Mrz 31 2008

Pfingstfest

Geschrieben von Christ at 18:17 in Pfingsten

Ein christliches Gedicht zu Pfingsten

Der Herr ist aufgefahren, und in Jerusalem
die Jünger sollten harren, bis die Verheißung käm;
Sie waren beieinander einmütig allesamt,
in Glauben, Lieb’ und Hoffnung die Herzen heiß entflammt.

Und Pfingsten war gekommen, das Fest so maiengrün.
Es jauchzen alle Herzen, die Rosen duften, blühn.
Voll Andacht ziehn zum Tempel die Pilger all von fern,
im Tempel kommt zusammen die Jüngerschar des Herrn.

Ein Fest brach an den Treuen, wie keins die Welt noch sah:
Gott läutet selbst die Glocken, ein Brausen dort geschah,
ein Brausen kam vom Himmel, fragt ihr was das bedeut’?
Das ist des Geistes Kommen, das ist sein Festgeläut’.

Die Völker sollen’s hören, es soll die Welt verspürn:
Mit seines Geistes Stärke will Gott zum Siege führn.
Der Sturmwind bricht den Frühling und neuem Leben Bahn,
das Alte ist vergangen, ein Neues hebt nun an.

Der Sturm zerreißt die Wolken, die Nebel, schwer und dicht,
dass heller, immer heller uns strahlt der Sonne Licht.
Vor Sturmeswehn noch immer der Pfad, die Luft rein ward;
Zu brechen und zu rein’gen, das ist des Geistes Art.

Ein Fest brach an den Treuen, wie niemals noch geschah,
Gott selbst steckt an die Lichter, wie man noch keine sah;
O seht die Feuerflammen und sagt, was dies euch deucht’:
Das ist des Geistes Kommen, das ist sein Festgeleucht.

Die Völker sollen’s sehn und spüren wird’s die Welt:
Es soll ein Feuer kommen, das alles neu erhellt;
Ein Feuer, das die Herzen in Lieb’ wie nie entflammt,
ein Feuer, das verzehret, was nur von unten stammt.

"Ein Feuer anzuzünden, kam ich" - sprach einst der Sohn -,
"Was wollte ich denn lieber, denn dass es brennte schon!"
Nun brennt’s, seit dort den Christen der Geist gegeben ward.
Erleuchten und erwärmen, das ist des Geistes Art.

Ein Fest brach an den Treuen, so herrlich wie noch nie,
Gott selber hält die Predigt, in Zungen sprechen sie;
Dies wunderbare Reden, das so zu Herzen drang,
das ist des Geistes Kommen, das ist sein Festgesang.

Die Völker sollen’s hören, vernehmen soll’s die Welt:
Was einst der Herr verheißen, der treue Gott auch hält.
Er hat den Geist verheißen, nun sendet er die Kraft,
die auch in toten Herzen ein neues Leben schafft.

In neuer Geistessprache spricht dort der Jünger Mund,
und allen, allen Fremden wird Gottes Ratschluss kund.
Es spricht der Geist die Sprache Gott Lob!, die allerwärts
versteht ein heilsbegierig, ein sehnend Menschenherz.

Das war ein lieblich Pfingsten, an Sieg und Segen reich.
Der Kirche Christi Gründung und Weihetag zugleich.
O dass noch allerorten solch Pfingsten bräche an,
Geist Gottes komm und brich dir in uns auch eine Bahn!

O komm mit Sturmesbrausen, was hindert, das zerbrich!
O komm mit Feuersgluten, erleucht, erwärme mich!
Komm, heil’ge Herz und Lippen, dass auch mein Mund dich preist,
schaff Leben, Licht und Liebe, o komm, du heil’ger Geist!

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