsam der junge Tag. Bald tasteten sich die ersten goldenen Strahlen der aufgehenden Sonne über die zerschossenen Häuser von Jepiphan. Der Feind war weiter nach Osten zurückgewichen, doch musste das verlassene Gelände nach Versprengten und Verwundeten abgesucht werden. Auch Unteroffizier Hartmann war an dieser Aktion mit seiner Gruppe beteiligt.

Berger: Was war das?

Hartmann: Jemand stöhnt. Es scheint aus dem Gebüsch dort zu kommen.

Martens: Ja, es stimmt. Dort scheint jemand zu liegen.

(die drei nähern sich dem Verletzten)

Major: (stöhnt) Kamerad! Kamerad!

Berger: Mensch, das ist ja ein Ivan! Los, Fritz, knall ihm eins vor dem Schädel!

Hartmann: Halt! Niemand schießt! Denkt ihr gar nicht daran, daß ihr vielleicht morgen in der gleichen Lage sein könnt wie heute dieser Russe?

Berger: Die würden uns bestimmt kaltmachen.

Hartmann: Das ist egal, wir tun so etwas nicht.

Martens: Was sollen wir denn mit dem Kerl machen?

Hartmann: Wir werden mal sehen, was mit dem Mann los ist.

Sprecher: Bald hatten sie festgestellt, dass der Verwundete ein Hauptmann war. Ein Granatsplitter hatte ihm den rechten Oberschenkel zerschlagen.

Hartmann: Gebt euer Verbandszeug her. Wir werden ihn verbinden und bis ins nächste Haus tragen. Von dort lassen wir ihn dann später abholen.

Martens: Ich habe hier noch ein paar alte Säcke gefunden. Und Stroh ist auch noch in der Hütte. Damit können wir vorerst ein Lager herrichten.

Hartmann: Das ist gut. So, komm, trink noch etwas Tee aus der Feldflasche. Mehr können wir im Augenblick nicht tun.

(die drei wenden sich um und gehen, der Verletzte richtet sich auf)

Major: Kamerad, danke! Danke, Kamerad!

Sprecher: Der Tag brachte einen Gegenangriff des Feindes, und so sahen die drei den russischen Offizier nicht wieder.

Musik:

Sprecher: Jahre waren vergangen, Die deutsche Armee hatte bedingungslos kapituliert. In endlosen Kolonnen marschierten die Gefangenen in die Sammellager. Auch Hartmann, der inzwischen Feldwebel geworden war, gehörte zu den Zehntausenden, die in einem riesigen Lager in Tabor in der Tschechoslowakei gesammelt wurden, um von dort aus die Fahrt in die Ungewissheit der russischen Gefangenschaft anzutreten. Zuerst ging es in die Karpato-Ukraine und von dort in vergitterten Waggons in die weite, weite Sowjetunion. Was würde die Zukunft bringen? – fragte Hartmann sich immer wieder.

Hartmann: (zu sich) Werde ich meine Lieben einmal wiedersehen? Ob ich wohl die schwere Arbeit unter großen Entbehrungen aushalten werde? Wo kommen wir hin?
(lauter, aus dem Fenster schauend) Wir fahren anscheinend am Kaspisee entlang. Es wirkt merkwürdig: links das Meer, rechts Steppe und weiter hinten kahles Karstgebirge.

1.Gefangener: Kein Baum, kein Strauch ist zu sehen.

2.Gefangener: Richtiges Verbannungsgebiet! Schlimmer als wir es uns je vorstellen konnten!

1.Gefangener: Hier werden wir alle elend vor die Hunde gehen.

