Sep 22 2008
Unser Christentum
Unser Christentum auf Erden muss noch etwas Ganzes werden,
Jesus machet alles neu; drum verlangt er von den Seinen
Die Ihn suchen, die Ihn meinen, wahren Ernst und ganze Treu.
Ach das halbe, laue Wesen, das sich mancher hat erlesen,
der sich auch bekehren will, – dies und das noch bei sich leiden
und sich nicht von allem scheiden, das führt wahrlich nicht zum Ziel.
Selbst sich einen Vorsatz fassen, sich auf eigene Kraft verlassen
Führt in größre Not hinein. „Ich“, ruft Jesus allen Schwachen,
„Ich will´s neu und anders machen; du sollst nichts, ich alles sein!“
Drum vertrau dich seinen Händen, lerne dich zu ihm recht wenden,
dann geht´s, wie es gehen soll. Jesus kann in allen Dingen,
was er will, auch selbst vollbringen; er ist macht- und gnadenvoll.
Auf das Wort lass fest dich gründen, denn darinnen ist zu finden,
alles, was der Heiland lehrt. Bleib einfältig daran hangen,
so wirst du gewiss erlangen, was zum Christentum gehört.
Wirst du matt: er ist die Quelle, die dir gibt auf alle Fälle
Ganz umsonst, was nötig ist; drum musst du niemals verweilen,
sondern gleich zum Heiland eilen, bei dem man kein Gut vermisst.
Unter allem Kampf und Leiden lass dich nicht von Jesus scheiden,
halte aus und bleib getreu; so wird Rat und Trost sich finden,
du wirst glücklich überwinden; denn der Sohn macht völlig frei.
Endlich wirst du in dem Sterben alles, alles bei ihm erben,
weil er alles will erneu´n . Du kannst guter Hoffnung leben:
Er wird dir den Himmel geben und dich ewig dort erfreun.
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