Okt 30 2007
Nach der Anfechtung
Nach der Anfechtung, ein christliches Gedicht zum Thema Nachfolge
Nun habe ich den Sieg errungen,
Durch meinen Heiland Jesum Christ.
Der hat den bösen Feind bezwungen,
Der für mich viel zu mächtig ist;
Ich Ärmster konnte niemals siegen,
Der Feind sprach meiner Ohnmacht Hohn,
Ich war bereits am Unterliegen,
Die Hölle triumphierte schon.
Es schien, als ob kein Fünklein Glauben,
Noch Lieb’ in meinem Herzen war.
Der Arge konnte alles rauben
Und ängstete mich immerdar;
Ich war bereits am Untersinken,
Im dunkelsten Verzweiflungsmeer,
Es schien, als wär ich am Ertrinken,
Und keine Hilfe um mich her.
Da kam der Heiland auf den Wogen
Und fasste mich bei meiner Hand.
Hat mich so sanft hinaufgezogen,
Und brachte mich zum sichern Land;
Und wenn ich nun auch wohl geborgen,
So weiß ich, dass der Feind noch lebt,
Und dass er mich vielleicht schon morgen
Mit seinem dunklen Heer umschwebt.
Der Feind wir wieder vorwärts dringen,
So lange sich mein Herz noch regt.
Bis mich dereinst im letzten Ringen
Der Schnitter von dem Kampfplatz trägt;
Doch Jesus Christus, der mir heute
So gnädiglich den Sieg verlieh’n,
Der schützt auch ferner mich im Streite,
Wenn ich nur kindlich bei Ihm bin.
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