Hartmann: (wendet sich ab, spricht zu sich selbst)
Wie geht es meinen Angehörigen zu Hause? Ob sie noch leben? – Warum trifft mich dieses Schicksal? Warum lässt Gott soviel Elend und Not zu? -
Ach, alles Grübeln nützt ja doch nicht. Ich will mich an Gott klammern, dem ich immer vertraut habe. Auch in den sechs Kriegsjahren hat er mich nie verlassen. Er allein kennt meinen Weg und Ziel.
“Weiß ich den Weg auch nicht,
Du weißt ihn wohl;
Das macht die Seele still und friedevoll.
Ist’s doch umsonst, dass ich mich sorgend müh,
Dass ängstlich schlägt das Herz, sei’s spät, sei’s früh.”

Sprecher: Ihm war, als hätte er mit diesen Worten neue Kraft bekommen, und voller Vertrauen sprach er in Gedanken: “Ich danke dir, Herr, dass du mir helfen willst!
Nach vielen Tagen wurden endlich die Wagontüren aufgerissen. Von harten Stimmen mit “Dawai! Dawai!” angetrieben, mussten alle Gefangenen aussteigen und antreten. Dann marschierte der ganze Transport in ein schwer vergittertes Lager.

1.Gefangener: Endlich sind die Baracken fertig. Es hat ja Wochen gedauert.

Hartmann: Nun, unsere Kameraden sterben in Massen. Die harte tägliche Fron der Gefangenschaft fordert täglich viele Opfer.

2.Gefangener: Vielleicht ist der Tod auch die beste Lösung. Der Hunger, der an unseren Leibern zehrt, kann ich kaum noch ertragen.

1.Gefangener: Und dabei unter schlechtesten Bedingungen zehn bis zwölf Stunden unter tage arbeiten um das Soll an Kohlen zu fördern. Es ist kein ende abzusehen.

Hartmann: Ich weiß auch nicht, wie wir aus dieser furchtbaren Lage herauskommen können. Flucht ist sinnlos, das haben die Versuche einiger Kameraden bewiesen.

2.Gefangener: Ja, sie sind alle gefasst worden und haben es nun doppelt schwer.

Sprecher: Als Hartmann eines Tages sinnend im Lager stand und in die Sonne schaute, die gerade hinter den schneebedeckten Bergen des Kaukasus versank, gingen drei russische Offiziere durch das Lager. Hartmann erkannte sofort, dass sie hier fremd waren und nicht zur ständigen Garnison und zur Militärverwaltung gehörten. Doch als er sich zu ihnen wandte, um die vorgeschriebene Ehrenbezeugung zu erweisen, stutzte er. Auch der älteste der drei Offiziere, ein Major, musterte ihn überrascht und trat auf ihn zu.

Major: Wie heißt du?

Hartmann: Hartmann.

Major: Hast du im November 1941 in Russland gekämpft?

Hartmann: Ja!

Major: Du warst in Jepiphan?

Hartmann: Ja wohl!

Major: Kennst du mich?

Hartmann: Wenn ich mich nicht sehr täusche, ja, Herr Major!

Major: Dann werden wir uns später noch sprechen. Auf Wiedersehen!

Sprecher: Am nächsten Morgen stellten sich die Kolonnen am Tor auf, um von dem Wachoffizier zur Arbeit ausgezählt zu werden.

Wachoffizier: Hartmann, zwölfte Brigade!

Hartmann: Hier!

Wachoffizier: Heute nicht mit ausrücken!

Hartmann: Ja wohl!

Wachoffizier: Gehen Sie zum Major! (Hartmann geht)

Major: Du bist also der Deutsche, der mich vor fünf Jahren bei Jepiphan verbunden und nicht wie einen Feind, sondern wie einen Menschen behandelt hat! Warum hast du mich damals nicht erschossen, wie deine Kameraden es wollten?

Hartmann: Weil ich es vor Gott und vor meinem Gewissen nicht tun konnte.

Major: So, so, dann bist du also Christ?

Hartmann: Ja wohl, ich bemühe mich, es zu sein!

Major: Ich werde nie vergessen, dass du über alles Trennende das Gebot der Menschlichkeit gestellt hast, Kamerad.

