Dez 29 2008
Jahreswechsel
Das Jahr geht nun zu Ende, nun sei auch still mein Herz.
In Gottes treue Hände leg ich nun Freud und Schmerz,
und was dies Jahr umschlossen, was Gott der Herr nur weiß,
die Tränen die geflossen, die Wunden brennend heiß.
Hier gehen wir und streuen die Tränensaat ins Feld,
dort werden wir uns freuen, im selgen Himmelszelt.
Wir sehnen uns hinieden dorthin ins Vaterland,
und wissen, die gechieden die ruhen dort schon aus.
O das ist sicher gehen durch diese Erdenzeit,
nur immer vorwärts sehen, mit seelger Freudigkeit;
wird uns durch Grabeshügel, der klare Blick verbannt,
Herr gib der Seele Flügel, daß sie hinüberschaut.
Hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das Herz,
geh selber uns zur Seite, und führ uns heimatwärts.
Und ist es uns hinieden so öde, so allein,
o laß in deinem Frieden uns hier schon selig sein.
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