Sprecher: Nach einigen Wochen wurden die ersten Krankentransporte nach Deutschland zusammengestellt. Unter den Heimkehrern stand der Kriegsgefangene Hartmann. Seine Augen strahlten vor Freude und Dankbarkeit, hatte er doch aufs neue erfahren, dass Gott seine Kinder nicht verlässt.

Nicht jeder Gehorsam dem Worte Gottes gegenüber wird so sichtbar belohnt, wie in dieser wahren Begebenheit. Trotzdem lohnt es sich das Christ sein wirklich auszuleben. Diese Erfahrung wünschen wir Euch. Denn Jesus sagt in Matth.7,12 Was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten.

-ENDE-

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Aug 10 2007

Geduld am Morgen

Geschrieben von admin under Geduld

Rainer: Betty, Betty, wach schnell auf, ich habe verschlafen.

Betty: (schaut auf die Uhr; ruhig) Mach dich schnell fertig. Deine Tasche ist auch sofort gepackt.

Rainer: Betty, schnell, meine Hose muss noch gebügelt werden. O nein, mein Hemd hat ja Flecken. Wieso hast du mein Hemd noch nicht ausgewaschen? Du wusstest doch, dass ich dieses Hemd anziehen wollte.

Betty:
Tut mir leid, Rainer. Ich habe noch nicht die passende Wäsche dafür gehabt.

Rainer: Aber es könnt ja auch schon gewaschen worden sein (Betty geht weg; zu sich) wo ist nur meine blaue Krawatte geblieben.
Hast du vielleicht meine blaue Krawatte weggeräumt? Ich kann sie nirgends finden. Ich bin mir aber ganz sicher, dass ich sie auf das Bett gelegt hatte. Wie sieht es nur aus, wenn ich ohne Krawatte vor den neuen Kunden erscheine. Hilf mir doch suchen (ungeduldig)

Betty: Sie muss noch im Schrank hängen. Du hast gestern die Grüne herausgenommen.

Rainer: (zu sich) Wo habe ich nur meinen Kopf gehabt? (schaut auf die Uhr) Schnell meine Tasche, ich muss gleich los.

Betty: Ich bin sofort fertig.

Rainer: Was, immer noch nicht fertig? Wie lange brauchst du denn dafür?

Betty: Setz dich doch noch eine Minute und lies wenigstens einen Vers aus der Bibel.

Rainer: Weißt du nicht wie spät es ist? Ich habe nur noch fünf Minuten gehalten. Beeil dich, sonst komme ich noch zu spät und der Kunde kann lange warten. Stell dir mal vor, welchen Eindruck wird er von mir bekommen?

Betty: Auch wenn es einen schlechten Eindruck auf dich machen sollte, so kannst diesen Tag nicht ohne Gebet beginnen. Du weißt ja, was die Bibel darüber sagt.

Rainer: Ja schon, aber heute habe ich wirklich keine Zeit. Und wenn ich das einmal nicht tue, wird es auch nicht so schlimm sein. (geht) Hast du meine Schuhe gesehen? Ich kann meine Schuhe nicht finden, und es wird immer später.

Betty: Sie stehen im Schuhschrank rechts. Soll ich sie dir noch schnell putzen?

Rainer: Ich muss dich bewundern, Betty. Ich kommandiere dich herum, und du bleibst immer noch ruhig und geduldig. Wie schaffst du das nur?

Betty: Das ist ganz einfach. Als ich aufgestanden bin, habe ich um Geduld gebeten. Als ich dann aber noch auf die Uhr geschaut habe, merkte ich, dass du eine Stunde zu früh aufgestanden bist.

Rainer: Nach diesem Vorfall wusste ich, dass hier Gott am Werk war. Er hat meinen Blick nur auf den Minutenzeiger gerichtet, weil er wusste, dass ich vor lauter Hektik die Zeit mit ihm vernachlässigen würde. Durch diese Lektion durfte ich lernen, dass es auch für Gott wichtig ist, dass wir jeden Tag mit ihm beginnen.

ENDE

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